Serverausfall Homematic IP

  • Nur falls mal wieder die Frage nach der Erreichbarkeit "von draussen" kommt: heise berichtete über Störungen der Klaut Cloud-Anbindung der Homematic Komponenten. Persönlich halte ich ja auch nichts davon, auf Biegen und Brechen den "smarten" Haushalt mit Hilfe des Herstellers und seiner dann doch nicht immer verfügbaren Dienste zu automatisieren. Noch dazu, wo hier bei mir ein Rpi mit pimatic seit zwei Jahren klaglos seinen Dienst tut und brav den Garten wässert. Ohne den ganzen Firlefanz.


    Für die Kommentare brauchts natürlich wieder jede Menge Popcorn...

  • Ich schließe mich Deinen Ausführungen an. Für mich war die Entscheidung für das System (HM oder HM-IP) sehr schnell gefallen, als mir klar wurde, dass HM-IP auf externe Serverdienste angewiesen ist.


    Auch bei mir läuft RapberryMatic (auf einem Zero W) ohne Probleme und steuert bereits einen Teil der Beleuchtung. Vor allen Dingen für die Weihnachtsdeko im Außenbereich ist es extrem hilfreich, die Steuerung auf die Werte des Helligkeitssensors zugreifen lassen zu können, um die Deko entsprechend schalten zu können.


    Gibt es hier im Forum noch mehr bekennende Homematiker?

  • Na super. Aber da sind die Leut doch alle selbst schuld. Besonders der letzte Abschnitt im Artikel sollte zu denken geben (eigentlich sollte das ganze Thema schon zu denken geben, aber nun gut):


    Quote from heise

    Die beschriebenen Serverausfälle lassen grundlegende Zweifel am Nutzen eines solchen Smart-Home-Systems aufkommen. Angesichts solcher Effekte muss sich das Unternehmen fragen lassen, ob die neue Software-Version gründlich genug getestet wurde – und warum es kein ausreichendes Fall-Back-System gab. Dass eQ-3 ein ausreichendes Qualitätsmanagement betreibt, bezweifeln etliche frustierte Kunden massiv.

    So einem Unternehmen gibt man also mehr und mehr die Kontrolle über seinen Haushalt. :abschied:

    Ich persönlich bin von den Möglichkeiten des IoT selbst fasziniert, aber am Ende ist das meiste nur Spielerei. Ich kann schon noch selbst das Licht aus machen, wenn ich einen Film schaue. Ansonsten gilt: selbermachen! Wenn man weiß, was man tut und Spaß dran hat jedenfalls. Und man muss ja nicht gleich _alles_ aus seinem Heimnetz outsourcen.

  • Ich habe auch seit einiger Zeit ein paar Homematic-Komponenten im Einsatz: Einen Satz Rauchmelder sowie versuchsweise Heizungssteuerung in einem Zimmer und Klimaerfassung in ein paar weiteren Räumen. Ich nutze einen CUL und habe es nicht geschafft, Raspberrymatic damit zum Laufen zu bekommen, daher steuere ich zentral über FHEM - das für Homematic allerdings etwas Komfort vermissen läßt.

  • Vor etwa einem halben Jahr habe ich mir eine Homematic Zentrale (CCU2) und Komponenten für die Steuerung der Raumtemperatur in meinen Räumen geholt (Thermostat am Heizkörper, Wandthermostat, Fensterkontakt). Die Entscheidung fiel sehr schnell gegen die IP-basierte Lösung da ich genau das Szenario vor Augen hatte, das nun tatsächlich eingetreten ist. Mir war es wichtig, dass die Zentrale auch dann die Steuerung aufrecht erhalten kann, wenn sie keinen Kontakt zum Internet hat. Auch hat bei mir der Angriff auf die Router der Telekom vom November 2016 die Entscheidung beeinflusst. Die Vorstellung, dass die Steuerung wochenlang versagt, weil der Router nicht mehr mag und ich im Urlaub bin (was tatsächlich letztes Jahr der Fall war) und keinen Neustart des Routers ausführen kann, hat bei mir ein mulmiges Gefühl hinterlassen.


    Ich habe mich bewußt gegen den Pi als Plattform entschieden sondern die fertige Zentrale geholt, weil ich wollte, dass die Automatisierung seinen Dienst tut und ich genau hier keine Bastelei anfangen wollte. Habe diese Entscheidung nicht bereut.

    Mein Github-Repository ist hier zu finden.

