18650 Li-ion Akkus ... irgendwer Erfahrungen?

  • Hallöle,
    ich wusste jetzt nicht so recht wohin damit, aber ich denke, das ist hier ganz gut aufgehoben.
    Mir kommen in letzter Zeit immer häufiger Li-ion Akkus (meist UltraFire) mit 3.7V und bis zu knapp 7 Ah unter.
    3.7V ist aber jetzt ein blöder Wert ... wie würde man diese Teile z.B. für die Stromversorgung eines Arduino oder Raspi verwenden?
    2 oder drei parallel schalten und mit einem Step-up Regler auf 5V ziehen einsetzen oder z.B. 2x2 in Reihe und dann mit einem Step-Down auf 5V?
    Ich finde die Kapazität schon erstaunlich ... aber vielleicht sind die Dinger ja trotzdem nix für solche Zwecke. Kommt mir jedenfalls in beiden Fällen (up und down) nicht besonders effektiv vor.
    Eure Meinungen/Erfahrungen zu dem Thema?


    cu,
    -ds-

  • Ich setze 2 davon in Reihe ohne StepDown am Arduino ein...


    Bisher lade ich die Akkus noch in einem normalen LiIon- Ladegerät, letzte Woche kamen so kleine Ladeeinheiten, die man pro (1) Akku als Laderegler verwenden kann - die haben 5V Input und Ladeüberwachung... ich kann mal den Link raussuchen, wenn ich zu Hause bin.


    Bin nicht sicher, ob man einfach die Akkus dann drin lassen kann, die Laderegler angeschlossen sind und das Ganze in Reihe geschaltet lässt.... vielleicht ein Leistungs-MOSFET als Entkoppeldiode ? Mal probieren...


    Die Kapazität und das Kapazitätsverhalten der Teile ist super: die haben so um die 2100mAh, das reicht für einen Arduino + Mess-und Funkequipment recht lange... (noch keine echten Tests, schraube gerade dran rum..)


    Parallel teste ich noch den Einsatz kleine (1-zelligen) LiPoly Akkus mit 650mAh aus dem Dronenmodellbau... die bauen schön klein :-)


    Interessantes Thema!


    MfG, das Zen

  • Ich kann bald meine Erfahrung mit den 18650 Akkus nachreichen, da ich meinen mobilen Retropie damit betreiben möchte. Mir fehlt dazu leider noch etwas, was aber in dieser oder in der nächsten Woche eintreffen müsste.


    Ich habe mir dazu folgende Akkus, folgenden step-up step-down Converter und ein Batteriefach bei AliE bestellt.


    http://www.aliexpress.com/item…ttery-for/2049551470.html


    http://www.aliexpress.com/item…ge-LM2577/1859022389.html


    http://www.aliexpress.com/item…th-6-Wire/1929189816.html


    Die Akkus sollen angeblich 8800mAh besitzen, was aber sehr unwahrscheinlich ist. Ich hoffe dennoch auf mehr als 3000mAh pro Akku.


    Kassi

  • Hallo Dreamshader,


    ich selber keine Ultrafire/Trustfire. Habe mal Trustfire gehabt, die sind zwar nicht explodiert, aber verlieren sehr schnell ihre Kapazität. (Meine Meinung)


    Ansonsten für einfache Spannungsversorgung nutzte ich 18650 (ggf. kleiner) mit Protection Circuit Board um diese direkt mit dem Attiny 841 zu verbinden bei 8MHz. Solange hier keine sehr genauen Anwendungen notwendig sind (Analogbereich) reicht das vollkommen aus. Leider passen die BODLEVEL nicht für eine Automatische Abschaltung der Steuerung bei erreichen des unteren Grenzwertes der LiIon.


    Zentris, 2 in Reihe an einem Mikrocontroller ist ausserhalb der Spezifikation, da sollte der AVR große Probleme haben, wenn er noch nicht von Innen kocht, oder meist du mit dem direkten Anschluss an einen PowerJack, hinter der sich ein Linearregler befindet. Sowas ähnliches mache ich mir zu nutze, wenn ich Spannung > 5V brauche. Die Last wird direkt an den 2 Zellen in Reihe betrieben, der eigentliche µC wird dann über einen LM1117 mit einer konstanten Spannung betrieben bei einigen µA bis hin zu paar mA im Sleep/Idle Mode.


