Wie findet man die Antenne/Sender?

  • Hallo, ich habe ein "Smartwares doppelter Wandschalter SH5-TSW-B" und dieser soll auf 433.92mhz Befehle an den Raspberry pi senden. Macht er auch, aber die Verbindung reicht nur knapp einen Meter. Das Emfänger-Modul hat schon eine erweiterte Antenne. Jetzt habe ich das gute Stück aufgeschraubt, aber wie bekomme ich jetzt raus wo bzw was da die Antenne , also der Sender ist? Bringt das überhaut was den zu erweitern?



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  • auf keinen Fall irgendetwas auf der Platine verändern! Die Antenne ist auf der Leiterplatte integriert und angepasst. Jeder Eingriff kann das Verhalten des Senders nur schlechter machen.
    Es handelt sich um eine Loop-Antenne, d.h. die HF Energie wird auf einer Seite eines Stücks Leiterbahn eingespeist und auf der anderen Seite geerdet.
    Natürlich könnte der versierte HF Ingenieur den Sender an eine andere externe Antenne anpassen, aber dafür braucht es spezielles Messequipment. Wenn du wenig Ahnung von HF Technik hast, kann ich dir nur raten: Finger weg.


  • auf keinen Fall irgendetwas auf der Platine verändern! Die Antenne ist auf der Leiterplatte integriert und angepasst. Jeder Eingriff kann das Verhalten des Senders nur schlechter machen.
    Es handelt sich um eine Loop-Antenne, d.h. die HF Energie wird auf einer Seite eines Stücks Leiterbahn eingespeist und auf der anderen Seite geerdet.
    Natürlich könnte der versierte HF Ingenieur den Sender an eine andere externe Antenne anpassen, aber dafür braucht es spezielles Messequipment. Wenn du wenig Ahnung von HF Technik hast, kann ich dir nur raten: Finger weg.


    Okay. Also ist die einzige Lösung ein anderer Schalter mit "besserem" Sender? Oder gibt es einen anderen Weg das Signal zu verstärken?

  • nein - entweder ist dein Sender kaputt oder du hast ein Problem mit dem Empfänger.
    Um dir helfen zu können bräuchte ich mehr Information zu dem von dir verwendeten Empfänger und wie er am Raspi angeschlossen ist und welche Software du benutzt um das empfangene Signal auszuwerten.

  • Also ich habe einen MX- FS- 03V und das Program pilight benutzt. Um genauer zu sein habe ich die Signale mit pilight-receive ausgelesen. Die Antenne ist pi mal Daumen gebaut, sie besteht aus 3 cm isoliertem Kupferkabel, dann eine Lüsterklemme und dann ca 17cm Lötzinn.

  • Ich bin jetzt kein Experte im Bereich HF-technik, aber nach meinem Verständnis sind die 3cm isoliertes Kabel auch Teil der Antenne, da die Plastikisolation für HF-Wellen kein Hindernis ist. (Ansonsten dürfte dein in Plastik eingepackter Sender ja auch nicht funktionieren).


    Gruß Chris


    PS: Gibt es einen Grund für die Lüsterklemme? Warum nicht gleich einen Draht dranlöten?

  • Also eine Lüsterklemme als Bestandteil einer Antenne ist mir in meiner Praxis noch nicht begegnet, aber ich sage mal das trägt wahrscheinlich nicht zum Gelingen des Vorhabens bei. Am besten ist immer noch ein 165mm langer Draht, den man in das dafür vorgesehene Loch auf der Leiterplatte des Empfängers loetet.


    Ich bezweifle aber dass sich dadurch etwas entscheidend verbessert.


    Ein paar Tips habe ich noch:
    Bei mir stürzte pilight-receive oft ab. Auf der pilight Webseite gibt es entsprechende Hinweise dass man den eingehenden Datenstrom filtern muss, da der Raspberry sonst überlastet wird. Ich bin aber noch nicht dazu gekommen mir so einen Filter zu bauen, Als Zwischenloesung habe ich mir einen RXB12 Empfänger zugelegt. Der hat einen SYN470R Chip verbaut, und wenn man das Datenblatt aufmerksam studiert kann man mit einem 10MOhm Widerstand vom CTH Pin auf VDD einen Offset herstellen, und das Datenrauschen geht zurück. Ich hab das ausprobiert und es funktioniert ganz gut. Jedenfalls stürzt Pilight nicht mehr ab.


