Prototyping für Anfänger

  • Hi zusammen,

    ich würde gern eine kleine Schaltungen auf einer Steckplatine erstellen und am PI über GPIO ansteuern, habe aber bisher Null Erfahrung mit Elektronikbasteleien. Der Beitrag "Hardwarebasteleien" ist daher 3 Nummern zu groß für mich. Ich suche ein Prototypingboard, welches den PI gegen Kurzschluß / Überspannung schützt. Gibts da Alternativen zum Gertboard, welches mit seinen Features und vom Preis doch ein overkill wäre? Elementare Lötkenntnisse würde ich mir zudem gern aneignen, da die meisten Boards wohl als Bausatz kommen, oder? Hättet ihr da evtl. auch Empfehlungen hinsichtlich Literatur & Equipment? Ich hoffe, meine Fragen sind nicht zu elementar für das Forum hier?!?

    Besten Dank
    barrio

  • Hi,

    also ich weiß nicht. Weder das Gertboard noch sonst ein anderes Board wird Dich davon abhalten im Zweifelsfall Deinen Pi mit 12V oder 1000mA Stomverbrauch zu grillen.
    Es kommt m.E. darauf an, was Du tatsächlich erwartest.
    Wenn Du das, was Du in dieser Richtung machst auch verstehen willst, dann zweifle ich daran, dass Experimente mit dem Pi zielführend sind.
    Wenn Du lediglich feststellen willst, ob Du in der Lage bist z.B. Schaltungen umzusetzen, richtig zu verdrahten usw. dann sieht die Sache wieder anders aus.
    Dann würde ich an Deiner Stelle erstmal ein Breadboard, ein paar Kabel zum Verbinden (m/m, m/f), Widerstände und LEDs zulegen.
    Und trotz Deiner Bedenken finde ich orb's "Hardwarebasteleien" einfach genial - sowohl als Einstieg als auch zum spicken ;) ...

    cu,
    -ds-

  • Bin auch zu der Einsicht gelangt, dass etwas Vorerfahrung mit Elektronik unabhängig vom PI der beste Schutz ist.:D Habe mir von Conrad mal das Lernset Mess- & Prüftechnik und ein Multimeter bestellt. Damit will ich ein paar Basics am Steckboard lernen, dann will ich ein paar kleine Bausätze löten. Als Buch hab ich erstmal das sehr unterhaltsame Make: Elektronik. Wenn ich das durch hab, trau ich mich vielleicht, ein adafruit-board zu löten und am PI ein paar LEDs zu stecken...


  • Bin auch zu der Einsicht gelangt, dass etwas Vorerfahrung mit Elektronik unabhängig vom PI der beste Schutz ist.:D Habe mir von Conrad mal das Lernset Mess- & Prüftechnik und ein Multimeter bestellt. Damit will ich ein paar Basics am Steckboard lernen, dann will ich ein paar kleine Bausätze löten. Als Buch hab ich erstmal das sehr unterhaltsame Make: Elektronik. Wenn ich das durch hab, trau ich mich vielleicht, ein adafruit-board zu löten und am PI ein paar LEDs zu stecken...

    Hi,

    ich denke, das ist wohl der sicherste und beste Weg. Und zudem der, bei dem auch der Lerneffekt nicht zu kurz kommt ;) ...
    BTW: Wie sieht's mit Programmierkenntnissen aus? Um Deine "Machwerke" dann auch auszuprobieren, solltest Du schon in der Lage sein, ein paar Zeilen brauchbaren Code (man achte auf die Schreibweise ;)) zu erzeugen.

    cu,
    -ds-

  • Das Coden (man beachte auch die Schreibweise ;)) wird wohl mein geringstes Problem sein. Ich hab zumindest Grundkenntnisse in C/C++ und beschäftige mich seit einigen Monaten begeistert mit Python (bin darüber erst auf den PI gestoßen). Auf C hab ich seit Python allerdings kaum noch Lust. Daher nochmal eine Anfänger-Hardwarefrage: Bei Basteleien auf Steckboards am Arduino lese ich nie was in Sachen Controller schrotten, heißt das, der ist da anfängerfreundlich sprich geschützt vor Überspannung??? Falls ja, kann man über Ports am PI in Python die Schnittstellen am Arduino ansteuern und darüber wiederum das Breadboard ansprechen? Wär das geil für paarundzwanzig Euronen :cool:

  • Der Arduino (Atmel) ist gegen Überspannung genauso wenig geschützt, wie der RPi.
    Natürlich kannst Du auch in Python die Schnittstellen am Arduino steuern, alles nur eine Frage der Software, und es gibt ja mittlerweile ausreichend Unterstützung in Form von libraries.

    Ansonsten überall Zustimmung, es ist geil für 20 Euronen. ;)

    Python statt C: gut für den Menschen, Mehrarbeit für den Prozessor - es knabbert deutlich an der Perfomance, aber für die meisten Anwendungen wohl ausreichend.

    Gruß, mmi

  • O.K., die Grundlagen zu überspringen wäre sicher so oder so keine gute Idee. Aber welche Schaltung auf dem Gertboard sorgt denn für einen zumindest teilweisen Schutz für Überspannung? Und wie kompliziert wäre das, sich nur das zu löten und zwischen das breadboard zu schalten?

    LG

  • Hi barrio, servus an den Rest der Runde ....

    Ich habe mir angewöhnt alles zunächst auf einem Breadboard mit eigener Stromversorgung zusammen zu stecken, zu gucken, ob das überhaupt funktioniert und die Ströme durch zu messen.
    Erst dann gehe ich damit an den Pi.

    Das Problem liegt nicht an der Absicherung - da kannst Du Dir auch was für den Pi basteln oder kaufen.
    Das Risiko heißt Mensch :)

    Steckst Du das falsche Kabel an den falschen Pin, dann kannst Du anhand es kleinen, blauen Rauchwölkchens erkennen, wann sich der Pi auf die Reise ins Nirvana begibt. Da hilft auch kein Gertboard ;)

    cu,
    -ds-

  • Na dann liege ich ja mit meinem Multimeter + Lernset "Mess- & Prüftechnik" gar nicht so verkehrt.:)

    Übrigens möchte ich nach meinen ersten Postings hier die sehr angenehme und "augenzwinkernde" Art & Weise loben, mit der Anfänger auf die richtige Fährte gesetzt werden! Das ist bei weitem nicht selbstverständlich, da bin ich in anderen Foren doch an ein gewisses Maß von Herablassung & Überheblichkeit gewöhnt...

    Nur weiter so!:shy:

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