Erdfeuchte - Bewässerung

  • Ich frage mich gerade ob nicht 2 einzelne dünne Glassröhren mit je einem Leiter als Doppel-T verbunden (die Glasröhren!) nicht besser geeignet sind,


    Es wird dann nur die Kapazität durch das "Dielektrikum" feuchte/trockene Erde verändert, die ganze andere Problematik erübrigt sich dann scheinbar(für mich, bitte korrigieren wenn ich irre)

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Hi Jar,



    Ich frage mich gerade ob nicht 2 einzelne dünne Glassröhren mit je einem Leiter als Doppel-T verbunden (die Glasröhren!) nicht besser geeignet sind,


    Es wird dann nur die Kapazität durch das "Dielektrikum" feuchte/trockene Erde verändert, die ganze andere Problematik erübrigt sich dann scheinbar(für mich, bitte korrigieren wenn ich irre)


    Bislang gehe ich davon aus, dass das (noch) einer der Ansätze ist, die hier diskutiert werden. Erde wechselnder Feuchtigkeit als Dielektrikum. Das Problem, das sich mir weiterhin darbietet, sind elektrochemische Oberflächenveränderungen, die den Messwert überlagern / verfälschen bzw. unterschiedliche Affinitäten von Erde und Mess-Equipment im Erdboden.


    Beste Grüße


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

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  • ....Erde wechselnder Feuchtigkeit als Dielektrikum. Das Problem, das sich mir weiterhin darbietet, sind elektrochemische Oberflächenveränderungen, die den Messwert überlagern / verfälschen bzw. unterschiedliche Affinitäten von Erde und Mess-Equipment im Erdboden.


    deswegen ja nur 2 Drähte in 2 Glasröhren mit definiertem Abstand, da dürfte nichts elektrochemisches einwirken!

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  • Naja, ehrlich gesagt möchte ich in meinem Gewächshaus eigentlich keine Glasröhrchen einbuddeln.


    du nicht, aber ist es nicht egal ob Glasröhrchen gesteckt werden oder vielerlei "ummantelte" Sensoren wo es nicht funktioniert wie schon festgestellt?


    Ich weiss grad nicht was dein destruktiver Beitrag bedeuten soll.


    Wir grübeln hier über die beste Sensormethode und bis du kamst war es immer ein Sensor in die Erde stecken, wenn du nichts in Erde stecken willst ist es ja OK.

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  • Ich bin gerade über WOLFRAM gestolpert...


    Ist Dir Titan noch nicht teuer genug?


    Wir wollen kapazitiv messen, weil man für Widerstandmessung mit Wechselstrom eine Vierleiteranordung braucht und Strom vs. Spannung mit einem Lock-In-Verstärker messen muß. Was auch keine Zauberei ist, Leitfähigkeitssonden z.B. machen das genau so.


    Bei der kapazitiven Messung dagegen bilden die Elektroden je einen Kondensator mit der Erde, über einen Oszillator wird eine von der Kapazität abhängige Frequenz erzeugt, die man sehr einfach über einen großen Meßbereich mit einem µC messen kann.


    Der Witz ist jetzt, daß die Passivierungsschicht (Eloxalschicht bei Aluminium, TiO-Schicht bei Titan) eine sehr dünnes (um 5 bis 20µm bei Alu, 200nm bei Titan) Dielektrikum bildet, wodurch der Kondensator eine hohe Kapazität bekommt. Jedenfalls deutlich höher als bei einem 100 mal dickeren Glasröhrchen oder Kunststoffisolierung.


    Prinzipiell bildet sich diese Passivierungsschicht auch bei Edelstahl (Chromoxid), Zink oder Blei von alleine, allerdings ist sie dann undefiniert und kann sich im Boden verändern, was wiederum die Kapazität beeinflußt. Und wer will sich schon Blei zwischen die Tomaten stecken.


