Zugriffsgeschwindigkeit LAN->ext. Platte

  • Hallo,


    ist das eigentlich normal das die Geschwindikeit so langsam ist ?


    Lesen 4,5 - 5 MB/s
    Schreiben 2MB/s


    Der Zugriff erfolgt über Explorer \\ip-adresse des Raspberry.
    Ftp Server ist nicht installiert. Mit WinCSP und SFP-Protokoll ereiche ich nur 500 kbit/s.
    Die Platte ist NTFS formatiert. Ein USB-Stick in ext4 brachte das selbe Ergebniss.


    Ich bin gerade etwas verwirrt. Weil ich gelesen habe das manche einen NAS damit betreiben. Aber bei den Geschwindigkeiten ....


    Gruss
    Jagi

  • Hallo Jagnix,


    du solltest erstmal das Problem näher eingrenzen. Aktuell kann es an der Netzwerkverbindung, an der USB-Anbindung oder am verwendeten Protokoll liegen.


    Zum Messen der Übertragungsrate zwischen deinem PC und dem Raspberry Pi kannst du iperf verwenden. iperf ist sowohl für Linux als auch für Windows verfügbar. Eine kurze Anleitung dazu findest du unter http://www.gtkdb.de/index_15_379.html. Unter Raspbian kannst du iperf mit folgendem Befehl installieren.


    Code
    sudo apt-get install iperf


    Auf meinem Raspberry Pi schaffe ich bei iperf eine Übertragungsrate von 53 Mbit/s.


    Code
    pi@raspberrypi ~ $ iperf -s
    ------------------------------------------------------------
    Server listening on TCP port 5001
    TCP window size: 85.3 KByte (default)
    ------------------------------------------------------------
    [  4] local 192.168.10.52 port 5001 connected with 192.168.10.189 port 54370
    [ ID] Interval       Transfer     Bandwidth
    [  4]  0.0-10.0 sec  63.5 MBytes  53.2 Mbits/sec


    Die Schreib-/Lese-Geschwindigkeit des USB-Datenträgers kannst du mit bonnie messen.



    Bei dem hier getesteten USB-Datenträger handelt es sich um einen USB-Stick. Bei der 500MB großen Testdatei wurde eine Schreibgeschwindigkeit von 4,4MB/s und eine Lesegeschwindigkeit von 19MB/s gemessen.


    Mit diesen beiden Tools kannst du die Performance deines Systems schonmal überprüfen.


    Gruß Georg

  • Danke für die schnelle Antwort. Ich installiere gerade XBian, da OpenElec leider read-only ist und werde es dann mal testen und die Werte hier mitteilen.


    Gruß
    Jagi

  • Hallo Jagnix,


    zur Vollständigkeit noch ein paar Informationen zu den oben gezeigten Tests.
    - Hardware: Raspberry Pi Model B Rev 1.0 256MB
    - OS: Raspbian Image vom 09.02.2013


    Die USB-Übertragungsrate sollte mit einer USB-Festplatte auf jeden Fall über meinen Werten liegen.


    Gruß Georg

  • Meine Werte:



    ------------------------------------------------------------
    Server listening on TCP port 5001
    TCP window size: 85.3 KByte (default)
    ------------------------------------------------------------
    [ 4] local 192.168.178.33 port 5001 connected with 192.168.178.29 port 52149
    [ ID] Interval Transfer Bandwidth
    [ 4] 0.0-10.0 sec 112 MBytes 93.6 Mbits/sec




    Bonnie++ klappt irgendwie nicht:


    Aufgerufen mit bonnie++ -d /media/usb0 -s 744 -u pi doppelpunkt pi (er macht sonst immer ein Smilie im Posting)
    Can't open file ./Bonnie.2197


    Getestet mit RaspBmc 12 Frodo.



    Gruß
    Jagi

    Edited once, last by Jagnix ().

  • Beim Pi muß man bedenken, daß er nur einen USB hat und sich alle da angeschlossenen Geräte die Bandbreite teilen. Da das Netzwerk da auch dranhängt müssen alle Daten zweimal über den Bus wenn auf eine USB-Platte geschrieben werden soll.


