Antenne für Funksteckdosen Intertek, Pollin, Brennstuhl

  • Hallo Leute



    Es geht hier um Funksteckdosen von Intertek (arendo), die baugleich mit denen von Pollin sind und soweit ich das beurteilen kann, gibt es auch baugleiche von Brennstuhl. Es sind diese, die die DIP-Schalter hinten drin haben, an denen man den Haus-Code und die Unit (A-D) einstellt.


    Mein Vorhaben war, die Dosen mit einem kleinen Sende-Modul (Platinen.jpg) über einen Banana Pi zu schalten. Sendemodul angeschlossen, Antenne dran (ist ja im Netz alles hinreichend erklärt) und Steckdosen unter zu Hilfenahme des Tools "raspberry-remote" zu schalten. Die Reichweite des Senders ist (an 5V) kein Problem, als Problem empfand ich eher, das in den Steckdosen keine Antenne verbaut ist. Im Normalfall steckt die Funksteckdose in einer Steckdose in der Wand und es hängt ein Verbraucher dran, d.H. es ist festzustellen, das die Steckdosen sich ohne eingesteckten Verbraucher einwandfrei schalten lassen, aber sobald ein Kabel drin steckt geht es mit unter gar nicht mehr oder sie lassen sich AN, aber nicht mehr AUS schalten.
    Schuld ist sicherlich das elektromagnetische Feld, welches sich um die 230V Leitungen aufbaut und das Funksignal stört. Dies kann man ganz gut provozieren, indem man einfach die Zuleitung vom Verbraucher noch ein bissl um/über die Funksteckdose legt, dann lässt sie sich mit Sicherheit nicht mehr schalten.
    Aus diesem Grund habe ich mal ein bissl rum experimentiert (ob das alles wirklich so korrekt ist, kann ich nicht begründen, aber die Ergebnisse sprechen für sich).
    Als erstes habe ich mich mal ein wenig mit der kleinen Empfänger-Platine aus der Bucht (die mit den 4 Pins) beschäftigt und festgestellt, das zwischen GND und dem Loch in der Platinen, in welches man eine Antenne einlöten kann, 0 Ohm dazwischen liegen, also der ANT Anschluss liegt auf GND. Also habe ich versucht heraus zu finden, welcher der 3 Pins auf der Empfänger-Platine in der Steckdose GND ist. Nach einigen Versuchen, viel die Wahl auf den oberen (s.Bild1.jpg). Der untere ist auf jeden Fall VCC. Also einfach mal ein Stückle Draht an diesen Pin und getestet... der Empfang ist signifikant besser geworden. :thumbs1: Also hab ich den Draht dann ordentlich auf der "Low-Voltage" Seite im Gehäuse verlegt (s.Bild2.jpg), das Ende noch ein wenig isoliert, das da auch nix schief gehen kann.


    ACHTUNG: IN SOLCHEN GERÄTEN GIBT ES KEINE "ECHTE" LOW-VOLTAGE-SEITE, DA ZWISCHEN LOW- UND HIGH-VOLTAGE KEINE GALVANISCHE TRENNUNG VORLIEGT, ALSO VORSICHT BEI ALLEM WAS IHR DA MACHT. BITTE NUR IN DAS GERÄT EINGREIFEN, WENN IHR AUSREICHEND ERFAHRUNG HABT! ICH ÜBERNEHME KEINE HAFTUNG FÜR EVTL. SCHÄDEN!!!


    Ganz nebenbei habe ich noch diese Seite gefunden (http://gpio.kaltpost.de/?p=2177) in der der Schreiber eine Pulslänge von 350 ermittelt hat, also habe ich die Datei send.cpp (raspberry-remote) angepasst und die Zeile "mySwitch.setPulseLength(350);" angepasst... danach mit "make send" neu compilieren. In wie weit das jetzt noch irgendwelche Auswirkungen hat, kann ich nicht beurteilen, aber ein korrekter Wert (original steht 300 in dieser Datei) kann ja sicherlich nicht schaden.
    Zum Schluss noch ein kleines PHP-Script auf den Webserver, welches mir über "shell_exec()" den Befehl absetzt und alle Dosen schalten jetzt einwandfrei... einfach so, wie es sein soll. ;)