    Da bei Widerstandsmessung in Vierleiteranordnung der Übergangswiderstand und damit eine veränderliche Passivierungsschicht keine Rolle spielt, gehen hier natürlich eher Materialien wie Edelstahl, Graphit - oder Wolfram. Aber das wollen wir ja nicht.

  • Bei der kapazitiven Messung dagegen bilden die Elektroden je einen Kondensator mit der Erde, über einen Oszillator wird eine von der Kapazität abhängige Frequenz erzeugt, die man sehr einfach über einen großen Meßbereich mit einem µC messen kann.


    .....wer will sich schon Blei zwischen die Tomaten stecken.


    deswegen will ich Glasröhrchen stecken aber du willst ja nix stecken, ich verstehe deine Worte einfach nicht.

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  • Naja, ehrlich gesagt möchte ich in meinem Gewächshaus eigentlich keine Glasröhrchen einbuddeln.


    Du hast das schon einmal erwähnt: Wo liegt dein Problem?


    Wenn das Glasröhrchen (z.B. mit Harz) gefüllt ist, ist das bruch- und splittersicher (falls das dein Problem ist).
    In einem Auto sitzt du wenige cm vor/neben Glasscheiben, die weniger widerstandsfähig sind als das vergossene Glasröhrchen.


    Aber andererseits: wenn es dich motiviert, eine andere (bessere?) Lösung zu finden, ist das doch ok (jedenfalls für mich).


    Entscheidend ist letztlich, was "hinten" rauskommt.
    Ich betreibe das Thema ja inzwischen schon fast mit einer gewissen Passion und war schon mehrfach hart an der Grenze zu "was soll der Sch*** hier, schmeiss hin" / "bist zu blöd für sowas, geh Flaschen sammeln"... :wallbash:


    Ne, ne... mach du mal bitte (wenn du Zeit hast) mit der Alu-Idee weiter, vielleicht ist das die Lösung.. :danke_ATDE:


    Mfg, das Zen
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    Ist Dir Titan noch nicht teuer genug?


    Na, das dachte ich, als ich euch über Titan scheiben sah, auch. :lol:
    Aber nun hab ich diese Wolfram Schweißelektroden gesehen, die das Stück nur wenige Euro kosten. Ich war sehr überrascht über den geringen Preis, vielleicht ist da irgendwo ein Haken...



    Der Witz ist jetzt, daß die Passivierungsschicht (Eloxalschicht bei Aluminium, TiO-Schicht bei Titan) eine sehr dünnes (um 5 bis 20µm bei Alu, 200nm bei Titan) Dielektrikum bildet, wodurch der Kondensator eine hohe Kapazität bekommt. Jedenfalls deutlich höher als bei einem 100 mal dickeren Glasröhrchen oder Kunststoffisolierung.


    Naja, mal langsam:
    Die Schichten sind sehr dünn, aber wenn das Geraffel (mit Abstand, Erde dazwischen oder davor) in der Erde steckt, spielt die Dicke der Passivierungsschicht kaum eine Rolle bei der Gesamtbilanz des Gesamtdielektrikums, was dann letztlich die Kapazität des Kondensators bestimmt:
    Außerdem arbeitet das Prinzip damit, dass sich die Permittivität (der Erde) ändert: Würde die Passivierungsschicht einen maßgeblichen Teil der Kapazität beitragen, wäre die Empfindlichkeit sehr reduziert oder nicht mehr vernünftig auswertbar.


    In meinen Augen stellt die Passivierungsschicht "lediglich" eine saubere elektrische Isolationsschicht zwischen der Kondensatorelektrode und dem umliegenden (leitfähigen) Medium dar.



    Da bei Widerstandsmessung in Vierleiteranordnung der Übergangswiderstand und damit eine veränderliche Passivierungsschicht keine Rolle spielt, gehen hier natürlich eher Materialien wie Edelstahl, Graphit - oder Wolfram. Aber das wollen wir ja nicht.


    Hm, warum eigendlich nicht?
    Ich weiß, ich selbst habe diese Messmethode diesbezüglich vor ca. 110 Beiträgen beerdigt, aber primär wegen der Verrottung der Elektroden, der Passivierung der Oberflächen und dem ungeklärten Metall/Metallsalzeintrag in die Kulturerde.