    Von den theoretisch maximal möglichen 60MByte/sec bei USB2 schaft der PI knapp über 30 auf einen sehr schnellen USB-Stick. Mehr als 15MByte/s Lan-USB-HD wird also nie drin sein, ok 100mBit-Lan kann eh nur 12,5MByte/s Brutto und der Pi schaft nur etwa 8MByte/s Netto. Das ist dann Deine maximale Obergrenze.
    Dazu kommt noch daß NTFS für den PI sehr rechenintensiv ist, Du solltest Dir beim Testen mal die Systemauslastung mit 'top' ansehen.


    Hier findest Du ein paar Testwerte zur Geschwindigkei des PIt: http://elinux.org/RPi_Performance

  • Hallo Orb,


    mit 6-7 MB/s könnte ich gut Leben.
    Hm also kein NTFS nehmen. Welches
    Format soll ich den nehmen? Ext2 , 3 od. 4.
    Hab noch eine Knoppix-Live CD damit würde ich dann den Stick einrichten.



    Gruss Jagi

    • Official Post

    Nimm Ext4 und richte den Stick doch einfach über den Raspberry Pi ein.

    Well in my humble opinion, of course without offending anyone who thinks differently from my point of view, but also by looking into this matter in a different way and without fighting and by trying to make it clear and by considering each and every one's opinion, I honestly believe that I completely forgot what I was going to say.

  • Hallo Jagnix,


    Quote from Jagnix

    Bonnie++ klappt irgendwie nicht:


    Aufgerufen mit bonnie++ -d /media/usb0 -s 744 -u pi doppelpunkt pi (er macht sonst immer ein Smilie im Posting)
    Can't open file ./Bonnie.2197


    Schau mal nach welchem Benutzer das Verzeichnis "/media/usb0" nach dem mounten gehört. Ich vermute mal das gehört dem Benutzer root und der Gruppe root. Dann hast du als Benutzer pi natürlich keine Schreibrechte. Deshalb ruf noch den folgenden Befehl nach dem mounten auf damit du auch auf den USB-Stick oder die USB-HDD schreiben kannst.


    Code
    sudo chown pi:pi /mnt/


    Wie ps915 schon gepostet hat, würde ich auch den USB-Datenträger direkt am Raspberry Pi partitionieren und mit ext4 formatieren. Wenn du dazu Hilfe brauchst, dann lies dir die folgenden Tutorials durch.


    http://www.gtkdb.de/index_7_2126.html
    http://www.gtkdb.de/index_7_1877.html


    Gruß Georg

  • Hallo stevelande,


    guter Einwand, aber ich denke Jagnix würde sich freuen wenn du diesen begründen würdest und auch beschreiben könntest wie man das Journal abschaltet. Letzteres will ich mal vorweg nehmen.


    Nach dem Formatieren mit mkfs kann man mit dem folgenden Befehl den Writeback-Modus aktivieren.


    Code
    sudo tune2fs -o journal_data_writeback /dev/sda1


    Zum Abschalten des Jounaling ruft man anschließend den folgenden Befehl auf.


    Code
    sudo tune2fs -O ^has_journal /dev/sda1


    Ob das Journaling deaktiviert wurde kann man wie folgt überprüfen.


    Code
    sudo tune2fs -l /dev/sda1


    Bei "Filesystem features" sollte jetzt kein "has_journal" mehr aufgeführt sein. Bei "Default mount options" sollte aber durch das aktivieren des Writeback-Modus "journal_data_writeback" hinzugekommen sein.


    Vor dem Mounten sollte man jetzt noch einen Filesystemcheck durchführen.


    Code
    sudo e2fsck -f /dev/sda1


    Gruß Georg

  • Huhu, kurze Meldung :)


    orb


    Hab mit mal die Auslastung beobachtet : Sie schwankt zwischen 32% und 62%. Ziemlich heftig.
    Die Übertragungsrate lag bei 1,8 - 2 MB/s (ext. Platte NTFS)
    Habe Testweise es mit einem USB-Stick in ext4 getestet. Da lag die Übertragungsrate bei 3,5 - 4 MB/s :)


    stevelande
    Ka ob ich das ausgeschaltet habe. Werde es aber bei der Festplatte machen. muss nur vorher die Daten irgendwo sichern.
    Ich bin eigentlich ein völliger Windowsuser. Deswegen war ich eigentlich froh das ich den Stick überhaupt in ext4 Formartiert bekomme habe (nix mit rechtsklick und Formatieren :)) Aber ich hab mir den Raspberry ja aus dem Grund geholt endlich mal in Linux einzusteigen weil ich immer mehr Feststelle das es viele Tools (Video,Musik od. Festplattentools fast nur für Linux gibt und wenn es mal ein entsprechendes Tool für Windows gibt dann meistens nur als Demo od. es kann nicht das Leisten was das Linuxtool kann.


