[Smart Home] openHAB oder FHEM? + Fragen zur Umsetzung

  • Hallo zusammen


    Ich habe die letzten Stunden damit verbracht mich ein wenig in Sachen Smart Home einzulesen. Da ich einen RaspPi 2 mit OSMC an meinem TV betreibe, stecke ich bereits ein wenig in der Materie (RaspPi, Linux usw.). Daher würde ich mir gerne einen weiteren RaspPi für mein Smart Home anschaffen.


    Jedoch stellen sich da viele Fragen bezüglich der Umsetzung. Das Ziel ist, dass ich mehrere Steckdosen mittels Smartphone oder Tablet schalten kann und außerdem möchte ich die elek. Rollläden integrieren, so das diese ebenfalls steuerbar sind.


    Nun habe ich von openHAB und FHEM gelesen und mir auch mal ein paar Beispiel Konfigurationen angesehen. Von der Optik gefällt mir openHAB besser, aber ich möchte lieber eine Software einsetzen die in den nächsten Jahren auch weiter gepflegt wird. Daher meine Frage, welche Software setzt ihr ein und warum gerade diese?!?


    Des Weiteren würde ich gerne von euch wissen, welche Module zum senden bzw. empfangen ihr verwendet und mit welchen Aktoren?!?


    Zum Schluss würde ich eure Erfahrung in dem Bereich Smart Home mit dem RaspPi wissen. Bereut ihr die Entscheidung und hättet lieber ein fertiges System gekauft?!? Oder seit ihr so zufrieden, dass ihr immer mehr mit dem RaspPi automatisiert?!?


    Vielen Dank.
    Gruß aus dem Rheinland
    Tobi

  • Moin,


    Romane werde ich jetzt nicht schreiben ;)


    Aber soweit ich weiß ist openHAB ein recht Java lastiges Product unterstützt aber eine große Anzahl an entsprechender HArdware wie FHEM. OpenHAb kommt aus dem english sprachigen Raum (AFAIK).
    Beides Opensource.
    Ich glaube sogar, dass die Einarbeitung in openHAB schneller geht als in FHEM. Also es lassen sich schneller ansehnliche Ergebnisse erzielen.


    ABER und das ist für mich das entscheidene FHEM ist kein Java sondern Perl, es ist unwahrscheinlich offen für eigene Ideen, es macht an der Perl grenze nicht halt - sprich ich kann auch eigene Skripte in anderen "Sprachen" einbauen. Soweit ich weiß ist die Unterstützte Hardware größer wenn auch nur gering. FHEM lässt sich auf der FritzBox auf dem PI oder NAS und anderem installieren.
    Und ich kann wirklich Tot und Teufel selbst bestimmen/configurieren.


    Lediglich die Einarbeitung ist etwas aufwendig. Wenn man aber das ein oder andere Konzept verstanden hat gehts auch flott weiter.


    Ach so FHEM gibt es schon länger.


    Gruß Lunepi

    --
    man ist das System-Anzeigeprogramm für die Handbuchseiten von Linux.

  • Lunepi: Nutzt du FHEM selber? Ich habe nur im Zuge meiner Techniker Ausbildung C++ gelernt und kein Perl, daher halten sich meine Kenntnisse in Sachen Perl in Grenzen. Auch die Ambitionen Perl zu lernen, sind recht gering. Was würdest du mir denn dann raten?!?


    top44: Schön das du noch PiMatic in den Raum wirfst, aber ein paar mehr Infos dazu und warum du PiMatic den anderen vorgezogen hast, wäre schön gewesen.

