StromPi 2 fängt zu rauchen an → Raspi anscheinend tot.

  • Ahoi!

    Vor einer viertel Stunde hatte ich anscheinend einen GAU: Der StromPi 2, der meinen Raspi 3 mit Strom versorgt, fing sofort nach dem Einstecken des Netzgerätes plötzlich zu qualmen an! Verschmorte Bauteile fand ich nicht, dafür waren die Steckkontakte, welche 12 V an den Wide-Eingang des StromPis liefern, oxidiert. Ich steckte alle Verbraucher bis auf den Pi selber vom StromPi und dem 12 V-Netzgerät ab und konnte genau das gleiche Verhalten beobachten. Die blaue LED (Wide) vom StromPi leuchtete, die LEDs des Pi aber nicht.

    12 V-Eingang abgesteckt, Smartphone-Ladegerät an den µUSB-Eingang des StromPis gestöpselt. Auf dem StromPi leuchten jetzt zwei LEDs (die blaue und eine grüne mit µUSB beschriftete), doch der Raspi bleibt dunkel! Ein an den StromPi angeschlossenes VFD kriegt offenbar Strom, weil die Heizkathoden glühen, und eine DAB-Empfängerplatine auch (LED leuchtet). Nur der Raspi scheint abgestorben zu sein. =(

    Netzgerät unter die Lupe genommen (es hat ja schon > 50× gefunzt!). Es liefert erst nur 8 Volt, dann plötzlich 17 Volt (der Wide-Eingang vom StromPi verkraftet 6 V ~ 61 V) und fängt ein paar Sekunden später nach verschmorter Elektronik zu riechen an (ohne aber zu qualmen). Bewege ich es, scheint irgendein Bauteil in seinem Inneren lose zu sein, denn es scheppert.

    Was ist hier bloß passiert? Hat der StromPi vom Netzgerät plötzlich Netzstrom gefüttert bekommen? Und: Hat er dadurch vielleicht auch noch meinen Raspi in den Tod gerissen?? :@ Was meint Ihr?

  • StromPi 2 fängt zu rauchen an → Raspi anscheinend tot.? Schau mal ob du hier fündig wirst!

  • Hallo Oldsmobile,

    das liest sich, als ob sich zuerst das Netzteil verabschiedet, dann den Strom Pi 2 mitgenommen und am Ende den armen Pi 3 gegrillt hat. Hast du ein 'richtiges' Netzteil (5V / 2.5A), KEIN Ladegerät, mit dem du den Pi 3 ohne irgend etwas Anderes testen kannst? Mal sehen was er dann sagt, wenn er noch was sagt.

    Edited once, last by doing (December 22, 2016 at 7:54 PM).

  • Hi!

    leider habe ich kein 5 V-NT mit µUSB und > 2,5 A rumliegen, drum habe ich den Raspi (via USB-Multimeter) an einen USB-Anschluss von meinem PC angestöpselt. Resultat: 2,4 A Stromstärke, Spannung sinkt von 5,01 V auf 4,44 V (Port überlastet?), und auf dem Pi geht kein Lämpchen an. Dafür erhitzt sich die Region um den µUSB-Eingang sehr stark.

    Heißt das wirklich, mein 12 V-NT hat einen Iso-Schaden im Trafo erlitten, so dass 230 V Netzspannung in den StromPi und schließlich in den Raspi geflossen sind? :/

    Edited once, last by Oldsmobile (December 25, 2016 at 5:53 PM).

  • Ich habe das NT hernach durchgemessen und mal 8, mal 18 Volt gekriegt. Und mal im Ernst: Wie stark muss der Strom schon sein, dass er bei 12 V einen Klemmanschluss derart aufheizt, dass er zu qualmen anfängt…? Ich habe einen neuen Raspi und ein vernünftiges 5 V-Netzgerät dafür geordert, teste damit aber auch den alten Pi aus. Gibt der dann auch nix mehr von sich, ist er tot. Mausetot. Und ich habe wieder mal eine elektrisierende Erfahrung gemacht. ;(


  • Und ich habe wieder mal eine elektrisierende Erfahrung gemacht. ;(

    Vielleicht hast Du auch ja irgendeinen Fehler gemacht, wenn Du öfter mal "elektrisierende Erfahrungen" erleben darfst. Was hast du denn für ein Netzteil verwendet? Bei einem Schaltnetzteil verhindert i.d.R. eine elektronische Schutzschaltung, dass eine zu hohe Spannug ausgegeben wird. Reine Trafonetzteile ( ohne Regelung ) sollte man eigendlich nicht zur Spannungversorgung verwenden, da die Spannung im Leerlauf bzw. bei zu geringer Belastung, um ein vielfaches höher als die Nennspannung sein kann.

    Edited once, last by Fliegenhals (December 24, 2016 at 12:26 PM).

