Programmierung einer Heizungssteuerung

  • Hallo Leute, ich habe ein Problem und werde einfach nicht fündig im Internet .
    Nun ist mir die Idee eingefallen, da ich sowieso ein raspi habe der im Keller am werken ist als Server, diesen auch als Erweiterung zu meiner Heizungssteuerung nehmen kann. Ich würde gerne mit eurer Unterstützung eine Steuerung für meine Heizung erstellen wollen.
    Ich bin ein Neuling was das Raspi Programmierung angeht.
    Nun fange ich einfach mal an wie ich mir die Steuerung vorgestellt habe und bitte euch mir Tips zu geben mit welcher Programmiersprache ihr dies verwirklichen würdet.
    Ich habe bereits die Sensoren DS1820 gekauft
    und eine 8 Kanal RelayBoard.
    Auf dem raspi läuft das aktuellste raspbian
    Keine Sorge ich kann auch an 230V ran langen bin gelernter Mechatroniker :D


    S= Sensor(Eingang)
    A= Ausgang
    M=Mischer -> Rechts oder Links drehen


    1. Wenn am wassergefürten Kaminofen S3 70° anliegt -> Schalte A4(Pumpe 230V) ein bis S3 48° hat
    2. Wenn S5 Fühler im Pufferspeicher 75° -> Schalte A3 ein bis S5 60° hat
    3. S6 Vorlauftemperatursensor von Fußbodenheizung regle auf 35°, hierfür wird der M1 entweder im Uhrzeigersinn gedreht M3_R oder gegen den Uhrzeigersinn M4_L. Die Bestromung soll 2Sekunden sein und danach eine erneute Abfrage stattfinden ob S6 = 35°.


    4.Ich würde aber gerne statt 3. den Aussensensor S4 abfragen und eine Heizkurve anlegen wollen wenn z.b. Aussentemperatur -20° = Vorlauftemperatur 38° und wenn +10° Vorlauftemperatur 30°.


    Wer kann mir hierzu weiterhelfen. Ich bin mir auch sicher das dies für einige von euch ein kinderspiel ist aber für mich ist es momentan sehr schwierig mich in das raspi programmiern einzufuchsen, da ich kaum Zeit habe.
    Ich würde sogar eine Kleinigkeit rausspringen lassen. wenn mir das jemand zusammen schreiben würde.
    Fixiert euch bitte nicht auf die Temperaturangaben diese kann man in Leichtigkeit anpassen.
    Als Erweiterung stelle ich mir das irgendwann mal sogar als eine Maske vor, wo die Temperaturen manuell eingegeben oder ausgelesen werden können und noch die Temperatur geloggt werden.
    :thumbs1:

  • Hallo,


    interessantes Projekt was du hier für dich vor hast.
    Leider befürchte ich für dich, dass dir hier keiner einen fertigen Code präsentieren wird, sondern nur Hilfestellungen zu einzelnen Problemen.


    Als Programmiersprache werden dir hier manche C(++), Icon oder wie auch ich Python3 empfehlen.


    mein Einstieg wurde damals zum Python3 programmmieren begleitet von:
    https://cscircles.cemc.uwaterloo.ca/de/
    Dort werden die Basics sehr verständlich erklärt, und dazu immer wieder Aufgaben gestellt. Außerdem sieht man hier anfangs auch mal wie sich die Variablen etc. Schrittweise verändern.
    Kann ich dir zu Beginn nur Empfehlen.


    Als Nachschlagewerk verwende ich meist diese 2 Bücher:
    https://www.rheinwerk-verlag.de/python-3_3789/
    https://www.amazon.de/Raspberry-umfassen...e+handbuch (Affiliate-Link)


    Direkt mit der Heizungssteuerung würde ich nicht beginnen, das ist als Einstieg bisschen zu hoch ambitioniert. Lass erstmal Leds blinken, frage Taster und Sensoren ab...
    für die GUI beschäftige dich mit QT Designer (bei Anaconda enthalten) oder tkinter.

