Switch an FritzBox zur Erweiterung der LAN-Schnittstellen

  • Ich möchte gerne einen Switch an meine FritzBox anschließen. Da stelle ich mir aber eine wichtige Frage..
    Momentan habe ich die FritzBox und da dran hängt mein TP-Link-Router.
    Die FritzBox hat dummerweise nur eine einzige LAN-Schnittstelle.


    Würde ich nun einen Switch an diese LAN-Schnittstelle anschließen und an den Switch selber den Pi und den TP-Link-Router, bekommen dann beide Geräte von der FritzBox eine IP zugewiesen?
    Und wie sieht es mit der Performance aus? Bleibt alles nahezu gleich?

  • Sollte - aber warum testest du es nicht einfach?

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    man ist das System-Anzeigeprogramm für die Handbuchseiten von Linux.

  • Testen kann ich es nicht, da ich noch keinen Switch habe =)
    Ok interessant.


    Mein Ziel ist ein DMZ. Der Pi soll am Switch hängen. Der TP-Link ebenfalls. Die Computer bekommen dann die IPs vom TP-Link und der Pi von der FritzBox - wenn ich mich nicht total irre :P


    Ungefähr so dachte ich mir das... siehe meine wunderbare Zeichnung im Anhang:

  • Ok hab nicht verstanden, dass du Ihn noch nicht hast.


    Zu Deiner Zeichnung: Der zukaufenden Switch ist dumm (es sei denn du willst viel Geld ausgeben ) und bekommmt somit keine IP.
    Ohne das ich weiß was ein TP-Link kann würde das bedeuten, der TP Link hängt in 2 Netzen 192.168.0.* und 192.168.1* Kann der das?
    Die FB auch 192.168.0.* und öffentlichem Netz
    und der Pi nur im 192.168.0.*


    Ich denke das sollte gehen - vorausgesetzt der TP-Link kann das.

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    man ist das System-Anzeigeprogramm für die Handbuchseiten von Linux.

  • Der Switch ist nur ein "Verteiler" der einfach nur an den im Ethernetprotokoll festgelegten Adressaten weiterleitet - IP-Vergabe wird dadurch nicht beeinträchtigt.



    zur Performance
    Lediglich auf Ethernet Ebene muss der Switch natürlich ein paar Informationen verarbeiten aber das dauert nicht länger als 2 ms.
    Was die Bandbreite angeht kann ein 100 Mbit switch natürlich die Performance beeinträchtigen - ein Gigabit-Switch eher nicht.


    Ergo: Ein Spürbarer einbruch der Performance ist bei einem Gigabit-Switch ausgeschlossen - bei einem 100 Mbit Switch kommts halt drauf an was da so an Daten drüber geht... wenn du ne 100 Mbit Internetverbindung hast, wirst du garantiert einen Spürbaren Performanceeinbruch haben.


    Edit:
    Kleine Ergänzung...
    Im Normalfall können Router (ich kenne keinen der es nicht kann) so eingestellt werden, dass die als "Internet" markierte Schnittstelle über DHCP konfiguriert werden kann.
    Dadurch würde der TP-Link-DHCP an seine Clients die Konfiguration so versenden als wäre auf der Anderen Seite direkt das Internet.
    Der TP-Link selbst nutzt die FB als Gateway und schickt alles was er nicht kennt einfach weiter an die FB.


    Das sollte eigentlich jeder Router mittlerweile können.

    Edited once, last by Nueffe ().

  • Hallo zusammen,


    ich betreibe hier zuhause ein ähnliches Setup:
    Das Kabelmodem ist das Tor zum Internet - angeschlossen sind hieran 2 Raspis und 2 TP-Link-WLAN-Router (da ein WLAN-Router allein meine Wohnung nicht abdeckt). Die Raspis sind per Portweiterleitung von draußen erreichbar, die Router nicht. Würde ich noch mehr Raspis in dieser DMZ haben wollen, dann würde ich mir auch noch einen Switch an das Kabelmodem hängen und alles würde weiterhin so funzen wie bisher. Damit der Switch nicht der Flaschenhals wird, sollte er nicht langsamer als alle anderen Router im Netzwerk sein (also wenn meine Router Gigabit-Ethernet könnten, wäre es nicht sinnvoll einen 100Mbit-Switch als "Bremse" reinzuhängen - andererseits reizen meine alten Raspis eh nicht mal die 100MBit voll aus).
    Alle 4 Geräte bekommen per DHCP eine IP-Adresse vom Kabelmodem zugewiesen. Die TP-Link-Geräte bekommen also am WAN-Port die IP vom Kabelmodem und sind gleichzeitig DHCP-Server für die dort angeschlossenen (W)LAN-Geräte (PCs, Laptops und Drucker in den LANs, Smartphones, Tablets und Smart-TV in den WLANs).


