Pi fernsteuern über Internet mit Teamviewer o.ä.

  • Hallo zusammen,


    meine Frau und ich haben in Thailand ein Ferienhaus. Dort habe ich IP-Cameras angebracht, die in regelmäßigen Abständen Fotos machen und übers Internet auf unseren FTP Server in Deutschland senden. Vor Ort gibt es keine Festnetzanschlüsse.


    Der Internetzugang über den Router erfolgt daher mittels 3G USB-Stick über das GSM-Netz. Das funktioniert alles einwandfrei. Allerdings haben diese Internetzugänge keine eigene öffentliche IP, so das man Sie von Deutschland aus nicht erreichen kann. Wir haben vor Ort einen Laptop, und immer wenn wir an den Kameraeinstellungen was ändern wollen müssen wir jemand vor Ort bitten, den Laptop einzuschalten.


    Auf dem Laptop ist das Programm Teamviewer Host installiert. In dieser Version kann man ein festes Passwort einstellen und den Rechner von Deutschland aus anwählen und fernsteuern. Über die W-Lan Verbindung kann ich auf diesem Wege alle Kameras erreichen und Einstellungen vornehmen.


    Da unser thailändischer Helfer nun für 2 Jahre zum Militär muss ist niemand vor Ort, der uns kurz- fristig weiterhelfen kann. Und jetzt kommt unser Raspberry Pi2 ins Spiel.


    Ich wollte dort einen Raspberry pi2 installieren. Das Gerät ist klein und günstig. Es fährt nach einem Stromausfall wieder hoch, sobald der Strom wieder fließt. Es muß kein Passwort eingegeben und kein Schalter betätigt werden. Im Idealfall hätte ich nun Teamviewer Host auf den Pi installiert und das Ganze über eine Zeitschaltuhr gesteuert, dass es nicht Tag und Nacht angeschaltet sein muss.


    Leider funktioniert Teamviewer nicht auf dem Pi. Ich bin auf der Suche nach einer Alternative. Mir wurde Tight VNC empfohlen. Da brauche ich aber wieder eine öffentliche IP bzw. eine DNS-Adresse von No-IP, SPDNS oder ähnlich. Damit komme ich nicht weiter.


    Hat jemand eine Idee, wie ich das Problem lösen kann

  • Irgendeine öffentliche IP muss der Rechner (egal welcher) ja bekommen. Diese IP kannst Du auf dem Rechner per script auslesen und z.B. in gewissen Zeitabständen zu Dir senden lassen. Allerdings ist es nicht so, dass man den Raspberry Pi einfach so ausschalten kann. Er muss richtig runtergefahren werden.

  • Ich glaube, er meint, daß sein Raspi im (lokalen) IP-Bereich der GSM Funkzelle liegt und diese dann NAT nach außen macht (sprich die öffentliche IP besitzt)?! Von außen an die Zelle gerichtete Aufrufe landen dann aber nicht auf seiner "lokalen" Raspi IP.


    Aber wenn Du nur Bilder übertragen willst - kannst Du denn keinen ftp-Client hochlaufen lassen, der Dir die Bilder einfach auf einen Server schiebt?
    Ansonsten - lies mal bei Hamachi nach. Vielleicht hilft Dir das weiter.

  • Hallo TCaspari,


    wenn du den Raspberry in Thailand als VPN Client laufen lässt, kannst du ihn von zu Hause aus erreichen, ohne dass du seine öffentliche IP kennen oder ansprechen musst.
    Den VPN Client des Raspberry in Thailand verbindest du mit einem VPN-Server, dessen IP bekannt und statisch ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen solchen VPN Server zu betreiben:
    - das wird im Internet als Dienstleistung angeboten (habe ich selbst aber noch nicht genutzt)
    - wenn du zu Hause eine Fritzbox hast, kannst du diese als VPN Server konfigurieren
    - oder du betreibst zu Hause einen zweiten Raspberry, auf dem du eine VPN Server Software installierst (z.B. openvpn)


    Von zu Hause aus kannst du den Raspberry in Thailand dann über seine VPN Client IP Adresse erreichen. Die bleibt immer gleich - egal, welche öffentliche IP Adresse der Raspberry in Thailand gerade über das GSM-Netz zugewiesen bekommen hat.


