Raspberry an Klingel anschließen

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  • Hat mir jemand eine Empfehlung für ein Relais oder Optokoppler mit denen ich das Signal abgreifen kann`?



    ja ich habe einen gleichstromtrafo eingebaut damit es mit dem pi besser funktioniert. der klingel und dem gong ist es egal.


    warum fragst du wenn es funktioniert?
    warum beantwortest du keine Nachfragen?



    willst den Klingelstrom anzapfen oder die Klingelspannung?
    für beides hatte ich hier schon mal Bilder erstellt

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr

  • hallo jar,
    entschuldige bitte!!!
    Ich meinte damit nicht, dass es schon funktioniert, sondern das der Pi mit Gleichstrom hoffentlich besser funktionieren wird.
    Ich möchte allerdings den Pi nicht mit Strom versorgen (das mach ich über ein Hutschienennetzteil) sondern möchte die Spannung bei betätigen des Klingelknopfes abgreifen!


  • Ich möchte allerdings den Pi nicht mit Strom versorgen (das mach ich über ein Hutschienennetzteil) sondern möchte die Spannung bei betätigen des Klingelknopfes abgreifen!


    oh das hatte ich verstanden, aber wie soll man helfen wenn du Grundlegendes nicht verstehst, in dein Bildchen die Leitung einzeichnest wo man nur den Strom feststellen kann aber nicht die Spannung.
    Das muss verstanden sein sonst kann man nicht helfen! Die Spannung liegt nur an der Klingel und nicht an der Leitung zum Klingelknopf, dort fliesst nur der Klingelstrom.

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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von jar ()

  • Ist denn die Vor- und Rückleitung zur Klingel nicht über dasselbe Kabel geführt? Dann kann man doch parallel zur Klingel eine LED (mit Vorwiderstand) schalten und das Signal mit einem Phototransistor abgreifen.
    Ob Gleich- oder Wechselstrom wäre dann auch egal.

  • Und nochmal weil es so schön ist :)


    http://blog.heimetli.ch/raspbe…wechselstrom-eingang.html



    Das ist schon von mehreren Leuten hier im Forum verlinkt worden. Bei mir funktioniert es seit längerer Zeit völlig problemlos.


    Macht was draus...


    Ooops, sogar hier in dem thread ...


    VG
    Leroy

    Man soll nicht alles glauben was man denkt!
    (Zitat aus 'Die Anstalt')

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Leroy Cemoi ()

  • Nabend,


    ich klinke mich auch mal in den Thread ein da es theoretisch um das gleiche "Alte Thema" geht. Ich möchte sowohl meine Türklingel als auch den Türöffner via Pi (parallel zum analogen System) in FHEM einbinden. Die Softwareseite ist soweit okay und die Schaltung des Türöffners dürfte über ein Relay Modul kein Problem sein.

    Was mir jedoch Kopfschmerzen bereitet ist die Erkennung des Klingelsignales. Hierzu gab es ja schon unzählige Threads, Beiträge usw aber so ganz verstehe ich noch nicht "warum" meist zu komplexeren Schaltungen und Optokopplern gegriffen wird - das verunsichert mich irgendwie.


    Die gegebene Situation ist die dass bei meinem alten Türgong im "Leerlauf" 3,22V AC anliegen (fallen bei Betätigung des Türöffners auf 0,3V - warum auch immer) die bei Betätigung der Türklingel auf 14V AC ansteigen.


    Also war mein Laienhafter Grundgedanke dass ich einfach ein solches Relais nehme Relais 12V/AC Serie 40 welches zwischen 8,8 und 18V AC schaltet und damit auf der anderen Seite den GPIO Pin des Pi trigger. Die Stromkreise sollten doch durch das Relais getrennt sein oder nicht?


    Irgendwie habe ich nach den ganzen anderen Beiträgen dass Gefühl dass ich es mir dabei zu leicht mache und irgendwas wichtiges übersehe bzw nicht verstehe.


    Vorab besten Dank

  • Das mit dem Relais geht.


    Optokoppler haben keine mechanisch bewegten Teile. Auf die Fläche des Relais bekomme ich 5 Optokoppler mit Vorwiderständen, von der Bauhöhe ganz zu schweigen. Für die Optokoppler brauche ich nur 1/10 bis 1/4 des Stromes (2-5mA) wie für ein Relais (20mA). Das Relais (3 Eur) kostet das 10fache eines Optokopplers (unter 30ct). Mit einem AC-Optokoppler kann man sich die Dioden sparen.