    Die Idee einer diskontinuierliche 4-Leiter-Wechselstrommessung mit Elektroden aus Titan/Wolfram ist vielleicht zumindest eine weitere Überlegung wert.. (aka "Brainstorming") ? :denker:


    Andreas: Kannst du als Chemiker in der Runde ggf. Bodenproben bzgl. Metallsalze usw. analysieren?


    So, jetzt geht es meinem "ESP8266-01 AI-Cloud" an die Elektroden.... Hab schon den Hammer liegen...

  • In einem Auto sitzt du wenige cm vor/neben Glasscheiben, die weniger widerstandsfähig sind als das vergossene Glasröhrchen.


    Gegen die Frontscheibe klopfe ich üblicherweise auch nicht mit dem Spaten gegen.


    Quote

    Aber nun hab ich diese Wolfram Schweißelektroden gesehen, die das Stück nur wenige Euro kosten. Ich war sehr überrascht über den geringen Preis, vielleicht ist da irgendwo ein Haken...


    Ähm ja, sie bilden keine Passivierungsschicht und damit keine Isolierschicht aus. Gut für Widerstandsmessung, schlecht für kapazitive Messung.


    Quote

    ...spielt die Dicke der Passivierungsschicht kaum eine Rolle bei der Gesamtbilanz des Gesamtdielektrikums, was dann letztlich die Kapazität des Kondensators bestimmt


    Anscheinend doch, sonst würde jar nicht von Problemen bei Kunststoffschichten berichten, die Wasser aufnehmen.


    Daher ja die Idee der oxidischen Isolationsschicht.


    Quote

    Die Idee einer diskontinuierliche 4-Leiter-Wechselstrommessung mit Elektroden aus Titan/Wolfram ist vielleicht zumindest eine weitere Überlegung wert.. (aka "Brainstorming")


    Deutlich aufwendigere Elektronik, denn Du mußt eine Wechselspannung erzeugen (idealerweise Sinus), den fließenden Strom messen, die an den Senseelektroden anstehende Spannung messen, mit Lockin oder schneller Abtastung verrechnen und das noch bei einem recht hohen Spannungshub. Allerdings kannst Du Realteil und Imaginärteil des Signals auswerten und bekommst damit ohmschen Widerstand und Kapazität geliefert, das kannst Du sogar für verschiedene Frequenzen machen und bekommst ein Spektrum des Bodens. Damit kannst Du dann wahrscheinlich sogar feuchtebedingte von ionenkonzentrationsbedingter Signaländerung unterscheiden - und dann darüber eine Doktorarbeit verfassen.


    Btw: Wußtest Du, daß man mit Leitfähigkeitsmessung von in Wasser gelöstem Honig unterscheiden kann, ob es Waldhonig, Rapsblüte, Sonnenblume oder mit Zucker gepanschter Honig ist? Das geht wirklich. ;-)


  • Gegen die Frontscheibe klopfe ich üblicherweise auch nicht mit dem Spaten gegen.


    wenn man die Sensoren selber einbringt weiß man doch wo sie liegen? (Oder Makiert sie)
    Die frage die sich hier stellt ist ja welche Methode hier die Gesündeste ist um uns nicht selber zu vergiften.

    :shy: Legastheniker :shy:


    wer fehler findet darf nachsicht haben


    Klick>Youtube Channel<Klick

  • Hallo Zentris,



    Andreas: Kannst du als Chemiker in der Runde ggf. Bodenproben bzgl. Metallsalze usw. analysieren?


    Gelernt habe ich den Käsekram mal. Und war da auch richtig gut. Was nicht heißen soll, dass es auch Spaß gemacht hat. Hat es nicht. Keinen Tag. Keinen einzigen Tag.


