Optischer Alarm bei Spannungseinbruch für 2,- Euro

  • Moin Community,


    das leidige Thema Unterspannung bzw. Spannungseinbruch beim Pi hat mich schon einiges an Nerven gekostet (wie hier nachzulesen ist) und ohne die Unterstützung einiger netter Menschen aus dem Forum hier hätte ich damals den Pi vermutlich mit einem dicken Zimmermanns-Nagel an die Wand gepinnt.
    Und immer wieder stelle ich fest, dass auch andere Pi-Benutzer in diese hinterlistige Falle tappen und dann möglicherweise in ganz falschen Ecken nach dem Fehler suchen, da der Pi ja auch mit 4 Volt noch funktioniert.


    Bei meiner Suche nach einer Lösung oder zumindest einer möglichst einfachen Methode solch einen Spannungseinbruch festzustellen um nicht unnötig Zeit und Nerven mit falschen Ansätzen bei der Fehlersuche zu verbraten, bin ich auf eine interessante Geschichte gestoßen, die ich weiter verfolgt habe und jetzt auch verifizieren konnte.

    Das Geheimnis ist eine LED mit integrierter Spannungsüberwachung wie hier gut beschrieben wird.
    Die LED kostet bei Conrad knapp 1,90 Euro.
    Zusätzlich benötigt man noch eine Zenerdiode für ein paar Cent.
    So weit die gute Nachricht. Die schlechte: ich konnte außer Conrad kurzfristig keinen Laden ausfindig machen, der diese LED sonst noch führt. Das heißt für alle, die gerade keine Conrad-Filiale ums Eck haben, sich was einfallen zu lassen oder evtl. jemand anderen mit einem Laden in der Nähe zu bitten, ihm so ein Teil zu besorgen. Aber ich denke, das werdet ihr schon in den Griff bekommen.


    Zum Thema Zenerdiode:
    Die Wahl der Diode hängt von zwei Dingen ab (keine Angst, alles ganz easy ;) :(
    1. Der Spannung, die die Stromversorgung Eures Pi bringt. Die dürfte je nach Netzteil in Grenzen unterschiedlich sein. Also wird wohl jeder ein wenig tüfteln müssen, um die passende Diode auszuwählen. Dazu den 5V Pin am GPIO mal messen.
    2. Dem Verhalten, das der optische Alarm haben soll. Möglich sind, dass die LED leuchtet und bei einem Spannungseinbruch erlischt oder dass die LED aus ist und bei einem Spannungseinbruch aufleuchtet.


    Die LED leuchtet bei einer Spannung zwischen 2,3V und 1,5V.
    Wenn ich z.B. bei einer Spannung von 5,1 V will, dass die LED im Normalfall leuchtet, dann muss ich z.B. 3V über die Zenerdiode abfallen lassen. Damit leuchtet die LED bei normaler Stromversorgung und erlischt bei ca. 4,5V.
    Wenn ich möchte, dass die LED ab einer Spannung von 4,5V und darunter leuchtet, muss ich 2V über die Zenerdiode abfallen lassen. Das passt jetzt nicht so ganz genau aber ich denke, als Hinweis reicht es allemal.


    Das Ganze verbraucht bei einer 3V Zenerdiode mit 500mW und leuchtender LED ca. 5mA.


    Wer noch Zeit und Lust hat kann jetzt noch das längere Beinchen der LED abknipsen und die Z-Diode mit dem schwarzen Ring zur LED daran anlöten, das abgeknipste Beinchen mit dem Drahtende der Z-Diode umwickeln und ebenfalls verlöten.
    Beide Beinchen dann auf gleiche Länge kürzen und mit so einer kleinen Crimp-Buchse versehen. Zur Stabilisierung das Ganze dann mit z.B. einer Heißklebepistole auf ein Stückchen Pappe kleben (Abstand der Beinchen = Abstand GPIO 5V <-> GND) ... feddisch :)


    Ich probier in dem Zusammenhang noch was anderes aus ... aber dazu ein andermal mehr ...


    Ich hoffe, die Idee ist sinnvoll und hilfreich.
    Ich hake das zwar als erledigt ab, trotzdem: bei Fragen -> nur keine Hemmungen ;) ...

  • Sollte doch vom Prinzip her mit einer beliebigen LED funktionieren, solange der Bereich bekannt ist in dem die Spannung ausreicht um ein Leuchten zu erzeugen, oder?


    Bei ebay.com und ebay.co.uk habe ich die LED im Viererpack mit tierisch hohen Versandkosten gesehen. Bei Banggood haben sie sie schonmal nicht.

    Wenn ihr schnell hilfreiche Antworten wollt, lest bitte diesen Artikel (Fehlerberichte - wie Sie Softwarefehler melden sollten) und beherzigt die darin enthaltenen Ratschläge. Herzlichen Dank!

  • Na mach' Dir da keinen Kopf ... scheint ja mittlerweile einfacher zu gehen.

    Der Clou bei der LED war ja, dass sie leuchtet, sobald die Spannung unter eine bestimmte Grenze sinkt. Hatte ich vorher noch nie gesehen und war mir bei meiner Recherche untergekommen.

    Ich fand das Ding damals halt witzig und eine Alternative zu "Null-Ahnung-ob-die-Spannung-einbricht".


    cu,

    -ds-

  • @Assarbad

    Ist ja ok, wenn du beginnst, die Threads des Forums zu lesen, aber derartige Leichen (Mai 2013) aus dem Keller zu holen muss nicht sein.


    Vielleicht findest du ja noch den aktuelleren Thread, wo wir dem Problem instabiler Stromversorgungen (aka "Handy-Ladenetzteile") recht intensiv auf den Grund gegangen sind: Die von mir damals angestellten Untersuchungen haben Spannungseinbrüche im ms-Bereich als Ursache für merkwürdiges Verhalten(Instabilitäten der USB-Anbindung/Abstürze/Einfrieren) dargestellt.


    Ich finde den Thread jetzt auf die Schnelle nicht, wird hier unter dem Begriff "Mysterium" ventiliert...


    Die Anzeige per LED von dreamshader damals kann heute als nicht zielführend angesehen werden (viel zu träge bei kurzen Einbrüchen), aber dafür kann dreamshader nix und es war auf jeden Fall ein Versuch, die schon damals bekannte Spannungsempfindlichkeit anzugehen.


    Lassen wir den Thread einfach wieder schlafen :)

  • Moin Zentris,


    danke, jetzt bin ich auch wieder wach - Mysterium-Threads 34 Stück an der Zahl säuberlich hier aufgelistet.


    Weiter dösen...


    Beste Grüße


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

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