  • Davon habe ich dann wahrscheinlich wieder mal ein paar Stück über, die ich nach Abschluss der Testphase nicht brauche. Sollte jemand von euch Interesse haben, darf er sich gerne melden.

    Ich winke schon mal ;)

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Das mag etwas OT sein - aber wäre nett wenn mir mal jemand kurz erklären könnte warum ich für eine Homeautomation einen Provider im Netz brauche. Alexa benötigt sicherlich solch eine Infrastruktur. Aber warum brauche ich 'Alexa - ich friere' ?

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect." Linus Torvalds, 28.9.2003

    >>> raspiBackup: Sichere Deine Raspberry regelmäßig im laufenden Betrieb <<<

  • Für den Fall, dass es von Interesse ist...

    Ich werde in kürze diese Hardware in Betrieb nehmen:

    https://luani.de/projekte/esp8266-hvio/


    Davon habe ich dann wahrscheinlich wieder mal ein paar Stück über, die ich nach Abschluss der Testphase nicht brauche. Sollte jemand von euch Interesse haben, darf er sich gerne melden.

    Ich melde mich und bin glücklich wenn ich neue Teile zum "Spielen" habe.


    Bei mir läuft ebenfalls die Homematic über einen eigenen Pi, dazu habe ich mir eine eigene Backup Strategie geschrieben öffentlich Verfügbar im homematic Forum (DE) ... falls Interesse besteht kann ich es hier auch noch veröffentlichen.

    An Sensoren habe ich eine Wetterstation 2 Fensterantriebe, 1 Sirene,1 Türschloss, 1 Wassermelder (aktuell ohne Verwendung) ein mobiler temp/Luftfeuchtigkeit Sensor, 2 thermostate, 2optische sensoren sowie 1magnetischer Sensor (2 weitere ohne Funktion liegen noch Rum und warten auf Einsatz) im Einsatz. Zugriff erfolgt gemischt über hm, openhab oder Script. Falls Interesse besteht kann ich sonst Mal mein Smarthome skizzieren.

    Gruss Dani

  • Das mag etwas OT sein - aber wäre nett wenn mir mal jemand kurz erklären könnte warum ich für eine Homeautomation einen Provider im Netz brauche.


    Damit die Firmen damit Geld verdienen können (indem sie dem user verkaukeln das es gar nicht anders geht) und die Cloud macht sowieso alles besser (und sicherer sowieso).

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • dll-live : Deine Backup Strategie würde mich sehr interessieren. Denn das ist auch noch so eine Baustelle, die ich abarbeiten möchte. Bisher mache ich die Backups sporadisch manuell. Aber wahrscheinlich auch nur so lange, bis das System komplett rund läuft. Ab dann werde ich das GUI wahrscheinlich nur noch einschalten, wenn es Probleme gibt oder mal etwas geändert werden muss, wie z. B. Timerprogramme zur Weihnachtszeit. Mann weiß, was ich damit meine (;

  • Zu 100% kann ich das noch nicht beantworten, da ich den Aktor noch nicht aufgebaut habe. Ich hoffe es wird am Wochenende klappen, wenn heute die letzten Bauteile geliefert werden.

    Ich habe vor, Tasmota einzusetzen, da auf der Projektseite erwähnt wird, dass die Hardware inzwischen unterstützt wird.

    https://github.com/arendst/Sonoff-Tasmota


    HM seitig werde ich ein CUxD Gerät anlegen und probieren, ob man mit diesem Befehl den Aktor (ein)schalten kann:

    /usr/local/addons/cuxd/curl -s http://192.168.x.y/cm~3fcmnd~3dPower%20On







  • Falls Interesse besteht kann ich sonst Mal mein Smarthome skizzieren.


    Au ja, mach mal! Ich bin noch nicht 100%ig sicher, ob ich bei meinem bisherigen Setup bleiben will. Blicke über den Tellerrand wären mir daher sehr willkommen.

  • Aus aktuellem Anlass: Wohnraumüberwachung. Schon alleine diese Tatsache verbietet den Einsatz einer "fertigen" Lösung.


    OT

    Minister werden ja auf das GG vereidigt. Bei Innenministern muss es eine Ausnahme geben, wahrscheinlich müssen die 10 Arten nennen das GG zu untergraben und mindestens 1 Version verbrennen bzw, die Verbrennung nachweisen.

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Du weisst doch, wenn man genug gespitzelt hat wird man.....ähm...Finanzminister und später sogar Bundestagspräsident. :fies:

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