    Verblüfft habe ich einen Assistenten mal, als ich in einer Probe Chlorid und Carbonat gefunden habe. Und er dann in mein qualitatives Analyseprotokoll die Ergebnisse der quantitativen Zusammensetzung geschrieben hatte. Von dem einen 0,003 %, von dem anderen 0,009 %. Der Nachweis gelang aber auch erst, nachdem ich die Fällungsreaktion Tage später nochmals genauer anschaute und ich mir einbildete, dass da eine kleine Flocke am Reagenzboden lag. Bzw. das Reagenzglas von oben betrachtet leicht trüber als destilliertes Wasser in einem anderen Reagenzglas war.



    Aber ohne Laborzugang mit entsprechender Ausrüstung wird das eher schwierig. Außerdem reicht eine nasschemische qualitative Analyse im Sinne Trennungsgang (mit Routine in wenigen Stunden bis Tagen erledigt), die Dir jede/r im ersten und zweiten Semester Studierende durchführen kann, kaum. Denn bei den Dingen, die zuletzt angesprochen wurden, muss es es eine quantitative Analyse (inkl. Vergleich vor Eintrag der Elektroden gegenüber Ergebnissen zu einem späteren Zeitpunkt) sein. Da kommen dann nur Analytik-Labore mit einer Spezialisierung in Frage. Stichwort: Umweltanalytik.



    Aber so gefragt ... Ich habe da noch eine Idee in der Schublade... Ein mobiles Analyse-Gerät auf RPi-Basis. Darüber brüte ich immer mal wieder nach, wenn es die Zeit erlaubt. Momentan habe ich 2,5 Vollzeit-Projekte... Aber wenn mal zwei davon abgeschlossen sind... dann geht's da auch wieder weiter. Die Elektronik steht im Wesentlichen und funktioniert auch. Die Software habe ich vor mehr als 30 Jahren geschrieben und lässt sich garantiert auf den RPi übertragen. Und die Analysezelle ist mittlerweile auf Fingerhut-Größe geschrumpft. Damals zählte diese Methode über Jahrzehnte zu den empfindlichsten der Zeit und wurde dann durch die Massenspektrometrie in der Spurenanalytik abgelöst. Wobei sich die Erfasungsgrenzen der beiden Techniken nicht wirklich viel nehmen.


    Was Dir auf die Schnelle weiter helfen könnte: Es gibt für die meisten Ionen Spezialreagenzien, die durch Farbreaktionen eine qualitative Aussage erlauben, ob irgendein Metall in ionischer Form in einer Substanz enthalten ist. Über die Farbintensität sind dann auch grob-quantitative Aussagen möglich. Z.B. glaube ich kaum, dass in einer normalen Pflanzenerde Wolfram enthalten ist. Wenn die Analyse dies bestätigt - und später nach Verwendung selbstgebastelter wolframhaltiger Sensoren Wolfram nachgewiesen werden kann, dann ist die Quelle auch klar.
    Eisen wirst Du dagegen in fast jeder Pflanzenerde in vergleichsweise größerer Menge finden. Ein recht preiswertes Reagens ist Kaliumisothiocyanat. Wird's rot, ist die Substanz eisenhaltig.
    Oder Blutlaugensalze. Da wird's bei Eisen dann tiefblau.
    ...


    Beste Grüße


    Andreas

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  • Ähm ja, sie bilden keine Passivierungsschicht und damit keine Isolierschicht aus. Gut für Widerstandsmessung, schlecht für kapazitive Messung.



    Anscheinend doch, sonst würde jar nicht von Problemen bei Kunststoffschichten berichten, die Wasser aufnehmen.


    ich war das nie!
    Du hast total die Orientierung verloren, das hatte Zentris mit allen Arten der Ummantelung festgestellt!


    Deswegen ja die Idee der Glasröhrchen.


