Ein-/Auschalter für Raspberry PI

  • Hallo zusammen,


    Ich nutze das Raspberry PI Model B (512MB) mit RaspBMC und habe ein Problem:
    Das Ding steckt bei mir immer in der Steckdose und ausschalten kann man es ja sehr einfach.


    Doch wie bekomme ich das Rasp wieder an, ohne es aus- und wieder einzustecken?


    Gibt es irgendeinen Trick oder einen An-Ausschalter, den ich einbauen kann?


    Vielen Dank
    Zoker :)

  • Hallo Zoker,


    diese Frage wurde hier schon mehrfach behandelt. Zum Einschalten musst du nur einen Taster an den P6 anlöten. P6 findest du in der Nähe der Mikro-USB-Buchse beim Raspberry Pi Model B Rev. 2.0 512MB. Es sind die beiden unbestückten Lötstellen. Die älteren Boards haben den RUN-Eingang vom BCM2835 nicht herausgeführt.


    Wird hier kurzzeitig ein Kurzschluss angelegt (z.B. durch einen Taster) startet der Raspberry Pi oder führt einen harten Reset durch.


    Gruß Georg

  • Hallo,


    ich bin auch auf der Suche nach einem Ein-/Ausschalter und habe bisher nur im Vergleich zum RPI relativ teure Schalter gefunden. Ich mein 27 Euro incl. Versand aus den Staaten bei dem Preis des RPI ist schon ne Menge (z.B. Projekt auf Kickstarter).


    Jetzt habe ich folgende Idee und wollte mal fragen, ob ich vielleicht einen Denkfehler habe ...


    Mit dem Reset-Pin 6 kann ich ihn hochfahren.
    Mit dem schutdown-Skript (Klick) kann ich ihn sicher runter fahren.


    Wenn ich nun einen Attiny85 oder so nehme, könnte ich einen Wippschalter abfragen (an / aus).
    Schalte ich den Schalter aus, gibt er ein einen Impuls den den GPIO-Pin für das shutdown-Skript. Schalte ich den Schalter an, gibt er einen Impuls an den Reset-Pin.
    Alternativ könnte ich auch einfach 2 Taster nehmen, aber da ist die Gefahr, daß ich mal ausversehen drauf komme und der Pi resettet wird.


    Klingt für mich recht einfach und wäre auch mit wenigen und günstigen Bauteilen schnell zusammengelötet, aber habe ich vielleicht einen Denkfehler?


    Ich müsste halt nur die Spannungsversorgung für diese Schaltung abgreifen.


    Viele Grüße
    itsy


  • Denkfehler nicht unbedingt, deine Idee hatte ich auch schon, nur als IR Empfänger für ON


    aber nur runtergefahren ? spart das Strom ? wenn ja, wieviel ? das Netzteil ist ja noch an, die anderen Teile auf dem PI auch....


    dann eher nach runterfahren power off, dann braucht der Atmel wieder extra power, der könnte dann auch IR oder man baut ein AES3 um, stromlos Atmel drin und Powerknopf


    http://www.pcmx.de/?p=121

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Hier habe ich mal eine Übersicht über den Stromverbrauch vom 26 gefunden: Klick


    Das wären dann 0,7 zu 700 mA ...


    Ein Netzteil ohne Last habe ich noch nicht durchgemessen.


    Aber bei den angebotenen Systemen bleibt auch das Netzteil an, wobei beim 2. System auf der Seite der RPI über einen separaten Befehl und nicht die Steuerung runtergefahren werden muss: KLICK


    Was der RPI runtergefahren verbraucht weiß ich nicht - man müsste halt mal schauen, ob dieser Verbrauch zum Stromlosen Zustand höher ist, als ein Relays im Anzug verbraucht ...

  • Nope, ich habe da nur eine Idee für einen anderen Einsatz.
    Und wenn abends der Hauptschalter für den Laden gedrückt wird, dann ist das wirklich ein hartes ausschalten ;-)
    [hr]
    Eigentlich könnte man doch auch einen Wippschalter nehmen, oder?

