Erdfeuchte - Bewässerung


  • würdest Du mal so was wie eine kurze Zusammenfassung schreiben?


    Bin ich vollkommen bei dir: Forenthreads sind eine feine Sache, aber bei bestimmten, fortschreitenden Themen wie z.B. "Ist mein Projekt machbar" wird es immer schwerer, da irgendwie zu folgen.


    Ich habe mich vorhin mal hingesetzt und einen Blog aus der Taufe gehoben und begonnen, diesen zu füllen...
    Bin nach der 1. Sichtung irgendwie nicht glücklich damit, mir liegen Wikis mehr, lassen sich besser strukturieren...


    Werde jetzt nach dem Nachmahl *g* mal nach einem Wiki-Anbieter Ausschau halten.
    Mein Home-Wiki will ich nicht freigeben, das ist mir zu heiß... und meine Uploadrate zu gering...


    Ich bleib dran...


    LG, das Zen

  • Ja super, danke für Deine Mühe.
    Hm ... github?


    Da wär ein Wiki dabei und Du hättest zudem gleich ein Repo für evtl. Sourcen ...
    Ich bastle nebenbei an einem Testaufbau, so eine Art Machbarkeits-Studie für eine Bewässerung auf der Dachterasse eines Freundes. Da kommt u.a. auch ein ESP mit ins Spiel, dessen ADC ich da nutzen will. Vielleicht mit pushbullet oder e-mail Benachrichtigung. Den Code könntest Du da auch gerne reinverlinken oder kopieren ...


    cu,
    -ds-

  • Wir haben hier im Forum gewisse Regeln, auch bzgl. der Höflichkeit/Respekt untereinander.


    Gelten die für alle? Dann wäre es vielleicht angebracht, mir nicht gleich im ersten Satz zu unterstellen, ich hätte den Thread nicht gelesen. Wald, reinruft und so, weißt schon.

  • Test Flachbandkabel: 15adriges graues Flachbandkabel 25cm lang. Am einen Ende die Adern 1, 3...15 zusammengelötet, die anderen abgeschnitten. Auf der anderen Seite die Adern 2, 4...14 zusammengelötet, die anderen abgeschnitten. Zu einem U gebogen um eine Hartpapierplatte gelegt. In Becherglas mit Wasser gestellt, 8cm hoch (also effektiv 16cm vom Kabel). Messung der Kapazität mit Voltcraft VC860.


    Kapazität an Luft: 100pF.
    Kapazität in Wasser: 230-240pF temperaturabhängig, Start 21.04. 23:45, bisher gleichbleibender Wert.
    Die kammförmige Anordnung der Elektroden sorgt zwar für eine schön gleichmäßige Verteilung des Feldes, hat aber leider eine hohe Anfangskapazität an Luft zur Folge. Man könnte auch die Adern 1-6 zusammenschalten, 7-9 freilassen und 10-15 zusammenschalten. Genug altes Flachbandkabel habe ich ja... ;-)


    In der praktischen Anwendung sehe ich eher ein Problem, die Elektroden gleichmäßig mit der Erde in Kontakt zu bringen. Eine schöne frische Blumenerde verhält sich sicher anders als ein über Wochen festgeschwemmte Pampe bezüglich der Kontaktfläche. Und ein Blumentopp ist auch was anderes als ein Gewächshaus, wo ich mit der Hacke durchgehe.


    Wie sieht es mit Elektroden aus eloxiertem Alu aus, wo die Eloxalschicht die Isolierung bildet? Hat das schonmal jemand probiert?


  • Test Flachbandkabel: 15adriges graues Flachbandkabel 25cm lang. Am einen Ende die Adern 1, 3...15 zusammengelötet, die anderen abgeschnitten. Auf der anderen Seite die Adern 2, 4...14 zusammengelötet, die anderen abgeschnitten. Zu einem U gebogen um eine Hartpapierplatte gelegt. In Becherglas mit Wasser gestellt, 8cm hoch (also effektiv 16cm vom Kabel). Messung der Kapazität mit Voltcraft VC860.


