Strom am USB Port erhöhen.

  • Hallo Community,

    Mein Problem besteht im Grunde darin 2 USB Festplatten mit ausreichend Strom zu versorgen.

    Bisher habe ich die Festplatten mit einem aktiven USB betrieben. Das ganze Setup hat mir jetzt aber zu viele Kabel gehabt und ich bin dabei alles in ein Gehäuse zu verfrachten mit einem Anschluss.

    Ich habe mir ein 5V/5A Netzteil bestellt, Einbaubuchsen, Gehäuse etc. Ich bin jetzt auf der Suche nach der besten Lösung die Festplatten zu betreiben. Ich könnte natürlich den USB HUB in das Gehäuse einbauen, aber nach genauen betrachten des Pis wäre es handwerklich kein Problem die USB Ports (GND/+5V) direkt mit dem Netzteil zu verlöten. Jedoch reicht meine Elektronikwissen nicht aus um die Folgen abschätzen zu können :)

    Mein eigentlicher Plan bestand darin 2 extra USB Buchsen mit dem Netzteil zu verbinden und via Y-Kabel die Datenleitung an den Pi zu klemmen, aber ein einziges Kabel würde ja schicker aussehen und das ist ja auch das Ziel meines Projekt.

    Wäre über Hilfe sehr dankbar, MfG

  • Hallo Jacob,


    was für Festplatten möchtest du an den Pi anschließen? 2,5 Zoll oder 3,5 Zoll Festplatten.


    Um die Stromstärke an den USB-Ports zu erhöhen musst du folgende Zeile in der Config.txt in der Boot Partition hinzufügen: max_usb_current=1


    Hier durch können die USB-Ports am PI bis zu 1,2 A in der Summe liefern.


  • ....Um die Stromstärke an den USB-Ports zu erhöhen musst du folgende Zeile in der Config.txt in der Boot Partition hinzufügen: max_usb_current=1
    ....


    gilt das denn für jeden PI, irgendwie vermisse ich die Angebe welchen er hat

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Gute Frage jar.


    Jacob, welchen Pi verwendest du für dein Projekt?


    Meines Wissens nach benötigt man die zusätzliche Zeile in config.txt für den Raspberry PI ab Model B+ (neues Layout mit vire statt zwei USB-Ports).

  • Hallo Waelder,

    Stimmt, daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. Hatte es schon einmal ausprobiert, aber mit dem alten Netzteil hatte es nicht funktioniert und ich hab mir dann mit einem Hub beholfen. Ist aber natürlich die einfachste Lösung und wird als erstes getestet.

    Ansonsten sind es 2,5“ Platten. Die eine scheint dabei relativ viel Strom zu fressen und wird ab Werk mit Y Kabel geliefert. Die konnte auch nicht von der Fritzbox mit ausreichend Ampers versorgt über einen USB Anschluss. Daher hoffe ich das 1,2A für beide Platte ausreichen.

    Es hat mit der Fritzbox leider auch nicht funktioniert. WLAN empfang ist sowieso unzureichend im Wohnzimmer. Über Powerlan hat HD Material auch nicht ohne Buffern funktionieren wollen – Trotz einer Downloadrate von 6MB/sek am Laptop. Daher bleibt mir nur noch der Direktbetrieb am PI.

    Mal schauen, werde mich nächstes WE daransetzten, 2 alte Pis der Generation 1 hab ich noch rumliegen, es ist als Material für Feldforschung vorhanden :D Bin aber auch offen für jede weitere Idee –
    in diesem Sinne, vielen Dank Waelder!


    edit: im Einsatz ist der PI2 rev B

    Edited once, last by Jacob ().

  • Hallo Jacob,


    eine Festplatte, die über ein Y-Kabel mit Strom versorgt wird, wird deutlich über 500 mA benötigen. Typische mir bekannte Werte liegen im Bereich 850 bis 900 mA.


    Wenn denn der Raspberry Pi (eine entsprechende eigene Stromversorgung vorausgesetzt) am USB 1200 mA abgibt, dann ist es schon sportlich, zu erwarten, dass neben dem "Stromfresser" noch eine andere Festplatte betrieben werden kann.


