PWM Netzteil ansteuern für LED Leiste

  • Hallo


    eine Frage zu PWM Netzteilen. Das was ich im Auge hab hat folgende Dimmmöglichkeiten,


    [font="Verdana"]externe Spannung 1...10V DC, PWM, Potentiometer [/font]


    Der Raspberry kann ja über GPIO PWM abbilden. Aber das ist ja eine Pulsmodulation, d. h. 1 oder 0 in definierten Zeitabständen. Ich hab mich ein wenig eingelesen gestern und viele steuern über PWM an. Die Helligkeit der LEDs wird dann mit der Länge der Pause gesteuert. Gefällt mir erstmal nicht. Das ständige An- und Aus der LED verkürzt doch sicher die Lebensdauer, oder? Ferner hab ich empfindliche Augen und könnte mir vorstellen das ich das Flackern wahrnehmen. Zumindest so eine Arte Harmonieflackern.


    Kann ich das Netzteil nicht ansteuern über 0 -10V vom Pi? Übern MOSFET oder ähnliches? Gibt es da schon Beispiele? Bestimmt oder? Alles was ich über PWM gesehen hab gefällt mir nicht wirklich. Ich möchte die LEDs nur auf 70% der Leistung ansteuern und auch dimmen morgens und abends. Dann kommt der zweite Teil dazu, ich möchte das übern Webinterface auch manuell steuern können. Aber das erst später.....


    Freu mich über ein paar Gedanken von euch :)

  • Hallo,
    nimm PWM, das ist dazu da. Und keine Sorge, dass du da Flackern siehst, PWM arbeitet üblicherweise mit Frequenzen >1kHz, da siehst du keinerlei Flackern, jedes Schaltnetzteil funktioniert so. 1-10V kannst du mit einem MOSFET und PWM erreichen, oder einem Digital zu Analogwandler. Das wird der Regler dann aber wahrscheinlich wieder intern für eine PWM nutzen.
    Das die Lebenszeit dadurch verkürzt wird glaube ich nicht, da (fast) alle LEDs so gedimmt werden. Je nach PWM-Frequenz sollten schon kleine parallele Kapazitäten reichen, um die Spannung zu glätten.


    Gruß
    Chris

  • LEDs werden aber nicht durch Spannung gesteuert sondern durch Strom


    Eine PWM sollte also höchstens den maximalen LED Strom ein und ausschalten.
    Es gibt LED Treiber die machen das auch mit PWM Steuereingang.


    Nervig sind nur die lahmen gepulsten LEDs die man sehen kann bei schnellen Augenbewegungen oder Liedzucken, typische PKW Rücklichter mit Bremslicht, die pulsen zu tief, du kannst ja locker höher pulsen 500Hz, 1kHz, 2kHz nach Belieben.

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
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    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Huhu


    das Netzteil ist angekommen, ein Meanwell LCM-60. Per DIP Schalter kann ich konstante Ströme wählen auf diversen Ausgangsspannungen. LCM-60_datasheet.pdf


    Das einzige was ich über PWM Steuerung gefunden habe was recht einfach erklärt ist wäre dieser Blogbeitrag: http://little-docus.de/leds-mittels-pwm-steuern/


    Dort verbindet man den Ground vom Raspi mit den Minuspol des Netzteils, da es ansonsten wohl nicht funktioniert. Find ich ein wenig "spooky". Was haltet ihr denn davon?


    Ich werd da nachher mal die Potentialdifferenz messen zwischen einem Ground GPIO und dem Minuspol des Netzteils.... aber geht das nicht anders?


  • Dort verbindet man den Ground vom Raspi mit den Minuspol des Netzteils, da es ansonsten wohl nicht funktioniert. Find ich ein wenig "spooky". Was haltet ihr denn davon?


    warum werden GNDs verbunden?


    nehmen wir mal an du möchtest wissen wie lang du bist,


    du stehst mit beiden Füssen auf der Erde, klappst den Gliedermaßstab (->"Zollstock") auf, stellst den Anfang auf auf den Boden und wo dein Kopf endet macht man einen Strich, voila deine Länge.


    Nun möchtes du dich in der Länge mit jemand anderem vergleichen, wie doof wäre es denn wenn dessen Füsse nicht auf dem Boden stehen?


    Deswegen müssen BEIDE immer den GND Bezug haben, GND Ground, Boden, Erde.

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    Edited once, last by jar ().

  • Hallo Jar


    danke für den "bildlichen" Vergleich. Jetzt hab ich es kapiert. Ich hatte nur evtl. Bammel das da ein Potentialunterschied messbar ist wenn auch gering. Masse ist für mich Masse.... da darf kein Unterschied sein.


