Berechnung Schaltleistung eines Relais / Schütz..

  • Moin Leute...


    Wie kann ich die Schaltleistung eines Relais / Schütz berechnen was für das einschalten eines Netzteils mit bekannten Werten von Ausgangsstrom & Ausgangsspannung benötigt wird?


    Ich persönlich würde es über die elektrische Leistung berechnen, weiß aber nicht genau ob das so korrekt ist..


    Also als Beispiel:


    48V Netzteil mit 21A max ausgangsstrom.


    P= U * I = 48 * 21 = 1008 W


    Ich gehe Dabei von einem Wirkungsgrad von um die 80% aus, also kommt mehr Leistung in das Netzteil als rauskommt:


    1008 / 80 = 12,6 * 100 = 1260 W


    Nun die Stromaufnahme am Eingang des Netzteils:


    I = P / U = 1260 / 230 = 5,478 ~ 5,5 A die am Eingang geschaltet werden müssen..


    Um noch eine Reserve zu haben und das Relais / Schütz nicht am Limit zu betreiben plane ich ne Reserve von 25% ein


    I = (P * 1,25) / U = (1260 * 1,25) / 230 = 6,848 ~ 7A die das Relais / Schütz schalten können muss...


    Kann man das so rechnen, oder mach ich da nen Denkfehler?



    LG Tiieto

  • Würd ich auch so rechnen. Mit den Aufschlägen bist du auf der sicheren Seite.
    Normalerweise stehen auf den Netzteilen die Werte für Spannung und Strom eingangs- und ausgangsseitig drauf. Ansonsten kannst du auch mal nach Datenblatt oder Spezifikation googeln. So ein Netzteil fällt ja nicht vom Himmel - da gibts doch sicher einen Hersteller...

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  • Quote from "Tiieto" pid='297822' dateline='1504243539'


    Wie kann ich die Schaltleistung eines Relais / Schütz berechnen was für das einschalten eines Netzteils mit bekannten Werten von Ausgangsstrom & Ausgangsspannung benötigt wird?


    Um noch eine Reserve zu haben und das Relais / Schütz nicht am Limit zu betreiben plane ich ne Reserve von 25% ein


    Hallo Tiieto,


    beachte, dass es sich bei deinem Netzteil um eine induktive bzw. kapazitive Last handelt. Ich würde auch eine deutlich höhere Sicherheitsreserve planen. Das richtet sich aber auch nach dem Lastprofil und den Schaltzyklen.


    Gruß, STF

  • Ja es geht darum das richtige Relais / Schütz auszuwählen...
    Da für den Eingang des Netzteils bestimmt, also AC, brauch ich nicht auf die verschiedenen Werte achten...
    Aber Danke für den Hinweis, ich brauch ja auch noch ein paar Schütze die DC schalten sollen... [emoji6]


    Ich Danke für eure Antworten...


    LG Tiieto

  • 1000 dank...


    Übrigens: 21A sind 21A, AC wie DC...
    Was bei DC beachtet werden muss ist die Schutzstrecke zwischen den geöffneten Kontakten...
    Um diese zu vergrößern, schaltet man "einfach" die 3 Lastkontakte eines Schützes in Reihe...
    Dann hat man 3x so viel Luft zwischen den Kontakten als beim direkten durchschalten nur eines Kontaktes...
    Und schon passt das...


    LG Tiieto

  • Vielleicht solltest du einfach einen Elektriker damit beauftragen. Wenn dir die Bude abbrennt, freut sich die Versicherung über die eingesparte Regulierung. Angesichts deiner Frage ist nicht anzunehmen, dass du über die erforderliche Qualifikation und Berechtigung verfügst, diese Schaltung zu verbauen und freizugeben. Ich bin da persönlich recht schmerzfrei, aber je nach Einzelfall kann das unangenehme Haftungsfolgen haben... Den Schütz baut die ein Elektriker für ein paar Euro ein. Und die Ansteuerung mit Niederspannung kannst du dann selbst basteln.