    Gruß
    Jagi


    PS
    Ich bleib am Ball und melde mich wieder :)

  • Hallo orb,


    indem man das Journaling deaktiviert kann man die Performance des Dateisystems noch ein wenig steigern. Wie du aber richtig sagst ist das von Nachteil wenn man das System einfach abschaltet. Nachdem der Raspberry Pi aber als Server betrieben werden soll, gehe ich davon aus, dass nach der Installationsphase das System entweder dauerhaft laufen wird oder immer sauber heruntergefahren wird. Sollte dies nicht das Fall sein, riskiert man bereits einen Dateisystemdefekt auf der SD-Karte.


    Ich denke nicht, dass man mit dem deaktivieren des Journalings auf dem Raspberry Pi soviel an Performance herausholen kann. Daher sollte man das Risiko eines Datenverlustest vielleicht nicht eingehen. Aber das muss jeder für sich entscheiden zum Testen kann man das Journaling aber schonmal abschalten.


    Gruß Georg

  • Ich denke nicht, daß man bei einer USB-Festplatte überhaupt einen Geschwindigkeitsunterschied feststellt und wenn würde ich lieber ext2 statt ext4 nehmen, das ist bei gleichem Sicherheitsverlust schneller.

  • Hallo !


    So habe fertig. Platte ist in ext4 mit Journal formatiert. Datenrate beim Schreiben schwankt zwischen 4,8 und 7,8 MB/s. Wobei komischerweise die Übertragungsrate bei großen Files immer einbricht.
    Ich bedanke mich für die tolle Hilfe hier.


    MfG
    Jagi


    PS
    Werde das Thema am Sonntag abschließen. Vielleicht möchte ja jemand noch etwas sagen :)

  • Ich weiß man soll in foren nicht in alte einträge weiterposten.....


    Aber ich habe jetzt nach 3 Stunden was rausgefunden, was in keinem Eintrag zum Thema langsame Platten erwähnt wird.


    NICHT die Platte über das Paket usbmout einbinden!!


    Dabei hatte ich Übertragungsraten von ca 700 kbytes/sec. Ich wunderte mich wie Ihr mit 5-8 MByte/sec spielt. Ich habe jetzt brav einen UID Eintrag gemacht, und siehe da es ist um den Faktor 10 schneller.


    Für die Linux Jungs mag das eine selbstverständlichkeit sein, mir ist es neu!

  • Ich bin leider auch ziemlich Neuling :D


    Jochen? Wie hast du das gemacht?! Finde Leider auch nicht dazu und meine Externe ist ebenfalls NTFS und schon sehr voll. Laut Top kommt der Raspberry beim kopieren noch nicht an seine Grenzen bleibe allerdings trotzdem nur bei 1 Mbit/sec..



    Betriebssystem ist Raspbmc von gestern :D

    Edited once, last by Henne ().

  • Mich würde es ebenfalls brennend interessieren, wie das mit der UID gemeint ist.


    Ich nutze Raspbian in der aktuellen Fassung und habe eine Samba-Freigabe für die angeschlossene USB-Festplatte eingerichtet.
    Mehr als knappe 700 kb/s habe ich jedoch bisher nie gesehen. Die Prozessorlast beim Kopiervorgang von dem USB-Laufwerk über das Netzwerk auf einen Windows-PC liegt am Pi bei 40-50 %.
    Das kopieren auf die interne SD-Karte geht selbstredend wesentlich schneller (ca. 12 Mb/s).


    Sollte es tatsächlich einen so gewaltigen Unterschied machen, wie man die angeschlossenen Laufwerke mountet, würde ich mich über einen Guide dazu sehr freuen, denn ich komme an dieser Stelle nicht weiter und mit dieser Übertragungsrate kann ich rein garnichts anfangen.


    Ich danke euch vielmals für eure Hilfe.


    Beste Grüße
    Martin

  • Ich weiß nicht, ob das gemeint ist, aber ich habe in der fstab statt dem "/dev/sdaX" "UUID=bliblablub" eingetragen, "bliblablub" habe ich mit "blkid /dev/sdaX" ermittelt.