    Angeschlossen ist das Netzteil jetzt, reagiert aber noch nicht wie erwartet. Im Auslieferungszustand ist das auf 100% Dimm eingestellt und zeigt mir 92V am Ausgang (unbelastet). Wenn ich das runterdimme per python skript passiert noch nix. Ich geh erstmal auf Fehlersuche....
    So ganz klar ist mir PWM noch nicht.... ist doch richtig wenn ich runterdimme das dann die Ausgangsspannung am Netzteil sinkt, oder? Im Datenblatt steht eine Ausgangsspannung von 2- 90V.
    Was mich hier immer verwirrt ist die Tatsache das LED in der Helligkeit über die Frequenz angesteuert werden wenn ich das richtig verstanden hab in so diversen Blogbeiträgen....


  • ...Angeschlossen ist das Netzteil jetzt, reagiert aber noch nicht wie erwartet. Im Auslieferungszustand ist das auf 100% Dimm eingestellt und zeigt mir 92V am Ausgang (unbelastet). Wenn ich das runterdimme per python skript passiert noch nix. Ich geh erstmal auf Fehlersuche....
    So ganz klar ist mir PWM noch nicht.... ist doch richtig wenn ich runterdimme das dann die Ausgangsspannung am Netzteil sinkt, oder? Im Datenblatt steht eine Ausgangsspannung von 2- 90V.
    Was mich hier immer verwirrt ist die Tatsache das LED in der Helligkeit über die Frequenz angesteuert werden wenn ich das richtig verstanden hab in so diversen Blogbeiträgen....


    92V ?


    ist das ein LED Treiber? 92V wäre ungewöhnlich für ein Netzteil oder du hast einen Schaltungs- oder Messfehler.


    Ich muss nicht jedes mal nachsehen um was es sich handelt wenn wir die richtigen Worte verwenden!


    Netzteil, Spannung wird eingestellt und die Spannung ist unbelastet I=0 und belastet I>0 i.d.R. immer gleich!


    LED Treiber, Strom wird eingestellt und der Strom ist mit verschiedenen Lasten (LEDs) I>0 i.d.R. immer gleich bis zur Spannungsgrenze, diese ist bei I=0 maximal.


    was hast du also?

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  • Hallo Jar


    ja ist ein LED Treiber. Hier eine Übersicht der lieferbaren Spannungen.



    Je nach DIP Schalterstellung hab ich verschiedene Konstantströme am Ausgang. Betrieben werden sollen 21 Stk. LED's mit 3,8V/700mA in Reihe geschaltet. Diese möchte ich programmiert dimmen/steuern über PWM.


    Hab hier

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    ein gutes ErklärBär Video gefunden was relativ gut PWM zeigt.


    Ich hab den Verdacht das die PWM Steuerung des LCM von 0 - 10V geht.... das liefert der GPIO ja nicht, da bräuchte ich ja nochmal n Treiber um den PWM Kanal anzusteuern.


  • Ich hab den Verdacht das die PWM Steuerung des LCM von 0 - 10V geht.... das liefert der GPIO ja nicht, da bräuchte ich ja nochmal n Treiber um den PWM Kanal anzusteuern.


    wenn du PWM mit 0V /10V meinst ja


    Der Satz sagt es ziemlich genau:
    "or 10V PWM signal between DIM+ and DIM-."


    und hier gilt ausnahmsweise mal


    "Please DO NOT connect "DIM-" to "-Vo"


    in diesem speziellen Fall gilt eben kein GND vom Treiber der LEDs mit dem PI verbinden



    warum werden GNDs verbunden?


    und ja du brauchst eine Anpassung vom PI zu 10V PWM, ein simpler Transistor + Widerstand reicht ja, Emitterschaltung, dreht zwar das PWM ist aber egal man kann es ja in der Steuerung invertieren.

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  • Hallo Jar


    Die Masseverbindung von DIM- zu V0- hab ich nicht verbunden wie es im Datenblatt steht. Es gibt aber auch keinen reelen Potentialunterschied, wäre also nicht dramatisch gewesen. Transistoren hab ich noch da... BC547C sollte gehen.


    Jetzt nochmal zum PWM. Ich war der Meinung ich muss um das Netzteil anzusteuern ein PWM Rechtecksignal an einem GPIO erzeugen was entweder 0V oder 10V führt (high/low). Netzteil 10V und Transistor hätte ich da um von 5V auf 10V zu kommen aber..... Gestern stieß ich auf einen Blogbeitrag indem erklärt wird das ich nicht das Signal über den GPIO ausgeben muss sondern das das Meanwell Netzteil am PWM 10V anliegen hat. Und das wird dann "kurzgeschlossen" mit dem Signal. So ganz raff ich das jetzt nicht. Es ist wirklich so das zwischen DIM- und DIM+ 10V Gleichspannung anliegen. Habs grad messen können. Ich glaube die Tatsache das man den DIM+/DIM- am LCM Netzteil über drei verschiedene Modi steuern kann verwirrt micht komplett.
    Einmal kann ich per Taster per Tippen die Helligkeit manuell dimmen, dann kann ich analog mit einer Spannung zwischen 0 -10 V die Dimmfunktion ansprechen, und einerseits über PWM high/low. So wie das in dem Blogbeitrag steht simuliert man hier einen Taster (Transistorschalter mal ganz blöd ausgedrückt). Das ist ja dann nicht PWM....

