Auf der Suche nach einer NAS Lösung

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  • Hallo,

    ich suche aktuell nach einer Lösung für ein NAS. Ich hatte erst überlegt das mit dem RPI zu machen und dann auch schon ein PoC aufgebaut, allerdings ist mir die Performance dann doch etwas zu schwach.

    Im Prinzip suche ich jetzt nach einem guten Ersatz für den Raspberry.

    Hat jemand Ideen? Hatte den Cubietruck ins Auge gefasst. Allerdings weiß ich nicht ob es sich nicht vielleicht mehr lohnt gleich zu einem Intel NUC zu greifen.

    VG

    Aequat omnes cinis. Impares nascimur, pares morimur! - Asche macht alle gleich! Ungleich werden wir geboren, gleich sterben wir! (Seneca)

  • Hey,

    hast du vielleicht eine Fritzbox und mal versucht damit das NAS umzusetzen? Könnte ja vielleicht eine Alternative sein zum Einplatinencomputer. Ich weis halt nur nicht, wie es dort mit der Performance aussieht. Vielleicht kann da ja noch jemand was zu sagen.

    Gruß Kokiri

  • billigst NAS wenn Fritz vorhanden ist bleibt USBdrive an Fritz, aber lahm
    nächstes USBdrive an PI, ich habe je eine an OSMC PI2 und jessiePIXEL am PI3 aber auch keine Rekorde!
    PS. alle meine Platten laufen prima am PI und der Fritzbox WDpassport (ultra) USB3 2,5" von 1TB bis 3TB(6 Stk vorhanden)

    besser ist natürlich ein NUC oder Selbstbau mit freeNAS nach belieben
    http://www.technikaffe.de/anleitung-178-…auf_einen_blick

    Ich hatte mich erst mal für Qnap 453pro entschieden und nach Tod desselben (4 Wochen) zum 453a gewechselt
    Zentris bevorzugt Synology NAS, jede hat ihre Vorteile und Schwächen, deswegen nächstes Mal selber bauen.

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

    Edited once, last by jar (April 5, 2017 at 11:17 AM).

  • Die Frage ist doch eigentlich, was du damit machen willst, welche Performance du erwartest, wie wichtig dir deine Daten sind und was du an Zeit investieren willst/kannst:

    • Fritzbox & Co. sind sicherlich schnell hingestellt, aber in ihrer Leistung beschränkt und im Prinzip nix weiter als "eine Festplatte mit Netzwerk".
    • Eigenbaugeräte mit CubiTruck/Raspi, Intel NUC & Co. sind sicherlich eine schöne Sache, weil man einerseits alles seinen Bedürfnissen entsprechend konfigurieren kann. Der zeitliche Umfang, sowas vernünftig und sicher (im Sinne von Ausfallsicherheit/Zuverlässigkeit und auch Datensicherheit) ist nicht zu unterschätzen (Threads in Bezug auf Probleme mit OpenXXX sind ja nun mal auch nicht selten), einem Laien ist das zunächst nicht zu empfehlen, wer sich mit Linux besser auskennt, bekommt das aber durchaus auf die Reihe... Wobei eben der eigene Aufwand mit den Anforderungen stark ansteigen kann
    • Kommerzielle Geräte (egal ob nun QNAP, Synology oder andere) haben den Charme eines mehr oder weniger anwendungsbereiten Systems, welches nach kurzer Zeit läuft und meist viele Feature (oft mehr als man selbst braucht) mitbringt. Oft liefert der Hersteller auch die öfters notwendigen (Sicherheits-)Updates und/oder entwickelt die SW weiter... Wenn man ein NAS einfach nur braucht und betreiben will, ohne da viel Aufwand/Zeit mit zu verbringen, ist sowas sicher die beste Variante (Nachteil: kostet eben etwas mehr Geld in der Anschaffung)
      Bzgl. der Datensicherheit sind die kommerziellen Geräte meist am besten organisiert/vorbereitet (manigfaltige Raid-Varianten incl. Hot-Swap) + umfangreiche Backup-Varianten auf Zweit-nas, USB-Platten usw. incl. Backup (verschlüsselt) per Cloud-Anbindung an die derzeit üblichen Verdächtigen...


    Jetzt musst du dich zunächst positionieren, was du willst...


  • Bzgl. der Datensicherheit sind die kommerziellen Geräte meist am besten organisiert/vorbereitet

    da muss ich leider widersprechen, jedenfalls für Qnap!

    Ich hatte das TS-253 und war zufrieden, aber das TS-253 war mir doch zu dünne, also das TS-453pro gekauft, Platten aus dem TS-253 in die TS-453pro gesteckt, wurden erkannt und lief sofort, dann 3te Platte zugesteckt aus mirrorRAID Raid5 gewünscht, klappte auch sofort.

    Nach 4 Wochen starb das Mainboard, der Ersatz gestaltete sich schwierig, Ama hatte keine 453pro mehr, ich bestellte bei einem anderen Händler.
    Die 453pro stammte offensichtlich mit abweichender Firmware aus einer anderen Vorinstallation und wollte das eingerichtete Array nicht erkennen, es blieb nur Array neu initialisieren mit totalem Datenverlust, dazu kauft man aber kein Raid5 vom Profi.

