433Mhz Antenne optimieren

  • Hallo


    Nachdem wir an unseren Funktemperatursensoren und dem Empfänger nur ein Stück Klingeldraht (17cm) als Antenne gelötet hatten,
    war die Reichweite (gefühlt) relativ bescheiden (20m durch 3 Wände).


    Daher haben wir jetzt an beide Transreceiver ein Koaxkabel (75 Ohm) gelötet,
    welches 18cm abgeschirmt und 17,3cm nicht abgeschirmt ist.
    Der innere Draht ist sehr direkt an den Transmitter gelötet und die Abschirmung an die Masse:
    [Blocked Image: http://img5.fotos-hochladen.net/thumbnail/antennesolarca0cu9lzgd31_thumb.jpg]
    Es gibt natürlich keinen Kontakt zwischen Antenne und der Abschirmung.


    Die Reichweite ist zwar etwas besser, aber nicht viel...


    Gibt es Möglichkeiten die Reichweite noch zu erhöhen?


    Kann man z.B. die Sendeantennen als Richtantennen ausführen?
    Doppelquads sind ja nur als Empfangsantennen sinnvoll, oder?


    Gruß Kolja


    edit:
    Die Funkmodule sind RFM12B, welche lt. Datenblatt mit 2,2 bis 3,8 Volt laufen sollen.
    Unsere drei Mignonzellen geben natürlich etwas mehr aus (z.Zt etwa 4,2V)
    Kann man die Spannung noch weiter erhöhen, ohne etwas zu zerstören?
    Nach meinem angelesenen Wissen sollte das aber nicht viel mehr Reichweite bringen.
    Oder habt ihr andere Erfahrungen?


    edit2:


    Hier:http://www.roboternetz.de/comm…576&viewfull=1#post473576
    steht geschrieben, das die Abschirmung des freigelegten Teils des Koax Kabels über den unteren Teil geschoben werden MUSS.
    Und das Dielektrikum ist auch entfernt worden.
    Beides macht für mich keinen großen Sinn...

    Edited once, last by kolja ().

  • Hi Mathias


    Danke für den Link.
    Hast du die Antenne am Sender oder am Empfänger?
    Und was meinst du mit "gute Erfahrungen"?


    Gruß Kolja

  • Hi,


    ich denke 20 m durch drei Räume ist ein relativ guter Wert. Wesentlich mehr wirst Du da imho nicht rausholen können.
    Du musst bedenken, dass diese 433 MHz Sender und Empfänger sehr häufig für Schaltungsaufgaben verwendet werden und deshalb auch in der Leistung beschränkt sein müssen.
    Es soll ja vermieden werden, dass sich z.B. Nachbarn gegenseitig in die Quere kommen ...
    Ausserdem spielt die Modulationsart eine grosse Rolle - AM oder FM ...
    Aber lies das am besten z.B. -> hier <- mal selber nach ;)


    cu,
    -ds-

  • Hi,


    Mich wundert es nur, das die neuen und abgeschirmten Antennen so wenig gebracht haben.
    Den Link kannte ich schon, hab gefühlt das ganze Netz schon nach Infos abgesucht ;-)


    Wenn ich das mit den Modulationen richtig verstehe, hat der RFM12b Transreceiver eine FSK Modulation.
    http://www.mikrocontroller.net/articles/RFM12


    Kann ich denn feststellen, ob der Sender auch mit 10mW sendet?
    Oder ist davon auszugehen?


    Die 868Mhz Variante haben wir wegen der Funkstekdosen-Inkompatibilität nicht genommen.
    Das wäre vielleicht die bessere Wahl gewesen.
    Da wir nur alle 5 Minuten ein Signal senden,
    stören uns die Zeitvorgaben ja nicht...


    Gruß Kolja

  • Hallo kolja,



    Der innere Draht ist sehr direkt an den Transmitter gelötet und die Abschirmung an die Masse:
    Es gibt natürlich keinen Kontakt zwischen Antenne und der Abschirmung.