    Ein langfristig sicherer Betrieb ist mit einer solcher Konzeption kaum möglich. Bedenke, dass die Daten auf der Festplatte futsch sind, wenn dem Raspberry Pi zwischendrin mal die Puste ausgeht.


    Die Festplatten brauchen eine eigene Spannungsversorgung (Netzteil oder aktiver USB-Hub) - über das Datenkabel erfolgt nur der Datenaustausch und keine labile Spannungsversorgung.


    Beste Grüße


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

    Linux is like a wigwam, no windows, no gates, but with an apache inside dancing samba, very hungry eating a yacc, a gnu and a bison.

  • Die Kapazität ist bei beiden recht gering mit 500GB. Die Y-Kabel Platte hat aber schon 2,5Jahre auf dem Buckel, die 2. HD wurde erst von einem halben Jahr erworben.

    Es war natürlich auch eine Überlegung einfach eine größere Festplatte zu kaufen. Aber egal wie groß die Kapazität ist, früher oder später ist man wieder an dem Punkt, dass es nicht mehr ausreicht und man fängt wieder von vorne an, daher suche ich halt eine Lösung bei der man sich beim Festplattenkauf nicht unbedingt um die Stromstärke sorgen machen brauch. Deswegen wollte ich lieber mehr Strom am Port :)

  • Hallo Jacob,


    vor Jahren habe ich mir einen Tower für 4 USB/SATA-Festplatten gekauft. Dort habe ich meinen Festplatten-Mix, der sich über mittlerweile Jahrzehnte angesammelt hat, eingebaut, aber auch neue 2TB-Platten eingesetzt. Wenn eine Festplatte verrecken sollte, dann kommt eine große Neue dazu. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass 4x3 TB oder so für Dich zu wenig sein sollten.


    Beste Grüße


    Andreas

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  • Stimmt, daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. Hatte es schon einmal ausprobiert, aber mit dem alten Netzteil hatte es nicht funktioniert und ich hab mir dann mit einem Hub beholfen. Ist aber natürlich die einfachste Lösung und wird als erstes getestet.

    Daher hoffe ich das 1,2A für beide Platte ausreichen.


    sehe ich ehrlich nicht, aber probieren kannst du



    Bin aber auch offen für jede weitere Idee –
    in diesem Sinne, vielen Dank Waelder!
    edit: im Einsatz ist der PI2 rev B


    am meinen PI2 laufen alle WDpassport ohne Y-Kabel am mediaPI2 die 3TB Version,
    http://www.redcoon.de/B627449-…qhONNw_CH55ot8aAg-j8P8HAQ
    war am einfachsten, eine Platte ausreichend Platz, ein USB Port.

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    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • 2,5Jahr alt bedeutet auch das es eine USB2.0 Platte ist, folglich pro Kabelstrang max. 500mA beziehen kann und daraus resultierend die Anmerkung von Andreas berechtigt ist: Siehe 2. (Ab)Satz von Beitrag#7:



    Wenn denn der Raspberry Pi (eine entsprechende eigene Stromversorgung vorausgesetzt) am USB 1200 mA abgibt, dann ist es schon sportlich, zu erwarten, dass neben dem "Stromfresser" noch eine andere Festplatte betrieben werden kann.


    Ob man nun lieber eine einzige Platte hat oder mehrere, ist Geschmackssache. Ich tendiere eher zu mehreren da der Datenverlust dann nicht ganz so krass ausfällt wenn mal eine abraucht... Seit ich WD hab ist mir aber noch keine abgeraucht...
    Eine 2,5Jahre alte Platte die auch noch so viel Strom benötigt würde ich aber schon irgendwie ersetzen ;) Die 2,5" USB-Festplattenpreise sind derzeit angenehm niedrig.


