Brownout - müsste doch machbar sein, oder?

  • Hi,


    ich habe das Gefühl dass es nicht nur mir so geht, dass immer, wenn dem Pi die Spannung einbricht und er anfängt zu phantasieren, ich zunächst mal dumm aus der Wäsche gucke. Ok - man gewöhnt sich an alles und mittlerweile ist mein erster Gedanke, wenn mir was spanisch vorkommt, mal gucken was da zwischen den Messpunkten los ist.


    Deshalb mal so ne Frage an unsere Elektronik-Cracks:
    Gibts da nicht ein I2C oder 1Wire Teil, dass ich auf 5V +/- 0.3V einstellen kann und mir dann einen Alarm liefert oder das ich zumindest nach der aktuellen Spannung abfragen kann?


    Notfalls müsste man sich halt Gedanken über ein kleines LKM machen, dass wenigstens ein Logsatz schreibt.
    Ich kann mir vorstellen, dass das ganz hilfreich sein könnte ...
    Evtl tut auch eine LED an dem Teil ... einfach nur als Zusatzinfo um sich nicht immer nen Wolf zu suchen ;)


    Oder gibts sowas evtl. schon?


    Nur mal so nebenbei ...
    ciao,
    -ds-

  • Hallo,


    Man könnte folgenden Sensor https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=i2c%20adc&source=web&cd=2&ved=0CD8QFjAB&url=http%3A%2F%2Fwww.analog.com%2Fstatic%2Fimported-files%2Fdata_sheets%2FAD7992.pdf&ei=mUmZUbPkOfD24QT4zoCgDA&usg=AFQjCNEropw9pFxvjdP1Ba4ZSJ9QUeAIIA&sig2=E0J8WAOMSTaSoIQaCOp0OA&bvm=bv.46751780,d.bGE z.B mit einer 3,3 V Referenzspannung und einem Spannungsteiler an den Raspberry anschließen. Damit könntest du dann die Versorgungsspannung deines Pi's messen.


    Mfg Maxl

  • Basteln kann man da einiges, aber wäre es nicht sinnvoller, eine bessere / stabilere Stromversorgung zu verwenden? Desweiteren macht es auch kaum Sinn, daß wenn der RPi irgend ein Problem haben sollte, diesen noch mit Abfragen am I2C Bus bzw. mit dem Speichern von Daten zu belasten.


  • Basteln kann man da einiges, aber wäre es nicht sinnvoller, eine bessere / stabilere Stromversorgung zu verwenden? Desweiteren macht es auch kaum Sinn, daß wenn der RPi irgend ein Problem haben sollte, diesen noch mit Abfragen am I2C Bus bzw. mit dem Speichern von Daten zu belasten.


    Moin,


    da hast Du sicher recht, aber: ich hatte den Pi soweit am Laufen, plötzlich tat es die eth0 nicht mehr. Ich war damals ziemich genervt und habe mir einen Wolf gesucht. Dank boandlkramer und orb konnte ich den Fehler dann lokalisieren.
    Oder tasty mit seinem Auto ....
    Und so stolpern imho sehr viele in solch eine Falle.
    Belasten tust Du das Teil mit sowas kaum, denke ich. Aber Du weißt auf Anhieb, wo in etwa Du suchen musst.
    Außerdem funktioniert in so einem Fall der Pi eh nicht korrekt - da spielt das imho keine Rolle mehr.


    ciao,
    -ds-


  • Hallo,


    Man könnte folgenden Sensor [url=https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=i2c%20adc&source=web&cd=2&ved=0CD8QFjAB&url=http%3A%2F%2Fwww.analog.com%2Fstatic%2Fimported-files%2Fdata_sheets%2FAD7992.pdf&ei=mUmZUbPkOfD24QT4zoCgDA&usg=AFQjCNEropw9pFxvjdP1Ba4ZSJ9QUeAIIA&sig2=E0J8WAOMSTaSoIQaCOp0OA&bvm=bv.46751780,d.bGE]https://www.google.com/url?sa=…0OA&bvm=bv.46751780,d.bGE[/url] z.B mit einer 3,3 V Referenzspannung und einem Spannungsteiler an den Raspberry anschließen. Damit könntest du dann die Versorgungsspannung deines Pi's messen.


