Türklingel erweitern

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  • Da meine Türklingel bei geschlossenen Türen in anderen Räumen oft nicht wahrgenommen wird, würde ich das vorhandene System gerne erweitern oder notfalls umrüsten...


    Neben dem Ersetzen des Gongs gegen einen lauteren, kam mir der Gedanke einer Ergänzung der bestehenden Klingel mit einem Funksender und einem Funkempfänger. Die meisten Sets die man kaufen kann liefern aber als Klingeltaster einen Funksender mit.. Der bereits vorhandene Knopf an der Eingangstür soll aber unangetastet bestehen bleiben. Optimal wären 3 Gongs: Hausflur EG, Hausflur OG, Terrasse.


    Aktuell habe ich einen Klingeltransformator von Grothe vom Type 1942 verbaut: 3-5-8V, 2A. Vermutlich Wechselspannung ;)


    Nun die Frage der Frage: Welche günstige Möglichkeit seht Ihr?



    Schon mal :danke_ATDE: für eure Vorschläge :S

  • dazu hatte ich hier schon mal beide Möglichkeiten ausführlich beschrieben


    1. man kann die Klingelspannung abgreifen und nutzen -> z.B. mit Relais oder Optokoppler

    2. man kann den Klingelstrom abgreifen und nutzen -> Optokoppler


    es muss nur geklärt werden wo man eingreifen kann und will, in die Tasterleitung oder an der Klingel.

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr

  • Da meine Türklingel bei geschlossenen Türen in anderen Räumen oft nicht wahrgenommen wird, würde ich das vorhandene System gerne erweitern oder notfalls umrüsten...

    Welches da ist? Normaler Klingeltrafo plus Melder?

    Übersetzungen zu Donald Trump:
    Mexikanisch -> El Trump
    Deutsch -> Trampel

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  • flyppo Ich würde den bestehende Klingeltaster gerne so lassen, sprich keinen Funksender draussen montieren.


    Der Klingeltrafo sitzt im Sicherungskasten, wo auch die Leitung vom Taster und Gong ankommt. Da könnte man Änderungen vornehmen.

    Sofern ich das bisher richtig verstehe, könnte man von so einem Set wie zum Beispiel diesem den Taster anzapfen und zusätzlich verwenden - allerdings würde die Batterie im Sender ja auch irgendwann leer gehen, ich hätte es gerne wartungsfrei...

  • wenns klingelt kann ja auch ein Relais anziehen und den Funktaster drücken, der hängt ja neben der Klingel mit dem Relais und könnte Strom aus einem Steckernetzteil bekommen

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  • du kannst natürlich die Klingelspannung detektieren und per 433 MHz & PI oder Arduino eine Funksteckdose schalten

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  • Neben dem Ersetzen des Gongs gegen einen lauteren, kam mir der Gedanke einer Ergänzung der bestehenden Klingel mit einem Funksender und einem Funkempfänger. Die meisten Sets die man kaufen kann liefern aber als Klingeltaster einen Funksender mit.. Der bereits vorhandene Knopf an der Eingangstür soll aber unangetastet bestehen bleiben. Optimal wären 3 Gongs: Hausflur EG, Hausflur OG, Terrasse.

    Nunja. Ich würde die bestehende "Anlage" (rot) so lassen. Dazu parallel eben ein Relais setzen, dessen Kontakt die/den Funkschalter bedient.


    Anregung:

  • All zuviel Platz hab ich im Sicherungskasten leider nicht, noch eine Steckdose + Steckernetzteil krieg ich da vermutlich nicht mehr unter, so dämlich das auch klingen mag.


    Also stehen im Prinzip 2 Möglichkeiten zur Auswahl:

    - Relais

    - Optokoppler


    Da der aktuelle Trafo ja Wechselspannung liefert brauch ich da dann vermutlich auch AC Komponenten - irgendwelche Empfehlungen? ;)


    Und welche Möglichkeit wäre zum einen die günstigere, zum anderen die Ausfallsichere?



    Ich hatte auch schon mal hierzu eine Überlegung mit einem ESP8266 um das Klingelsignal im Netzwerk zu verschicken, was aber an der Selbsthaltung scheiterte da der ESP8266 ja leider nicht blitzschnell eine WLAN Verbindung herstellt... Fürs klingeln selbst bräuchte ich das nicht, höchstens zum protokollieren :mean:

  • Da Du kaum ein Wechselspannungsrelais für 8V bekommen wirst - die sind üblicherweise mit 230V Spulenspannung, und ein Gleichspannungsrelais an 50 Hz flattert, müßtest Du gleichrichten. Dann kannst Du aber auch einen Optokoppler nehmen.


