USB-Festplatte formatieren und mounten

  • Hallo zusammen,


    ich möchte meine RaspberryPi (Betriebssystem:Raspbian) als Datenserver benützen, um von Windows darauf zugreifen zu können benütze ich Samba, was auch funktioniert.
    Als Datenträger verwende ich eine externe USB 3.0 Festplatte (http://www.amazon.de/Intenso-externe-Festplatte-5400rpm-schwarz/dp/B007AG1V1Y/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1362503300&sr=8-1 (Affiliate-Link)). Zuerst habe ich NTFS verwendet, ich habe dann nachgelesen dass Linux NTFS nicht wirklich mag und möchte nun ext4 benützen. Ich habe die Festplatte dann an meinem Windows Rechner mit "Partition Wizard Home Edition v7.7" mit ext4 formatiert. Nun funktioniert das Mounten nicht mehr. Was berücksichtige ich nicht?
    Ich hoffe es kann mir jemand helfen.


    Gruß Mado

    Edited once, last by Mado ().

  • Also ich würde die Finger von solchen oft seltsamen Tools lassen. Besorg dir lieber ein GParted, von dem du booten kannst. Dann kannst du in Ruhe die Festplatte von einem Linux aus formatieren. Das sollte dann einwandfrei funktionieren!

  • Hallo zusammen,


    Quote from Maod

    Nun funktioniert das Mounten nicht mehr. Was berücksichtige ich nicht?


    Wie mountest du den Datenträger? Manuell über den Befehl "mount" oder automatisch über die "/etc/fstab"? Oder über ein grafisches Tool?
    Bekommst du eine Fehlermeldung angezeigt?
    Wenn du die "/etc/fstab" verwendest, hast du dort den Eintrag entsprechend für ext4 angepasst?


    Quote from Lupurus

    Besorg dir lieber ein GParted, von dem du booten kannst.


    Die USB-HDD ist sowieso schon partitioniert weil die NTFS-Partition schon angelegt war. Die Daten werden sowohl bei GParted wie vermutlich auch bei Partition Wizard Home Edition gelöscht wenn du die Partition mit ext4 formatierst. Also spart euch den Umweg über ein extra Tool und verwendet einfach den Linux-Befehl "mkfs". Ich verweise einfach mal wieder auf einen Artikel auf meiner Webseite.


    http://www.gtkdb.de/index_7_1168.html


    Gruß Georg

  • Du kannst dir Platte ohne irgendwelche Tools mit Linux formatieren.
    Am besten steckst Du sie an den PI an, schaust Dir mit 'dmesg' an, wie sie erkannt wurde, warscheinlich als /dev/sda.
    Dann kannst Du mit fdisk /dev/sda nachsehen ob eine Linuxpartition existiert und wenn nicht eine anlegen.
    Danach mit mkfs -t ext4 /dev/sda1 formatieren.


    Edith sagt ich bin zu langsam :(

    Edited once, last by orb ().

  • ich habe mit [font="Tahoma, Verdana, Arial, sans-serif"]mkfs -t ext4 /dev/sda1 formatiert, wird auch als complete angezeigt, wenn ich dann aber "sudo fdisk -l" mache, wird mir folgendes angezeigt:[/font]


    Code
    Disk /dev/sda: 3000.6 GB, 3000592982016 bytes
    255 heads, 63 sectors/track, 45600 cylinders, total 732566646 sectors
    Units = sectors of 1 * 4096 = 4096 bytes
    Sector size (logical/physical): 4096 bytes / 4096 bytes
    I/O size (minimum/optimal): 4096 bytes / 4096 bytes
    Disk identifier: 0x00000000
    
    
    Disk /dev/sda doesn't contain a valid partition table


    mounten lässt es sich nicht, ich versuche es manuell über den mount befehl

    Edited once, last by Mado ().

  • Hallo Mado,


    gehen wir das einfach mal Schritt für Schritt durch. Wenn du deine USB-HDD oder einen USB-Stick angeschlossen hast, schaust du nach welche Gerätedatei das Device bekommen hat.



    In diesem Fall hat der USB-Stick also die Gerätedatei "/dev/sda" bekommen. Anschließend schaust du welche Paritionen bereits vorhanden sind.