    Es ist auch egal ob man mit dem Spaten ummantelte Leiterplatten trifft oder Glasröhrchen.
    Eines ist doch klar, Glasröhrchen nehmen kein Wasser auf und verrotten nicht.

    lasst die PIs am Leben !
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  • Timm Thaler + @all
    Ich will jetzt nicht deine letzten Posts hier repeaten, aber wie jar schon anklingen liess: Auch ich hab den Eindruck, du hast da irgendwie die Orientierung verloren
    (Aus diesem Grund bin ich ja dabei, das Git-Hub-Wiki aufzubauen. Ok, es ist nicht perfekt, aber da stehen schon eine Menge Sachen drin, die wir hier nicht immer wieder feststellen müssen):


    • Die kapazitiv basierende Messung und die galvanische Messung sind auseinander zu halten.
      Ich sehe da eingetragene Vermischungen, die die Diskussion verwässern und den Neu/Quereinsteiger unter den Lesern verwirren.

      Ich fasse aber nochmal zusammen:
      Es wurden bei den kapazitiven Sensoren schon diverse Beschichtungen ausprobiert (jar hat Recht, das war ich), der User snorrino hat ebenfalls dazu beigetragen.
      Bisher waren alle Lacke und Harze (bis auf Polyethylen) nicht langzeitstabil.
      Epoxidharz ist bedingt geeignet (Diffusion recht gering).
      Bei allen Materialien kommt es längerfristig zu Wassereinlagerung in das Material durch Diffusion.


      Deshalb die Idee, Kondensatorflächen in Glas einzubetten... -> das ist ein aktueller Threads (nennen wir ihn "T-KapGlas")


      Desweiteren kam die Idee, Metall(e) zu verwenden, welche eine Isolationsschicht (Passivierung) aufbaut, derzeit ist Aluminium in der Diskussion (und Test?) --> das ist ein weiterer aktueller Thread (nennen wir ihn "T-KapAlu")
      .


    • Durch einen User wurde angeregt, die Messung durch Aufheizung der Erde und Auswertung der Aufheiz/Abkühlkurve durchzuführen:
      Ich benenne diese Art der Messung als "kalorimetrische" Messung..., der Rest steht im Wiki...


      Das wird durch einen User (petator92) derzeit untersucht... Ich selbst habe einen Sensor dafür ebenfalls gebaut, komme aber aus technischen Gründen aktuell nicht dazu, den einzusetzen.
      .

    • Galvanische Messung: Messung des Leitwertes der (feuchten) Erde.
      Hatte ich recht zeitig verworfen wegen Materialprobleme etc. (alles schon geschrieben bzw. steht im Wiki).


      Timm hat (nicht unwichtig!) darauf hingewiesen, dass man, wenn man diese Messmethode verwendet, einen entsprechenden Aufwand treiben muss, sonst wird das Murks... (steht noch nicht so im Wiki, wie gesagt, ich arbeite dran).
      Ich habe mich mit dieser Art der Messung nicht weiter beschäftigt, weil mir (momentan) dazu das Wissen bzgl. der spezielle Messtechnik fehlt.


      Hier kommt jedoch nun diese Wolframelektrode ins Spiel: Das hat nix mit der kapazitiven Messung (!) zu tun, kam mir nur in den Kopf wegen der Korrosionsfestigkeit von Wolfram, dass man bei dieser Messmethode ggf. solches Material verwenden könnte...


    Und, btw(1):
    Wer (irgendwelche) Sensoren oder sonstige Technik in seine Kulturlandschaft einbaut und nicht entsprechend markiert bzw. vor größeren mechanischen Arbeiten die Sensoren schützt/entfernt - ja, was soll ich dazu sagen? :denker:


    Und bei allem "Umweltbewustsein" (bitte nicht weiter vertiefen, ich habe da eine etwas eigene Meinung):
    Was durch einen kleinen Sensor da an Fremdmaterial ggf. in den Erdboden kommt, muss man einfach auch mal in entsprechenden Relationen zu dem ganzen anderen Dreck sehen, der durch Dünger (Gülle/Chemische Dünger?), Gießwasser (aus der Regentonne *lach*) und Staub aus der Luft (Straßennähe/Flughafen/Industrie in der Nähe?) da rein kommt (mal abgesehen davon, was in der Erde schon drin ist...).