    Mfg Maxl


    Hi Maxi,


    so was in der Art ... allerdings bin ich mir nicht sicher ob das so funktioniert.
    Rein theoretisch dürfte imho auch ein ganz normaler A/D-Wandler ausreichen.
    Das Problem: wenn ich mir die Datenblätter so ansehe, dann ist das wohl so, dass ein A/D-Wandler zwei Spannungen bekommt nämlich die Versorgungs- und die Referenzspannung. So weit ich das jetzt mit meinem begrenzten Wissen verstehe, kann ich den Wandler für sich selbst zwar mit 3.3V betreiben. Um aber jetzt die 5V zu messen, brauche ich auch eine Referenzspannung von 5V. Wenn die jetzt einbricht - tja, was dann?
    Vielleicht liege ich da auch falsch. Wie gesagt, dazu hab' ich nicht genug Ahnung von der Materie.
    Vielleicht erbarmt sich aber doch noch ein Elektronik-Spezialist hier aus dem Forum und zaubert eine Lösung aus dem Hut.


    ciao und Grüsse aus Rosenheim,
    -ds-

  • Der verlinkte AD7992 ist ein normaler AD-Wandler und der würde sich zur Messung der Betriebspannung eignen. Er braucht eine Referenzspannung die nicht höher als die Versorgungsspannung sein sollte. Dafür nimmt man üblicherweise 2,56 oder 1,28 Volt weil Programmierer zu faul zum Rechnen sind. Für die Spannungen gibt es spezielle ICs die die mit hoher genauigkeit liefern können.
    Die Spannung die man messen will teilt man dann mit genauen Widerständen in den Bereich der Referenzspannung.


    Es macht aber keinen Sinn, den Pi die Messungen selbst durchführen zu lassen, wenn die Betriebsspannung nicht stimmt kann er auch nicht mehr zuverlässig messen.
    Es gibt reichlich ÜberwachungsICs für die Betriebsspannung von Prozessoren, als Brownout-Detektor liegt die übliche Aufgabe aber darin einen Reset auszulösen bis die Spannung wieder stabil da ist um eine sichere Funktion, d.h. immer eindeutigen Ausgangssignale sicherzustellen.

  • Hi orb,


    mit anderen Worten: das wird nix :(


    Schade eigentlich ... wäre sicherlich eine Hilfe gewesen ... aber genau das hatte ich befürchtet.
    Naja, vielleicht machts ja Sinn, wenn ich mir so eine Art Diagnose-Platine bastle mit eigener Stromversorgung.
    Die könnte ich dann am GPIO anschließen und somit die Spannung des Boards überwachen, ohne dauernd mit dem Messgerät zwischen den Messpunkten nachzuschauen, ob die 5V noch anliegen. Als kleines Helferlein sozusagen ...


    Danke schön jedenfalls und einen schönen Tag noch,
    -ds-

  • Das ist der falsche Ansatz. Du versuchst festzustellen, warum Dein System instabil war, sinnvoller währe es dafür zu sorgen, daß das System stabiler wird. Nimm ein passen dimensioniertes Netzteil und speise die 5Volt direkt über die GPIO-Leiste ein. Damit umgehst Du die problematische Sicherung und die labrigen MicroUSB-Stecker.
    Wenn Du weist daß die Versorgung funktioniert brauchst Du die nicht ständig kontrollieren.


  • Das ist der falsche Ansatz. Du versuchst festzustellen, warum Dein System instabil war, sinnvoller währe es dafür zu sorgen, daß das System stabiler wird. Nimm ein passen dimensioniertes Netzteil und speise die 5Volt direkt über die GPIO-Leiste ein. Damit umgehst Du die problematische Sicherung und die labrigen MicroUSB-Stecker.
    Wenn Du weist daß die Versorgung funktioniert brauchst Du die nicht ständig kontrollieren.


    Hi orb,
    ne schon klar - nach dem Fiasko mit meiner eth0 ist das erste, was ich in solchen Fällen beachte, dass zwischen den Messpunkten die 5V anliegen. Und seit damals habe ich auch noch zusätzlich umkonfiguriert: Ich versorge den Pi quasi 'von hinten' mit einem Y-Kabel aus einem 7-Port Belkin Switch mit Strom und verbinde den Eingang des HUBs mittels Kabel nochmals mit dem Pi um die restlichen 5 Ports des Hubs zu nutzen. So, denke ich, bin ich auf der sicheren Seite.
    War nur mal so als Idee gedacht, weil ich hier im Forum den Eindruck erhalten habe, dass viele Leute in die Spannungsfalle tappen und an alles mögliche denken, nur nicht an einen Einbruch der Versorgungsspannung. Ist mir ja genauso gegangen ...