  • <p>Hallo DiyarbekirCastle,</p>
    <p>herzlich willkommen in unserem Forum!</p>
    <woltlab-quote data-author="&quot;DiyarbekirCastle&quot; pid='301360' dateline='1506507998'" data-link=""><p><br>Ich bin ein Neuling was das Raspi Programmierung angeht.<br></p></woltlab-quote><p><br>Das solltest Du schleunigst ändern wollen, wenn Du bei Deinem Vorhaben Freude und Erfolg haben möchtest...</p>
    <woltlab-quote data-author="&quot;DiyarbekirCastle&quot; pid='301360' dateline='1506507998'" data-link=""><p><br>Nun fange ich einfach mal an wie ich mir die Steuerung vorgestellt habe und bitte euch mir Tips zu geben mit welcher Programmiersprache ihr dies verwirklichen würdet.<br></p></woltlab-quote><p><br>Die Programmiersprache ist eigentlich vollkommen egal. Ich würde die nehmen, zu der Du den besten Bezug hast.<br>Neben meinem Allzweck-Favoriten Icon bringe ich noch Lazarus/FreePascal ins Spiel. C/C++ ist dagegen unter Linux immer einer gute Wahl.</p>
    <woltlab-quote data-author="&quot;DiyarbekirCastle&quot; pid='301360' dateline='1506507998'" data-link=""><p><br>Ich habe bereits die Sensoren DS1820 gekauft<br>und eine 8 Kanal RelayBoard.<br></p></woltlab-quote><p><br>Gibt es hierfür Beispielcode? Wenn ja, in welcher Programmiersprache? Das könnte schon mal ein Einstieg sein...</p>
    <woltlab-quote data-author="&quot;DiyarbekirCastle&quot; pid='301360' dateline='1506507998'" data-link=""><p><br>1. Wenn am wassergefürten Kaminofen S3 70° anliegt -&gt; Schalte A4(Pumpe 230V) ein bis S3 48° hat<br>2. Wenn S5 Fühler im Pufferspeicher 75° -&gt; Schalte A3 ein bis S5 60° hat<br>3. S6 Vorlauftemperatursensor von Fußbodenheizung regle auf 35°, hierfür wird der M1 entweder im Uhrzeigersinn gedreht M3_R oder gegen den Uhrzeigersinn M4_L. Die Bestromung soll 2Sekunden sein und danach eine erneute Abfrage stattfinden ob S6 = 35°.</p>
    <p>4.Ich würde aber gerne statt 3. den Aussensensor S4 abfragen und eine Heizkurve anlegen wollen wenn z.b. Aussentemperatur -20° = Vorlauftemperatur 38° und wenn +10° Vorlauftemperatur 30°.</p>
    <p>Wer kann mir hierzu weiterhelfen.<br></p></woltlab-quote><p><br>Das klingt überschaubar einfach...</p>
    <woltlab-quote data-author="&quot;DiyarbekirCastle&quot; pid='301360' dateline='1506507998'" data-link=""><p><br>Ich bin mir auch sicher das dies für einige von euch ein kinderspiel ist aber für mich ist es momentan sehr schwierig mich in das raspi programmiern einzufuchsen, da ich kaum Zeit habe.<br></p></woltlab-quote><p><br>Letzteres ist unpraktisch - denn wenn Du als der Ideengeber und Nutzer keine Zeit hast, dann programmiert der Interessent ins Leere. Und da die Anforderungen sehr überschaubar sind, ist eine Umsetzung recht trivial.</p>
    <woltlab-quote data-author="&quot;DiyarbekirCastle&quot; pid='301360' dateline='1506507998'" data-link=""><p><br>Ich würde sogar eine Kleinigkeit rausspringen lassen. wenn mir das jemand zusammen schreiben würde.<br></p></woltlab-quote><p><br>Damit lockst du hier eher wenige hinter der warmen Ofenbank hervor.</p>
    <woltlab-quote data-author="&quot;DiyarbekirCastle&quot; pid='301360' dateline='1506507998'" data-link=""><p><br>Fixiert euch bitte nicht auf die Temperaturangaben diese kann man in Leichtigkeit anpassen.<br></p></woltlab-quote><p><br>Das würde ich über Konfiguration bzw. über Regler / Eingaben einer GUI-Anwendung realisieren.</p>
    <p>Beste Grüße</p>
    <p>Andreas</p>

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

    Linux is like a wigwam, no windows, no gates, but with an apache inside dancing samba, very hungry eating a yacc, a gnu and a bison.