    Viele Grüße
    Thomas

  • Und falls die TP-Link Firmware die Konfiguration des WAN-Interfaces als DHCP-Client nicht unterstützt, kannst du einfach auf OpenWRT o.Ä. als Firmware setzen. Dort hast du dann alle denkbaren Freiheiten der Konfiguration :thumbs1:

    Linux - Für das Leben nach dem Absturz!

  • Ok WAN, Firmware, hier steige ich aus.
    Ich glaube aber der WAN-Port an der FritzBox ist der Port, wo gerade der TP-Link dran hängt.


    Quote

    Ohne das ich weiß was ein TP-Link kann würde das bedeuten, der TP Link hängt in 2 Netzen 192.168.0.* und 192.168.1* Kann der das?


    Mein TP_link hängt momentan nur an der FritzBox und alle PCs + der Pi am TP-Link.


    Quote

    also wenn meine Router Gigabit-Ethernet könnten, wäre es nicht sinnvoll einen 100Mbit-Switch als "Bremse" reinzuhänge


    Ich habe eine 50 Megabit-Kabelleitung. Die FritzBox habe ich auf 100 Megabit limitiert.
    Denn was bringt mir Gigabit, wenn ich a) nur 50 Megabit-Internet und b) nur 100 Megabit-LAN-Kabel habe :P


    Ach ja, den D-Link werde ich nicht kaufen. Das ist nur ein Bild von Google.


    Also grob gesagt: ich kaufe einen Switch, klemme den an die FritzBox an, klemme den TP-Link-Router und den Pi an den Switch an, konfiguriere ein bisschen (wenn überhaupt) und alles ist gut?


    ich dachte an an dieses günstige gerät:
    https://www.alternate.de/TP-LI…roduct/49399?tk=7&lk=8740

  • Kommt halt immer drauf an wie viel Traffic du dann ins LAN hast.


    Wichtig wäre da zu wissen: was stellt denn der Pi eigentlich für Dienste?
    Und: kann der TP-Link überhaupts Gigabit?


    Ich selber bin ein Freund von Gigabit Switchen, weil ich nicht einsehe immer nur den momentanen Anforderungen an das Netzwerk gerecht zu werden - ich denk da immer skalierbar.


    Quote

    Und falls die TP-Link Firmware die Konfiguration des WAN-Interfaces als DHCP-Client nicht unterstützt, kannst du einfach auf OpenWRT


    Wenn das Router Modell unterstützt wird, ist das eh wärmstens zu empfehlen... OpenWRT / DDWRT (DDWRT hat halt ne schöne GUI)-> Daumen hoch :thumbs1:


    Und nur mal btw:
    ---- Nur ein Beispiel ----
    Würde man z. B. einen Bedarf an Bandbreite von sagen wir mal min. 90 Mbit/s mit einem 100 Mbit/s Switch abdecken wollen, sollte man nicht zum günstigsten Angebot greifen.
    Viele "billig" Geräte (egal ob Router, Switch, Netzwerkkarte) schaffen die besagte Bandbreite garnicht - ganz abgesehen vom Overhead.


    Der 5-Port Cisco Gigabit Layer2 Switch (unmanaged) kostet 50€
    während der 5-Port TP-Link Gigabit Layer2 Switch (unmanaged) vll. nur 30€ kostet
    solche Unterschiede kommen nicht nur durch den Namen des Herstellers ;)

  • Quote

    Viele "billig" Geräte (egal ob Router, Switch, Netzwerkkarte) schaffen die besagte Bandbreite garnicht - ganz abgesehen vom Overhead.


    Alle meine 5€-Switches von früher haben das locker geschafft :P


    Wenn ein 5€ Switch 60 MBit von 100 schafft, ist das auch ok, denn ich habe eh nur 50 MBit-Internet.


    Mein TP-Link-Router schafft Gigabit. Aber, wie gesagt: ich habe nur 100 MBit-Kabel - Gigabit ist für mich vollkommen unnütz.


    Quote

    Wichtig wäre da zu wissen: was stellt denn der Pi eigentlich für Dienste?


    Nginx HTTP - manchmal FTP.

  • Quote

    Nginx HTTP - manchmal FTP.


    Dann sollten 100 Mbit reichen - wenn ich annehme, dass der FTP-Server primär für Dateien des Webservers ist.

  • Richtig 100 MBit reichen, da meine Internetanbindung eh nur 50 MBit ist :P


    Dann werde ich mir mal diesen 9€-Switch kaufen und alles austesten.

  • Hat wunderbar geklappt. Habe mir letzten Endes den TP-Link TL-SG105 5-Port Gigabit Ethernet Switch für 25€ gekauft.