    Vielen Dank auch,
    vielleicht komme ich, wenn ich darf, bei Gelegenheit - falls ich nix passendes finde - wegen so einer Beschaltung für externe Kontrolle auf Dich zurück.


    bye,
    -ds-


  • ich habe das Gefühl dass es nicht nur mir so geht, dass immer, wenn dem Pi die Spannung einbricht und er anfängt zu phantasieren, ich zunächst mal dumm aus der Wäsche gucke.


    Hmm, eine vernünftige Stromversorgung vorausgesetzt:
    Warum sollte plötzlich die Spannung einbrechen und für seltsame Effekte sorgen?
    Wenn das ein grundsätzliches Problem des RPi wäre, dann könnte man ihn in die Tonne treten. Zum Glück ist es ja nicht so. :)



    Ich versorge den Pi quasi 'von hinten' mit einem Y-Kabel aus einem 7-Port Belkin Switch mit Strom und verbinde den Eingang des HUBs mittels Kabel nochmals mit dem Pi um die restlichen 5 Ports des Hubs zu nutzen.


    Warum so umständlich - vielleicht dann doch die Ursache des "Übels"? :(

  • Ja hi mmi :) ...


    ich meinte natürlich HUB und nicht switch :blush:.
    Wieso umständlich? Erster USB-Anschluss des Pi mit Mini-USB auf HUB-Eingang. Zweiter USB-Anschluss über Y-Kabel zur Stromversorgung des Pi auf zwei Ports des Hub. So habe ich nur ein Netzteil und das hat immerhin knapp 4A. Ne, ne ... das funktioniert so schon ganz prima und stabil.


    Ich spiele halt gerne mit dem Teil - andere scheinbar auch, und da könnte so ein "Spannungs-Einbruch-Detektor" glaube ich, manchmal ganz hilfreich sein und die Fehlersuche erleichtern. That's all ;)


    Mal sehen, wenn ich mal wieder Lötkolben & Co. rauskrame, versuche ich vielleicht was in der Richtung zu basteln.


    Viele Grüsse aus der Finsternis ;)


    cu,
    -ds-


  • Ich spiele halt gerne mit dem Teil - andere scheinbar auch, und da könnte so ein "Spannungs-Einbruch-Detektor" glaube ich, manchmal ganz hilfreich sein und die Fehlersuche erleichtern. That's all ;)


    Ok, wenn es für Deinen Fall Sinn macht - warum nicht. Vielleicht nicht so mein Fall, nachdem bei mir ein unvorhergesehener Spannungseinbruch bislang nicht stattgefunden hat - warum auch - - hoffentlich bleibt es so! :)


    Apropos Stromversorgung: Ich verwende bei fast allen meinen RPi's gerne die "KIS3R" Module (günstig bei ebay, ca. 50-80 cts), Vin bis ca. 20V=, Vout leicht auf 5V= (oder auch 3,3V) einstellbar, Last ca. 2A (kurzzeitig bis 3A) und Wirkungsgrad >90 %, kurzschlussfest, Überlastschutz, Power ein/aus auch schon vorgesehen. Sind zwar ausgelötet und somit gebraucht, gibt's in Massen, aber schlechte Erfahrungen habe ich bisher nicht gemacht. Da ist die 78xx "Heizung" für mich endgültig gestorben. ;)

  • Hi,
    keine schlechte Idee die Teile ...
    Sogar fertig aufgebaut nur um die 3-4 Euronen ... damit kann man leben ;)


    Wenn ich mal so einen "Detektor" zusammengeklebt habe, erfährst Du das sicherlich im Forum.
    Aber zuerst muss ich noch die php-Seiten zur Anzeige der Verbrauchsdaten für mein Brüderlein fertig machen.