  • hallo,
    also ich habe bereits erste Erfahrung in der Programmierung von JavaScript gemacht. Für mich stellt sich als erstes, wie bestimme ich die Gpio EIn- und Ausgänge...gibt es hierbei eine Library welches ich verwenden kann.
    Grüße

  • also für eine Heizungssteuerung würde ich einen Arduino wählen keinen PI
    Auch deine Auswahl an Sensoren und Relais Module sind eher auf Arduino ausgelegt, der PI ist penibel was seine "Bettpartner" am GPIO angeht und nicht 5V tolerabel.


    Du könntest ja Messdaten und Regelparameter an den PI für die Webaufbereitung durchreichen.

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Heizungssteuerung in JS, ich weiß nicht... auch wenn ich gerade auch wegen ES6 immer größerer JS Fan werde. Am ehesten gibt's da was für Node.js, musst du mal schauen. Ansonsten trifft alles von Andreas zu, du musst schon selber ran.


    Und wie gesagt, in JS würde ich das nicht machen... lerne besser eine nicht "Web-only" Programmiersprache, PHP scheidet quasi auch aus. Python (3!! Wer heute noch mit 2 anfängt ist verrückt!) oder C sind zu empfehlen.


    LG

  • Nein! Nein! Nein! Nein!


    Du möchtest keine Heizungssteuerung auf dem Raspi machen!


    Als gelernter Mechatroniker solltest Du eigentlich auch was über Ausfallsicherheit und Fehlertoleranz wissen.


    Legt irgendein Prozess Deinen Raspi lahm, geht die Heizung nicht. Wird bei einem Update was umkonfiguriert - schon vorgekommen - geht die Heizung nicht. Übernimmt ein anderes Programm, welches Du nur zum Ausprobieren mal drauf hast, die GPIOs oder den 1-wire Pin geht die Heizung nicht. Bootet der Raspi nach einem Stromausfall nicht richtig, weil die SD Karte nen Schuss hat, geht die Heizung nicht.


    Alles Fehlerquellen, die Du mit einem Controller nicht hast. Der startet immer, der führt keine anderen Programme aus.


    Heizung monitoren mit dem Raspi ok, auch Raumthermostate per App regeln meinetwegen. Aber so essentielle Funktionen wie Vorlauftemp oder Pumpe würde ich dem nie anvertrauen. Du bist im Winterurlaub und inzwischen friert die Heizung ein, weil Deine DS Sensoren nicht mehr abgefragt werden. Da hat halt jemand mit höchster Prio Bitcoins gerechnet.


    Und paar DS Sensoren abfragen und eine Pumpenregelung sind für einen Arduino = Atmega328 kein Problem.

  • Quote from &quot;DiyarbekirCastle&quot; pid='301360' dateline='1506507998'


    und eine 8 Kanal RelayBoard.


    Ich seh das grad: Wenn das DIE 8 Kanal Karte ist, die überall verkauft wird, mit den blauen Relais, kannst Du die eh nicht für 230V nehmen. Auch wenn die Anbieter was anderes behaupten. Die Kriechstrecken zwischen Steuer- und Schaltseite sind kleiner als die vorgeschriebenen 7mm.
    Automatisch zusammengefügt:[hr]

    Quote from &quot;linusg&quot; pid='301461' dateline='1506547919'

    ... das Home mit Smartphone Erkennung smart gemacht wird: ist der Akku leer, gehen Licht und Heizung aus.


    Das musst Du so sehen: Das machst Du genau ein Mal. Dann vergisst Du nie wieder Dein Phone zu laden.



  • ok Timm Thaler du hast mich überredet :) ich werde mein Projekt mit Arduino verwirklichen.


    Ich habe mir auch bereits ein Arduino Mega bestellt. Hab mir das programmieren ein wenig angeschaut und dies erscheint mir machbar zu sein.