    Kapazität an Luft: 100pF.
    Kapazität in Wasser: 230-240pF temperaturabhängig, Start 21.04. 23:45, bisher gleichbleibender Wert.
    Die kammförmige Anordnung der Elektroden sorgt zwar für eine schön gleichmäßige Verteilung des Feldes, hat aber leider eine hohe Anfangskapazität an Luft zur Folge. Man könnte auch die Adern 1-6 zusammenschalten, 7-9 freilassen und 10-15 zusammenschalten. Genug altes Flachbandkabel habe ich ja... ;-)


    Ok, interessant!
    Hab derzeit leider nicht mehr genug ESP's, um diesen Messaufbau hinzustellen, aber kurze Anmerkung:
    Die Kapazitätsänderung durch in die Kabelumhüllung (PVC?) diffundierendes Wasser geht relativ langsam vonstatten, war bei anderen Materialien im Bereich von 0.1 - 0.5 Promille/h.
    Du müßtest also schon ein paar Tage messen...


    Bei dem Hartpapier hab ich so meine Bedenken: Das Zeug zieht Wasser, wenn sich das in so unmittelbarer Nähe der Sensor"flächen" befindet, könnte das Auswirkungen haben.



    In der praktischen Anwendung sehe ich eher ein Problem, die Elektroden gleichmäßig mit der Erde in Kontakt zu bringen. Eine schöne frische Blumenerde verhält sich sicher anders als ein über Wochen festgeschwemmte Pampe bezüglich der Kontaktfläche. Und ein Blumentopp ist auch was anderes als ein Gewächshaus, wo ich mit der Hacke durchgehe.


    Diese Erfahrung hab ich auch schon gemacht: Der Sensorwert ändert sich ca. 2-4 Tage nach dem frischen Einbringen in die Erde in Richtung "feuchter": Als ob die Erdpartikel sich langsam an den Sensor schmiegen und so den Kapazitätswert nach oben treiben.
    Einschwemmen ist da vielleicht eine gute Idee, dann hat man gleich den "viel zu nass" Wert...



    Wie sieht es mit Elektroden aus eloxiertem Alu aus, wo die Eloxalschicht die Isolierung bildet? Hat das schonmal jemand probiert?


    Ich habe in dieser Richtung nix probiert, halte es für möglich, hätte da evtl. jedoch ein paar Showstopper:

    • Die Elektroden müssen komplett eloxiert sein (also auch Schnittkanten). Das bedeutet, man muss die Elektroden "nacheloxieren". Bekommt man das im Haushalt hin?
      (keine Ahnung, hab was von heißen Schwefelsäurebädern + entsprechendem Strom gelesen...)


    • Ich hab mal etwas rumgesucht: Zur Beständigkeit der Eloxalschicht im Erdboden gibt es widersprüchliche bzw. schwammige Aussagen: Einerseits beständig in Medien mit ph-Werten zw. ca.4 .. 8, andererseits wird geschrieben, dass Salze (vor allem Chlorsalze) zu Lochfraß führen, die zwar mehr oder weniger schnell wieder nachoxidieren, jedoch nicht in der gleichen Qualität wie die usprüngliche (anodische) Eloxalschicht. So kommt es dann langfristig zu einer Zerstörung des Materials.
      In der Technik hilft man sich mit zusätzlichen Beschichtungen und/oder Opferanoden ...


    • Das Einbringen des Sensors darf nicht zur Beschädigung der Eloxalschicht führen (also einfaches "Reinstecken" ist nicht so gut).
      Das ist aber ein lösbares Problem: Ich bringe meine Sensoren per "Vorstechen" ein: Mit einem Holzstab wird ein Loch in die Erde gebracht (bzw. ein Spalt) und dann der Sensor eingeführt. Danach die Erde wieder fest angedrückt (und dann gegossen).