    Edited once, last by itsy ().


  • das AES3 hat ein bistabiles Relais, das braucht nur im schalten Strom und das AES3 verbraucht ohne Modifikation Strom wenn das Gerät on ist ! aber das meinte ich nicht, am PI arbeitet es eh nicht, zu gering der Unterschied zwischen on und off


    was ich meinte, man programmiert den Atmel um, nach deiner Vorstellung, eingebaut ist ja, bistabiles Relais für das PI Netzteil, Steckdose dafür, power on Knopf, Stromversorgung für das bistabille Relais zum starten, für das runterfahren kann das der PI alleine machen bzw einen Befehl an den Atmel schicken, nach xx Sekunden ausschalten, dann kann der PI selber noch runterfahren bis der Strom weg ist.

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  • Mhh, das verstehe ich nicht ganz ...


    Du möchtest also die Stromversorgung vom Pi über ein Relais ganz abschalten.
    Und mit einem Power-on Knopf dann das Relais wieder anschalten, so daß auch der Atmel Strom bekommt. Aber wenn das Netzteil vom Pi über das Relais abgeschaltet ist, dann brauchst Du doch auch für das Relais eine weitere Stromversorgung, die immer läuft ?!


  • Mhh, das verstehe ich nicht ganz ...


    Du möchtest also die Stromversorgung vom Pi über ein Relais ganz abschalten.
    Und mit einem Power-on Knopf dann das Relais wieder anschalten, so daß auch der Atmel Strom bekommt. Aber wenn das Netzteil vom Pi über das Relais abgeschaltet ist, dann brauchst Du doch auch für das Relais eine weitere Stromversorgung, die immer läuft ?!


    nein, das kann das AES ja, der Atmel und das Relais bekommen Strom über einen Kondi im AES3 über den Taster !, sonst würde es ja kein Strom sparen ! ich dachte du hast dir den Link mal angesehen ......



    die Grundvoraussetzungen bringt das AES mit, stromlos bei power off, kann gestartet werden mit power on button, schaltet die Steckdose ein für den PI der startet .....


    Umbau:
    wenn der PI aus soll, schickt er einen Befehl über einen Optokoppler (für die galvanische Trennung) an den Atmel im AES3 z.B. in einer Minute Strom aus, der AES3 wartet die Minute und schaltet ab, Programm Modifikation am Tiny nötig ggffs selber schreiben, dafür braucht man dann den Wandler, Lernmodus usw. nicht mehr.....


    während der Atmel wartet ! auf Strom aus fährt der PI runter......

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  • Ah ok, jetzt habe ich verstanden! Ich habe den Zusammenhang zum AES3 nicht verstanden. Ich habe selbst 3 Stück davon im Einsatz (z.B. an einem alten Fernseher mit hohem Stand-By Verbrauch).


    Ich bin jetzt auf jeden Fall scho nmal auf dem richtigen Weg - vielen Dank :-)


    Fange jetzt erstmal damit an das Shutdown-Skript zu installieren und morgen hole ich mir dafür erstmal einen Schalter und einen Widerstand zum Testen :-)

  • Ich hatte mir auch schon so etwas in dieser Art überlegt, das macht m.E. aber nur Sinn, wenn man gleich die gesammte Peripherie des RPi mit auschaltet. Mein RPi hat im Standby einen Stromverbrauch von ca. 70mA. Mein erster Denkansatz war die Netzspannung galvanisch getrennt vom RPi, mit einem Atiny mit Irmp per Solid State Relais zu schalten.
    Was sich auch noch verhältnismäßig einfach bauen läßt, wäre ein Art Abschaltung bei Überwachung des Stromverbrauchs, wie bei einer Relais Selbsthaltung. Man wickelt einige Windungen Draht um einen Reedkontakt und überbrückt diesen mit einem Taster ( der Haltestrom sollte dann bei ca. > 150mA liegen ), zum Einschalten drückt man dann den Taster und der RPi startet, dann sollte der Strom so groß sein daß der Reedkontakt geschlossen bleibt, auch wenn der Taster nicht mehr gedrückt wird. Nach dem Runterfahren des RPi, sinkt dann der Stromverbrauch unter den Haltestrom des Reedkontakt, dieser öffnet und macht damit den RPi stromlos.