  • Mir persönlich ist o.g. Thread in einigen Punkten etwas pauschal gehalten. Es kommt doch ganz darauf an, an welchen Teilen der Heizung man eingreift (und wie), ob hernach ein mögliches Resultat sein kann, daß das gefährlich ist, das Haus kalt bleibt, die eine Hardware geeignet ist, eine andere hingegen nicht...


    Natürlich kann man davon ausgehen, daß die Steuerung eines Mischers eher einen Eingriff in die Bestandsregelung der Heizung darstellt und ein solcher Eingriff durchaus bedeuten kann, daß das Haus im ungünstigsten Fall kalt bleibt. (Es kommt halt darauf an, was der Pi sonst noch so tut. Man stelle sich als Gegenbeispiel einen Pi vor, der keine Netzwerkverbindung hat. ) Ein Mischer kann eine analoge 10V Sollwertschnittstelle besitzen oder eine PWM-Schnittstelle oder sonst etwas. Zusätzliche Temperatursensoren tun auch nicht weh. 230V sind also nicht unbedingt zu schalten... Klingt sonach zunächst mal nicht riskant?! Aber der TE will ja auch eine Pumpe schalten, die wohl mit 230V läuft. Aber ist das wirklich das vordergündige Problem, welches es zu lösen gilt?
    Mir stellt sich zunächst die Frage, in welcher (elektrischen, sicherheitstechnischen, fluidischen und regelungstechnischen) Beziehung Bestandssteuerung, Pumpe (und andere Aktoren/Sensoren) und "neue Steuerung" am Ende stehen sollen? Weis die bestehende Steuerung noch etwas von einem Mischer oder wurde der "wegkonfiguriert". Wie sieht die Sicherheitskette nach der Umstellung aus - funktioniert sie noch? Wie stellt man sicher, daß der selbstgebastelte Regelkreis und "der Rest der Bestandsregelung" nicht in's Schwingen gelangen (Stabilitätskriterium für Regelkreise).


    Ich sehe den Erfolg des Unterfangens des TE ohne die Beantwortung o.g. Grundsatzfragen (von denen es noch etliche mehr gibt) eher geprägt, als davon, ob nun ein Arduino oder ein Raspi die Steuerung übernehmen soll oder eine Relaisplatine geeignet ist oder nicht. Das soll nicht heißen, daß o.g. Bedenken gegen den Raspi nicht durchaus gerechtfertigt wären, aber auch ein Arduino löst diese Probleme nicht. Dafür bringt er neue mit sich, wie z.B. das des Fehlens einer Uhrzeit. Dieses Problem läßt sich nun wiederum genauso lösen, wie o.g. Probleme, die zunächst gegen einen Raspi sprechen.


    Noch ein Wort zur Relaisplatine. Und um nicht mit dem Finger in der Luft zu stochern - ich meine diese: http://www.ebay.de/itm/8-Kanal…76ca11:g:ANEAAOSww3tY65xL
    Zur Verlängerung der Kriechstrecke wurde an der engsten Stelle zwischen Klein- und "Niederspannungsteil" (so man diese schalten möchte) eine Ausfräsung vorgenommen, womit die Kriechstrecke erheblich länger ausfällt, als die Luftstrecke. Letztere mag kleiner als 7mm betragen (ich habe nicht nachgemessen). Dennoch verstehe ich nicht, wie sich die 7mm zusammensetzen, so man beispielhaft eine Überspannungskategrie III und einen Verschmutzungsgrad von 2... unterstellt?! Das soll die Karte jetzt nicht für den Einsatz unter 230V Niederspannung qualifizieren (fehlendes Datenblatt, fehlende Normen...) - allein die Kriechstrecke jedoch disqualifiziert sie m.E. aber gerade nicht.

  • ich persönlich würde es mir trotzdem eher mit einem Arduino vorstellen als mit einem PI


    in 4 Jahren PI ist mir vieles mit ihm passiert, alles was ich nicht an einer Heizung haben will!
    seit 7 Jahren läuft mein Webserver auf dem Atmel und wenn ein Arduino zu schmal ist, 328p 32kB mit NUR 2KB SRAM, ein mega2560 mit nutzbar 64-128KB und nr 8KB SRAM der wechselt zum Arduino clone mighty mini mit ATmega1284p der hat zwar nur 128KB Flash was dicke reicht aber sehr wichtig 16 KB SRAM was genug Reserve für alles schafft.

