LG Trockenübungsautomat

  • Moinsen,
    der Titel mag vielleicht komisch klingen aber es geht mir darum mit dem Pi eine Möglichkeit zu schaffen das man auch zuhause mit einem Luftgewehr trainieren kann.


    Idee:
    Am Lauf des Gewehres wird ein einfacher Laserpointer angebracht der mit dem Abzug verbunden ist. Sobald der Abzug betätigt wird geht der Laserpointer an. Das ist der leichte Teil.


    Die Gegenseite sieht so aus das man eine dünne Lichtdurchlässige Folie mit der Zielscheibe hat (Abmessungen 10x10 cm, Ringabstand 5mm). Sobald der Laserpointer das Ziel trifft wird auf der dahinter liegenden "Scheibe" der Lichtpunkt mit seinen Koordinaten registriert und an den Pi gesendet. Der wiederrum stellt den Treffer grafisch dar und zeichnet das Ergebnis mit Zeit, Datum und Ringzahl auf.


    Die Entfernung zwischen Schütze und Ziel beträgt 10m. Wenn es sich als Praktisch erweist könnte man das Ganze auch bis auf 50m für KK Training erweitern.


    Problem:
    Ich habe bisher keine fertigen Arrays entdeckt die zum einen eine recht hohe Auflösung haben (Treffpunkt sollte möglichst genau errechnet werden). Besteht denn die Möglichkeit die Koordinaten nach x/y zu trennen? Ich denke die Auswertung welchen Ring man genau erwischt hat ist das kleinste Problem sobald die "Punkte" dem entsprechenden Ring per Software zugeordnet sind.


    Was nimmt man da genau? Arrays aus Fototransistoren selber bauen ist doch recht fummelig. Wie bekommt man die Werte in den Pi (über I2C)? Macht es überhaupt sinn dafür einen Laserpointer zu nehmen oder ist man mit IR besser dran?


    Für Ideen wäre ich Dankbar.

  • Setz doch einfach ein RPi mit Kameramodul mit etwas Abstand hinter die Zielscheibe. Beim Auslösen ( besser noch etwas vorher ) wird dann die Kamera aktiviert und die Bilder / Filmsequenz gespeichert. Vielleicht könnte man auch die Treffer noch im Anschluß, per Bilderkennungs Software auswerten.

  • Ich würde das anders anfangen. Schaltung am Gewehr gibt einen kurzen Laserimpuls, am besten IR aus. Laser trifft auf eine ganz normale Scheibe (oder Projektion). Treffpunkt wird mittels NoIR Kamera aufgenommen. Software rechnet Treffpunkt auf Scheibe unter Berücksichtigung der parabolen Flugbahn und der Abweichung des Lasers von der Visierlinie aus und zeigt ihn auf einer Grafik an. Dann könntest du auch Parameter wie Seitenwind und Temperatur Berücksichtigen. Rückstoß und Druckpunkt sind nicht ganz so einfach zu simulieren, wäre aber machbar (Gewicht mit Magnet).

  • wenn es wirklich zum trainieren sein soll.. hast du dir aber ne große herausforderung ausgesucht..
    die faktoren wind (wohl nur bei KK?), flugbahn (laser entsprechend justieren), Rückstoß (könnte man bei LG durch leeres schießen simulieren... bei KK schwerer zu realisieren), fluggeschwindigkeit (verzögerung des lasers einbauen) und zielausrichtung (der laser wird vermutlich alle paar schüsse neu justiert werden müssen), sind einfach eine sau komplexe aufgabe..


    um es auf den punkt zu bringen: der vergleich zwischen übung und realität wird vermutlich am ende so unterschiedlich sein, dass die übung nichts für die realität bringt..


    aber berichte doch hier bitte von deinen umsetzungen.. die eine oder andere sache kann man sicherlich auch für andere projekte dann gebrauchen..

  • Hallo Berti2k


    Wir hatten bei einem meiner früheren Arbeitgeber so etwas in einem Instrument Link um einen reflektierten Licht Punkt zu orten.


    Natürlich brauchst Du etwas Optik um die 10 cm auf die aktive Fläche ( ca 20x20 mm) zu fokusieren.


    Die x,y Spannung würde einen sehr genauen, Positionsäquivalente Werte des auftrefenden Punktes ergeben, welche via A/D Wandler in den PI eingelesen werden könnte.


    Gruss Dragi


    PS: Spannendes Projekt

  • Hi,


    das, finde ich, ist schon sehr ehrgeizig und anspruchsvoll, was Du da planst.
    Fertige Systeme (ohne Waffe) kosten so um die 1000,- Euro ( z.B. -> hier <- ).
    Bin richtig gespannt, ob und wie Du das umsetzt ...


    cu,
    -ds-

  • Ich halte Fliegenhals' Vorschlag eines Kameramoduls (allerdings vor der Scheibe sitzend, ggf. mit aktiver Beleuchtung) für die naheliegendste Idee. Man kann so die optischen Problemstellungen ohne viel Aufwand zunächst auf Machbarkeit überprüfen. Also - Kontrastunterschied Deines (roten?) Lasers auf der Zielscheibe (in schwarz/weiß ?) überprüfen, Abstand der Kamera zur Scheibe optimieren. Mit Bildbearbeitungssoftware rumspielen, wie man am besten später softwaremäßig das Trefferbild vom Referenzbild abziehen kann (ggf. mit vorgeschaltetem Rotfilter, Scharr- oder Sobeloperatoren zur Kontrastverschärfung...). Vielleicht erkennst Du dann auch, daß Deine Gesamtlichtverhältnisse ein zu verrauschtes Bild ergeben, in dem der Laserpunkt nicht mehr aufgelöst werden kann. In diesem Fall müßte beim Schuß wahrscheinlich ein still image Capture (oder mehrere) gemacht werden, anstelle daß man ein Video aufnimmt (im Videobild hat man i.d.R. nicht die Auflösung wie beim image capture). Falls Du aktiv beleuchten mußt (weil Deine Kamera sonst zu verrauschte Bilder liefert), Du als Schütze aber nicht geblendet werden willst, dann wirst Du vielleicht per IR beleuchten - womit ein roter Laser aber ggf. nicht mehr ideal ist...
    Kurzum, man kann bei dieser Lösung auf relativ einfachem Weg sehr viel im Vorfeld abprüfen, bevor man sich hinsetzt und Kilobyteweise Code schreibt oder Mechanik konstruiert.