    ...Gruß Sky




    Nachtrag:
    Der Artikel ist vlt. ein bissl voreilig verfasst, aber alle Versuche sahen sehr vielversprechend aus. Ich habe auch das Gefühl, das die Empfänger "weglaufen"... Funkdose in die Steckdose, Verbraucher dran, schalten, alles klappt, 2 Stunden später klappt das schon nicht mehr so. :(
    Vlt. versuch ich noch mal, den Sender mit 12V zu betreiben... soll ja angeblich auch noch etwas bringen... wenn nicht, war es wenigstens ein bissl Spielerei und viel dümmer ist man dabei auch nicht geworden. :shy:


    Ich würde den Artikel einfach mal stehen lassen... evtl. für konstruktive Diskussionen über dieses Thema, oder wenn sich jemand darüber auslassen möchte, was der Leihe da wieder für einen Mist baut. :D



    Erneuter Nachtrag:
    Habe jetzt, aus lauter Frust, doch mal wie in diesem Artikel (http://blog.moneybag.de/raspbe…-sender-mit-12v-schalten/) beschrieben, eine LR 23A (12V) Batterie am Sendemodul angebracht... was soll ich sagen... es funzt auf jeden Fall spürbar besser. Die Sende-Einheit ist ja für 3,5 bis 12V ausgelegt, das Empfänger-Modul, welches es in der Bucht meist mit dazu gibt, nur für 5V. Mal sehen, wie lange die Batterie durchhält, ansonsten werde ich noch mal ein DC/DC Step UP Modul (5 auf 12V) testen.
    Naja, wir werden sehen... sprach der Blinde. :cool:

    Edited once, last by skyifx ().

  • So ein Step UP Modul habe ich im Einsatz. Es klappt Tadellos.


    Also mal als Randinfo.


    Hoffe es ist Okay, dass ich mich einmische.




    Michael

    Der Raspberry Pi ist schon ein schönes Spielzeug mit dem man einiges anfangen kann.


    :angel: :wallbash:

  • Hallo,


    ich hatte das gleiche Sendemodul in Betrieb und nutze die Brennstuhl Steckdosen.


    Zwischen den Steckdosen und dem Sender liegt eine Decke (Sender im Büro, 1. OG; Steckdosen im EG).


    Mit dem o.g. Sendemodul hatte ich eine 50% Erfolgsrate ca.
    Jetzt habe ich ein Sendemodul mit einer Kabel-Antenne dran. Das Modul hat die selben Bauteile, es ist einfach nur ein Stück Kabel als Antenne angelötet.
    Dieses Kabel war zuvor als eine art Spirale Aufgedreht.. damit hatte ich vielleicht 70% Erfolgsrate.
    Jetzt habe ich die Spirale "Lang gezogen" und das Kabel Aufrecht an der Wand befestigt (also einfach grade hoch vom Sender) und jetzt habe ich locker 95% Erfolgsquote.


    Eine Batterie hatte ich mit dem alten Sendemodul ebenfalls getestet, aber die jetzigen 95% habe ich damit auch nicht erreicht...!


    Viele Grüße


    Chimux


    Edit: Ein Fazit habe ich noch vergessen - das wollte ich eigentlich loswerden ;-) Bei mir hat die richtige Positionierung der Antenne sehr viel gebracht...!

    Edited once, last by chimux ().

  • RaspiDo
    Das Modul bzw. ähnliche, hatte ich auch bei eBay gesehen, kam mir aber ein bissl vor, als würde man mit Kanonen auf Spatzen schießen, da diese Module doch recht viel Ausgangsleistung haben und das Sendemodul sich gerade mal 4mA gönnt, soll heißen, je höher die max. Leistung des Step UP Modules, umso schlechter ist dann der Wirkungsgrad. Na mal sehen, was es da noch so gibt... im Moment läuft es ja auch erst mal mit der Batterie, d.H., ich habe Zeit, bis diese leer ist. ;)


    chimux
    Meine Sende-Einheit befindet sich auch in der oberen Etage und funkt so ziemlich durchs ganze Haus. Ich habe am Sender eine 17cm lange Antenne (Klingeldraht) angelötet... is natürlich unerlässlich, wenn man brauchbaren Erfolg haben möchte. :)


    Ich betreibe hauptsächlich ein HomeMatic System, dort kann man sich die so genannten RSSI Werte (Aussage über die Qualität des Signals) anzeigen lassen. Dabei ist auch gut festzustellen, das man die besten Werte erreicht, wenn die Antennen (Sender/Empfänger) parallel zueinander stehen... klappt natürlich nicht immer, aber wenn möglich, sollte man darauf achten.


    ...Gruß Sky