    Nicht dass ich das verharmlosen will (!), aber man muss einfach mal "die Kuh im Dorf" lassen.... und relativieren.


    So.. mein ESP lebt noch, noch lebt er... der Hammer zittert schon... es ist zum kot***


    LG @ all
    das Zen
    Automatisch zusammengefügt:[hr]
    @@@@@@@@ -- PS-- @@@@@@@


    Ach, wollte ich noch ergänzen:


    Wenn einer von euch etwas zum Erdfeuchte-Wiki beitragen möchte, schreibt mir das... ich arbeite das dann gerne ein (wenn gewünscht, auch mit namendlicher Kennzeichnung)!


    man liest sich :-)

  • Teflon dürfte ziemlich gut sein, aber wie will man das aufbringen.


    Diese Frage kann ich aus eigener Erfahrung beantworten .


    Im Zusammenhang mit Forschungen an Elektretmaterialien für Feinstaubfilter ergab sich die Notwendigkeit , Aluminiumcoupons mit Teflon zu beschichten . Dazu wurde eine Dispersion von vorpolimerisiertem Teflon mittels eines billigen Airbrush-Gerät aus dem Hobbyladen auf den Coupon gesprüht . Mit Druckgas von 5 Bar klappte das auch ganz hervorragend und die Schichtdicke hing von der Sprühdauer ab . Nach 20 Minuten bei 180°C war die Teflonschicht auspolimerisiert ( vernetzt ? ) und fest auf dem Untergrund fixiert . Wie bei Bratpfannen .


    Die Probleme für "privat" sind einerseits der Preis solcher Dispersionen . Mir sind so ca. 200€/l in Erinnerung und Kleinmengen werden praktisch nicht angeboten . Andererseits gibt's ein breites Spektrum von physikalisch und chemisch unterschiedlichen Produkteinstellungen , so dass man vor lauter Bäumen keinen Wald nicht mehr sieht . Ohne fachliche und materielle Hilfestellung durch einen hilfsbereiten Lohnteflonisierer ( ja - sowas gibt es ) ist man da aufgeschmissen .


    Gruß.............................................Snorrino 04

  • Servus,
    vielleicht mal eine Art "Zwischenbericht" zum Thema Aluminium:


    Also ich glaube, die Typen, die die Anleitungen im Netz zu Löten von Alu verbreiten, "pflanz'n" uns alle einfach nur :fies:


    Ich hab' jetzt dünneres Alu, dickeres Blech, andere Formen probiert, mit Lötkolben und auch mit Gasbrenner ... keine Chance.
    Das Dreckszeug lässt sich noch nicht mal verzinnen. Das Lot schmilzt und kullert, wie Quecksilber, einfach über das Alu und tropft auf den Boden.


    Jetzt such ich mal in meiner Grabbelkiste nach Feder Zahnscheiben und probier das mal.
    btw: Wäre Heisskleber da als Isolierung ok oder "saugt" der auch wieder Feuchtigkeit?


    cheers,
    -ds-

  • Hallo Dreamshader,


    ich habe zwar noch nie Aluminium gelötet - aber diesen Efekt mit dem Abperlen von geschmolzenem Lötzinn kenne ich von anderen Materialien (ich habe doch tatsächlich nicht nur 5-Achs-CNC-Schweißmaschinen oder 5-Achs-Bearbeitungszentren qualifiziert - oh nein: Auch Lötstationen habe ich dürfen. Da kommt man sich schon reichlich deplatziert vor.


    Dies ist ein Zeichen, dass die Oberflächenspannung des Lötzinns nicht annähernd passt. Der Fachhandel hält Lötzinn in einem recht breiten Oberflächenspannungs-Spektrum bereit.


    Ich hatte vor Jahren mal mit einem Experten eines großen Lötzinnherstellers telefoniert. Der hatte für jede Lötanwendung die geeignete Typenbezeichnung inkl. Löttemperatur parat.


    Aber egal. Versuch mal Dein Glück! Und berichte dann von Deinen Ergebnissen!



