Pi 2 als 24/7 Mumble-Server

  • Hallo zusammen.


    Seit dieser Woche bin ich Besitzer eines Raspberry Pi 2, da ich das ewige Skypen auf Dauer etwas lästig finde und nun in Zukunft Mumble benutzen möchte. Nun habe ich mich 1 zu 1 an die tolle Beschreibung hier gehalten und es funktioniert wie Magie! :thumbs1:


    Je länger ich mich nun aber in Pi-Materie einlese, desto mehr Fragen kommen auf. Also Folgendes.
    Ich habe Raspbian + Murmur auf einer 32 GB microSD (etwas überdimensioniert, aber war gerade zur Hand). Der Pi soll nach Möglichkeit 24/7 laufen. Soeben habe ich allerdings sehr viele Berichte/Erfahrungen über defekte SD-Karten gelesen, die sich im Dauerbetrieb befanden. Betrifft mich das mit meiner Verwendung überhaupt?


    Aufgrund der eben genannten Problemberichten habe ich natürlich auch sofort etwas zu Backups vom Pi gelesen. Das klingt zwar alles, als würde ich das schaffen, aber gibt es eventuell eine Möglichkeit dies zu automatisieren? Oder spezieller: Kann man automatisch/regelmäßig ein Backup von Murmur (Server-Files) machen (lassen)?


    Und als finale Frage für den Startpost noch etwas zur Stabilität von Linux. Als ehemaliger, jahrelanger Windows-User bin ich so an Neustarts gewöhnt, dass ich mich frage, ob es nötig ist den Pi regelmäßig (z.B. 6 Uhr) rebooten zu lassen. Was meint ihr?


    Freue mich sehr auf eure Antworten und die Zukunft in diesem Forum. Habe schwer Gefallen an den kleinen Geräten gefunden und vermute, dass dies nicht der einzige Pi in meinem Hause bleiben wird. :)



    Gruß, Col

    Edited once, last by Colonie ().

  • Hi,


    unter dem Konkurenzkampf der letzten Jahre und die unendlich fallenden Preise der SD-Karten hat leider auch die Qualität gelitten.


    Regelmäßige Backups sind das A und O. Ich würde ein regelmäßiges Komplett-Back-Up empfehlen, da man das Image anschließend auf eine andere SD-Karte übertragen kann, und so den Raspi schnell wieder wie gewohnt zum Laufen bringt.


    Im Idealfall ist der Pi mit einem Netzwerkgerät (z.B. NAS) verbunden, von wo aus mittels rsync und Bash-Script das BackUp täglich automatisch ausgeführt werden soll/kann.


    Dazu müsste man die NAS am Raspberry mounten.


    Wie meinst Du das mit dem tägliche reboot? Neustarts können evtl. auftreten, wenn Du Aktualisierungen ausführst, das mache ich aber nur, wenn ich ein separates Kernelmodul installiere / aktualisiere. Am Raspberry fehlt mir allerdings der Grund, ihn im Dauerbetrieb automatisch neustarten zu lassen.


    Mfg

  • Hallo,


    also ich habe heute mein ersten Pi bekommen und möchte den auch als Mumbel Server 24/7 laufen lassen. Gibt es gründe dagegen ?


    mfg


  • Hallo,


    also ich habe heute mein ersten Pi bekommen und möchte den auch als Mumbel Server 24/7 laufen lassen. Gibt es gründe dagegen ?


    mfg


    Aus meiner Sicht nicht. Mit den Speicherkarten kann man bis dato Glück oder Pech haben. Alles eine "Probieren-Frage". Meine erste SD-Karte 8 Gb läuft nach wie vor. (Dauerbetrieb)


    Diese zu ersetzen ist kein act, die Kosten halten sich im Ernstfall in Grenzen und durch BackUps kann man Schaden durch Verlust auch abfangen.


    Grüße,


    sls

  • Was für Kühlkörper empfiehlt ihr ? ich hab welche aus Kupfer.


    Kann man 2 kleine 5V Ventilatoren montieren ?


    Welches Betriebssystem ist den am einfachsten um Mumbel zu installieren ? :D sorry bin voll der Neuling...


    mfg

    Edited once, last by BezKey ().