    • Ich persönlich befürchte, dass im Fehlerfall (Eloxalschicht wird verletzt) Aluminium in das Erdreich übergeht. Im Blumentopf bekommt das nur der Pflanze nicht besonders.... Im Gewächshaus hast du evtl. eine leicht angestiegenen Alu-Wert in den Nutzpflanzen in der Nähe des Sensors...
      Ich bin bei diesem (Alu <--> Gesundheit) Thema hochgradig unsicher, in wie weit das relevant ist...


    Diese Art von Sensor müsste einfach mal jemand testen - Freiwillige vor... :-)





    Hm ... github?
    Da wär ein Wiki dabei und Du hättest zudem gleich ein Repo für evtl. Sourcen ...


    Gute Idee! :thumbs1:


    Ich hab vorhin einen Github Account angelegt und werde die nächsten Tage meine Sachen da reinkippen.
    Link hänge ich dann hier rein.


    LG, das Zen

  • Alu eloxieren geht, ich würde es nicht in der Küche machen, es entsteht Wasserstoff. Bei der Schwefelsäure ist das Gefährlichste das Beschaffen, da landest Du gleich auf der schwarzen Liste. Batteriesäure aus dem Baumarkt geht aber anscheinend auch. Handschuhe, Schutzbrille, Kittel sind natürlich Pflicht und nix für Kinder.


    Strom ist unkritisch, der darf eher nicht zu hoch sein. Weniger Strom bedeutet einfach mehr Zeit. Wichtig ist vorher gut säubern. Anbeizen mit NaOH (Abflußreiniger), Abspülen, Eloxalschicht aufbauen, (Färben können wir uns sparen), Abkochen (schließt die Schicht, ganz wichtig, destilliertes Wasser). Es gibt umfangreiche Anleitungen im Internet.


    Der komplette Rahmen meines Gewächshauses besteht aus eloxiertem Alu. Allerdings denke ich, wenn sich Aluminiumionen aus den Elektroden verabschieden, dann werden sich schnell Aluminiumsalze bilden. Kritisch wird das wohl nur bei sauren Böden, wenn die Ionen wieder in Lösung gehen, dann können sie das Wurzelwachstum der Pflanzen stören.

  • Hallo Timm, hallo Zentris,



    Alu eloxieren geht, ich würde es nicht in der Küche machen, es entsteht Wasserstoff. Bei der Schwefelsäure ist das Gefährlichste das Beschaffen, da landest Du gleich auf der schwarzen Liste. Batteriesäure aus dem Baumarkt geht aber anscheinend auch. Handschuhe, Schutzbrille, Kittel sind natürlich Pflicht und nix für Kinder.


    Das glaube ich (bin Chemiker) eher nicht. Schwefelsäure kannst Du wie vieles - nicht alles - andere auch problemlos erwerben.


    Quote

    Das elektrolytische Verfahren wird üblicherweise mittels Gleichstrom (im Folgenden betrachtet) in Schwefelsäure- oder Oxalsäure-Elektrolyten durchgeführt. Es kann aber auch mit Wechselstrom (z. B. WX-Verfahren) oder mit Hilfe einer Verbindung beider Stromarten durchgeführt werden.


    [Quelle]


    Dein Tipp mit dem Eloxieren ist dann nicht schlecht. Dass man da auch Oxalsäure einsetzen kann, umgeht dann zwar das Problem mit der Schwefelsäure (die beim Eloxalverfahren nur verdünnt einzusetzen ist (s. Wikipedia-Artikel). Oxalsäure hat allerdings einen Nachteil. Sie ist knacke-giftig und wenn man sie sauber zersetzen will, dann entstehen Wasser, Kohlendioxid und - ähem - Kohlenmonoxid. Ich habe mal eine Prise davon abbekommen, als ich versucht hatte, für eine quantitative Analyse Oxalsäure wasserfrei zu erhalten und der Ofen leider ein paar Grad zu warm war.


