LED optisch abfragen

  • Hallo,

    wir haben eine Alarmanlage, die unter anderem auch den Schließzustand der Türen anzeigt.

    Im Eingangsbereich hängt an der Wand ein Kasten mit je einer LED pro Türe.

    Wenn die Türen noch nicht verschlossen sind, leuchtet die entsprechende LED rot.


    Nun will ich den Zustand der LEDs abfragen.

    Meine erste Idee: pro LED ein Fotowiederstand...

    Allerdings dürfen die LEDs im Kasten nicht verdeckt werden.

    Nun meine Idee, pro LED ein Lichtleitkabel/Faser unauffällig in eine weitere Box mit den Fotowiederständen leiten.

    Die Fasern so 'montieren', dass die Anlage nicht verändert wird und die optische Kontrolle (Augen) weiterhin ungestört möglich bleibt.



    Hat jemand so was schon mal gemacht?

    Welche Lichtleitkabel sind dafür geeignet?


    vG

    LS

  • Ich habe bei mir die Linie an der Zentrale "angezapft". Dazu habe ich die Spannung in beiden Zuständen (auf/zu) gegen Masse gemessen. Einen entsprechend berechneten Spannungsteiler erstellt und das daraus resultierende Signal dann weiter verarbeitet.


    Ob das auch bei Dir so umsetzbar ist, kann ich natürlich nicht sagen. Lichtleiterkabel habe ich auch mal verbaut. Das ist aber gar nicht so einfach, wie man es sich denkt. Wenn es eben geht, versuch das Problem anders zu lösen. Vielleicht kannst Du die Pins der LEDs direkt abfragen, indem Du den "Kasten" öffnest?

  • Sind deine LEDs von der Anschlussseite her zugänglich und kannst du in die Elektronik eingreifen?


    Du könntest einen Optokoppler samt Vorwiderstand parallel zur LED mit Vorwiderstand schalten.

    Miss die Spannung vor dem Widerstand und rechne dir den passenden Widerstand für einen Optokoppler

    aus.

    Ansonsten wäre die Frage, ob du einen Optokoppler einfach in Reihe mit der LED schalten kannst. Der

    zusätzliche Optokoppler (rote LED ca. 2 Volt, LED + Optokoppler ca. 3,2 Volt) hat bei größeren Spannungen

    nur wenig Einfluss auf den Strom. Bei kleinen Spannungen wird der Strom deutlich kleiner. Bei höherer

    Spannung (ab ca. 10 V) ist der Unterschied eher vernachlässigbar.

    Wenn die Widerstände vor den roten LEDs größer als ca. 500 Ohm sind, sollte es ohne nennenswerte

    Verringerung der LED-Helligkeit gehen.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • optisch abfragen mit Lichtleiter geht schon, nur müsste das dann dunkel abgedeckt werden weil sonst Umgebungslicht reinfällt und man LED nicht von Fremdlicht unterscheiden kann.

    Damit wäre die LED aber nicht mehr sichtbar.


    Sollten die LEDs gepulst sein könnte man diese Pulse auswerten, alles in Allem nicht simpel.

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr

  • ja, das Umgebungslicht wird wohl das größte Problem werden.

    Eine Bilderkennung ist da wohl eher zu empfehlen?

    USB-Kamera an einen Raspberry - und dann?

    python-opencv ?

    vG

    LS

  • Wie wäre es mit einem kleinen Stückchen halbdursichtigen Spiegels im 45-Grad-Winkel ?

    OT:Jetzt habe ich doch glatt halbdurstiger Spiegel gelesen. Ob das was mit dem vergangenen Wochenende zu tun hat? /OT


    Gruß, STF

  • JA, halbdurstig - egal, die Kamera-Variante wird es wohl werden.

    Muss mir mal paar Tuturials suchen und lesen (vielleicht sogar verstehen :) ).


    danke für die Vorschläge...

  • Hallo laster,


    herzlich Willkommen in unserem Forum!

    Wenn ich mir Dein Bild so ansehe: nur mal ins unreine gedacht, mit einer Kamera direkt gegenüber und einer Bildauswertung könnte ich mir das vorstellen, ganz ohne Eingriff ins system.