  • Ich hab jetzt spasseshalber man dieses Prinzip ausprobiert:


    http://www.ledhilfe.de/downloa…a1b04f02fb31e985992d139b8


    Das funktioniert zumindest bis zum Meanwell Netzteil. Dort am DIM Port kann ich Spannungen von 0 - 10V messen entsprechend dem was ich am GPIO pin ausgeben lasse. :bravo2: Dachte damit wäre das Problem gelöst.


    Von daher sollte der Output V0 ja auch reagieren und entsprechend seine Spannung ändern. Tut er aber nicht, wenn ich im Leerlauf messe sind es immer 92V, egal welche Spannung am DIM anliegt.


    Ich bin mir selber nicht sicher aber bei konstantstrom kann ich ja nix anderes als eine Spannungsänderung erwarten, proport. zur Spannung am DIM....


    Meine LED sind in Reihe geschaltet die ich dort anschließen will. Die Schaltung ist auf 86V dimensioniert weshalb ich den Ausgang V0
    erstmal auf 50% runterdimmen will bevor ich die LED Leiste anschließe.
    Automatisch zusammengefügt:[hr]
    Update:


    Der V0 Ausgang reagiert, allerdings nur bei 0 oder 100% Dimmung. Alles von 2 - 99% wird am V0 mit 92Volt ausgegeben. Wähle ich 0 hab ich 92Volt, bei 100 sind es wie gewünscht 0 Volt.
    Der Transistor invertiert wie Jar schon geschrieben hatte.


    Das ist bislang noch nicht das was ich mir vorgestellt hab....

    Edited once, last by 4zap ().

  • kann leider nicht weiter helfen ohne dieses Netzteil

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  • Danke, ich wurschtel mich so durch. Habs jetzt fast geschafft.... es dimmt. Hab die LED Leiste angeschlossen und unter Last sieht das Messergebnis anders aus. Es dimmt aber noch nicht so wie ich das will, aber es passiert was..... aber dazu morgen mehr. Wenn es läuft poste ich mal n Schaltplan usw.
    Automatisch zusammengefügt:[hr]
    Update: Funktioniert jetzt, das Dimmen per Skript läuft stufenlos. Super. Aber es flackert....in die gedimmte Spannung haut es mir Spitzen rein. Werd mal schauen ob ich mit nem Kondensator nachhelfen kann.

    Edited once, last by 4zap ().

  • wenns ein LED Treiber ist der Strom durch die LED dimmt würde ich eine Serienspule in die Leitung legen mit Freilaufdiode parallel

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  • ich drück dir die Daumen und hoffe auf Erfolg und Rückmeldung von dir!

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  • ich drück dir die Daumen und hoffe auf Erfolg und Rückmeldung von dir!


    Rückmeldung: pi-blaster installiert und ein paar Tests gemacht. Jetzt flackerts nicht mehr und leuchtet sauber durch. Die Spannung am DIM und V0 sind jetzt konstant so wie ich das per Befehl festlege. Das Flackern war bereits am GPIO messbar und scheinbar ist die RPI.GPIO Bibliothek nicht brauchbar dafür.


    :thumbs1: Kann pi-blaster erstmal bedenkenlos empfehlen.


    Ferner ist mir gestern noch eine LED in der Leiste abgeraucht durch genauso so eine Flackerspitze. Die waren messbar bis teils 96V, 10V mehr als meine LED Reihenschaltung dimensioniert war. Da ich die Leiste eh nur auf 80% Power betreiben will hab ich noch drei LED mehr in die Reihenschaltung integriert als "Überspannungsschutz". Mit pi-blaster bleibt die max. Spannung an V0 aber konstant jetzt.


    Jetzt schreib ich mir ein paar Lichtszenarien zusammen und werde das mal im Dauerbetrieb testen. Werde berichten.

  • pi-blaster hat eine einzige Helligkeit wo es flackert. 99.000% Helligkeit.
    Bei 99.001% oder 98.999 flackerts nicht mehr.... auch bei allen anderen Werten nicht. Nur bei exakt 99%.


    Aber das ist mir jetzt sowas von egal..... ich bin so froh das das jetzt so läuft wie ich es brauche und hab grad ne Gewittersimulation probiert... Saugeil :D