  • Hallo zusammen,
    könnte man mit einem Schalter (nicht Taster) den man in die Stromversorgung des Raspberry einbringt die Stromversorgung ausschalten.
    Da es Schalter mit mehreren Kontakten gibt gleichzeitig ein GPIO Pin gegen Masse ziehen für das Herunterfahren, damit der Pi sauber runter fährt.
    Dazu noch ein Kondensator die Zeit zwischen dem Trennen und dem Ende des Runterfahrens überbrücken.
    Einschalten sollte kein Problem sein da der Pi hochfährt sobald er wieder Strom bekommt.


    Was sagt ihr? Habe ich da etwas übersehen?

  • Theoretisch würde das gehen. Praktisch wohl eher weniger. Gehen wir mal davon aus, dass theoretisch die Spannung von 5V auf 4V fallen dürfte, ohne das der RasPi abschmiert. Dann nehmen wir noch an, dass der Verbrauch 800mA beträgt. Dann müsste Dein Kondensator, um eine Zeit von 12,5 Sekunden zu überbrücken, eine Kapazität von 10000000µF haben. Ich würde sagen das sind etwas viele Nullen ;)


    Aber wieso soll es denn unbedingt ein Schalter sein und kein Taster? Was genau hast Du denn eigentlich vor? Vielleicht gibt es ja eine andere Lösung.




  • Ich muss mich mal hier selbt Zitieren. :D Also nochmals zurück zu meinem Vorschlag.
    Mein Pi benötigt 3Watt bei 5Volt sind das 0,6Ampere oder auch 600mA.


    Bei einem 5,5V 1F GoldCap preis 2,89€ bei Conrad hätte der Pi noch ca. 9,2 Sekunden zum runter fahren, das solle ja dicke reichen.


    Ich bin nicht so gut in Kapazitätsberechnung von Kondensatoren vielleicht kann das jemand gegen prüfen. Aber solbst wenn es die Hälfte der Zeit ist reicht die Zeit.
    Ich nehme an das bei den GoldCaps die Spannung zum Schluss einbricht, also ein verhalten fast wie bei einer Batterie, ist das richtig?
    Aufgabe/Frage: Pi benötigt 5V 600mA der GoldCap hat 5,5V 1F Kapazität wie lange ist die Zeit die dem Pi bleiben?


    Ich habe diese Formel angewandt, (hoffentlich nicht verrechnet :rolleyes: ) wobei Sie eigentlich für Kondensatoren ist die GolCap sind in meinen Augen eher Batterien...
    t = C * U / I
    t = 1000 µF * 2 V / 200 mA
    t = 10 ms



    Sollte das klappen hätte man ja für 2,89€ plus Schalter/Taster eine "USV" Mich reizt diese Lösung, falls Sie umsetzbar ist weil Sie einfach und relativ preiswert ist.



    PS: Warum Schalter weil ich ein Relais benutzen möchte, weil das ganze an einer Funksteckdose hängt und damit automatisch mit Fernseher und Reciverund dem restlichen Kram ausgeht. Jede Lösung die ein zusätzliches persönliches eingreifen einfordert ist daher unpraktikabel.

  • Die Idee, mit einem kleinen Goldcap den RPi nach dem Abschalten mit Spannung zu versorgen, wird mit ziemlicher Sicherheit so nicht funktionieren, da der Goldcap die Spannung von 5V nicht bis zum Endladeende liefern kann. Mit einer entsprechenden großen "Kondensatorbatterie" wäre es aber machbar. Einfacher u. preiswerter wäre es, einen 3,7V Lipo Akku mit einem 5V StepUp Wandler zu verwenden.