  • 2,5Jahr alt bedeutet auch das es eine USB2.0 Platte ist


    wie kommst du auf diesen Zusammenhang, meine WDpassport sind z.T älter als 2,5 Jahre und alle USB3


    folglich pro Kabelstrang max. 500mA beziehen kann


    Umkehrschlüsse taugen dabei nix, nur weil USB2 im hipower Mode bis 500mA vorschreibt hält sich doch fast keiner daran.

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    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)


  • Umkehrschlüsse taugen dabei nix, nur weil USB2 im hipower Mode bis 500mA vorschreibt hält sich doch fast keiner daran.


    Und woher meinst du zu wissen das ein Gerät mehr Strom aus einem USB2.0 Port beziehen kann als die Spezifikation erlaubt?


    Das liegt nicht innerhalb der USB-Spezifikation, also kann keiner garantieren, dass das läuft oder auch Beschädigungsfrei bleibt.
    Mainboards halten sich an die Spezifikation, billige USB Hubs mit externen Netzteilen nicht unbedingt - wozu auch der Pi gehört da man sich dort die Spezifikationsbegrenzung auch aus Kostengründen gespart hat. Es gibt von manchen Herstellern auch extra gekennzeichnete USB Ports welche sich nicht an die Spezifikationen halten (zB rot oder gelb markiert) und 5V direkt vom Wandler ausgeben - trotzdem schreibt die Spezifikation bei USB2.0 eine Obergrenze von 500mA und bei USB 3.0 900mA, vor.
    Eigentlich muss ein USB2.0 Gerät einen Strombedarf im Bereich von 51 bis 500mA 'anmelden' und sagen das es ein Hochstromgerät ist so-und-soviel mA ziehen möchte und dann die Antwort auswerten.


    Da man das also nicht einfach pauschal auf jedes Gerät übertragen und damit rechnen kann, wird der Festplattenhersteller vermutlich eher mit der Einhaltung der Spezifikation gerechnet und deshalb ein Y-Kabel dazu gegeben haben, um auf der sicheren Seite und der Festplatte mehr als 500mA zur Verfügung zu stellen - insbesondere der Anlaufstrom ist höher als später im Betrieb.



    Es ist zudem äußert unwahrscheinlich das eine 2,5" Festplatte mit einer Kapazität von 500GB ein Y-Kabel benötigt wenn es sich denn um USB3.0 handeln würde. Solch eine Festplatte würde kaum über 900mA beziehen wollen auch nicht vom Anlaufstrom her.
    Vermutlich geht es um 600mA Anlaufstrom, das ist ein Typischer Wert bei 500GB 2.5" Festplatten.


  • Und woher meinst du zu wissen das ein Gerät mehr Strom aus einem USB2.0 Port beziehen kann als die Spezifikation erlaubt?


    ich weiss nicht was du liest, wo habe ich das geschrieben?
    Ich meine nicht, ich weiss es, schliesslich habe ich etliche Geräte die sich leider kein bischen nach der USB Spez richten, dein Glaube ehrt dich, aber Glaube gehört in die Kirche.
    Es gibt Geräte die trotz USB2 Spez. mehr Strom liefern, nicht mal das Aushandeln low- hi- power praktizieren, bzw. sich als Client hemmungslos den Strom genehmigen ohne sich um die Spez. zu kümmern.



    Mainboards halten sich an die Spezifikation,


    auch das ist definitiv falsch, Beweise gibt es hier zu Hauf!


    auch der Pi gehört da man sich dort die Spezifikationsbegrenzung auch aus Kostengründen gespart hat.


    eben und es gibt nicht nur den PI der sich nicht dran hält.



    Es gibt von manchen Herstellern auch extra gekennzeichnete USB Ports welche sich nicht an die Spezifikationen halten (zB rot oder gelb markiert) und 5V direkt vom Wandler ausgeben - trotzdem schreibt die Spezifikation bei USB2.0 eine Obergrenze von 500mA und bei USB 3.0 900mA, vor.


    hatten wir doch schon, schrieb ich und irgendwie liest sich dein voriger Beitrag wie Widerspruch um es hier zu bestätigen?
    (was soll das eigentlich immer?)