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Quote from &quot;schnasseldag&quot; pid='301524' dateline='1506613562'

    Zur Verlängerung der Kriechstrecke wurde an der engsten Stelle zwischen Klein- und "Niederspannungsteil" (so man diese schalten möchte) eine Ausfräsung vorgenommen, womit die Kriechstrecke erheblich länger ausfällt, als die Luftstrecke.


    Siehste, dass ist der oft begangene Denkfehler. Die Kriechstrecke ist ja die kürzeste Strecke auf einer festen Oberfläche. Und die besteht hier zwischen den Spulenpins und dem Mittelpin auf dem Relaisgehäuse. Da kannst Du auf der Platine noch so viel wegfräsen. Bei Steckern z.B. werden extra Sicken zur Vergrößerung der Kriechstrecke angelegt.


    Und nein, das Relais ist nicht für CATII an 230V ausgelegt. Dafür brauchst Du eine Spannungsfestigkeit von 2.5kV, das Relais hat aber laut Datenblatt nur 1.5kV. (https://www.janitza.de/ueberspannungskategorien.html, https://www.ueberspannungsschu…ngskategorie-1-2-3-oder-4).


    Diese Relais gehen im amerikanischen Raum mit 120V oder 240V symmetrisch zum Neutralleiter, aber im europäischen Raum mit 230V nicht. Übrigens müssten fest angeschlossene Heizungen sogar CATIII sein, aber Festanschluss ist nur bei sehr hohen Heizleistungen (unabhängig von der elektrischen Leistung) vorgeschrieben.


    Zur Kriechstrecke musst Du unterscheiden zwischen Strecke zwischen Netzleitern, hier reichen 3mm zwischen Leiter-Leiter oder Leiter-PE (Verschmutzungsgrad 2), und Strecke zwischen Netzspannung und Steuerspannung, hier sind wir inzwischen bei 8mm. Auf Leiterplatten kann man das entschärfen, indem man zwischen Netz- und Steuerseite eine PE-Bahn legt, aber bei Bauteilen geht das halt schlecht.
    Automatisch zusammengefügt:
    [hr]

    Quote from &quot;schnasseldag&quot; pid='301524' dateline='1506613562'

    Es kommt doch ganz darauf an, an welchen Teilen der Heizung man eingreift...


    Also wenn ich da lese wasserführender Kamin, finde ich das schon sicherheitsrelevant. Als nächstes nach der Kaminpume kommt dann nämlich die TAS.


    Für die Kaminpumpe würde ich sogar zusätzlich eine low-tech-Lösung mit elektromechanischen Thermostat vorsehen, die die Pumpe bei 90° zwangsanschaltet, egal was die Steuerung macht. Die Steuerung kann sich in der Regelung dann darunter austoben.


    Quote from &quot;schnasseldag&quot; pid='301524' dateline='1506613562'

    Wie sieht die Sicherheitskette nach der Umstellung aus - funktioniert sie noch?


    Die Sicherheitskette muss auf jeden Fall unabhängig von der Steuerung funktionieren. Wobei die hier hauptsächlich aus vorgeschriebener Kesselgruppe mit Überdruckventil und TAS für den wasserführenden Kamin bestehen dürfte.
    Automatisch zusammengefügt:[hr]

    Quote from &quot;DiyarbekirCastle&quot; pid='301360' dateline='1506507998'

    3. S6 Vorlauftemperatur... Die Bestromung soll 2Sekunden sein und danach eine erneute Abfrage stattfinden ob S6 = 35°.


    Hier habe ich gute Erfahrungen mit einer Proportionalregelung gemacht. Also keine feste Zustellzeit, sondern Stellzeit abhängig von der Regeldifferenz. Bei 10K zwischen Soll und Ist 20sec, bis auf 0sec bei 0.5K. Feste Stellzeiten brauchen entweder ewig zum Nachregeln (kleine Stellzeiten) oder schwingen extrem über (kleine Differenzen). Läßt sich auch ganz einfach programieren.