    Auf dem thailändischen Raspberry kannst du dann die Kameraeinstellungen entweder per ssh über die Kommandozeile verändern. Oder du installierst dir auf dem thailändischen Raspberry xrdp. Dann kannst du von Deutschland aus einen grafischen remote Desktop des thailändischen Raspberrys starten und bedienen. Letzteres dürfte über das GSM Netz aber sehr langsam sein - da brauchst du Geduld bei der Bedienung :-)


  • Ich glaube, er meint, daß sein Raspi im (lokalen) IP-Bereich der GSM Funkzelle liegt und diese dann NAT nach außen macht (sprich die öffentliche IP besitzt)?! Von außen an die Zelle gerichtete Aufrufe landen dann aber nicht auf seiner "lokalen" Raspi IP.


    Aber wenn Du nur Bilder übertragen willst - kannst Du denn keinen ftp-Client hochlaufen lassen, der Dir die Bilder einfach auf einen Server schiebt?
    Ansonsten - lies mal bei Hamachi nach. Vielleicht hilft Dir das weiter.




    Hallo,


    vielen Dank für Deine Antwort. Die Bilder kommen ja heute schon per FTP auf den an meiner Fritzbox angeschlossenen Stick. Das funktioniert einwandfrei. Ich möchte aber von Deutschand aus auf den Raspberry pi2 in Thailand zugreifen. Da ist sicher die Lösung mit Hamachi einen Versuch wert. Meine FritzBox kann auch keine VPN-Verbindung zur Fritzbox in Thailand herstellen. Das habe ich schon versucht. Dabei wird bei der Konfiguration auch immer die öffentliche IP des Routers in Thailand abgefragt. Und die habe ich halt nicht. Deswegen bin ich ja bisher auf TeamViewer ausgewichen. Hamachi scheint ähnlich wie TV zu funktionieren. Das werde ich hier erst mal ausprobieren und wenn es klappt im nächsten Urlaub dort einbauen.
    Automatisch zusammengefügt:[hr]




    Hallo KaiUwe,


    vielen Dank für Deine Antwort. Das mit der VPN Verbindung zwischen zwei Fritzboxen habe ich letztes Jahr ausprobiert. Das scheiterte daran, dass bei der Einrichtung jede Fritzbox eine öffentliche IP haben muss. In Deutschland ausprobiert klappte das. Aber nicht nach Thailand.


    Das mit einem VPN Dienstleister habe ich auch probiert. Die haben mir eine IP zugewiesen. Es
    klapptemanchmal für wenige Minuten und ist dann immer abgebrochen. Außerdem hat es für 12 Monate rund 50 € gekostet. Ende 2015 habe ich den Dienst wieder gekündigt.


    Ich werde nun es erst mal mit Hamachi probieren, das scheint so ähnlich wie TeamViewer zu funktionieren.

    Edited once, last by TCaspari ().

  • Hallo TCaspari,


    mit 2 Fritzboxen funktioniert das nicht, aber mit einer alleine, die du zu Hause stehen hast. Du darfst nicht eine VPN-Verbindung zwischen 2 Fritzboxen aufbauen.
    Stattdessen richtest du den thailändischen Raspberry als direkten VPN Client deiner Fritzbox in Deutschland ein. Dann geht's.


    Viele Grüße,
    Kai-Uwe


  • Das scheiterte daran, dass bei der Einrichtung jede Fritzbox eine öffentliche IP haben muss.


    I. d. R. reicht auch nur eine FritzBox mit einer öffentlichen IPv4-Adresse. Im IPPF gibt es Beispiele/Threads und dort kann dir evtl. auch geholfen werden.



    Das mit einem VPN Dienstleister habe ich auch probiert.


    Statt mit einem VPN-Dienstleister kannst Du es auch mit 2 PIs versuchen. Z. B., in Deutschland einen PI (24/7) mit dem OpenVPN-Server bzw. eine öffentliche IPv4-Adresse und in Thailand einen PI (24/7) mit dem OpenVPN-Client und ohne öffentliche IPv4-Adresse (... d. h. es geht auch mit CGN oder DS-lite, ...). So hast Du dann einen W/LAN-to-W/LAN-Tunnel.

    The most popular websites without IPv6 in Germany.

    Edited once, last by rpi444 ().


