Notfall! Raspbian komplett auf chmod 777 gestellt...

  • Hallo zusammen,


    haben hier einen mittelgroßes Problem...
    Mein Kumpel hat bei seinem RollstuhlPi via SSH statt "sudo chmod -R 777 /media/usbstick" leider via "sudo chmod -R 777 /" die Rechte aller Dateien umgestellt...


    Seit dem gibt es eine Hand voll Probleme:
    - Bluetooth Maus Steuerung funktioniert nicht mehr
    - SSH Login funktioniert nicht mehr
    - Herunterfahren über GUI funktioniert nicht mehr
    - .... noch vieles mehr das noch nicht aufgefallen ist


    Da das letzte Backup leider ne Weile her ist, gibt es irgendeine Möglichkeit die kompletten Dateirechte (zumindest von den Systemdateien) wiederherzustellen?


    Vielen Dank für Tipps vorab


    Grüße


    bigdane

  • Der Drops ist gelutscht! Es gibt keine Möglichkeit alle Rechte auf einen Standard zu setzen. Man könnte versuchen mit

    Code
    "chown -R root:root /

    alle Berechtigungen an den root zu übergeben. Aber dann fehlen den Homverzeichnissen der Nutzer und bestimmten Programmen die speziellen Rechte, aber es würde auch wieder einiges funktionieren. Wie gesagt, es gibt keine Lösung für das selbstgemachte Problem.

  • Hallo Bigdane,


    auf der SD befinden sich mehrere 10.000 Dateien - vielleicht auch mehr als 100.000 Dateien.


    Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, besteht darin, ein Programm zu schreiben, dass die Attribute / Zugriffsrechte der Sicherungskopie auf identische Dateien der verhunzten SD-Karte überträgt.


    Wenn Du viel Glück hast, musst Du nur die Dateien manuell anpassen, die auf der Sicherungskopie nicht enthalten sind.


    Ansonsten hilft nur eine Neuinstallation...


    Beste Grüße


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

    Linux is like a wigwam, no windows, no gates, but with an apache inside dancing samba, very hungry eating a yacc, a gnu and a bison.

    Edited once, last by Andreas ().

  • Backup der Karte machen, Standalone Image ziehen. Beides auf ner Linuxkiste mounten und ein

    Code
    cp -rp

    der betroffenen Ordner könnte klappen. aber ob sich das lohnt :denker:

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

    Edited once, last by dbv ().


  • für rpm-Packages scheint es eine Möglichkeit zu geben.
    Alles, was ich auf die Schnelle für debian gefunden habe und sich einigermassen plausibel anhört wäre -> das hier


    Das klappt wie bei rpm nur für installierbare Pakete. Problem ist, dass das gesamte System falsche Rechte hat. Jede Möglichkeit die Rechte wieder herzustellen ist bedeutend aufwändiger, als das System neu zu machen. Systemeinstellungen könnte man allerdings retten, indem man das Verzeichnis /etc sichert.

  • Hi Jörg,
    da magst Dus chon recht haben ... ist aber scheinbar ein Spezialsystem für den Rollstuhl.
    Da würde ich - nachdem ja wohl kein aktuelles Backup vorhanden ist - auch erst probieren, die Rechte zu "recovern" ...
    777 ist ja jetzt nicht soo dramatisch ... lediglich bei einigen sicherheitsrelevanten Systemdateien dürfte es Probleme geben ... evtl. reicht ja schon ein recovery der /etc-Files ...


    cu,
    -ds-

  • Hallo zusammen,


    Vielen Dank für eure Beteiligung und Unterstützung. Wir haben uns letztendlich für das neu aufsetzen entschieden und haben wie vorgeschlagen einige Dateien vorher gesichert.


    War zwar ein Haufen Arbeit aber dafür auch eine Lehre :)


    Beste Grüße


    Bigdane

  • Thema Backup.
    Die sd-Karte ist samt Raspberry ziemlich fest in einer box verbaut. Mein Raspberry zuhause sichert sich immer selbst (hat aber auch eine 1TB ext4 Festplatte dran).
    Am rolli haben wir nur einen 32gb fat32 Stick für Musik.


    Jemand spontan eine Idee wie ich die 16gb sd sichern kann ohne sie auszubauen?


    Mir fällt nur die unkomfortable Lösung ein, eine externe Festplatte ext4 zu formatieren und an den von außen zugänglichen usb hub zu hängen für ein Backup. Will aber nicht nur dafür eine Festplatte Opfern...

  • Hallo Bigdane,


    wenn Du an einen USB-Port des Raspberry Pis herankommst, würde ich einen aktiven Hub anschließen, in dem sich ein ausreichend großer USB-Stick befindet. Dort würde ich einen WLAN-Stick einsetzen und ein Skript übertragen, dass den Raspberry Pi während der Laufzeit auf den USB-Stick sichert.


    Beste Grüße


    Andreas

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