    Andererseits teile ich auch die bisher geäußerten Auffasungen bzgl.
    - Langzeitstabilität der Messungen wegen Oberflächen-Veränderungen
    - Anreicherung des Bodens durch Aluminium


    Hm, da wäre Titan deutlich angenehmer im Handling. Titan überzieht sich sehr schnell mit einer Oxid-Schicht, die in so ziemlich allem unlöslich ist. Aus einer früheren Anlagen-Qualifizierung könnte ich ein paar Titan-Platten (ca. 2x2x0,4 cm) bereittstellen. Und da ich auch noch Kontakte zum damaligen Kunden habe, könnte ich auch an Titan-Ausschuss herankommen - ab und zu geht dann doch was daneben.




    Der komplette Rahmen meines Gewächshauses besteht aus eloxiertem Alu. Allerdings denke ich, wenn sich Aluminiumionen aus den Elektroden verabschieden, dann werden sich schnell Aluminiumsalze bilden. Kritisch wird das wohl nur bei sauren Böden, wenn die Ionen wieder in Lösung gehen, dann können sie das Wurzelwachstum der Pflanzen stören.


    Aluminium löst sich in alkalischem Medium ebenso wie in saurem Medium.



    Zentris : Habt Ihr mal mit so Sachen wie Magnesia-Stäbchen experimentiert?


    In anderemZusammenhang hab ich hier schon mal den Vorschlag von (Dünnschicht)Chromatographie-Platten gemacht.


    Die Idee, die jetzt dahinter steckt: Die Chromatographie-Platte nimmt Feuchtigkeit auf und - so meine Vermutung - sollte sich in einem schnellen Gleichgewicht mit dem umgebenden Erdreich befinden. Wird die Erde trockener zieht das Magnesia "schnell" nach. Dies ist der große Unterschied zu Kunststoff. Das hattest Du ja hier bereits herausgefunden. Zusammen mit der Feuchtigkeit sind immer auch Mineralien dabei. Dies sollte dann zu einem feuchtigkeitsabhängigen Widerstand führen... Der Rest ist klar, denke ich. Spannung anlegen. Spannung, die am Magnesia-Stift abfällt, ist umgekehrt proportional zur Feuchtigkeit... A/D-Wandler ... Messwert auslesen und korrelieren...


    Langzeit-Effekt ist eine Anreicherung von Mineralien, was bis zur Sättigung (abhängig von der Mineralkonzentration im Erdboden) zu veränderlichen Ergebnissen führt. Nach Erreichen der Sättigung sollten die Messungen recht verlässlich sein.


    Magnesia-Stäbchen gibt es im Laborhandel für wenig Geld. Und vermutlich reicht es, diese in 1 bis 2 cm langen Einheiten einzusetzen. Die habe ich auch noch irgendwo herumliegen (es sammelt sich halt so einiges im Leben eines Validierers an).


    Beste Grüße


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

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  • Schwefelsäure kannst Du wie vieles - nicht alles - andere auch problemlos erwerben.


    Es ging nicht ums Erwerben, es ging drum, daß Du in der Apo Deine Adresse hinterlassen mußt, könntest ja ein böser Bombenleger sein.


    Allerdings reicht so ein halber Liter H2SO4 auch ewig, die Schwefelsäure wird beim Eloxieren nicht zersetzt, sie wird nur durch die Bestandteile im Aluminium - je nach Legierung Pb, Cu, Si - dreckig. Das Ergebnis der Eloxierung hängt auch stark von der verwendeten Alu-Legierung ab, aber auf Schönheit kommts ja hier nicht an.


    Quote

    Dass man da auch Oxalsäure einsetzen kann, umgeht dann zwar das Problem mit der Schwefelsäure


    Nur wozu? Es geht doch mit Schwefelsäure auch.


    Quote

    Hm, da wäre Titan deutlich angenehmer im Handling. Titan überzieht sich sehr schnell mit einer Oxid-Schicht, die in so ziemlich allem unlöslich ist


    Allerdings ist die Oxidschicht bei Titan auch deutlich dünner als eine Eloxalschicht, prinzipbedingt. Und somit anfälliger gegen Zerstörung, und eventuell elektrisch leichter zu durchschlagen. Aber wir haben ja keine hohen Spannungen.