    Ein 1nF Kondensator zwischen VCC und GND als Blockkondensator hat bei mir wahre Wunder bewirkt, besonders wenn man die Versorgungsspannung von den 3.3V des Raspberry nimmt. Das gilt auch für Sender.


    Der Raspberry Pi erzeugt hochfrequentes Rauschen, das die Antenne des Empfängers aufnimmt und dadurch die Empfindlichkeit verringert. Auch habe ich gelesen dass sogar WiFi Signale den Empfang stoeren koennen. Bei meinem Setup habe ich den Empfänger 20cm entfernt vom Raspberry montiert und zudem den Raspberry auf den Kopf gelegt (also Stiftleiste nach unten), da das Rauschen anscheinend hauptsächlich nach oben und seitlich abgestrahlt wird, nicht aber nach unten.


    Experimente zur Ermittlung der Reichweite hab ich noch nicht durchgeführt, für meine Zwecke reichts aber.

  • Also ich habe jetzt mal ein 1nF 50V Kondensator zwischen VCC und GND geschaltet, den Empfänger auf 3,3V gesteckt, die Antenne auf 16,5 cm zugeschnitten und den Raspi zur Seite gedreht und notdürftig mit Alufolie abgeschirmt. Es war schon doppelt so gut, aber 2 Meter sind immer noch nicht genug. Das Problem liegt auf jeden Fall bei dem Empfänger, da meine Elro Fernbedienung genau wie auch der Raspi Sender locker 5m und durch die Wand die Steckdosen schalten kann, während sie beim Empfänger nach 1-2m scheitern. Würde es etwas nützen wenn ich einen anderen Empfänger kaufe? Ich bin langsam echt ratlos. Auch ein baugleicher anderer Empfänger ändert nichts.



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  • alsp die Sender funktionieren schon recht gut bei mir, deinen Empfänger habe ich noch nicht probiert (meine sind auch alle unverbaut)
    Bist du sicher das deine Empfänger auf der richtigen Frequenz liegen, können ja eine Fehllieferung sein!
    Aber das mit deiner empfängerantenne ist schlecht, aber das sagten ja schon andere!


    ca. 17cm bei 433 MHz direkt am Antennenpunkt angelötet! evtl. etwas kürzer weil ich da meine eine Verlängerungsspule zu sehen!



    Bei soviel Kabel, VCC und GND würde ich an der Empfängerplatine noch einen Kondensator 1-4,7µF vorsehen

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

    Edited once, last by jar ().

  • Löte den 17cm Draht für die Antenne direkt an den Empfänger und betreibe den Empfänger mit 5V. Für den Datenoutput zum RPi brauchtst Du dann aber einen Levelshifter o. einen Spannungsteiler, damit der GPIO Port des RPi keinen Schaden durch die 5V Signale des Empfängers erleidet.

  • Also der 1nF Kondensator sollte direkt auf die Empfängerplatine geloetet werden, und die Beinchen sollten so kurz wie irgend moeglich gemacht werden. Sonst kann es sein dass die Sache schlechter wird statt besser.


    Quote

    [font="Source Sans Pro, Tahoma, Helvetica Neue, Arial, sans-serif"]betreibe den Empfänger mit 5V[/font]


    Richtig - [font="Source Sans Pro, Tahoma, Helvetica Neue, Arial, sans-serif"] der MX- FS- 03V ist für 5V ausgelegt - mit ein Grund warum ich den bisher nicht am Raspberry benutzt habe. [/font]


