Backup-Möglichkeiten

  • Hallo zusammen,


    nach einiger Bastelei bootet meine Himbeere nun endlich vom PiDrive und ohne SD-Karte. :thumbs1:
    Auf dem Headless-System laufen aktuell ein Webserver, Baikal, Tiny Tiny RSS und diverse SQL-Datenbanken.
    Seafile will ich auch noch installieren.


    Da ich in die Konfiguration schon relativ viel Zeit gesteckt habe möchte ich natürlich regelmäßig sichern.
    Vorher habe ich die SD-Karte immer mittels W32 DiskImager unter Windows gesichert, das lief problemlos.


    Auf der Platte existieren zwei Partitionen:


    Code
    1. Device     Boot  Start       End   Sectors   Size Id Type
    2. /dev/sda1         2048    194559    192512    94M  c W95 FAT32 (LBA)
    3. /dev/sda2       194560 732518399 732323840 349,2G 83 Linux


    So als Basis nach dem Umstieg hätte ich gerne Images von beiden Partitionen, die ich dann im Ernstfall unter Windows auf die Platte zurückschreiben könnte.
    Das müsste sich ja wahrscheinlich mit z.B. DriveXML machen lassen? Das Tool hatte ich schon öfter erfolgreich im Einsatz (allerdings nur mit Windows-Partitionen).


    Perfekt wäre natürlich ein automatisches Backup während des Betriebs.
    Dazu müssten ja dann zeitweise alle wichtigen Dienste vor der Sicherung gestoppt werden (welche wären das genau?).
    Zudem hab ich schon mehrfach gelesen, dass es mit z.B. DD trotzdem zu inkonsistenten Backups kommen kann. :s


    Wie habt Ihr das gelöst? :helpnew:

  • Da bist du nicht der Erste ;)


    http://www.forum-raspberrypi.d…erstellen-und-verkleinern
    http://www.forum-raspberrypi.d…laufenden-systems-anlegen


    Und dann gab's da neulich im Forum noch nen Thread über ein magisches Script, dass Images auf ein Minimum verkleinert (=den leeren Speicherplatz der SD weglassen), nur ich find's grad nicht...


    LG

  • Moin


    DBs mit mysqldump sichern.
    Daten sicher ich immer mit tar die entsprechenden Verzeichnisse und mit rsync dann auf andere Server sichern.
    Bei Maildir lasse ich das tar weg und mache alle Postfächer direkt per rsync.


    Config wird bei mir meistens generiert. Hier mit Ansible. Die sichere ich gar nicht. Nach dem neu aufsetzen und installieren wird die mit Ansible generiert und aufgespielt.


    Alles was nicht im Ansible ist wird per rsync weggesichert.

  • So, habe jetzt recht viel zu dem Thema gelesen. :denker:


    So wie ich es verstanden habe ist es sinnvoll das Backup mit Linux Bordmitteln durchzuführen.
    Und wenn DD funktionieren und sichere Backups erzeugen soll (und darum geht es mir vorrangig), muss ich die entsprechende Platte dazu aushängen.


    Aber: ich habe außer dem Pi nur einen Windows-Rechner und meine im Netzwerk erreichbaren Festplatten sind mit NTFS formatiert. :neutral:


    Mein Plan wäre jetzt:


    - SD-Karte mit Raspbian Lite bauen (rein nur für Backupzwecke)
    - Pi damit starten und PiDrive per DD auf eine externe Platte mit ext4-Parition backuppen


    Das will ich dann nicht regelmäßig machen, sondern zunächst nur 1x da ich jetzt gerade einen gut funktionierenden Programmstand auf dem Pi habe und nix riskieren will.. :fies:
    Ich will damit erreichen, dass ich definitiv nur die beiden Raspbian-Partitionen auf die Platte zurückschreiben muss um wieder den funktionierenden Stand zu haben.


    Die regelmäßigen (d.h. täglichen) Sicherungen will ich mit raspibackup machen.


    Was meint Ihr dazu? :huh:
    Kann man so machen oder blöd und unelegant? :D

  • Das ist grundsätzlich richtig, nur von ungemounteten Partitionen/Devices eine Komplettsicherung zu ziehen.
    Wenn Du mir dd eine ganze Partition, oder die ganze Platte sicherst, entsteht nur 1 Sicherungsfile, das aber genauso gross wie die gesicherte Partition, oder die ganze Platte ist, bei Dir also rd. 350 GB. Dafür kannst Du am Zielsystem jedes Dateisystem verwenden, das so grosse Dateien handeln kann. Auch kannst Du nachträglich, oder gleich bei der Sicherung das Sicherungsfile komprimieren.
    raspibackup bietet 3 Arten von Linux-Sicherungen von der gemounteten Platte an. dd, tar, rsync.
    rsync auf NTFS ist weniger zu empfehlen, weil die Dateiattribute verlorengehen. dd sichert das ganze device (also bit für bit vom ersten bis zum letzten Sektor), sodass Du Dich wohl mit tar vertraut machen musst.