  • Irgendeine öffentliche IP muss der Rechner (egal welcher) ja bekommen. Diese IP kannst Du auf dem Rechner per script auslesen und z.B. in gewissen Zeitabständen zu Dir senden lassen. Allerdings ist es nicht so, dass man den Raspberry Pi einfach so ausschalten kann. Er muss richtig runtergefahren werden.



    hallo,


    ich kann den Pi auch dauernd laufen lassen. In Ländern wie Thailand fällt aber auf den Dörfern schon mal der Strom aus. Mit dem Pi habe ich das ausprobiert. Wenn der Strom wiederkommt, fährt der auch wieder hoch. Es gibt ja auch diese USB-Sticks, die wie ein Computer funktionieren. Da muss man zum booten einen Knopf drücken. Dashalb für meine Zwecke ungeeignet. Wenn sich der Pi in einer solchen Situation mal aufhängt muss ich mir halt was überlegen. Aber zuerst muß er ja mal von hier aus erreichbar sein. Ein weiteres Problem könnte sein, dass der PI in den heißen Monaten, in denen draußen schon mal 45 Grad sind den Hitzetod stirbt. Im Haus ist es aber nicht so warm und ich habe vor ihn in einer kühlen Ecke zu betreiben. Aber auch hier gilt sicher "probieren geht über studieren" ;) .


  • ich kann den Pi auch dauernd laufen lassen. In Ländern wie Thailand fällt aber auf den Dörfern schon mal der Strom aus.


    Evtl. deinen PI (in Thailand) so "minimalistisch" (d. h. nur auf das Allernötigste beschränkt) konfigurieren, dass dieser für den laufenden Betrieb (24/7) nur den Arbeitsspeicher nutzt und die SD-Karte nur zum booten/rebooten benötigt (... kein loggen & Co. auf die SD-Karte). Dann wird die SD-Karte durch evtl. gehäufte Stromausfälle auch nicht (so schnell) "zerstört".

    The most popular websites without IPv6 in Germany.

  • Evtl. deinen PI (in Thailand) so "minimalistisch" (d. h. nur auf das Allernötigste beschränkt) konfigurieren, dass dieser für den laufenden Betrieb (24/7) nur den Arbeitsspeicher nutzt und die SD-Karte nur zum booten/rebooten benötigt (... kein loggen & Co. auf die SD-Karte). Dann wird die SD-Karte durch evtl. gehäufte Stromausfälle auch nicht (so schnell) "zerstört".



    Hallo,


    vielen Dank für den Hinweis. Da soll ohnehin nur ggfls. Hamachi drauf. Sonst brauche ich da nichts.
    Ich werde aber sicherheitshalber eine zweite SD Karte gleichen Inhalts vorbereiten und den Leuten vor Ort zeigen, wie man die auswechselt. Dann sollte das klappen.


    Gruß Thomas

  • Steuerung über Konsole => SSH Client wie Putty
    Steuerung über GUI => Remote Desktop z.B. direkt über Windows 10 mit dem Linux Paket xrmd.


    Voraussetzung: RasPi über Internet erreichbar

    ;) Gruß Outi :D
    PIs: 2x Pi B (Rente) / 1x Pi B+ (Rente) / 1x Pi 2 B (Tests) / 2x Pi 3 B (RaspberryMatic / Repetier Server) / 2x Pi Zero 1.2 (J. Lite)
    2x Pi Zero 1.3 (J. Lite) / 2x Pi Zero W 1.1 (Stretch) / 1x Pi 3 B+ (Buster) / 1x Pi 4 B 4GB (Buster)
    Platinen: Sense HAT / RPI-RF-MOD / PiFi DAC+ V2.0 / TV HAT

  • Hallo


    Installiere einfach Telegramm auf dem pi.
    In der lua giebst du dann an das du bei einem bestimmten Text zB. PC Ein
    Deinen Rechner starten willst und schickst deinen Laptop ein wakeonlan.
    Telegramm benötigt beim installieren eine Handynummer und ein Endgerät das die Sms mit dem Aktievierungscode empfängt. Danach brauchst du keine Simkarte mehr.


    Lg. Martin

  • Also ich bin der Meinung das kaiuwe die simpelste Lösung hat. Der Client startet dann beim booten automatisch und verbindet sich mit der Fritz in DE.


    Ansprechen kann man den Pi dann, als wäre er im eigenen Lan unterwegs.