    1. Ein "normaler" Optokoppler mit Vorwiderstand und antiparalleler Diode (unbedingt!) liefert eine 100Hz Halbwelle. Dein Raspi müsste innerhalb 10msec mehrmals den GPIO abfragen, um das Signal sauber zu detektieren und gegen Störungen zu entprellen.


    2. Ein "normaler" Optokoppler mit Vorwiderstand und Brückengleichrichter ( da reichen 4x 1N4148) liefert beide 100Hz Halbwellen. Der Raspi müsste noch etwas nach"sieben" um die kurzen Unterbrechungen im Nulldurchgang zu ignorieren, oder Du schaltest nach dem Optokoppler noch einen RC-Tiefpass.


    3. Ein AC-Optokoppler wie der LTV-354T (SMD) oder der SFH628A-4 (DIL) ist wie 2, nur sparst Du Dir die Dioden.


    Bedenke, dass ein elektromechanischer Gong eine hohe Abschaltinduktionsspannung erzeugen kann, vor der Du die Optokoppler schützen musst, deswegen die antiparallele Diode (verhindert dass der Diode im Koppler in Sperrrichtung überlastet wird) bei 1. und ordentlich dimensionierte Vorwiderstände (spannungsfest). Ein Varistor zusätzlich am Gong kann nicht schaden.

  • Puh, die Fachbegriffe überfordern mich grad :shy: Aber sehr guter Beitrag Timm Thaler , danke :thumbup:


    Also wäre es sinnvoll den aktuellen elektromechanischen Gong abzuklemmen und † zu legen...


    Sofern ich das richtig verstanden habe fällt die Relais-Möglichkeit flach da man nur schwer passende Relais kriegt?


    Wie müsste eine Schaltung mit dem SFH628A-4 Optokoppler denn aussehen?

  • ach was, am Klingeltrafo kannst du auch einige mA klauen für ein Relais, du brauchst nur eine Gleichrichtung, Ladekondensator und Spannungsregler


    https://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0201071.htm


    damit in das hier gibt dir 5V für dein 5V Relais welches den Taster drückt

    http://www.ebay.de/itm/DC-DC-9…bb03ba:g:Zm4AAOSwrddY8Pi8


    damit könnte evtl auch der Funksender bedient werden

    http://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Spannungsregler

    http://www.ebay.de/itm/DC-DC-1…6a95df:g:RVkAAOSw-kdXzWDe



    das spart das zusätzliche Netzteil

    fertig gibt es sowas

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  • Echt jetzt, Fachbegriffe? Ich glaub wir brauchen mal ein Tutorial zu Grundschaltungen am Pi.


    Und nein, kein Spannungsregler, Gleichrichterbrücke und kleiner Elko mit 100µF reichen völlig aus, um ein 12V-Relais an den 8V des Trafos zu schalten. Die Relais haben eine hohe Spannungstoleranz, zumal das hier ja nicht dauerhaft angezogen bleibt, sondern nur kurz beim Drücken des Tasters anzieht.


    Sorry, ich bin halt mit dem "Kleinen" und dem "Großen Elektronikbastelbuch aufgewachsen. Da sind solche Sachen wie Gleichrichter was ganz Selbstverständliches.

  • aber wie ich schrieb mit 8V Trafo + kann er ein 5V Relais nutzen, kein 12V relais da hast du Recht

    Doch leicht.


    8V * 1.414 = 11.3V Gleichrichtspannung am Kondensator, minus Diodendurchlassspannung 2 * 0.7V sind 10V, vielleicht noch bißchen Spannungseinbruch durch den Gong bleiben 8-9V für das Relais und da ziehen übliche 12V-Relais locker an.


    Problematisch könnte ein zu starker Spannungseinbruch durch lange und dünne Klingeldrähte und einen starken Gong sein, früher gabs mal so Doppelgongs, die haben kurzzeitig 2A gezogen. Muss man ausprobieren. Andernfalls tuts auch ein Vorwiderstand vor dem 5V-Relais.


    Ich würd dennoch den Optokoppler nehmen.