    Ich muß noch irgendwo Titandraht rumliegen haben, den ich mal hier http://www.electronic-thingks.…lzubehoer/titandraht.html zum Eloxieren bestellte habe. Wenn ich nur wüßte wo...



    Quote

    Aluminium löst sich in alkalischem Medium ebenso wie in saurem Medium.


    Mööp, es ging um Aluminiumsalze, und zumindest Aluminiumoxid bekommst Du mit NaOH nicht wieder angeätzt, aber mit heißer Phosphorsäure geht das kaputt.

  • Hallo Timm,


    Es ging nicht ums Erwerben, es ging drum, daß Du in der Apo Deine Adresse hinterlassen mußt, könntest ja ein böser Bombenleger sein.


    Wer kauft denn Schwefelsäure in der Apotheke? Kleine Mengen bestelle ich in der Drogerie um die Ecke. Wenn es offizieller sein muss, bestelle ich es über meine Firma.


    Beste Grüße


    Andreas

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  • Zentris : Habt Ihr mal mit so Sachen wie Magnesia-Stäbchen experimentiert?


    Hm, soweit ich das jetzt nachgelesen habe, ist "Magnesia" gepresstes MagnesiumOxid und ein Super Isolator...
    Ich hätte da jetzt keinen Plan, wie ich daraus ein Elektrodenpaar machen könnte... *auf dem Schlauch steh* ..



    In anderemZusammenhang hab ich hier schon mal den Vorschlag von (Dünnschicht)Chromatographie-Platten gemacht.


    Die Idee, die jetzt dahinter steckt: Die Chromatographie-Platte nimmt Feuchtigkeit auf und - so meine Vermutung - sollte sich in einem schnellen Gleichgewicht mit dem umgebenden Erdreich befinden. Wird die Erde trockener zieht das Magnesia "schnell" nach. Dies ist der große Unterschied zu Kunststoff. Das hattest Du ja hier bereits herausgefunden. Zusammen mit der Feuchtigkeit sind immer auch Mineralien dabei. Dies sollte dann zu einem feuchtigkeitsabhängigen Widerstand führen... Der Rest ist klar, denke ich. Spannung anlegen. Spannung, die am Magnesia-Stift abfällt, ist umgekehrt proportional zur Feuchtigkeit... A/D-Wandler ... Messwert auslesen und korrelieren...


    Langzeit-Effekt ist eine Anreicherung von Mineralien, was bis zur Sättigung (abhängig von der Mineralkonzentration im Erdboden) zu veränderlichen Ergebnissen führt. Nach Erreichen der Sättigung sollten die Messungen recht verlässlich sein.


    Ja, ich erinnere mich, du hast davon geschrieben.
    Ich kenne sowas gar nicht... komme nicht wirklich aus dieser Branche...
    Aber was soll sich da am Magnesiastift tun? Das ist doch ein Isolator... :s


    Irgendwie hab ich das Prinzip nicht verstanden, was du erklärt hast.
    Kannst du das bitte noch mal "for absolute noobs" erklären? :lol:


    Oder noch besser: Aufbauen und testen ? :angel:


    LG, das Zen

  • Hallo @all


    ich hab mich die letzten Stunden mal hingesetzt und begonnen das, was ich bisher gemacht habe, in GitHub + zugehörigem Wiki einzukippen.


    Ist (natürlich) noch lange nicht fertig, aber der Thread wird ja durch seine Länge für "Seiteneinsteiger" immer undurchsichtiger...


    Ich werde auch die kommenden Tage dort weiter schreiben, da einige Punkte (gerade die kapazitiven Sensoren) noch nicht richtig beschrieben sind.


    Seid gnädig mit mir :lol: ...


    Wenn ihr Fehler findet oder Unstimmigkeiten: Bitte schreibt es mir, damit ich mir das ansehen und korrigieren kann - nobody is perfect ;-)


    viel Spaß


    das Zen

  • Hallo Zentris,


    Hm, soweit ich das jetzt nachgelesen habe, ist "Magnesia" gepresstes MagnesiumOxid und ein Super Isolator...
    Ich hätte da jetzt keinen Plan, wie ich daraus ein Elektrodenpaar machen könnte... *auf dem Schlauch steh* ..