    Oder auf Neudeutsch: Optokoppler sind einfach smarter. ;-)

  • Mit einem AC-Optokoppler kann man sich die Dioden sparen.

    ... der LTV-814 wäre z.B. ein solcher AC-Optokoppler - siehe >>> hier <<<. Damit besitzt man zudem den Vorteil der Lichtausbeute der zweiten Halbwelle, welche eine eventuelle Signalglättung (auf der Ausgangsseite) erleichert - so man diese benötigt und/oder mittels derer niedrigere Spannungspegel pollenderweise eingelesen werden sollen. Letzteres ist aber Feinkram und für einen Klingelknopfeinsatz sicher nicht benötigt.


    Allerdings machen mir die 3,22V Leerlaufspannung etwas Kopfzerbrechen. Es wäre nämlich möglich, daß die LED's bei gegebenem Vorwiderstand bereits schon bei 3,22V glimmen. Um hier eine saubere Trennung Deiner 3,22V von den 14V zu erzielen, solltest Du den Spannungspegel mit einer Zenerdiode (z.B. 6.1V Zenerspannung) unterhalb dieser Zenerspannung abschneiden (Zenerdiode in Reihe zum OK schalten). D.h. es kommen dann nur noch Signale oberhalb der Zenerspannung (in dem Beispiel also >= 6.1V) durch. Du bewegst Dich dann also zwischen 0..14V-6,1V d.h. 0..7,9V auf der LED-Seite. Allerdings benötigst Du dann doch wieder eine externe Diode zur Gleichrichtung, da die Zenerdiode eine der beiden Halbwellen passieren lassen würde, womit Du Dir das 3,22V-Problem auf dieser Halbwelle einfängst. In der Summe benötigst Du also einen Widerstand, eine Diode, eine Zener-Diode (Zenerspannung >3,22V und Zenerspannung kleiner - sagen wir mal <=9V) und einen Optokoppler (der muß dann nicht mehr vom Typ AC sein - schadet aber auch nicht). Sekundärseitig wirst Du dann noch ein Halbwellenfragment sehen. D.h. wirst entsprechend schnell pollen müssen oder benutzt irgendwelche "Interruptlogik", die schnell genug für dich pollt (wo wir wieder bei der Verunglimpfung des Wortes "Interrupt" wären).

  • Ohne die Anlage zu kennen eine Erklärung:


    So ein alter Türgong ist quasi eine Spule hoher Induktivität, also mit merklichem Wechselstromwiderstand. Die Klingelleitungen laufen über ettliche Meter parallel, bilden also einen Kondensator. Ist der Schalter nicht gedrückt, wird von der spannungsführenden Leitung zum Türöffner oder von der Leitung zum Klingeltaster Wechselspannung kapazitiv auf die Leitung zum Türgong gekoppelt, eventuell mit hohem Oberwellenanteil. Diese Spannung ist als 3V messbar. Wird der Türöffner betätigt, bricht die Spannung auf der Leitung zum Türöffner ein und die gekoppelte Spannung fällt auf 0V.


    Also wie gesagt ohne die Anlage und die Leitungsführung zu kennen. Das ist der gleiche Effekt wie bei blinkenden ESL oder LED-Lampen, weil die Spannung auf der Leitung zum Schalter auf die parallele Leitung zur Lampe überkoppelt, dort den Ladekondensator auflädt bis die Lampe angeht.


    Abhilfe dürfte bei der Klingel ein kleiner Kondensator 100-470nF über den Anschlüssen des Türgongs oder ein Widerstand 100ohm 1W an gleicher Stelle schaffen.

  • Vielen Dank für die ausführlichen Antworten - das werde ich mir nachher mal alles in Ruhe zu Gemüte führen und einen Plan erstellen.


    Zeitweise hatte ich ja auch schon mit dem Gedanken gespielt das ganze Thema zu umgehen und diesen Weg über einen entsprechend eingestellten Geräuschsensor zu gehen. Für Laien wie mich wahrscheinlich die einfachste und unkomplizierteste Lösung, aber ich fürchte dass dort dann die Verzögerung deutlich größer ausfällt.