    Code
    pi@raspberrypi ~ $ sudo parted -s /dev/sda print
    Model: Generic STORAGE DEVICE (scsi)
    Disk /dev/sda: 7948MB
    Sector size (logical/physical): 512B/512B
    Partition Table: msdos
    
    
    Number  Start   End     Size    Type     File system  Flags
     1      1049kB  7948MB  7947MB  primary  fat32        boot


    In diesem Fall existiert nur eine FAT32-Partition. Diese löschen wir jetzt mit dem folgenden Befehl. Sollten mehrere Partitionen existieren, musst du den Befehl öfters mit der jeweiligen Partitions-ID aufrufen.


    Code
    pi@raspberrypi ~ $ sudo parted -s /dev/sda rm 1


    Gegebenenfalls nochmal überprüfen ob alle Partitionen gelöscht wurden.


    Code
    pi@raspberrypi ~ $ sudo parted -s /dev/sda print
    Model: Generic STORAGE DEVICE (scsi)
    Disk /dev/sda: 7948MB
    Sector size (logical/physical): 512B/512B
    Partition Table: msdos
    
    
    Number  Start  End  Size  Type  File system  Flags


    Jetzt kannst du eine neue Partition anlegen. Der Anfang der Partition liegt hier in meinem Fall bei 1049kB und das Ende ist der maximalste Wert vom Datenträger.


    Code
    pi@raspberrypi ~ $ sudo parted /dev/sda "mkpart primary ext4 1049k -1"
    Information: You may need to update /etc/fstab.


    Ob alles passt kann man wieder überprüfen.


    Code
    pi@raspberrypi ~ $ sudo parted -s /dev/sda print
    Model: Generic STORAGE DEVICE (scsi)
    Disk /dev/sda: 7948MB
    Sector size (logical/physical): 512B/512B
    Partition Table: msdos
    
    
    Number  Start   End     Size    Type     File system  Flags
     1      1049kB  7948MB  7947MB  primary  fat32


    Zum Schluss wird das Dateisystem in der Partition noch erstellt.


    Code
    pi@raspberrypi ~ $ sudo mkfs -t ext4 /dev/sda1


    Wenn soweit keine Probleme aufgetreten sind, dann sollte sich das Dateisystem auch mounten lassen.


    Code
    pi@raspberrypi ~ $ sudo mount /dev/sda1 /mnt


    Sollte es mal vorkommen, dass nach dem Partitionieren eines Datenträgers die Partition Table nicht aktualisiert wird, kann man dies mit dem folgenden Befehl von Hand anstoßen.


    Code
    pi@raspberrypi ~ $ sudo su -c 'echo 1 > /sys/block/sda/device/rescan'


    Gruß Georg


    PS: Mir fällt gerade ein, dass ich das schonmal mit "fdisk" beschrieben habe. Vielleicht ist also die folgende Seite auch ganz interessant für dich. Vor allem das Einbinden über die "/etc/fstab" könnte noch hilfreich sein.
    http://www.gtkdb.de/index_7_1877.html

  • bei mir kommt folgendes:


    sollte somit auch mit sudo parted -s /dev/sda print die Partitionen anzeigen... bei mir kommt folgendes

    Code
    pi@raspberrypi ~ $ sudo parted -s /dev/sda print
    Error: /dev/sda: unrecognised disk label
  • Hallo Mado,


    das System kann die Partition Table nicht lesen und daher kann parted auch die Partitionen nicht anzeigen. Wenn die Meldungen von dmesg stimmen, dann hast du eine 3TB USB-HDD angeschlossen. Ist das korrekt?


    In diesem Fall ändert das einiges. Bei Datenträgern unter 2TB wird der Disk Label Type msdos verwendet bei größeren Festplatten wird gpt (GUID Partition Table) verwendet. Den Disk Label Type kannst du mit folgendem Befehl auf gpt ändern.