    Magnesia-Stäbchen und insbesondere die Beschichtung der Chromatographie-Platten nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. Deren Feuchtigkeit steht in Relation zur zu messenden Feuchtigkeit des Erdbodens.


    Da dort auch immer Mineralien gelöst sind, leitet dann auch das Material - abhängig von der zu messenden Feuchtigkeit. Der messbare Widerstand ist dann eine Funktion der zu messenden Feuchtigkeit. Ich weiß, dass Du weißt, wie man Widerstände über einen A/D-Wandler messen kann. Der Rest ist klar, oder?



    Aber was soll sich da am Magnesiastift tun? Das ist doch ein Isolator... :s


    Ein Isolator nur in trockenem Zustand. Bei Magnesia-Stäbchen weiß ich nicht, wie es mit der Aufnahme von Feuchtigkeit bestellt ist. Bei Chromatographie-Beschichtungen geht das aber ratz-fatz mit der Gleichgewichtseinstellung.



    Irgendwie hab ich das Prinzip nicht verstanden, was du erklärt hast.


    Kannst du das bitte noch mal "for absolute noobs" erklären? :lol:


    Wurde es jetzt deutlicher?



    Oder noch besser: Aufbauen und testen ? :angel:


    Für Dich jederzeit gern - mir fehlt momentan leider die Zeit (habe momentan 1 Vollzeit-Beratungs- & 1,5 Vollzeit-Entwicklungsjobs an der Backe) - Und von einem zum anderen Kunden sind's rund 500 - 600 km, je nachdem in welcher Reihenfolge ich fahre.


    Beste Grüße


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

    Linux is like a wigwam, no windows, no gates, but with an apache inside dancing samba, very hungry eating a yacc, a gnu and a bison.

    Edited once, last by Andreas ().

  • Da dort auch immer Mineralien gelöst sind, leitet dann auch das Material - abhängig von der zu messenden Feuchtigkeit.


    Vor allem abhängig von den gelösten Mineralien.


    Quote

    Der messbare Widerstand ist dann eine Funktion der zu messenden Feuchtigkeit.


    Vor allem eine Funktion der Ionenanzahl und der Ionenbeweglichkeit (Temperatur).


    Quote

    Ich weiß, dass Du weißt, wie man Widerstände über einen A/D-Wandler messen kann.


    Ich würde das ja eher mit Wechselspannung in einer Vierleiteranordnung messen, von wegen der Elektrochemie. Das geht dann ein wenig über einen simplen ADC hinaus. Allerdings ist ein kleiner Lock-In-Verstärker auch kein Hexenwerk.


    Prinzipiell gefällt mir ja das Prinzip der Messung mit dem Tensiometer, allerdings scheinen die Dinger auch etwas anfällig und nicht frostbeständig zu sein. Und etwas hochpreisig.

  • Um den Punkt mit der Wärmeleitfähigkeit des Bodens mal wieder anzustoßen.

    Code
    1. von  |  bis °C /  Zeit
    2. 19,9 | 29,9       321
    3. 20,5 | 30,5       321
    4. 20,7 | 30,7       321
    5. 20,8 | 30,8       301
    6. 21,5 | 31,5       311
    7. 21,8 | 31,8       391 *Gegossen mit 200ml wasser
    8. ps: es deckt sich mit dem Werten von der gelinkten Seite (Seite 5, Beitrag #69)


    Hatte mir ein kleines Script geschrieben das die Temperatur alle 10 sekunden misst (etwas grob aber zum testen reicht es).
    Nachteil an dem Verfahren ist das man ein Kabel legen muss für Sensor und Widerstände, dachte das das Plastik von dem Ü-Ei nicht soooo schädlich für die Pflanzen sein kann da es ja auch in der Schokolade für Kinder ist (Gut Plastik ist nie wirklich gesund).
    Spannung an den Widerständen war 6v (hatte jeden versuch neugemessen weil ich bei einem Versuch mich gewundert hatte warum die Temperatur wieder fiel :D )