    Als Lader empfehle ich dir etwas aus der NiteCore Serie. Habe selber den NiteCore DigiCharger D2 mit Display (Laden von NiMh, LiIon, Lipo). Habe auch diese Trustfire, die sind aber für die Tonne. Gefährlicher als das Gerät selber waren dort die Euro2-Stecker (vermutlich inzwischen bei neuen Geräten geändert).


  • http://www.aliexpress.com/item…ttery-for/2049551470.html


    Die Akkus sollen angeblich 8800mAh besitzen, was aber sehr unwahrscheinlich ist. Ich hoffe dennoch auf mehr als 3000mAh pro Akku.


    Oo... die 18650 Akkus haben üblicherweise so zw. 1800 - 3200mAh... sicherlich 'n Druckfehler :lol:


    Mfg, Das Zen

  • Ist doch das gleiche wie mit den TrustFire 14500er und so weiter. Erst einmal schön hohe Zahlen aufdrucken, damit die Leute das kaufen ;)
    Bei Markenware von Eneloop, Samsung, Panasonic, Efest weiß ich, dass die niedrigeren Zahlen daher kommen, dass die diese auch wirklich schaffen ;)


    Hier noch mal als Nachtrag, zu meiner hauptsächlich eingesetzen Hardware


    http://www.amazon.de/NiteCore-NC-i2-Version-Intellicharge-Ladestation/dp/B00KJC4RLM/ref=pd_bxgy_ce_img_y (Affiliate-Link)
    http://www.amazon.de/Nitecore-Smart-Batterie-Ladeger%C3%A4t-LiFePO4-Batterien-Automatischen-Ladeparameter/dp/B00KT5YS8G/ref=sr_1_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1430743770&sr=1-1&keywords=nitecore+digicharger+d2 (Affiliate-Link)


    http://www.amazon.de/Panasonic-Akku-NCR18650B-3400mAh-401023/dp/B00AIOH9VG/ref=pd_bxgy_ce_img_y (Affiliate-Link)


    Das Sammelsurium ist ansonsten gerade bei den Akkus deutlich größer, hauptsächlich aber die Zylinderformen 18650, 14500 und 18350. Die kleinen flachen Teile habe ich auch noch, finde diese aber umständlich und sind deutlich empfindlicher.

  • Hey danke schon mal.
    Ich find' halt die Werte irgendwie schräg ... 3.7V ... naja gut, 1.2V ist auch nicht wirklich besser :) ...
    Was die Kapazität angeht, da hatte ich erst -> die hier <- im Visier.
    Der Tipp mit dem Ladegerät ist jedenfalls schon mal hilfreich.
    Ach ja ... der Arduino hat ja diesen RAW-Eingang. Da verträgt er afaik 12V ... ist halt nicht für viel Last ausgelegt, denn soweit ich weiss hat der Regler nur 150 mA.



    ...
    ... letzte Woche kamen so kleine Ladeeinheiten, die man pro (1) Akku als Laderegler verwenden kann - die haben 5V Input und Ladeüberwachung...
    ...


    ok ... ich denke mal, Du meinst -> solche <- Teile.
    Ich hab' auch schon überlegt, ob ich nicht einfach so eine -> "leere" Powerbank <- bestelle und die Ladelogik ausbaue ...


    Ja ... ich find's auch spannend und bin mal gespannt, was ich dann endgültig wohl mache.


    Danke schon mal, was aber nicht heisst, dass hier Ende ist.
    Weitere Meinungen/Empfehlungen/Erfahrungen sind nach wie vor gefragt.
    -ds-


  • Was die Kapazität angeht, da hatte ich erst -> die hier <- im Visier.