    Code
    sudo parted /dev/sda mklabel gpt


    Gruß Georg

  • Super jetzt komme ich deutlich weiter, nach dem Partion erstellen und dann mit pi@raspberrypi ~ $ sudo mkfs -t ext4 /dev/sda1
    kommt bei sudo parted -s /dev/sda print folgendes:

    Code
    pi@raspberrypi ~ $ sudo parted -s /dev/sda print
    Model: Intenso USB 3.0 Device (scsi)
    Disk /dev/sda: 3001GB
    Sector size (logical/physical): 4096B/4096B
    Partition Table: gpt
    
    
    Number  Start   End     Size    File system  Name     Flags
     1      1049kB  3001GB  3001GB               primary


    sollte nicht unter File system ext4 eingetragen sein?!


    mounten lässt es sich... :



    sollte also ordentlich unter /media/usb1 gemountet sein?!


    Beim versuch eine test.txt zu erstellen kommt dann in usb1 folgendes:

    Code
    pi@raspberrypi /media/usb1 $ touch test.txt
    touch: cannot touch `test.txt': Permission denied


    In diesen lost+found Ordner kann ich erst gar nicht gehen

  • super :)
    vielen Dank euch!


    auch wenn ich mich mit Linux noch nicht auskenne ist das mit den Rechten schon etwas Peinlich :blush:

  • Hallo zusammen,


    nur der Vollständigkeit halber...


    Es gibt zwei Möglichkeiten wie man den USB-Datenträger so mounten kann, dass normale Benutzer darauf schreiben können. Bei der ersten Variante geht man nach dem Mounten einfach her und ändert die Zugriffsrechte des Verzeichnisses in welches der Datenträger eingehängt wurde. Damit zum Beispiel der Benutzer pi und die Gruppe pi auf den Datenträger welcher unter /mnt eingehängt ist zugreifen kann, führt man einfach den folgenden Befehl aus.


    Code
    sudo chown pi:pi /mnt


    Alternativ hierzu kann man gleich beim Mounten einen Benutzer und/oder eine Gruppe angeben. Dazu sind die Parameter uid und gid vorhanden, welche im folgenden Beispiel ebenfalls den Datenträger für den Benutzer pi und die Gruppe pi einhängen.


    Code
    sudo mount /dev/sda1 /mnt -o uid=pi,gid=pi


    Gruß Georg

  • Servus,


    ich hab leider das Problem, dass meine NFS Freigabe im Netzwerk nicht gefunden wird.

    > mount


    Festplatte wurde von /dev/sda auf /data gemountet.


    > sudo parted -s /dev/sda print


    Pingen von einem Windows Rechner kann ich den Pi.


    Nur finde ich Ihn unter einem Linux Receiver nicht.


    > fstab



    > /etc/exports




    Habe ich irgendwas vergessen? :s

  • Am Rechenr wo die Platte hängt und wenn der Mountpoint richtig in der /etc/exports eingetragen ist.


    Code
    sudo exportfs
    /export/store01/homes
     172.xx.xx.xx/16


    Sollte eine Liste anzeigen mit den Shares.


    Wenn Du neue NFS-Shares in der /etc/exports eingetragen hast reicht ein:


    Code
    sudo exportfs -a


    Den NFS-Server musst Du nicht immer neu starten wenn Änderungen an der Config gemacht werden. Bein Restart kommt es sonst ggf. zu NFS-Stale-Handles, ausser man nimmt Soft-Mounts in die Options mit rein.


    Auf einem anderen Linuxrechner nachgucken mit



    Code
    showmounts -a <IPdesNFS-Servers>


    Sollte so aussehen:


    Code
    sudo showmount -e 172.xx.xx.xx
    [sudo] password for xxx:
    Export list for 172.xx.xx.xx:
    /export/store01/homes 172.xx.xx.x/16
  • Und Du bist Dir sicher der kann mit NFS umgehen? Wenn ja musst Du dem ja irgendwo angeben mit welchem Rechnername bzw. welcher IP er sich verbinden soll und welches Share er mounten soll.
    NFS ist nicht wie Samba ein Dienst der die ganze Zeit ins Netz brüllt oder sich sich anbrüllen lässt nach dem Motto: "Ich bin hier, wer hat Netzwerkshares für mich."


    Ich gehe eh eher stark davon aus das Du eher Samba oder so etwas wie DLNA media receiver suchst/benutzt.