    Beim Programmieren prinzipiell: Immer sinnvolle Bereichsbegrenzung und immer Vorgaben für den Fehlerfall machen. Liefert der Vorlaufsensor -25°C => kann das sein oder ist der Sensor kaputt, wenn kaputt was tun?


    Bei der Fussbodenheizung hast Du natürlich noch den schönen Nebeneffekt, dass Du Dir die zerschießen kannst, wenn Deine Mischersteuerung aus Versehen mal 80°C heisses Wasser durchjagt. Das solltest Du vielleicht auch mit einer mechanischen Temperaturbegrenzung abfangen.

  • Timm Thaler: Vielen Dank für die umfangreichen Erklärungen. Dennoch bleiben einige Punkte offen.
    Die Ausfräsungen auf der Platine trennen zunächst den Kleinspannungsteil vom Niederspannungsteil. Somit wären die von Dir zitierten 8mm zu dessen Trennung eingehalten. Soweit sind wir uns glaube ich einig?!
    Der Abstand des Mittelpins zu den Spulenanschlüssen beträgt 6mm. Bei einem Potential zwischen Leiter und Erde von 300V werden bei CATII 2,5kV Bemessungsspannung und bei CATIII 4kV Bemessungsspannung zu Grunde gelegt. Damit ergeben sich Kriechstrecken von 1,5mm (CATII) und 3mm (CATIII). Für die Festinstallation würde ich auch CATIII ansetzen. Das Relais besitzt (außen) nun aber 6mm Abstand zwischen den zitierten Spulenkontakten und dem Mittelkontakt. Natürlich sagt das nix über die Stromfestigjeit im Inneren des Relais aus. Wenn das Datenblatt das Relais auf nur 1,5kV Spannungsfestigkeit spezifiziert, dann ist die gesamte Platine nicht für den Einsatz in hiesigen Stromnetzen unter o.g. Einsatzzwecken gedacht - keine Frage (bei Gelegenheit google ich mal).
    Automatisch zusammengefügt:[hr]
    @TE: Und noch so ein paar Gedanken zu Heizungssteuerungen. Ähnlich zu hohen Temperaturen in Fußbodenkreisen (siehe Timm Thalers Hinweis) gibt es auch Tempaturdefinitionen für den Kessel selbst. So sollten frühere Kessel nicht unter einer gewissen Untertemperatur (kein Schreibfehler) gefahren werden, um Kondensationseffekte (und in dessen Folge schleichende Korrosion) beim Brennerstart zu vermeiden. Auch verhindert das die Versottung des Kamins, so er nicht entsprechend dafür ausgelegt ist. Bei heutigen Kesselgrößen von wenigen Litern ergibt sich eher das Problem, daß Brenner zu hohe Wärmelasten erzeugen, was über entsprechende Überströmkanäle und Pumpen abgefangen werden muß, damit der Kessel nicht durchbrennt. Da wären wir wieder bei aktiven Sicherheitselementen. Man kann sich gerade bei komplexen Anlagen so richtig viel kaputt machen, wenn man frisch und fromm drauflosbastelt...

  • Quote from &quot;schnasseldag&quot; pid='301592' dateline='1506669090'

    Bei einem Potential zwischen Leiter und Erde von 300V werden bei CATII 2,5kV Bemessungsspannung und bei CATIII 4kV Bemessungsspannung zu Grunde gelegt. Damit ergeben sich Kriechstrecken von 1,5mm (CATII) und 3mm (CATIII).


    Du musst hier zwei Fälle unterscheiden:


    1. Die Kriechstrecke zwischen den Leitern oder Leiter und PE. Hier soll nur der Überschlag zwischen Phase und Null oder Phase und Erde vermieden werden. Da reichen die 1,5 oder 3mm und wenn was passiert löst halt die Sicherung aus.