    Öha, ob man diese Kapazitätsangaben für bare Münze nehmen kann, oder ob das wohl eher mit den "gefühlten Temperaturen" bei Waschmaschinen vergleichbar ist ...
    Meine Empfehlung: Schau Dir mal diese Seite an. Geht zwar um Hochstrombelastung im Bereich bis zu 20A (Dampfe vulgo E-Zigarette), aber der Junge testet die Akkus selber mit gutem Equipment und dem glaube ich mehr als der Lobpreisung eines Ibäääh-Verkäufers.
    Ansonsten sollte sich in Foren zum Thema Taschenlampen doch einiges zu LiIon/LiPos finden.
    Allgemeiner Tenor ist aber, das alle Akkus, die "Fire" im Namen haben, nur dazu geeignet sind, in die Ecke gefeuert zu werden.



    Weitere Meinungen/Empfehlungen/Erfahrungen sind nach wie vor gefragt.


    Dein Wunsch war mir Befehl. :thumbs1:

  • Hallo -ds-,


    was der Linearregler wirklich auf dem Arduino schafft, hängt stark von VIN ab. 12V ist schon grenzwertig, da kommt wirklich nicht mehr viel raus, wenn man bedenkt, dass hier etwa die Hälfte in Wärme umgesetzt werden muss. Für die reine Versorgung der Logik ist das vollkommen okay, und auch nicht mit einem Schaltregler zu packen. Vorteil bei den LDO Linearregler ist der sehr geringe Ruhestrom. Bei Schaltreglern kommt man eher nicht auf diese Werte. Gerade Batterie gespeiste Geräte sollten das schaffen (niedriger Ruhestrom im µA/mA).


    Diese leere Powerbank würde ich dann doch garnicht umbedingt ausschlachten. 18650 Akku rein, und den Arduino direkt mit 5V speisen. Die 5V bleiben dann konstant bis die Elektronik abschaltet.

  • Statt eine teure Powerbank zu schlachten :D, würde ich lieber so etwas verbauen. Noch ein mini 5v /2A USB Steckernetzteil dazu und man hat eine prima Lösung, für die 18650er Li-Ion Akkus. Wenn man dann doch 5v o. eine höhere Spannung braucht, muss man halt in den saueren Apfel beissen und einen DC-DC Step-Up Wandler benutzen.

  • Moinsen, bitte keine xxxfire akkus. Der Name ist Programm. Laut netz-info sind es recycelte akkus z.b. aus Notebook. Haben von himmel geholte kapazitätwerte. Sie werden in Dampfer-forum und Taschenlampen -forum nicht ohne grund verteufelt.
    3.7V ist ein mittel-wert, voll geladen 4,2V und wenn sie leer sind je nach akku-type 3.2V bis 2.5V.
    Aber Vorsicht sie reagieren heftig wenn sie überladen oder tiefentladen werden in form von ausgassen bis explodieren.

  • Hallo dreamshader,
    die Dinge (18650 Akkus) kenne ich aus der "E- Zigarettenwelt" und kann ich nur bestätigen, das denen seiner Kapazitäten - echt Hammer sind. Wir - die Jungs aus der "E- Zigarettenwelt" haben Zugang zu den sehr ... sehr vielen berichten / Testen ... von den Akkus. Mann kann Bücher von schreiben.
    Ich habe meine "Dampfe(n!)" - so nennen wir die E-Zigarette meistens mit den 18650 Akkus versorgt. Die Last der Akku beträgt bei der E-Zigarette ca. 2 Ohm aber auch 1.2 ... 1.8 ... 2.2 (flies ca. 2 A ... ) bei Anwenden. Mir schickte das Akku ganzen Tag (jeder 10 min 2 oder auch 3 sek. drücken [belasten]) ...


    Gekauft habe ich NUR! in renommierten Geschäften - meistens nach Empfehlung aus den Foren / User / Test ...
    Mag sein, das Heute gibt es bessere ... ? Mit "der Sorte" (oft GRAU) & einem Original- Ladergerät dazu, - kann gar nichts schief gehen.
    Bild1


    Was:
    Zitat
    ...

    Quote

    2 oder drei parallel schalten und mit einem Step-up Regler auf 5V ziehen

    ...


    Gibt es schon auch was fertiges ohne Arbeit (leider mit 2 Akkus Parallel habe ich noch nicht ausprobiert) - sollte aber Funzen:
    Bild2


    Die Dinge heißen in der "E- Zigarettenwelt" Akkuträger und sind dem entsprechend "Preislich versteuert" :D ->:@


    Viele -> haben schnell Endeckt, dass die E- Zigarette - ein Lukratives Geschäft ist.
    18650 Akku gehört dazu!


