USB Stick Partitionieren/Formatieren geht nicht

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  • Hallo zusammen


    ich versuche nach dieser Anleitung einen USB Stick auf meinem Raspi 2 zu benutzen.
    Nach einem

    Code
    1. sudo parted -s /dev/sda print


    bekomme ich

    Code
    1. Model:   (scsi)
    2. Disk /dev/sda: 8011MB
    3. Sector size (logical/physical): 512B/512B
    4. Partition Table: loop
    5. Disk Flags:
    6. Number  Start  End     Size    File system  Flags
    7. 1      0.00B  8011MB  8011MB  ext4


    Der Versuch die Partition 1 mit

    Code
    1. pi@RPI2:~ $ sudo parted -s /dev/sda rm 1


    zu löschen bringt nichts obwohl es einen kurzen Moment geht bis der prompt wieder da ist.
    Ich kann die Partition nicht löschen.


    Das Ziel ist den USB Stick als erweiterter Speicher (ext4) zu nutzen oder ev. nach dieser Anleitung benutzen zu können.
    Da ich nur eine 2GB SD Karte drin habe käme mir der 8GB Stick sehr gelegen.


    Ich habe schon bald das ganze Internet durchforstet :no_sad: bin aber irgendwie zu doof :blush:


    Wer kann mir helfen?
    Besten Dank im Voraus.

  • Hi,


    hast du mal versucht, einfach 'sudo parted /dev/sda' zu starten? Mit 'p' kannst du dann nochmal die Partitionstabelle anzeigen lassen, 'rm 1' würde dann die Partion mit der Nummer 1 löschen, weitere Befehle mit '?'.


    Wenn das nicht hilft, würde ich den USB-Stick nochmal re-mounten.


    Mfg,


    sls

  • Hallo continisio !


    Mit parted hast Du Dir mehr ein GNU-Guru Programm ausgesucht, das nicht als Einzeiler auf der Konsole ausgeführt werden muss.
    Mit < sudo parted /dev/sda > startest Du das Programm und landest auf dem Eingebeprompt (parted).
    Mit help (kurz h) schaust Du Dir die Befehle an. Mit help print wird der Printbefehl noch genauer erläutert, genauso die anderen Befehle. Trotzdem empfehle ich, in einem zweiten Terminal < man parted > bereitzuhalten, insbesondere ab COMMANDS, [command options].
    Dann mach einen test-run mit < print all >, rein zur Info.
    Dann schaltest Du die units auf Sectors um. Mit < unit s>
    Dann wieder < print all > und merkst, speicherst, photografiert, druckst die Ausgabe nach dem (parted) print all.
    Du brauchst die genaue Sektoranzahl von /dev/sda und den Anfangssektor von der (Partition) 1. Mehr Partitionen sollten eigentlich sowieso nicht angezeigt werden.
    Wenn Du Dir ganz sicher bist, dass Du Dich auf dem richtigen Device (Stick) befindest, kannst Du mit < rm 1 > die bestehende Partition Nr1 löschen.
    Bei < print all > sollte die Partition verschwunden sein. Bei einem Fehler musst Du allenfalls die /dev/sda1 Partition unmounten, oder ein user root hat versucht, ab Sektor 1 eine Partition zu erstellen, wodurch das disklabel (=MBR master boot record), sohin die Partitionstabelle teilweise zerstört wurde. (dann muss mit < mklabel msdos > ein neues Label erstellt werden).
    Dann wird eine primäre Partition Nr.1 mit < mkpart primary Exr4 Startsektor Endsektor > pber das ganze Device erstellt. Startsektor laut vorheriger Partitionm aber nicht ab Sektor 1, Endsektor laut Sektoranzahl von /dev/sda, oder voriger Partition.
    Wieder ein < print all > zur Überprüfung.
    Mit <q> oder <quit> parted beenden und vom user root noch ein <sync> vorsichtshalber nachschiessen und mit <exit> den user root beenden.
    Zu diesem Zeitpunkt kennt der Kernel die neue Partition noch nicht. Die kann auch noch nicht gemountet werden. Um die neue Partitionstabelle dem Kernel bekannzumachen gibt es zwar ein Programm, das suche ich aber jetzt nicht mehr raus. <sudo reboot > tuts auch.
    Mit sudo mke2fs oder mkfs.ext4 erstellsr Du dann in der neuen Partition das Filesystem.