    Es war aber nur Datenbestend von 4 Wochen und viel habe ich ja auf meine anderen Platten am PI und der Fritz verteilt, mich hat Qnap an der Stelle enttäuscht, wie Synology in so einem Fall läuft weiss man erst wenn es passiert.

    Im Normalfall sollte innerhalb eines Herstellers auch unterschiedliche Firmware mit dem Array zurechtkommen.

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    Edited once, last by jar (April 5, 2017 at 11:54 AM).

  • Danke für die Antworten.

    Ich würde gerne richtig Selbstbau tendieren, da ich damit mehr Freiheiten habe. Weiß allerdings auch wie angenehm was fertiges sein kann. Ich denke ich sollte nochmal überlegen was ich genau erwarte. Wenn es "nur" ein Datengrab werden soll kann man auch was fertiges nehmen. Was mich halt bei den Single Board Geschichten stört sind weitere Software Updates. Also beim Raspberry ist das ja ziemlich schmerzlos. Aber habe letztens irgendwas über den Cubietruck gelesen, dass da wohl die Software teilweise nicht so geil sein soll. Aber kann mich auch vertun.

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  • Selbstbau tendieren, da ich damit mehr Freiheiten habe.
    ...
    weitere Software Updates. Also beim Raspberry ist das ja ziemlich schmerzlos.
    ...
    Cubietruck gelesen, dass da wohl die Software teilweise nicht so geil sein soll.

    Welche Freiheiten? Was genau schwebt dir da vor?

    Updates musst du immer einfahren, schon allein wegen der Sicherheitspatche.
    Vermutlich kommt dann irgendwann der Gedanke, auch von außerhalb der Wohnung auf das NAS zugreifen zu wollen, da ist eine richtige Absicherung elementar... (Zumindest ein Zugriff per VPN)
    Da ein NAS üblicherweise ja ein "reduced" System ist (kein GUI), fallen auch viele mögliche Pannen bei Updates weg.
    (Wer ein NAS mit einem OS + GUI betreibt... nun ja, "kann man machen" ...) :fies:

    Ich habe seit >2 Jahren einen Cubitruck 3 laufen, 24/7/365... Fallback-DB-Server, Nagios-Server, Fallback-Wiki...
    Ja, die Installation eines guten Systems ist etwas "anstrengend", weil der Herstellersupport lausig ist. Es gibt jedoch einen polnischen Entwickler, welcher ein gutes System zusammengestellt hat... incl. Updates, welche zugegebenermaßen oft nur selten kommen...
    Einen Cubitruck würde ich als Erstlingswerk nicht empfehlen, es sei denn, du bist ein Linux-Guru :D


  • Einen Cubitruck würde ich als Erstlingswerk nicht empfehlen, es sei denn, du bist ein Linux-Guru :D

    wo gibt es die?

    bei Raidsonic nicht,
    bei QNAP nicht,
    im raspbian auch nicht.

    Hier ist mir auch noch keiner begegnet, allenfalls einige mit besseren Kenntnissen als ich, sicher man kann selbst einer werden, man kann sich mit irgendwie behelfen und eigene Routinen einbauen, das ist immerhin besser als bei win aber auch nicht perfekt.

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
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  • Ich würde gerne noch eine Zwischenfrage stellen: Was haltet ihr von einem HP N54L Microserver? Ein Kollege möchte diesen loswerden. Habe jetzt mal grob im Internet geschaut und man findet wirklich Massen an irgendwelchen Anleitungen, kompatibler Hardware etc. etc.(=> hardwareluxx zb)

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  • Der HP N54L Microserver ist zwar ein etwas älteres Teil, aber für ein Eigenbau-NAS durchaus gut geeignet:

    Man kann ein "normales" x86 - Linux (Debian oder Ubuntu) oder ein Windows Server 2xxx draufmachen (die älteren MS Server - Versionen gibt es m.W. kostenlos).

    4 Disk-Schächte sind ok, ein CD Laufwerk (wenn eingebaut, Schacht ist vorhanden) vereinfacht die Installation.

    Entscheidend ist die RAM-Ausstattung : Mit 1 GB macht es irgendwie keinen Spass (mit Linux geht es aber doch recht gut...) mehr ist immer besser sinnvoll ist es, wenn beide RAM-Steckplätze besetzt sind, weil der NAS dann besser/schneller reagiert und man auch anderen Services (VPN, Web-Server, Datenbank(en)...) drauf laufen lassen kann.
    Soweit ich das noch weiß, hat der HP ECC-RAM, der etwas teurer als "normaler" RAM ist...

    Entscheidend ist die Frage nach der Ausstattung und dem Preis des Teils von deinem Kollegen (Platten incl.? Welche Größe und Wieviel?, Wie lange gelaufen + welche Marke? Wie sehen die SMART-Werte der Platten aus?...)

    Weil: Die Platten sind das teure an einem NAS... bei 4 x 4TB legst du da locker mal 600€ ... (ok, da bleiben dann im Raid 5 eben mal 12 TB an Platz...
    ABER: Backup nicht vergessen (auch dafür muss man ein Konzept haben und Platten kaufen...)

    Aber das können wir dann später mal ventilieren... wenn du ein Konzept hast...

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