Externe Festplatte in root-Verzeichnis

  • Hallo zusammen,
    Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich hier richtig bin also sorry schon mal im Voraus falls ich mich verirrt habe. Ich habe folgendes Problem. Ich habe an meinem Pi3 eine Externe Festplatte laufen und greife von meinem PC mit FileZilla darauf zu. Das hat bis jetzt auch immer super funktioniert. Leider musste ich die Platte kürzlich kürzlich mal entfernen (was ich auch schon öfters ohne Probleme getan habe) aber als sie jetzt wieder an geschlossen habe, ist sie auf einmal nur noch über das Root-Verzeichnis zu erreichen. Um es ein bisschen zu verdeutlichen:




    vorher
    /media/pi/Festplatte




    und jetzt
    /media/root/Festplatte




    wie kann das sein und viel wichtiger, wie kann ich es ändern???
    Ich bin echt verzweifelt! Wäre super wenn mir da jemand helfen Könnte.




    Danke schon mal im voraus!

  • Vielleicht hilft es einen Link anzulegen (dann ist es egal, ob root oder pi die Festplatte einhaengen):

    Code
    1. # erst Festplatte abstöpseln, dann
    2. cd /media
    3. rmdir root
    4. ln -s pi root


    Musst Du aber mal ausprobieren. Ich bin nicht sicher. Ansonsten den Link wieder entfernen mit:

    Code
    1. rm /media/root
  • Nagut, schade. Warum er das ueberhaupt macht? Der Raspberry denkt, dass der Haup-User (der, welcher eingeloggt ist und auch die Konsole bzw. die X-Server am laufen hat) der user root ist, statt der (normale) user "pi". Wie er darauf kommt, kann ich so nicht sagen. offenbar laesst du einige Scripte oder vielleicht sogar die ganze session unter "su" oder "sudo" laufen. Ist es vielleicht das, was nun neu ist?
    Automatisch zusammengefügt:[hr]
    Vielleicht würde es Sinn machen, wenn Du die Festplatte immer an einer festen Stelle im File-System einbinden lassen wuerdest. Das geht. Man muss dafuer die Konfigurationsdatei /etc/fstab ergaenzen. Dafuer gibt es nun zwei Möglichkeiten, entweder Du identifizierst die Festplatte über eine UUID oder per Device.


    UUID hat den Vorteil, dass die Festplatte (bzw. die Partition da drauf) als solche eindeutig identifiziert wird (jedenfalls solange Du die nicht neu formatierst), und das auch, wenn ganz viele andere Festplatten/USB-Sticks angeschlossen und zwischenzeitlich wieder entfernt werden.


    EIne Zeile in der /etc/fstab sieht dann z.B. so aus:

    Code
    1. ...
    2. UUID=48536b38-2bdd-40a9-84c4-1c60fe7c9c0d /media/meineplatte ext4 errors=remount-ro 0 1
    3. ...


    (ext4 musst du aendern in den Partitionstyp bzf den Filesystem-typ, mit dem du die Platte formatiert hast)


    Die zweite möglichkeit ist, die Festplatte über den device zu identifizieren. Dann sieht die Zeile in /etc/fstab/
    z.B. so aus:

    Code
    1. ...
    2. /dev/sda4 /media/windows ntfs errors=remount-ro 0 1


    Der Vorteil: Das device findest du ganz leicht raus, indem du die Platte einsteckst und dann "df" machst. Dann wird das zugehoerige /dev/xxxx angezeigt.
    Allerdings kann sich das ändern, wenn sich die Reihenfolge der angestöpselten Platten aendert. Das macht aber dann nix, wenn es nur eine externe Festplatte gibt. In obigen Beispiel ist die Platte mit ntfs formatiert (statt ext4) : Statt /media/windows kann ein beliebige "mount-point" angegeben werden. Das Verzeichnis muss allerdings existieren, d.h. also vorher ggf einen Ordner dort anlegen.


    Jetzt bleibt noch die Frage: wie finde ich die UUID raus. Hierzu gibt es das tool blkid:
    Die UUID einer Partition lässt sich mit dem Befehl:

    Code
    1. sudo blkid /dev/sdaX


    betrachten, wobei /dev/sdaX durch die Bezeichnung der Partition (s.o.) ersetzt werden muss.
    Möchte man jedoch alle vorhandenen Dateisysteme betrachten, lautet der Befehl:

    Code
    1. sudo blkid

    Edited once, last by wend ().

  • Ich hab noch vergessen zu erwähnen, dass die neuen Einstelungen mit fstab erst nach dem naechsten neustart aktiv werden. Oder nach dem Kommando:

    Code
    1. sudo mount -a



  • Das probier ich erstmal. Ich melde mich dann noch mal.