  • Jepp ich nutz FHEM und bin zu frieden. Jenach Aufwand was man erreichen will brauch man mehr oder weniger Perl.
    Es hängt natürlichd davon was du machen willst. Für ein bischen Rolladen hoch unter und Baumarktsteckdosen schalten ohne Automatismus gibt es bestimmt einfachere Tools als FHEM.
    Wenn man aber wirklich in richtung Automatisierung will z.B. Rolladen runter, wenn ich nicht zu Hause und die Sonne scheint - dann wird FHEM richtig intressant. Du kannst dann natürlich properitäre SW nehmen, aber mit FHEM kannst du einfach alles möglich auch kombinieren. Bei mir schaltet z.B. ein Homamatic Bewegungsmelder meine Baumarksteckdosen. Dass aber nur zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang und nicht wenn die durch normalen Timer ( Sonnenuntergang - 23:30) schon an sind. Wenn ich aber nicht dabin, löst er zu jederzeit Stillenalarm aus wenn sich das was bewegt.


    Nur so als Beispiel. Dafür ist allerdings nicht wirklich Perlwissen erforderlich. Und wer irgendwie einwenig programieren kann, kann das bisschen was man innerhalb FHEM dafür brauch begreifen/lernen.


    Mit FHEM bist du auch nicht an eine Lösung gebunden, also nur HOMEMATIC oder nur MAX oder anderen Producte zu nehmen. Du kannst die locker kombinieren.

    --
    man ist das System-Anzeigeprogramm für die Handbuchseiten von Linux.

  • Und was genau machst du mit deinem FHEM? Welche Produkte/RaspPi/Module verwendest du? Wäre dir für die Infos echt dankbar.

  • Hallo zusammen



    Benutzt du ioBroker? Wen ja, was genau machst du damit und welche Hardware nutzt du?


    Hmm, also das gibt ne längere Liste.
    Die Hauptinstanz läuft auf meinem Server. Ist ein Stromsparserver (32Watt mit 2x Dual DVB-S2 Karten für den VDR und Streaming in die Wohnräume)
    Dieser dient mir auch als Zentrale für die Anbindung von "Homematic" und anderen Systemen. Die IoBroker Instanz hat viele "Adapter" integriert (Onkyo für die 2 Zonensteuerung (Küche mit 6-Fach Taster für die Zone2, Wohnzimmer), VIS für die Visualisierung, ...)


    Als weitere Hardware läuft bei mir derzeit ein RPI2 in meiner Wärmpepumpe mit dem Adapter PiFace, welcher mir dann die "Außenwelt" an meinen RPI anbindet. Also die ganze Wärmepumpe steuert. Die Sensoren werden ebenfalls als Adapter in den iobroker integriert (DS18S20 und DS18B20). IoBroker übernimmt dann die komplette Steuerung und Visualisierung der Anlage. Die Wärmepumpe ist dann noch voll in die Haussteuerung integriert, damit auch nur dann Strom verbraucht wird, wenn es jemand nutzt.



    Da schau her, der Eisbaeeer ist wieder aufgetaucht. Schön, mal wieder was von Dir zu hören, wenngleich recht kurz. :)


    Hi Schnasseldag
    Schön zu sehen, dass du sehr aktiv bist. Ich bin eben mehr hier aktiv: http://forum.iobroker.net
    Vieleicht schaust du ja mal vorbei ;-)


    Grüße Eisbaeeer

  • Also so umfangreich wollte ich nicht starten. Für den Anfang will ich ein paar Steckdosen fernsteuern und dann nach und nach meine Rolläden. Und am liebsten mit dem RaspPi und mit HomeMatic Aktoren. Will mir dazu ggf. erst einmal einen zweiten RaspPi mit dem oben gelisteten HomeMatic Adapter zulegen. Dann kann ich mal je einen Steckdosen sowie Rolladen Unterputzschalter austesten.