    Eigentlich muss ein USB2.0 Gerät einen Strombedarf im Bereich von 51 bis 500mA 'anmelden' und sagen das es ein Hochstromgerät ist so-und-soviel mA ziehen möchte und dann die Antwort auswerten.


    Da man das also nicht einfach pauschal auf jedes Gerät übertragen und damit rechnen kann, wird der Festplattenhersteller vermutlich eher mit der Einhaltung der Spezifikation gerechnet und deshalb ein Y-Kabel dazu gegeben haben, um auf der sicheren Seite und der Festplatte mehr als 500mA zur Verfügung zu stellen - insbesondere der Anlaufstrom ist höher als später im Betrieb.


    keine neue Erkenntnis und damit überall nachzulesen



    Es ist zudem äußert unwahrscheinlich das eine 2,5" Festplatte mit einer Kapazität von 500GB ein Y-Kabel benötigt


    mir ist keine 2,5" USB3 Platte mit Y-Kabel begegnet und alle meine laufen an allen USB2 Ports.



    .....Vermutlich geht es um 600mA Anlaufstrom, das ist ein Typischer Wert bei 500GB 2.5" Festplatten.


    wieder Nebelkerzen ohne Wert:


    halten wir fest:


    Es gibt Ports die die low- hi Power Aushandlung ignorieren ( Fakt 1)
    Es gibt Ports die weniger als 500mA liefern ( Fakt 2)
    Es gibt 2,5" mit Y-Kabel Platten die mit nur einem Stecker nicht überall laufen ( Fakt 3)
    Es gibt 2,5" mit Y-Kabel Platten die auch mit nur einem Stecker laufen ( Fakt 4)



    .....Vermutlich geht es um 600mA Anlaufstrom, das ist ein Typischer Wert bei 500GB 2.5" Festplatten.


    Die Vermutung ist zulässig aber wertlos.


    Bei "typischen" unbestrittenen Werten über Anlaufströme der Platten hat der Controller ja noch ein Wort mitzureden.
    Hast du schon mal was von Motorhochlauf an der Stromgrenze gehört?


    Fast jeder Motor kann trotz Strombegrenzung hochlaufen, dauert halt nur länger, wenn die Software das verträgt (also kein timeout kommt) ist es normal nicht merkbar für User.


    Die WDpassport macht bei zuviel anderem am PI2 & max_usb_current=1 trotz extra für den PI2 bweorbenen Netzteil hier jedenfalls zicken, sie versucht den Anlauf, es klackert ständig.
    Ich muss das noch untersuchen ob es nicht wieder mal am Netzteil liegt oder an der 2A Polyfuse, angeschlossen,


    USB3 WDpassport
    USB2 Webcam
    USB2 HUB passiv
    über
    USB2 HUB passiv
    USB2 BT Stick
    USB3 Stick
    USB2 Maus
    USB2 Cardreader


    sollte eigentlich klappen, klappt auch OHNE kleiner Speaker, mal auch mit, dann wirds kritisch.

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
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    Edited once, last by jar ().

  • Hallo,

    Ich habe eben eine direkte Stromversorgung an einem USB Port angelötet (Bei einem alten PI). Ich hatte es schonerwartet; Es passiert das Selbe wie mit meinem aktiven HUB. Der Strom wird durchgeschliffen und versorgt den kompletten PI und hebelt die Sicherung aus.

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    [Blocked Image: http://fs5.directupload.net/images/160328/temp/dh5cjzm8.jpg]

    Naja mit dem HUB gab es damit keine Probleme, ich hoffe das neue Schaltnetzteil liefert saubere Spannung, dann sollte es kein Problem sein. Hat aber den Vorteil, dass ich nicht mehr 2 Stecker rausziehen muss um den PI still zulegen, wenn jetzt alles an einem Netzteil hängt.

    Naja ich warte jetzt erst mal auf die Post und dann berichte ich welche Lösung am Ende funktioniert hat.

    Vielen Dank für alle Ratschläge.

    MfG