    2. Die Kriechstrecke zwischen den Netzspannung führenden Leitern auf der Schaltseite und den Kleinspannung führenden auf der Steuerseite. Hier soll eine Gefährdung von Personen auf der Steuerseite durch Überschlag von der Netzseite vermieden werden. Und da heisst es nicht umsonst: Schutzklasse II / Schutz durch doppelte oder verstärkte Isolierung. (https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzklasse_(Elektrotechnik)). Und diese erfordert die 8mm Kriechstrecke.


    Und die Relaisplatine sollte - ist sie aber nicht - Schutzklasse II sein, weil sie keinen Schutzleiteranschluss hat, der Schutzklasse I ermöglichen würde.


    Der Raspi selbst ist Schutzklasse III, Betrieb nur an SELV-Stromquellen, sprich einer Wandwarze oder einem geeigneten Netzteil.



    Die 3mm wären nur möglich, wenn auf Steuerseite eine Schutzerdung vorhanden ist, so wie es bei einem PC im Metallgehäuse mit Kaltgeräteanschluss der Fall ist. Das kannst Du aber bei einem Raspi mit Wandwarze und Wlan nicht sicherstellen, im Fehlerfall hängt der in der Luft und führt Netzpotential.


    Und selbst ein LAN-Kabel hilft hier nicht, das ist nur Funktionserde und nicht Schutzerde, und ich kenne genug LAN-Kabel bei denen der Schirm nicht durchgeführt ist.


    Ja, ich weiss, andere Leute verwenden diese Relaismodule auch an Netzspannung. Andere Leute schließen auch Schukostecker mit Zwillingslitze an oder ersetzen Feinsicherungen durch Metallbolzen. Das muss dann jeder für sich entscheiden. Ich sag nur: Strom macht klein, schwarz und häßlich.

  • Timm Thaler: Scheint so, als fiele der Groschen bei mir heute recht langsam. Aber nun ist der gepurzelt. Die Jungens aus Fernost haben sich zwar Gedanken um eine Trennung von Klein- und Niederspannung auf der Platinenseite gemacht, diese aber durch den Einsatz eben jenes Relais (Spule/Mittenkontakt) wieder zunichte gemacht, da hier Klein und Niederspannung an der dünnsten Stelle nur auf 6mm kommen. Das hast Du zwar oben schon mal geschrieben aber das ging irgendwie an mir vorbei. Vielen Dank noch mal!
    Automatisch zusammengefügt:[hr]
    Kleiner Nachtrag: Das Datenblatt http://datasheetcafe.databank.…-05VDC-SL-C-Datasheet.pdf weist die 1,5kV zwischen Spule und Kontakten aus, womit der Einsatz der Platine in "üblichen" Festinstallationen unter Netzspannung bei uns nicht anzuraten ist und so manches Bastlerherz jetzt wohl schlucken wird. Aua!
    Nochmals vielen Dank für die Starthilfe!

  • Diese Relais sind halt konstruktiv doof durch den zwischen den Spulenpins liegenden Schaltkontakt. Ein Finder aus der 34er oder 40er Baureihe hat diese Kriechstrecken von 8mm. Aber das ist auch etwas größer, wobei das 34er dafür schön schmal ist.


    Ich fürchte, die meisten Bastler lassen sich da keine grauen Haare wachsen. Ist noch immer gutgegangen und hammer früher och so gemacht.

  • Ich setze für meine Zwecke gern das HF46F Relais von Hongfa oder einen "Vergleichstyp" von Panasonic ein, welche beide auch die 4kV Isolation zwischen Kontakten und Spule spezifizieren. Die Motivation kommt ebenfalls eher aus der Richtung des Formfaktors (diese Relais sind sehr schmal), als der einer Schaltung von Kleinspannungen...

  • Ich habe mir eine Steuerung zu Heizung von Solar Kollektoren Gebastelt via Python und einen Display 2004


    und bin sehr zufrieden , da dies nur ein kleines programm wurde mit abfragen von sensoren und ansteuern der relais


    und das läuft bei mir in der endlosschleife ..


    ich habe auch nicht so viel ahnung von programmierung und hatte es ohne nur eine ahnung von python zu haben in max 1 woche alles fertig gehabt bis dato läuft meine solaranlage über den raspi ohne probleme


    lg