    Gruß, STF


    Die gleiche Ansicht vertrete ich auch. Für einen ehemaligen Kunden habe ich mal eine Prozesssimulation programmiert, die ausschließlich auf Farbereignisse reagiert.


    In Deinem Fall muss die Kamera nicht "direkt gegenüber" positioniert werden. Sie kann - besser - auch so angebracht sein, dass der Blick auf die Alarmanlage nicht verdeckt wird.


    Nach Ausrichtung der Kamera können die Koordinaten ermittelt werden, an denen sich die LEDs befinden. Und diese Koordinaten werden in der Farb-Ereignisbehandlung überwacht. Und was Du dann draus machst, bleibt Deiner Phantasie und Deinen Programmierkünsten überlassen.


    Ein weiteres Programm in dieser Richtung ist RMesser (siehe eines der kommenden Icon-Tutorials), mit dem man den Widerstandswert ermitteln kann, der sich in den definierten Auswertebereich einer Kamera gebracht wird. Das kann man auch als Farb-Ereignisbehandlung betrachten. In diesem Programm ist auch ein recht ausgeklügelter Algorithmus zum "Farbenlernen" enthalten.


    Der Vorteil einer solchen Lösung:

    • kein Eingriff in die bestehende Lösung
    • Unabhängigkeit von der bestehenden Lösung
    • keine Beeinflussung der bestehenden Lösung
    • Keine Beeinflussung durch Fremdlicht, Tageslicht etc.


    Beste Grüße


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

    Linux is like a wigwam, no windows, no gates, but with an apache inside dancing samba, very hungry eating a yacc, a gnu and a bison.

    Edited 2 times, last by Andreas ().

  • halbdurstig

    fred doch nicht :D


    mit Raspicam könnte man zumindest LED an/aus unterscheiden aber nur wenn nicht alle an oder aus sind das gäbe dann einen Schwellwert!

    lasst die PIs am Leben !
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  • Wie wäre es wenn man die LED doch komplett verdeckt mit einem Fotowiderstand, und als Ersatz links daneben eine eigene LED leuchten lässt?

    Genau sowas fiel mir auch dazu ein. Bau dir einen schmalen Aufsatz, drinnen in Kammern unterteilt - Da reicht vielleicht schon ein Stück Kunststoff-Profilleiste. Jede Kammer hat einen Phototransistor/Photowiderstand, der direkt vor der LED liegt und die passende Schaltung mit einer LED nach vorne und ein Kabel für deine externe Verwendung. Die Kabel kannst du dann alle nach unten wegführen. Wenn du dir etwas Mühe gibst, sieht man hinterher kaum, dass da was angeflanscht ist.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • Ich würde das, wie schon einige Vorredner mit Bildauswertung machen. Entweder eine USB-Webcam, ja, oder die Raspicam. Und dann z.B. mit OpenCV, entweder mit den Python-Bindings, in C++ oder was es noch so für Bindings gibt. Eine leuchtende LED von einer nicht leuchtenden zu unterscheiden dürfte weniger schwer sein als sicher "Deine" LED zu finden.

  • Bau dir einen schmalen Aufsatz, drinnen in Kammern unterteilt - Da reicht vielleicht schon ein Stück Kunststoff-Profilleiste. Jede Kammer hat einen Phototransistor/Photowiderstand

    Leute, das ist eine Alarmanlage, wahrscheinlich irgendwo im dienstlichen Bereich. Im ersten Beitrag steht bereits, dass die LED frei sichtbar bleiben müssen.


    Und dann hat entweder die Versicherung, die Feuerwehr oder der Sicherheitsdienst sicher ein Wörtchen mitzureden, was an der Anlage „herummanipuliert“ wird. Mit entsprechenden Konsequenzen.


    Gruß, STF

  • Und die Kamera bewirkt, dass wenn jemand davor steht, nichts mehr funktioniert.

    Ohne Frage, das ist natürlich so. Daher sind Alarmanlagen ja auch mit Sabotageschutzmechanismen ausgerüstet.


    Es stellt sich die Frage, welche Wichtigkeit die zweite Anzeige (?) hat. Oder was überhaupt mit den Informationen geschehen soll.