    Bis zum nächstenmal,
    hat mich gefreut dass ich mich mal wieder ein wenig mit Dir auszutauschen konnte.
    -ds-


    PS: so ein "Detektor" - könnte der nicht evtl. auch ganz hilfreich sein, wenn man den Pi an einem Akku betreibt um festzustellen, wann der langsam leer wird?
    Müsste halt, wie gesagt, eine eigene Stromversorgung haben - ich denke so ein Batterie-Pack mit 4x1,5V AA müsste eine Weile halten.

  • Ob das allerdings sehr genau ist ...
    Die LED können bei der Erkennung zwischen 2,35 und 2,65 Volt schwanken, wenn Du 4,6 Volt erkennen willst brauchst Du also eine Z-Diode an der bei 5µA zwischen 1,95 und 2,25 abfallen. Nicht grad ein üblicher Wert.
    Und bevor man sich da eine einstellbare Z-Diode bastelt kann man gleich einen Komperator und ein paar Widerstände nehmen.

  • Hi zusammen,


    BTW: das wäre jetzt mal wieder eine Frage an die Elektronik-Spezialisten hier:
    ich hab mir vorhin in meiner naiven Art gedacht, ob es nicht ausreicht eine Z-Diode zwischen 5V oder 3V3 und einem Input-Pin des GPIO zu schalten, dass der Pin auf LOW geht, sobald eine bestimmte Spannung unterschritten wird.


    Könnte das nicht auch funktionieren?


    bye,
    -ds-


    PS: da muss man dann vllt. auch mit den internen Pullup/Pulldown Widerständen arbeiten (was ich - wenn ich ehrlich bin bis heute nicht so recht kapiert habe. ;) )
    Dann würde der Pi die verbleibenden meinetwegen 0.3V nicht registrieren bzw. gleich eliminieren und als LOW interpretieren.

  • Sooo ....
    damit nicht der Eindruck entsteht, das sei alles irgendwie in Vergessenheit geraten ;) ...


    Die LED habe ich mittlerweile und ich habe auch die Schaltung mal nachgebaut.
    Klappt einwandfrei ... ich bin da schon in gewisser Weise beeindruckt.


    Auf einem Breadboard habe ich mal 5V angelegt und davon 3V über eine entsprechende Zenerdiode abfallen lassen.
    Und ... Klasse -> Lämpi leuchtet.


    Bei leuchtender LED braucht das ganze ca. 5mA ... ich denke, damit kann ich leben.


    EDIT:
    Diese Geschichte habe ich mal sozusagen als Teilprojekt hierher verlegt und die nötigen Infos dort ebenfalls hinterlegt.



    Jetzt fehlt noch ein bisschen experimentieren, bis die LED bei ca. 4V5 ausgeht, dann ist das schon mal eine billige und einfache Hilfe um festzustellen, wann dem Pi der Saft ausgeht.
    Wenn man das jetzt noch mit einer Photodiode oder besser mit einem Phototransistor koppelt und über GPIO dem Pi wiederum zur Verfügung stellt, könnte sich der bei einer entsprechenden Spannungsschwankung sogar sicher runterfahren ... hoffe ich zumindest ;) ...


    Bis zum nächstenmal,
    -ds-

  • Hallo zusammen,


    wenn ich jetzt die Idee weiterverfolge die LED mittels Phototransistor "abzufragen" ...
    Sollte ich dann den internen Pulldown(?) nutzen, um im Falle dass der Transistor sperrt ein definiertes LOW auf dem GPIO-Pin habe?


    Ich hab, wie schon mal erwähnt, nur so ein bisschen Basis-Wissen und diese Geschichte mit den Pullup/Pulldown Widerständen werde ich wohl nie so richtig kapieren ... aber was solls


    Danke schon mal für den Input,
    -ds-

  • Hallo,


    wo sind denn meine Spezialisten ...


    Also: ich habe jetzt rausgefunden, dass wohl folgendes sinnvoll ist:


    Ein Fototransistor, Collector auf +3,3V, Emitter über 10 kOhm auf GND
    GPIO-Pin (z.B. 18) ebenfalls über die 10 kOhm auf GND, kein interner Pulldown


    Jetzt soll der Fototransistor die LOW-BATT-LED "abfragen".
    Bleibt die Frage, ob und wie ich die Empfindlichkeit des Fototransistors beeinflussen kann.
    Mal statt der 10kOhm ein Poti nehmen?


    Wie gesagt, von Digitalelektronik ein bisschen, von Analog-Elektronik gar keinen Plan.


    cu,
    -ds-