    Das ist richtig, die Masse sollte dann möglichst nahe beim Innenleiter angelötet werden.
    Freigelegte Teile so kurz wie möglich halten: Dielektrikum bis zur Lötstelle dran lassen, Massegeflecht fast bis dorthin (Kurzschlüsse natürlich vermeiden).



    Kann man z.B. die Sendeantennen als Richtantennen ausführen?
    Doppelquads sind ja nur als Empfangsantennen sinnvoll, oder?


    Richtantennen sind sowohl sende- als auch empfangsmässig sinnvoll - es verdoppelt sich dann die Richtwirkung und somit die Reichweite, der Abstrahlwinkel wird schmaler - ideal bei direkter Sichtverbindung. Wenn Wände oder sonstige Gegenstände dazwischen sind, kann es aber auch nachteilig sein (unerwünschte Reflektionen). "HF geht seltsame Wege" - man kann es nur ausprobieren.



    Die Funkmodule sind RFM12B, welche lt. Datenblatt mit 2,2 bis 3,8 Volt laufen sollen.
    Unsere drei Mignonzellen geben natürlich etwas mehr aus (z.Zt etwa 4,2V)
    Kann man die Spannung noch weiter erhöhen, ohne etwas zu zerstören?


    Wenn die Module bis max. 3.8 V ausgelegt sind, sollte man das auch unbedingt einhalten!


    Vielleicht hast Du jemanden in Deinem Umkreis, der für das 70cm-Band (433 MHz) ein Stehwellenmessgerät hat, um die selbstgebaute Antenne vor dem Anschliessen noch optimal anzupassen. Eine Antenne ist ein offener Schwingkreis, der so angepasst sein muss, daß die eingespeiste Leistung voll abgestrahlt wird. Bei schlecht angepasster Antenne läuft ein Teil der Sendeleistung wieder auf die Sendeendstufe zurück und kann sie auch zerstören.


    Gruß, mmi

  • Hi mmi


    Dann sollte doch meine Konstruktion (Bild oben) ganz gut gemacht sein.
    Danke für die gute Erklärung


    Gib doch mal n einfachen Tipp für ne Richtantenne :-)


    Und das mit der Spannung (3xAAA) kommt aus der Anleitung hier im Forum.
    Da hat es scheinbar (?) noch nie Probleme gegeben.


    Bin gerad erst nach Kassel gezogen, kenne hier noch keinen mit nem Stehwellenmessgerät.
    Werde aber mal in der Uni nachfragen.


    Danke & Gruß Kolja


    edit:


    Aus dem Datenblatt des RFM12b:
    [code=php]
    Symbol Parameter Min Max Units
    V dd Positive supply voltage -0.5 6 V [/php]

    Edited once, last by kolja ().


  • Gib doch mal n einfachen Tipp für ne Richtantenne :-)


    Nachdem sich 433 MHz im 70cm Band der Funkamateure befindet, gibt es auch eine große Auswahl an fertigen Antennen. Einfach mal in der Suchmaschine nach "amateurfunk 70cm antenne" suchen.


    Du suchst ja sicher was kompakteres, denn Doppelquads, Yagis, etc. sind in diesem Frequenzbereich nicht gerade klein. Ich denke, eine gute Rundstrahlantenne sende- und empfangsseitig wäre am besten.


    Vielleicht mal hier beraten lassen, die sollten wissen, was empfehlenswert ist:
    http://www.wimo.com


    Gruß, mmi

  • Bin gerad erst nach Kassel gezogen, kenne hier noch keinen mit nem Stehwellenmessgerät.
    Werde aber mal in der Uni nachfragen.


    Meld dich mal hier, da bekommst du bestimmt Hilfe zu dem Antennen Thema.
    http://www.darc.de/distrikte/f/12/
    Einfach beim OV Abend aufschlagen.

    Offizieller Schmier und Schmutzfink des Forum.
    Warum einfach wenn's auch schwer geht ?


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