    Zur Antenne: Mein Empfänger funktioniert auf 2m Entfernung sogar ganz ohne Antenne. Ein einzelner Draht ist OK. Ich koennte jetzt einen Roman darüber schreiben, haben aber andere bereits getan... Jedenfalls versuche ich immer einer Whip-Antenne oder einer Dipol-Antenne moeglichst nahe zu kommen. Der [font="Source Sans Pro, Tahoma, Helvetica Neue, Arial, sans-serif"]MX- FS- 03V [font="Source Sans Pro, Tahoma, Helvetica Neue, Arial, sans-serif"][font="Source Sans Pro, Tahoma, Helvetica Neue, Arial, sans-serif"] Empfä[/font][font="Source Sans Pro, Tahoma, Helvetica Neue, Arial, sans-serif"]nger hat jedenfalls für beide Bauarten viel zu wenig Masse. Deshalb ist wohl die beste Konstellation sich eine Dipol- oder Whipantenne zu bauen und den Speisepunkt der Antenne mit einem kurzen Stück abgeschirmter Leitung mit dem Empfänger zu verbinden.[/font][/font][/font]


    Bei meinen ersten Versuchen habe ich festgestellt dass am Ausgang jede Menge digitales Rauschen anliegt - ein wilde Folge von HIGH's and LOW's. Mit diesem Rauschen muss die Software ersteinmal umgehen koennen. Wie schon gesagt, bei mir stürzt pilight-receive immer gleich ab. Auf der pilight Seite wird ein digitaler Low Pass Filter vorgeschlagen. Hab mir die Teile besorgt, bin aber noch nicht dazu gekommen mir einen solchen Filter zu bauen.


    Am Ende setzt sich die Qualität eines digitalen Empfängers aus Hardware UND Software zusammen. Und ich kann mir nicht helfen irgendwie traue ich der pilight Empfangs-Software nicht so ganz über den Weg. Wahrscheinlich weil ich sie nicht selbst geschrieben habe :)



    Was mich generell interessieren würde... Gibt es überhaupt jemanden der diesen [font="Source Sans Pro, Tahoma, Helvetica Neue, Arial, sans-serif"]MX- FS- 03V [/font]Billig-Empfänger jemals zufriedenstellend zum laufen gebracht hat?


  • Richtig - [font="Source Sans Pro, Tahoma, Helvetica Neue, Arial, sans-serif"] der MX- FS- 03V ist für 5V ausgelegt[font="Source Sans Pro, Tahoma, Helvetica Neue, Arial, sans-serif"]...[/font][/font]


    Das der MX-FS-05V für 5V ausgelegt ist stimmt schon, aber bei mir heißt er eben auch MX-FS-05V. Ein MX-FS-3V (bist du dir sicher oder ist es ein Tippfehler?) würde meiner Ansicht nach dann für 3V ausgelegt sein, auf die Schnelle finde ich den aber nicht bei Duckduck...

  • Richtig, da habe ich nicht genau genug hingeschaut.
    Laut der mir vorliegenden (sehr dünnen) Dokumentation ist MX-FS-03V der Sender, geht von 3.5V bis 12V.
    Der Empfänger heisst bei mir MX-05V und ist tatsächlich für 5V spezifiziert.
    Den Sender kenne ich aber eigentlich als "FS1000A", das ist jedenfalls auf der Leiterplatte aufgedruckt.

  • Vielleicht würde ja auch schon eine neue Batterie die Reichweite des Senders verbessern. Selbst wenn die Batterie im unbelastetem Zustand beim Messen 3V mit einem Meßgerät hat, so kann es ja durchaus sein, dass beim Senden die Spannung der Batterie einbricht.

  • Quote

    [font="Source Sans Pro, Tahoma, Helvetica Neue, Arial, sans-serif"]Das Problem liegt auf jeden Fall bei dem Empfänger, da meine Elro Fernbedienung genau wie auch der Raspi Sender locker 5m und durch die Wand die Steckdosen schalten kann, während sie beim Empfänger nach 1-2m scheitern[/font]


    Der Analyse des TE kann ich mich nur anschliessen.

  • ja, ihr hattet recht. Ich habe mir jetzt für 10 Taler einen "Geeetech 433Mhz Superheterodyne 3400RF" Sender + Empfänger besorgt und jetzt empfange ich alles von überall tadellos. Also noch nochmal für alle die über diesen Thread stolpern: Der rxb6 receiver, oder auch "Geeetech 433Mhz Superheterodyne 3400RF" funktioniert super, beim MX- FS- 03V kann ich nur den Sender empfehlen , der Empfänger ist nahezu unbrauchbar.