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  • Ich würde z.B. aus folgendem Grund darauf kommen:


    Ein Kilo Federn ist genauso schwer wie 1 Kilo Blei. Tut halt nur anders weh, wenn es auf den Fuß fällt. :s
    Gleicher Strom nur andere Auswirkung.


    Auf der anderen Seite, ein Netzteil hat ein Typenschild (Ups. Habe mir mal selber eins gebaut, ohne Typenschild :) ). Da steht die Stromaufnahme drauf. Also warum Berechnen?

  • Quote from "Tiieto"


    Übrigens: 21A sind 21A, AC wie DC...


    Ja, aber auch nein. Bei AC hast du evtl. noch eine Phasenverschiebung, cos φ.

  • Warum berechnen?


    Weil auf dem Typenschild folgendes Steht:


    Input: 110/220 V +/- 20% 50/60hz
    Output: +48V 21A


    Deswegen berechnen...
    Wenns draufsteht wärs zu einfach...

  • Von 220V ist jetzt das erste Mal zu lesen. Die Trafos solch alter Netztteile können bei den heute üblichen 230VAC, meist sind es sogar 240VAC, Schaden nehmen, werden heiß. Das beachten und nicht an die Leistungsgrenze gehen.

  • Da steht aber auch +/- 20%


    Den 220V Wert genommen verträgt es also 176 bis 264V
    Passt also locker...

  • Ich finde es gut, dass die Infos Kleckerweise kommen. So kann man länger drüber reden/schreiben ;)

  • Um auf deine eigentliche Frage zurück zu kommen, ja so kann man den Schaltstrom berechnen.


    Die Frage die ich mir stelle:
    Ab 1987 begann die Umstellung von 220V auf 230V.
    Würde ich ein Netzteil mit dieser el. Leistung - welches schon über 30Jahre alt ist - heute noch betreiben? :s :no_sad:

    Edited once, last by oldster ().

  • Quote from "flyppo" pid='297912' dateline='1504283642'

    Quote from "flyppo" pid='297912' dateline='1504283642'


    Ich finde es gut, dass die Infos Kleckerweise kommen. So kann man länger drüber reden/schreiben ;)


    Ich kann nicht mehr länger reden/schreiben :no_sad: =(


    Sonst fange ich noch an über den Einschaltstrom nachzudenken.
    Der liegt bei dem aktuellem [font="Arial, Helvetica, sans-serif"]MeanWell RSP-1000-48 bei 40A(230VAC).[/font]


    [font="Arial, Helvetica, sans-serif"]Aber vielleicht kommt noch etwas nachgekleckert. z.B. Hersteller, Typ[/font]


    [font="Arial, Helvetica, sans-serif"]Man sollte sich nicht immer so reinsteigern, Frage beantworten und den Rest für die Feuerwehr übrig lassen. :)
    [/font]

  • Quote from "oldster" pid='297926' dateline='1504285021'


    Ab 1987 begann die Umstellung von 220V auf 230V.
    Würde ich ein Netzteil mit dieser el. Leistung - welches schon über 30Jahre alt ist - heute noch betreiben? :s :no_sad:


    klaro immer, warum Geräte wegwerfen?


    bei meinen 1979-1981 gebauten MFB Boxen musste ich allerdings die sekundären Siebkondensatoren tauschen, die hatte nur eine Spannungsfestigkeit von 63V und lagen bei 230V~ Ue schon an der Grenze mit 61V bei 10% möglicher Überspannung wäre das zu knapp geworden also Konditausch zu 100V Typen.


    [Blocked Image: http://www.forum-raspberrypi.de/attachment.php?aid=13188]

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

    Edited once, last by jar ().

  • So ihr Experten..


    Hier nachzulesen:


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Netzspannung


    Da die verwendeten Netzteile aus China stammen, ist die Spannungsangabe absolut Ok & mit +/- 20% verletzt es auch nicht die zulässigen Europäischen Toleranzen..


    Ich hoffe die Diskussion über die Eingangsspannung ist hiermit beendet & zu aller Zufriedenheit geklärt..


    Was aber auf dem Etikett verbessert werden könnte ist das hinzufügen des max eingangsstromes..


    LG..