90 Watt-Netzteil an Micro-USB

  • Hallo zusammen,


    eine kurze Frage mit Bezug auf diesen Thread: [ Info ] Stromversorgung Raspberry Pi


    Dort steht

    [...]

    Variante 1: Stromversorgung über Micro-USB (siehe auch Anhang raspi-strom-allgemein-v1.png)
    Dies dürfte die bekannteste und wohl auch meist angewandte Variante der Stromversorgung sein. Allerdings ist ea auch die, die am meisten Probleme bereitet.
    Hinter der Micro-USB-Buchse sitzt die Sicherung, eine Polyfuse, die das Board im Falle eines Kurzschluss schützen soll.
    Diese Polyfuse wandelt alles an Eingangsstrom in Wärme um, was 1000 mA übersteigt. Es macht also absolut keinen Sinn ein Netzteil mit 2000 mA oder mehr hier anzuschliessen.
    [...]

    Nun ist es so, dass ich gestern ein Micro-USB-Kabel zerhackt und an mein 90W (18A) Mean Well angeschlossen habe*. Über dieses versorge ich jetzt den Raspi per Micro-USB mit Saft. Das funktioniert auch einwandfrei.

    Allerdings macht mich die Aussage stutzig, dass die Polyfuse alles in Wärme umwandelt, was 1000 mA übersteigt... das wären bei mir ja potenzielle 17000 mA. Das wäre eine Menge Wärme.


    Mein elektrotechnisches Grundverständnis (mit dem es allerdings nicht so weit her ist) sagt mir aber, dass ein Gerät ja nur so viel Strom aufnimmt, wie es benötigt?!

    Sprich, wenn der Raspi nur 500 mA braucht, "zieht" er auch nur diese aus dem Netzteil, oder?! Von daher sollte der Betrieb über "Mega-Netzteil" und Micro-USB doch unproblematisch sein?!

    Oder verheize ich jetzt massig an Leistung über die Fuse?


    Bitte einmal kurz aufklären.


    Danke!

    B.


    * Grund: Einsparen des Netzteils zur Versorgung des Pi und trotzdem die Absicherung über die Fuse zu haben

  • Egal welche Leistung das Netzteil liefern kann, der PI nimmt nur die Leistung auf, die er wirklich braucht.

    Hängt am PI, also den GPIO-Anschlüssen, keine Verbraucher, nimmt der PI auch nicht mehr Leistung zusätzlich auf, und das 90W-Netzteil dreht Däumchen, läuft in einem ungünstigen Leistungsbereich, und ist viel zu stark.

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Okay, danke für die Bestätigung.

    Das Netzteil alleine für den Pi wäre natürlich völlig overpowered. Das Netzteil ist primär für die LEDs für das Ambilight da. Fällt also in die Kategorie "Eh da" und wird deswegen von mir auch für den Pi benutzt. Pi und LEDs werden also immer gemeinsam benötigt bzw. ein-/ausgeschaltet.

  • Hey, bin neu unter den Pi usern. Aktuell habe ich einen Rpi Model 3 (Normal). Schaut Lustig aus, habe eine Plastik Packung von CDs genommen, den Stab entfernter die CDs hält. Oben ein Lock rein, Kühl Rippen und WLP auf den CPU und nun ist er Transport Rdy mit einer Temp. von 30.6°C. Aktuell nutze ich ein Micousb Kabel (Wie bei Handys / Fastcharge) mit 5.7v. Ist das genug? Da der 12v Fan an der Steckdose hängt (12v Stom Kabel Marke eingebau) zieht er den Strom nicht vom Pi.

  • Micousb Kabel (Wie bei Handys / Fastcharge) mit 5.7v. Ist das genug?

    das ist mehr als genug, u.U. tödlich für alles was 5V braucht -> USB z.B.

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Darf ich fragen warum das zu viel ist? Und erst recht Tötlich für USB?


    Benutze ihn als Pi-hole, daher hat er nur Strom und Lan in Benutzung. Backup ziehe ich mit entfernter SD Karte wenn der PI aus ist. Aber das ding ist, mir wurde mit dem Strom Anschluss mal bei einem anderem System Undervoltage angezeigt. Daher wundert mich deine Aussage.

  • was wundert dich das USB nicht bis 5,7V spezifiziert ist?

    Das ein PI ohne was am USB zu benutzen selten ist?

    Das die 5V zum USB durchgereicht werden ggffs. noch über den USB Chip der bestimmt das 1200mA fliessen dürfen?


    Es kann ja gut gehen weil es reichlich Verluste am microUSB geben soll, hier wurde mal was von 0,6V gemunkelt, aber das ist mit Sicherheit ein Folge vom Strom -> Spannungsabfälle aber wenig Strom wenig Spannungsabfall, dazu noch Fertigungstoleranzen und niemand weiss was rauskommt und welches Bauteil zuerst aufgibt.


    Ist wie bei Rot über die Ampel, kann gut gehen, muss aber nicht.

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  • na ja die neuen PI2/3/3+ sind stromhungriger deswegen wird ein orignal PI Netzteil mit 5,1V empfohlen, ein Fremdnetzteil wäre einstellbar auch OK und ich würde an die Grenze bis 5,2V gehen.

    Ausserdem kann es förderlich sein nicht irgendein USB Kabel zu zerschneiden welches kaum noch Kupfer drin hat, ein gewisser Mindestquerschnitt >= 0,25mm² sollte schon drin sein und nicht zu lang.

    Kabelquerschnittstrechner und Strom und Spannungsabfall gibts ja im Netz wer sich nicht mehr an den Physikunterricht der Oberschule erinnert oder es noch nicht hatte.

    Stichworte: spezifischer Leitwert / Widerstand für Kupfer (wenn überhaupt Kupfer im Kabel ist), Querschnittsbrechnung, URI usw.

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  • das Kabel und den Adapter den ich Benutze sind Original von Sony

    und das sagt was aus?
    Daten?

    Qualität?

    Glaube?


    Ich hatte soviel Schrott von s* das ich es nur noch sonie nenne!

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  • Schade, ich habe mit Sony immer gute Erfahrungen gemacht. Also die Dicke des Kabels mit Mantel kommt an die Maße von dir ran, auch ist das Kabel nicht länger als 50cm. Aber gut, in das Innere kann ich nicht schauen.