    Die Sicherungsstategie ist normalerweise Grundlage für die Partitionsstrategie. Dabei geht man von maximalen Datenmengen für System. Dokumente, Videos, SQL, Pix usw. aus und legt für Systemdaten (max. 20 GB) und Bewegungsdaten eigene Partitionen an. Das erleichtert die Koplettsicherung des Systems mit dd und die laufende Sicherung der "eigenen" Files.


    Den raspi für die Komplettsicherung mit einer eigenen SD hochzufahren, halte ich für eine gute Idee. Noch einfacher und sicherer wäre es mit Deinem Windows PC, wenn Du mit ihm eine Linux live CD/DVD startest. Solche ISOs gibt es wie Sand am Meer, manche auch mit forensic tools (zwecks Wiederherstellung versehentlich gelöschter Dateien, u.A.).


    Deine grosse Root-Partition lässt sich (im ungemounteten Zustand) übrigens verkleinern, falls Dich die jetzige Grösse für eine dd-Sicherung stört.


    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

    Edited once, last by RTFM ().

  • Quote

    Wenn Du mir dd eine ganze Partition, oder die ganze Platte sicherst, entsteht nur 1 Sicherungsfile, das aber genauso gross wie die gesicherte Partition, oder die ganze Platte ist, bei Dir also rd. 350 GB. Dafür kannst Du am Zielsystem jedes Dateisystem verwenden, das so grosse Dateien handeln kann. Auch kannst Du nachträglich, oder gleich bei der Sicherung das Sicherungsfile komprimieren.
    raspibackup bietet 3 Arten von Linux-Sicherungen von der gemounteten Platte an. dd, tar, rsync.
    rsync auf NTFS ist weniger zu empfehlen, weil die Dateiattribute verlorengehen. dd sichert das ganze device (also bit für bit vom ersten bis zum letzten Sektor), sodass Du Dich wohl mit tar vertraut machen musst.



    Die Sicherungsstategie ist normalerweise Grundlage für die Partitionsstrategie. Dabei geht man von maximalen Datenmengen für System. Dokumente, Videos, SQL, Pix usw. aus und legt für Systemdaten (max. 20 GB) und Bewegungsdaten eigene Partitionen an. Das erleichtert die Koplettsicherung des Systems mit dd und die laufende Sicherung der "eigenen" Files.


    Das macht Sinn, da werde ich nochmal nachbessern und die Partitionierung überarbeiten. ;)
    Auf dem Pi soll ja noch Seafile laufen - die Cloud-Daten würde ich dann auch noch in eine eigene Partition stecken.
    Das würde ich in etwa so machen:


    • /boot (100MB, FAT32)
    • / (20GB, ext4)
    • /var (12GB, ext4)
    • /home (25GB, ext4)
    • /seafile ( ca. 290GB, ext4)
    • /swap (2GB)


    Quote


    Deine grosse Root-Partition lässt sich (im ungemounteten Zustand) übrigens verkleinern, falls Dich die jetzige Grösse für eine dd-Sicherung stört.


    Das mache ich am besten mit GParted (Live)?

  • @ Das mache ich am besten mit GParted (Live)?
    Das Programm heisst resize2fs, es wird von einem Linux-gparted verwendet/aufgerufen.
    Und "g"parted ist das Gnome-Frontend zu parted (und weiteren Partitionsprogrammen).
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    /var würde ich im Rootverzeichnis / belassen (wegen var/lib, var/cache u.A.) Dein eigenes Verzeichnis kannst Du auch auf unterer Ebene dazumounten.
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    /seafile würde ich nicht den ganzen restlichen Plattenplatz zuweisen, sondern zunächst nur ca. 100 GB
    Mit Linux-LVM lässt sich ein Linux Filesystem auch auf mehrere Partitionen (auch plattenübergreifend) ausdehnen und wieder verkleinern. Vllt. brauchst Du das einmal für /, oder /home. Zumindest 50 GB - für spätere Verwendung - freilassen.


    Das ist aber alles nur meine subjektive Einschätzung.



    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so