  • Nein, das ist die erste Erfahrung dieser Art bei einem Raspi, doch etwas Ähnliches passierte mir bei meinem Heimserver (wo einer der Spannungswandler-Transistoren unvermittelt in einer Stichflamme unterging). Und mit Netzteilen habe ich auch so manche böse Überraschung erlebt (ich habe die Teile früher verkauft). Eigentlich sollte jedes NT gegen netzseitige Überschläge gewappnet sein, doch ist da jede Menge Schrott auf dem Markt.

    Das NT ist schon etwas älter (auf jeden Fall stammt es aus der Vor-ElektroG-Ära, weil der obligate durchgestrichene Mistkübel fehlt) und viel schwerer als alle Steckernetzteile, die ich je in der Hand hatte. Ich nehme es über die Feiertage auseinander und zeige hier Bilder von seinen Innereien.

    Und ja, der Raspi ist definitiv gestorben! † Rest in peace † Die Radio-Empfängerplatine und das teure Display erfreuen sich hingegen offenbar bester Gesundheit.


  • Eigentlich sollte jedes NT gegen netzseitige Überschläge gewappnet sein, doch ist da jede Menge Schrott auf dem Markt.

    Bei Niederspannung sollte es so gut wie unmöglich sein, das es im normalen Betrieb zu einem netzseitigem Überschlag kommt, außer es schlägt mal der Blitz in der Nähe ein. Mit dem Schrott ist wohl war, aber oft bekommt man auch nur die Quallität, die man bezahlt hat. Wenn die Dinge zu billig sind, sollte man eigendlich gewarnt sein, wobei das nicht unbedingt bedeutet, dass preiswerte Sachen generell Mist sind. Vielleicht hast Du ja auch ein Problem mit deiner Elektrik und über deinen RPi sind Ausgleichsströme geflossen.

  • Wie bereits schon geschrieben, sind solche ungeregelten Trafonetzteile für die SV des RPi ungeeignet. Mal abgesehen davon, das die Lötstellen nur mittelmäßig aussehen, vielleicht wurde das NT einfach nur überlastet, so dass sich eine bzw. die Diode ausgelötet bzw. einen Schluß hat. Die Diode soll nicht den Strom begrenzen, sondern die Wechselspannung gleichrichten. Nimm beim nächsten Mal einfach ein geregeltes Schaltnetzteil mit der entsprechenden Leistung, damit bist Du auf der sicheren Seite.


  • ....Vor einer viertel Stunde hatte ich anscheinend einen GAU: Der StromPi 2, der meinen Raspi 3 mit Strom versorgt, fing sofort nach dem Einstecken des Netzgerätes plötzlich zu qualmen an!...... Nur der Raspi scheint abgestorben zu sein. =(

    Was ist hier bloß passiert? Hat der StromPi vom Netzgerät plötzlich Netzstrom gefüttert bekommen? Und: Hat er dadurch vielleicht auch noch meinen Raspi in den Tod gerissen?? :@ Was meint Ihr?

    ich glaube es ging sekundär kaputt, nicht von Überschlag und Isolierung, den diese fetten alten Wandwarzen können ja bis 17V rausbalsen wie du schon messen konntest, gerne die einstellbaren wo die Kontakte gammeln, da ist auf einemal plötzlich maximal Spannung angesagt weil der Wählkontakt verrottet oder vergammelt ist.


    Heißt das wirklich, mein 12 V-NT hat einen Iso-Schaden im Trafo erlitten, so dass 230 V Netzspannung in den StromPi und schließlich in den Raspi geflossen sind? :/

    glaube ich nicht


    ....Und mit Netzteilen habe ich auch so manche böse Überraschung erlebt (ich habe die Teile früher verkauft). Eigentlich sollte jedes NT gegen netzseitige Überschläge gewappnet sein, doch ist da jede Menge Schrott auf dem Markt.

    ja wenn du es weisst und Erfahrung hast, wieso tut man dem PI dann so eine olle lineare Wandwarze an?

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Quote

    ja wenn du es weisst und Erfahrung hast, wieso tut man dem PI dann so eine olle lineare Wandwarze an?

    Ja, wenn ich das gewusst hätte, noch dazu bei einem an die 15 Jahre alten NT, das vorher nie Probleme gemacht hat? Es wird wohl die abgefallene Gleichrichter-Diode sein. Dann wird wohl eine negative Halbwelle nicht gleichgerichtet worden sein, was einer Umpolung gleichkommt. Daran kann der Raspi schon mal abrauchen. An den 18 V (solche Spannungsschwankungen gibt's im Auto-Bordnetz ja auch!) wird es wohl nicht liegen, denn der StromPi verkraftet max. 61 V.

    Aus diskreten Bauteilen aufgebauter Brückengleichrichter. Dass es so etwas noch gibt. Alter Schwede! :stumm:


  • Aus diskreten Bauteilen aufgebauter Brückengleichrichter. Dass es so etwas noch gibt. Alter Schwede! :stumm:

    Es soll sogar noch Radios geben, die mit Röhren laufen... diese kleinen länglichen hohlen Glasteile mit dem Metallzeuchs drin und so 'nem heissen Stück Draht unten... :lol:

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