    Der Oerks weis AUCH! ganz genau was Er schreibt. Deshalb -
    - "Falsche" Akkus (Quellen) sollte man vermeiden.


    Ich hoffe, dass ich mit meinem "Senf" Dir auch etwas Anregung geben konnte.

    Gruß
    Georg

    Sollte ich "Müll- reden" :blush: - bitte mich (?) "auf die Nuss" hauen. :huh:

  • (auch eZig-Dampfer) :thumbs1:


    Die Akkus in den EZig-Trägern sind m.W. in Reihe geschaltet.
    Meist (eigendlich immer) sind da einstellbare StepDown/StepUp Regler drin:
    Ich kann meine umschalten zw. U-Reglung (Spannung) oder P-Reglung (Leistung) - da gibt es Teile, die machen 18W und mehr auf 1,6 Ohm Verdampfern... aus 2 Zellen... :geek:


    Parallelschaltung ist ungünstig, weil du die Zellen entkoppeln musst, sonst fließen Querströmen in beachtlicher Höhe weil die Zellen nie absolut gleich entladen - bringt immer einen Wirkungsgradverlust mit sich... (Spannungsabfall an den Entkopplungsdioden/MOSFETS).


    Schaltregler arbeiten bei höheren (Vor-)Spannungen effektiver, also besser in Reihe schalten.


    Mfg, das Zen

  • Ich seh schon, nur Taschenlampen und Dampf-User hier im Forum :shy:
    Was erwartet man sich hier vom parallel Schalten mehrere Akkus?


    Meine Panasonic NCR18650B liefern bis zu 7,2A! Es sollte aber darauf geachtet werden, dass irgendwo eine Schutzeinrichtung vorgesehen ist (eine einfache Sicherung ist da nicht sinnvoll).

  • Mit fertigen Powerbanks bzw. Ladeschaltungen sollte man nach meiner Erfahrung beachten:


    - wie bereits zahlreich erwähnt, wird selten so oft gelogen wie bei den Kapazitätsangaben für powerbanks (diese bestehen meistens aus einem oder mehreren 18650 mit entsprechender Ladeelektronik). Meine beiden Chinalieferungen taugen (ebenfalls) nicht viel, in einem Fall 30000(!) mAh versprochen, tatsächlich hat das Teil nur ca. 4000 mAh - ok, hat auch nicht viel gekostet, aber dafür eben ein zu grosses Gehäuse mit zweit- oder drittklassigen Zellen. :(


    - Bei so kleinen Strömen wie sie z.B. ein Arduino benötigt, schalten zumindest die mehrzelligen Powerbanks, die ich kenne, nach ein paar Sekunden einfach wieder ab. Nach meiner Erfahrung müssen mind. 100 mA fliessen.
    Bei den von ds angesprochenen "Einzellern" sollten aber auch kleinere Stromentnahmen funktionieren - ich hab's bisher nur mit einer 20 mA LED an zwei von Pearl "verschenkten" 2800 mA Zellen getestet. Evtl. lässt es sich ja an der Lade-/Entladeschaltung einstellen bzw. modifizieren.


    - und noch ein Punkt: Wird Strom entnommen, kann man nicht gleichzeitig laden - also nur entweder-oder. Wäre natürlich auch schön, wenn das ginge (evtl. kann jemand dazu was empfehlen?)


    Gruß, mmi

  • Hey, danke Euch allen.
    Ist alles scheinbar nicht so einfach ...
    Die Idee dahinter wäre halt eine Stromversorgung mit entsprechender Kapazität, um nicht jeden Tag den Akku aufzuladen aber gleichzeitig in einer Größe, die nicht unbedingt im Bereich einer Autobatterie liegt.
    Beim Arduino ist das noch relativ einfach ... die Herausforderung wäre dann ein Raspi mit etwas Peripherie.
    Ich denke, da werde ich noch eine Weile weitere Informationen zusammensammeln müssen.
    Das war bisher alles jedenfalls schon mal total informativ und hilfreich.


    cu,
    -ds-