  • Ich habe den Pi eine Zeit lang mit einem kleinen alten CPU lüfter gekühlt. Selbst im Schrank ohne zusätzliche Belüftung produziert das Gerät keine allzu große Wärme.


    Mit dem Programm nmon lässt sich die CPU-Auslastung prüfen. Wenn der Mumble-Server keine allzu große Auslastung schafft, und der Pi vorerst für nichts anderes verwendet wird, dürfte man mit einem Gehäuse und entsprechender Belüftungsmöglichkeit auskommen.


    Mfg


  • Welches Betriebssystem ist den am einfachsten um Mumbel zu installieren ?


    Z. B. auch mit raspbian:

  • Z. B. auch mit raspbian:


    ich dachte da an Fedora ?!?!


  • Was für Kühlkörper empfiehlt ihr ? ich hab welche aus Kupfer.


    Kann man 2 kleine 5V Ventilatoren montieren ?


    mfg


    Keine 2 kleinen 5V Ventilatoren, die sind immer relativ laut.
    Ich habe für meinen Pi2 mal Just for Fun ein Lüftermodul mit einem 50mm 12V Lüfter gebaut, der Lüfter ist praktisch nicht zu hören.
    http://www.forum-raspberrypi.d…i-protector-for-b-und-pi2
    Sofern der Raspi nicht dauerhaft bei hohen Umgebungstemperaturen unter Vollast betrieben wird ist sicherlich kein Lüfter nötig. Kühlkörper schaden nicht, man braucht sie eigentlich nicht sofern man nicht übertaktet. Ein gut belüftetes Gehäuse ist aber trotzdem ratsam.


    Misteeq

  • Eine aktive oder passive Kühlung ist aus meiner Erfahrung nicht nötig. Meine beiden Pis laufen im Dauerbetrieb und liegen bei um die 40 Grad. Solange man nicht ständig unter Dauerlast fährt sollte das kein Problem sein. Schaden tut es natürlich nicht, nur mit Lüftern erhöht man natürlich sowohl Lautstärke als auch Stromverbrauch.


    Selbst ein Windows (ob Server oder Client) muss nicht jeden Tag neu gebootet werden sondern nur bei Einspielung von Patches. Aber auch da gibt es welche, die nicht zwingend einen Neustart verlangen.


    Thema Backup: ein Backup sollte man natürlich immer machen. Bei einem täglichen Vollbackup sollte man sich jedoch im Klaren darüber sein, dass der Aufwand nicht unerheblich ist, zumal wenn man eine 32GB Karte einsetzt und die Partitionen auf die volle Kapazität erweitert. Ich würde daher wie vorgeschlagen lieber per cron jeden Tag die relevanten Verzeichnisse sichern und im Ernstfall halt das System neu hochziehen. Oder ein Vollbackup von der Grundkonfiguration machen (wobei ich in diesem Fall davor nicht die Partition auf die volle Kapazität erweitern würde).

  • Welche Verzeichnisse/Dateien/Datenbanken genau gesichert werden müssen, hängt vom jeweiligen Programm ab.


    Bei einem Vollbackup gilt noch zu beachten, dass SD-Karten mit derselben Nennkapazität i.d.R. nicht zu 100% dieselbe physikalische Kapazität besitzen. Sprich: zieht man von einer Karte mit den genannten 32GB ein Backup, dann kann es vorkommen, dass dieses Image nicht auf einer andere Karte mit ebenfalls 32GB passt. Daher auch die Überlegung erst dann die Partition zu erweitern, nachdem man von der Grundkonfiguration das Backup erstellt hat.

  • Oder ne sparsame Platte dranhängen und das System so umkonfigurieren, dass es nur von der SD bootet und alles auf der USB Platte passiert. SSD wäre ideal aber wohl "Perlen vor die Säue" ....

    ;) Gruß Outi :D
    PIs: 2x Pi B (Rente) / 1x Pi B+ (Rente) / 1x Pi 2 B (Tests) / 2x Pi 3 B (RaspberryMatic/Win10IoT) / 2x Pi Zero 1.2 (J. Lite) / 2x Pi Zero 1.3 (J. Lite) / 2x Pi Zero W 1.1 (Stretch) / 1x Pi 3 B+ (Buster)
    Platinen: Sense HAT / RPI-RF-MOD / PiFi DAC+ V2.0