Cooles Online-Tool für Elektronik-Einsteiger

  • Nachdem ich mich bisher mit meinem Raspberry Pi 2 nur ohne GPIO befasste bin ich endlich auf den Geschmack gekommen und habe mir ein Set von Komponenten bestellt um mich mit Elektronik zu befassen, was für mich absolutes Neuland ist.

    Da ich gerade etwas Zeit habe und noch auf meine Teile warte, wollte ich mich etwas vorbereiten und mir, rein theoretisch, ein paar Experimente zurechtlegen. Dabei bin ich beim Googeln unter http://circuits.io auf AUTODESK CIRCUITS gestossen. Es handelt sich dabei um ein kostenloses Tool das einen virtuellen Elektronikbaukasten darstellt mit dem sich Schaltungen zusammenbauen und simulieren lassen.

    Im Allgemeinen ist die Ausgangslage ein leeres Breadboard auf dem sich die benötigten Komponenten auslegen und verbinden lassen. Bei einfachen Schaltungen, wie z.B. einer LED, die zusammen mit einem Widerstand an einer Batterie hängt, kann man das Breadboard auch löschen und die Teile direkt miteinander verbinden. Mit virtuellen Messinstrumenten lassen sich Spannungen, Ströme und Widerstände messen.

    Ich finde das Tool für Elektronik-Einsteiger wie mich total cool, weil ich damit meine theoretischen Kenntnisse anhand "echter" Schaltungen überprüfen kann und beliebig experimentieren kann, ohne dass ich etwas kaputt machen kann oder viel Geld dafür ausgeben muss. Natürlich bleibt es Theorie, aber irgendwie macht es total Spass und ich freue mich jetzt schon darauf meine virtuellen Schaltungen real zu bauen, wenn die von mir bestellten Teile mal angekommen sind.

    AUTODESK CIRCUITS will natürlich auch Geld verdienen und das machen sie damit, dass sich die Teile, die für die Schaltungen benötigt werden direkt online bestellen lassen. Das Tool scheint recht ausbaufähig zu sein und es lassen sich zum Beispiel auch Leiterplatten designen.

    Bei den Komponenten gibt es nebst allen wichtigen gebräuchlichen Teilen auch einen Arduino der sich programmieren lässt und ich habe GPIO-Komponenten für den Raspberry Pi gesehen, die von Benutzern hinzugefügt wurden.

    Ich konnten in der kurzen Zeit die ich heute Vormittag hatte noch nicht alle Möglichkeiten ausloten, aber ich denke es ist ein praktisches Online-Tool für Elektronik-Tüftler und solche die es werden wollen. Ich hoffe, dass der Hinweis für den einen oder andern der es noch nicht kennt auch von Nutzen ist.

  • Als Software zum erstellen von Platinen oder allg Schaltplänen sollte man CadSoft EAGLE oder fritzing bevorzugen - das sind so ziemlich die allgemein üblichen Programme.

    Für beides gibt es umfassende Bibliotheken mit Bauteilen und/oder Microcontroller inkl. Einplatinencomputer usw. Die meisten PCB Hersteller erwarten ebenfalls EAGLE Dateien (oder Gerber, die man mit Eagle Dateien dazu konvertieren kann).

    PCB Hersteller gibt es wie Sand am Meer. Eine brauchbare Auswahl findest du hier: Batteriebetriebene Funk Sensoren - Fertige Platinen

  • @meigrafd:der Clou an dem Tool scheint ja die Simulation zu sein. Das ist natürlich weder mit Fritzing noch mir eagle möglich.
    Ich hatte vor einiger Zeit auch ein Simulations-Programm empfohlen bekommen. Ich muss mal nachsehen, wo das abgeblieben ist ...

    Also ... das ist von -> Linear Technology <- und heisst -> LT Spice IV <-.
    Das ist halt ein reiner Schaltungs-Simulator. Ich bilde mir ein, ich habe spezielle Bauteile für LT Spice schon in der einen oder anderen eagle-Bibliothek gesehen.
    Ich hab' seinerzeit nich allzuviel damit rumprobiert, aber wenn ich mich richtig erinnere, dann lief das recht flüssig ... sogar unter Wine auf meinem Ubuntu Laptop.

    cu,
    -ds-

  • Was den Simulator von AUTODESK CIRCUITS betrifft so bin ich nach nur einem Tag auch schon an seine Grenzen gestossen. Bei einer relativ einfachen Multivibrator-Schaltung mit zwei abwechselnd blinkenden LED's erkennt er die Elkos als falsch gepolt, obwohl dies zum Trick der Schaltung gehört.

    Ich gehe jedoch davon aus, dass die Schaltung real funktionieren würde, da die Kondensatoren nach dem Einschalten nicht beide gleich schnell geladen werden. Aber vielleicht macht man sowas auch nicht so, wie ich es aufgebaut habe.

    R1/R4 470 Ω
    R2/R3 47 kΩ
    C1/C2 10 µF /16 V (werden bei Simulation als falsch gepolt ausgewiesen)
    Batterie Bat1 9 V

    Aber ich habe trotzdem in den vergangen 24 Stunden unglaublich viel gelernt und es hat Spass gemacht.

  • EasyEDA ist ein kostenloses Onlinetool zur Erstellung und Simulation von elektronischen Schaltungen. Ein absolutes Muss für jeden, der Elektronik liebt.
    Die Software ermöglicht es Dir, elektronische Schaltungen zu erstellen. Das Ergebnis kannst Du mit dem Simulator prüfen. Wenn Du mit dem Ergebnis zufrieden bist, kannst Du Dir ein PCB (Printed Circuit Board) erstellen bzw. mit der Autoroute-Funktion erstellen lassen.

    Du hast die außerdem die Möglichkeit, von anderen Benutzern freigegebene Projekte zu nutzen oder Deine eigenen Projekte zu veröffentlichen. Dabei kannst Du die Freigabe auch einschränken.
    Ein umfangreiches Tutorial erklärt, wie EasyEDA funktioniert und wie Du zu guten Ergebnissen kommst. Die Im- und Exportfunktionen runden das Ganze ab. Der Export kann als .PNG, .PDF oder .SVG erfolgen. Die Datenformate von Programmen wie Eagle, KiCad, LTspice und Altium Designer können problemlos von EasEDA importiert werden.

    https://easyeda.com/Doc/Tutorial/

    Es ist spielend einfach ein Schaltplan, ein PCB Layout und eine Schaltungssimulation, online in Ihrem Web-Browse, zu erstellen.
    Darüberhinaus und eine weitere herausragende Funktion von EasyEDA ist, dass Benutzer auf Open Source Module zugreifen können, die von tausenden von Ingenieuren entwickelt wurden.

    https://easyeda.com/explore

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