    Beste Grüße


    Andreas

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    Edited once, last by Andreas ().

  • Hm, da ich bzgl. des Lötens von Alu ebenfalls eine Idee hatte und jetzt die Verzeiflung spüre, hab ich mich mal dran versucht (und habe es geschafft!!)::thumbs1:


    Ausgangsmaterial: Alu-Reststreifen aus einem Drucker (kein verzinntes Stahlblech!)


    Werkzeug+Materialien: Lötzinn, Kolophonium, Zange(n), feuerfester Stein, Lötkolben, Gasbrenner (sieh Bild), Messer, Schleifpapier



    Vorgehen (so hab ich das gemacht..)
    (die Flammenarbeiten auf dem feuerfesten Stein ausführen!!):

    • Lötstelle ist das Ende einer schmale Zunge, diese hab ich zuerst mit dem Messer und dem Schleifpapier stark aufgeraut.
    • Danach (schnell?) die Zunge in das Kolophonium gehalten und mit dem Lötkolben erhitzt, so dass sich die gesamte Zunge mit dem Kolophonium überzieht.
    • Alu am Stein so befestigen, dass es den Stein nicht berührt aber dicht darüber schwebt.
    • Brenner zünden, ca. 1,5cm Flammenkegel (der innere blaue Teil) einstellen
    • Stein etwas erwärmen, auf die heiße Stelle etwas Lötzinn geben (wird eine Kugel, ca. 5mm Durchmesser)
    • mit der Spitze des blauen Kegels (heißeste Stelle, reduzierender Bereich der Flamme) das Ende der Zunge erhitzen bis es weich wird oder sogar schmilzt. Das Kolophonium dampft ab...
    • Jetzt die Lotkugel auf das weiche/flüssige Alu schieben, Lotkugel + Alu hoch erhitzen (immer mit der reduzierenden Flammenspitze), die Lotkugel beginnt zu glühen!
    • Woala: Alu und das Lot vermischen (!) sich... schnell die Flamme weg! abkühlen lassen...
    • Danach kann mit dem Lötkolben (!) der Draht angelötet werden...


    Das sieht dann fertig so aus:


    Und dann die Durchgangsprüfung:


    0 Ohm... alles ok.


    Evtl entsteht da eine Materialvermischung, das AluminiumOxid wird reduziert - Zinn bildet Oxid aus, O2 kommt aus dem AluOxid... (?) kein Plan, was da wirklich passiert...


    Diese Art der Alu-"Lötung" kenne ich (bzw. hab ich mich dran erinnert) noch aus meiner Zeit in der (Ost-)Industrie, allerdings wurde da ein (richtiger) Azetylen-Schweißbrenner verwendet... - der Butan-Brenner aus der Kochstube tut es offenbar auch :D


    LG, das Zen

  • Hi Zen ...
    Gratulation ... :thumbs1:
    Das ist aber imho eher schweissen als löten ;)
    Die Frage, die sich mir dabei stellt ist: wie verhält sich die "neue" Legierung, die Du da erschaffen hast?
    Na jedenfalls versuche ich das mit dem "verschmelzen" auch noch ...
    Da kommt man sich vor wie ein Alchemist im Mittelalter :lol:



    cu,
    -ds-


  • Gratulation ... :thumbs1:


    Danke!
    Hab eigentlich nicht geglaubt, dass es funktioniert... hatte deinen Beitrag gelesen und das hat es "flash" gemacht und ein "das musst du doch mal probieren" riss mich aus dem Sessel :lol:



    Die Frage, die sich mir dabei stellt ist: wie verhält sich die "neue" Legierung, die Du da erschaffen hast?


    Absolut kein Plan...
    Das zu testen würde ich der "Alu" - Fraktion hier überlassen... :cool:



    Da kommt man sich vor wie ein Alchemist im Mittelalter :lol:


    3. Clarkesches Gesetz: [font="sans-serif"]„Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“[/font]


    :lol: :lol: :lol:


    LG, das Zen