  • Kein Problem. Du musst ja nicht gleich so groß anfangen. Meist entwickelt das ganze dann eine Eigendynamik und wächst von selbst.
    Wenn du am Basteln und experimentieren interessiert bist und dazulernen wilsst, ist der Homematic Adapter auf den RPi sicher interessant. Wenn du ein sorglos Paket haben möchtest und das Ziel eher auf eine stabile Umgebung ausgerichtet ist, mit der du deine Aktoren ohne Probleme einbinden möchtest, rate ich zur CCU2 oder als Bausatz der CCU2, wenn du noch löten möchtest. Mit der CCU2 hast du eine Basis, welche supported ist und letztendlich ist sie auch günstiger als RPi + Adapter (ausser man rechnet sich das ganze schön).
    Meine Empfehlung: CCU2 + Rolladenaktor + Schaltaktor, dann hast du eine Basis zum "spielen", welche sehr gut erweiterbar ist. Dann kannst du auch die verschiedenen Systeme mit dem RPi testen wie FHEM, OpenHub, IoBroker, etc. und dir die passende aussuchen. Zu bedenken ist eben, dass die Systeme eben eine Middleware bilden und da ist die Homematic nur ein kleiner Baustein des ganzen.
    Gruß Eisbaeeer

  • Danke für die Infos, aber ich priorisiere eher eine Lösung mit nem RaspPi. Dann werde ich wohl den Adapter dazu holen. Oder gibt es eine andere Lösung als Z-Wave bzw. HomeMatic Adapter?!? Halt für den RaspPi!

  • Hallo Eisbaeeer,



    Schön zu sehen, dass du sehr aktiv bist. Ich bin eben mehr hier aktiv: http://forum.iobroker.net Vieleicht schaust du ja mal vorbei ;-)


    Das habe ich doch glatt gemacht. Irgendwie habt Ihr es wohl über die Zeit hinbekommen, daß der ioBroker nicht mehr ganz so resourcenhungrig ist wie früher. Sehr schön. Wenn ich mich recht entsinne, dann war das wohl der Grund einiger im Heizungsbauerforum, zunächst bei CCU zu bleiben?!
    Wie's der Kuckuck will habe ich heute ein wenig mit FHEM und meinem Hubo herumgespielt. Nachdem der MCP23017 ja von Haus aus von FHEM unterstützt wird, ist es eigentlich recht einfach eine Konfiguration zu erstellen, um mal eben einige Lampen etc. ein- und auszuknipsen. Du weist ja, ich bin eher der "Untergrundprogrammierer" und auch ohne UI ganz glücklich, aber mittlerweile häufen sich die Anfragen zur Unterstützung des Hubo aus OpenHAB und vor allem FHEM. Also dachte ich, ich probier das einfach mal selber aus. Na wer weis, am Ende baue ich vielleicht auch mal einen Adapter für Euren ioBroker?! ;) In CCU konnte man glaube ich Executables ausführen und/oder aus dem Script per Socket auf einen Daemon zugreifen - wenn ich mich recht erinnere... Ich denke mal das Konzept "nach unten" wird bei ioBroker wohl ähnlich sein oder?


    Schöne Grüße und viel Spaß beim Programmieren!


    schnasseldag

  • Hi schnasseldag
    Ja das iobroker Konzept ist das gleiche. Nur das drumherum ist inzwischen sehr professionell geworden. Hat schon einen kommerziellen Reifegrad. War für mich nicht einfach als Programmierer in die neue Struktur zu kommen. Aber ich muss sagen, das ist schon eine feine Sache, mit ein paar klicks kann der otto normal User seine Adapter zusammenklicken und konfigurieren. Als Programmier er steht dir natürlich alles offen. Es würde sich sogar der Toaster anbinden lassen ;-)

  • Hallo,


    OpenHAB 2.1 ist jetzt frisch erschienen. Eine einfache Steuerung der Steckdosen lässt sich damit wesentlich einfacher realisieren als mit FHEM. Ausserdem sind Anfänger im FHEM Forum nicht gerne gesehen und es braucht schon tiefe Kenntnisse von Perl. Ich habe FHEM seit 2 Jahren am laufen, werde aber auf OpenHAB umsteigen. Hier sind jedenfalls viele Hersteller von Hardware mit im Boot und das heißt "Zukunftssicher"