USB-Stick über fstab als rw für alle User einbinden

  • Hallo!


    Ich verzweifele gerade an eine "Kleinigkeit": ich möchte den USB-Stick (/dev/sda1) über die fstab beim booten als " voll zugriffsberechtigt für alle User" einbinden. Irgendwie stelle ich mich da aber zu blöd an, inzwischen mache ich meinen Pi zum 3. Mal neu, da er mit inkorrekter fstab nicht bootet und ich über Remote dann auch nicht drauf komme.
    Letztendlich geht es mir um Folgendes: Ich nutze einen Pi2 mit der letzten Raspbian-Version als Calibre-Server und möchte aus Platzgründen die eigentliche Bibliothek auf einen USB-Stick auslagern. Ich lasse den Pi mit grafischer Ausgabe unter dem Nutzer "pi" starten und rufe den Calibre-Server über die rc.local auf. Im Augenblick habe ich in der fstab folgenden Eintrag zum Mounten/einbinden:


    /dev/sda1 /home/pi/lesestoff defaults 0 0


    Damit ist der Stick (mit ext4 formatiert) im Dateimanager sichtbar, aber leider ist der Besitzer root. Wie bekomme ich im autostart die Schreibberechtigung für alle hin (schreiben/lesen/bearbeiten/ausführen)?
    Setzte ich hinter defaults noch ",uid=1000,gid=1000" , dann hängt sich der Pi auf und ich sehe leider über remote nicht, was schief geht. Ich kann dann nur die SD-Karte neu kopieren und dann per xrdp wieder auf den "Kleinen" zugreifen. Leider besteht augenblicklich keine Möglichkeit, Monitor & Tastatur anzuschließen, um lokale Ausgaben zu sehen - der Pi ist hinterm Schrank fest verbaut, man kommt nur an die SD-Karte und per Verlängerung an USB...

  • Wenn der Stick ext4-FS enthält, nutze chown/chmod um die Berechtigungen anzupassen und nicht /etc/fstab

    " […] if you give a man a fish he is hungry again in an hour. If you teach him to catch a fish you do him a good turn."

  • Oder du schreibst dir ne udev Regel, die wird dann auch jedesmal beim erneuten einstecken des sticks ausgeführt


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  • Ersetze "default" durch "rw,nouser,relatime" ... dann wirds wohl gehen.....


    werde ich gleich mal probieren...


    Wenn der Stick ext4-FS enthält, nutze chown/chmod um die Berechtigungen anzupassen und nicht /etc/fstab


    Sorry - ich stelle ich da etwas ehr dumm an: wie muss ich es anstellen, so dass es bei jedem Reboot automatisch neu ausgeführt wird?



    Oder du schreibst dir ne udev Regel, die wird dann auch jedesmal beim erneuten einstecken des sticks ausgeführt


    Der Stick bleibt dauerhaft gesteckt - als Buchablage, daher etwas schwierig. Wie müsste so eine Regel aussehen und wie kann man es einrichten, dass sie bei jedem Reboot ausgeführt wird?

    Edited once, last by John Do ().

  • Quote


    Sorry - ich stelle ich da etwas ehr dumm an: wie muss ich es anstellen, so dass es bei jedem Reboot automatisch neu ausgeführt wird?


    Gar nicht, mittels chown/chmod gesetzte Berechtigungen werden im Dateisystem (in dem Fall auf dem Stick) gespeichert und brauchen nicht jedesmal neu gesetzt werden. Das gilt aber eben nur für unix-FS, in deinem Fall handelt es sich ja um ext4 und ist deswegen kein Problem. Da braucht es kein udev/fstab oder sonstwas, das sind Basics auf Betriebssystemebene.
    Willst du wirklich "Vollzugriff für Alle", setzte "chmod -R 777 /home/pi/lesestoff". Sinnvoller ist es aber zu schauen welcher User (der unter dem Calibre läuft) wirklich Zugriff braucht und das entsprechend feiner abzustufen.
    http://www.selflinux.org/selfl…nutzer_unter_linux05.html

    " […] if you give a man a fish he is hungry again in an hour. If you teach him to catch a fish you do him a good turn."

    Edited once, last by llutz ().


  • Gar nicht, mittels chown/chmod gesetzt e Berechtigungen werden im Dateisystem (in dem Fall auf dem Stick) gespeichert und brauchen nicht jedesmal neu gesetzt werden. Das gilt aber eben nur für unix-FS, in deinem Fall handelt es sich ja um ext4 und ist deswegen kein Problem. Da braucht es kein udev/fstab oder sonstwas, das sind Basics auf Betriebssystemebene.
    Willst du wirklich "Vollzugriff für Alle", setzte "chmod -R 777 /home/pi/lesestoff". Sinnvoller ist es aber zu schauen welcher User (der unter dem Calibre läuft) wirklich Zugriff braucht und das entsprechend feiner abzustufen.
    http://www.selflinux.org/selfl…nutzer_unter_linux05.html


    Okay - super. Da spare ich mir ja Arbeit, wenn die gesetzten Rechte erhalten bleiben. Um "Mißbrauch muss ich mir keine Sorgen machen, der Pi ist von außen nicht erreichbar. Außerdem sind auf diesem USB-Stick nur Bücher (und dazu nur ein Auszug aus meiner eigentlichen Bibliothek), selbst wenn die irgend ein böser User löscht, stört das nicht wirklich. Das ist halt einfach nur der Calibre-Server im eigenen Hausnetz, damit ich mein Lese-Tablet (Google Nexus 7) per WLAN mit Büchern füttern kann, ohne aus dem Bett aufzustehen und jedes Mal einen "richtigen" Rechner starten muss...
    Deshalb mache ich mir um eine feine Rechte-Abstufung keine Sorgen - außer mir ist in diesem Hausnetz keiner. Jedenfalls keiner, der von diesem Server weiß und damit etwas anfangen könnte: meine Frau macht bloß Online-Banking und surft ein wenig herum. Für mein Kind (wenn er denn mal da ist) existiert nur Youtube zur Unterhaltung und ein wenig Surfen. Der Einzige mit Neugier und Spieltrieb bin ich :D