    Servus !

  • Einfach (Device-Namen /dev/sdX checken und anpassen!)

    Code
    1. sudo dd if=/dev/zero of=/dev/sdX bs=4k count=1
    2. sudo parted /dev/sdX mklabel msdos
    3. sudo parted -a optimal /dev/sdX mkpart primary '0%' '100%'


    1. Zeile löscht evtl vorhandene Partitionierung
    2. Erzeugt neues Partitionsschema (msdos)
    3. Legt eine neue (primäre, bei GPT egal) Partition über den ganzen Datenträger an, die optimal "aligned" sein sollte.


    Anschliessend

    Code
    1. sudo parted -s /dev/sdX print

    The S in IoT stands for Security

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von llutz ()

  • Vielen Dank sls, RTFM und llutz.


    Ich habe mal die Schritte wie von llutz beschrieben angewendet.


    Code
    1. sudo parted -s /dev/sda print


    ergibt nun folgende Einstellung

    Code
    1. Model:   (scsi)
    2. Disk /dev/sda: 8011MB
    3. Sector size (logical/physical): 512B/512B
    4. Partition Table: msdos
    5. Disk Flags:
    6. Number  Start   End     Size    Type     File system  Flags
    7. 1      1049kB  8011MB  8010MB  primary


    Schaue ich mit

    Code
    1. sudo fdisk -l


    bekomme ich ganz am Schluss folgendes

    Code
    1. Disk /dev/sda: 7.5 GiB, 8011120640 bytes, 15646720 sectors
    2. Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
    3. Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
    4. I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
    5. Disklabel type: dos
    6. Disk identifier: 0x39131d6e
    7. Device     Boot Start      End  Sectors  Size Id Type
    8. /dev/sda1        2048 15646719 15644672  7.5G 83 Linux


    Was mich aber irritiert ist die Meldung nach anwenden von parted

    Code
    1. Information: You may need to update /etc/fstab.


    Habe mal in die fstab reingeschaut. Weiss aber beim besten Willen nicht was ich da anpassen sollte.
    Muss ich nun auf /dev/sda1 noch zB. mit

    Code
    1. mkfs -t ext4 /dev/sda1


    die Partition sda1 formatieren bevor ich sie mounten kann?


    Viele Grüsse und danke für die Hilfe.

  • Zitat
    Code
    1. Information: You may need to update /etc/fstab.


    Habe mal in die fstab reingeschaut. Weiss aber beim besten Willen nicht was ich da anpassen sollte.


    Das ist ein Hinweis, das sich eventuell bei dem rechner, durch das Anlegen der neuen Partitionen, die in der /etc/fstab stehenden Mounts geändert haben dun korrigiert werden müssen.
    Das ist harmlos.


    nach dem formatieren (mkfs ...) kommt es jetzt darauf an, wie du diesen Stick verwenden willst.
    Man anstecken, und z.B. mittels "automount/autofs" darauf zugreifen, oder fest angesteckt lassen?


    Wenn du den Stick fest angesteckt lassen willst, solltest du in der /etc/fstab diesen nicht über den Device-Namen (aktuell noch 7dev/sda1) eintragen, sondern über die UUID des Sticks. (zu erfahren mittels blkid)
    Denn es kann sonst sein, dass der Stick, besonders, wenn noch ein weiterer bei Systemstart angesteckt ist, falsch erkannt wird.

  • Vielen Dank allen für die Hilfe und die nützlichen tipps.


    Habe nun den Raspi wieder am laufen.
    Habe einiges lernen können.


    Ist jetzt so weit dass der Raspi den USB Stick mounted und von da läuft wie hier beschrieben.


    Für die nächsten Schritte lese ich mich zuerst wieder durch das Forum.


    Besten Dank.