    :shy: Legastheniker :shy:


    wer fehler findet darf nachsicht haben


    Klick>Youtube Channel<Klick


  • und dachte das das Plastik von dem Ü-Ei nicht soooo schädlich für die Pflanzen sein kann da es ja auch in der Schokolade für Kinder ist


    aber da das Kinder-Ei schon 3 Wünsche auf einmal erfüllt, Spass, Spiel, Schokolade ist ein vierter Wunsch "nicht soooo schädlich" wohl nicht mehr drin.

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr


  • aber da das Kinder-Ei schon 3 Wünsche auf einmal erfüllt, Spass, Spiel, Schokolade ist ein vierter Wunsch "nicht soooo schädlich" wohl nicht mehr drin.


    aber gibt es überhaupt eine Methode die 100% unschädlich ist ;) Aber dafür doppelt Spaß hast du vergessen :D

    :shy: Legastheniker :shy:


    wer fehler findet darf nachsicht haben


    Klick>Youtube Channel<Klick

  • Ok, dann will ich mal aus der (meinen) Bastelstube plaudern:


    Ich habe mit nun ebenfalls einen "kalorimetrischen" Sensor (Bezeichnung verwende ich so auch im Wiki) gebaut:



    Er besteht aus einem Heizwiderstand (der dicke auf der LP) mit 10 Ohm, und dem TempSensor.


    Raus kommen 4 Kabel (Grnd, 3,3V, 5V (geschaltet) und das Sensorsignal)


    Der Sensor soll in das oben im Bild sichtbare Reagenzglas versenkt werden, das dann mit (Vogel)Sand verfüllt wird und oben mit Wachs/Heißkleber abgedichtet wird.


    An der Steuerung/Protokollierung per ESP fummle ich gerade:
    PLAN:
    GPIO0 liest den Sensor aus, GPIO2 schaltet per MOSFET den Heizwiderstand ein/aus.
    Versorgung per Handy-NT (5V), die 3,3V für den ESP stellt ein step-down von Pololu (max. 500mA) bereit.


    Messung werde ich ähnlich deinem Vorgehen aufbauen, zuvor werde ich prüfen, ob die Temperatur über einen Zeitraum von 60 sec. stabil ist (+- 0,5Grad).
    Dann wird der Heizer zugeschaltet, bis 10 Grad Temperaturerhöhung registriert wird (1sec. Messabstand).
    Zeit festhalten..
    Heizer aus, Abkühlkurve ermitteln.


    Mal sehen, was da so rauskommt... und wie man das verarbeiten kann.


    Hab mir ein Sandbett (Vogelsand) vorbereitet, was als Erd-Ersatz dient:
    Trockenmessung, dann einschwemmen und austrocknen lassen...


    Wird also ebenfalls ein paar Tage dauern...


    so, muss jetzt löten und programmieren... :lol:


    LG, das Zen


    PS:
    Der Sensor in meinem Benjamin (kapazitiver, Glasplatten mit Schmelzkleberverguss) meldet inzwischen gute Werte (zeigt die fortschreitende Austrocknung an).
    Hab leider vergessen, den Topf vorher zu wiegen... nun muus die Handprobe genügen...


    Die Daten liegen spätestens am WE für alle sichtbar auf meinem Server, ich poste dann hier...


    -cu-

  • Servus Zen und alle anderen Bewässerer,


    ich hab' da was ausgegraben, was mir recht interessant erscheint. Das ist ein PDF-File mit 1 1/2 Seiten.
    Das könnt ihr -> hier herunterladen <- ...


    Und -> das hier <- ist ein, wie ich finde, preiswerter kapazitiver Sensor mit Funk.


    Und was macht Deine Forschungs-Arbeit?


    Edit meint noch: Super Zusammenfassung auf github :thumbs1:



    cu,
    -ds-