Raspian SD Backup Probleme

  • Hallo,

    Ich hab mir aktuell einen PI 3 als TVHeadend Server mit Raspian Stretch für meine Kodi Clients aufgesetzt.

    So weit, so gut...

    Für gewöhnlich sichere ich meine Kodi Clients mit Acronis als "smart" Backup, also nur den wirklich verwendeten Speicher.

    Dabei hatte ich noch nie Probleme beim recovern auf eine andere SD, funktioniert danach alles wie gehabt, jedoch funktioniert die ganze Prozedur nicht bei meinem Raspian Server?!


    Das Backup verläuft normal wie immer, jedoch lässt sich das Recovery auf einer anderen SD nicht booten.

    Der pi lädt nur bis zu den 3(?) Raspberrys und der Cursor blinkt. Der Splash Screen von Raspian kommt nicht.


    Hab mittlerweile Acronis, Paragon, AOMEI als "Smarte" Backup Programme probiert, ohne Erfolg.

    Ein Image mit Win32 oder USB Image Tool funktioniert, aber dann kommt halt das bekannte Problem, dass es danach nur mit exakt identischer oder größere SD Karte funktioniert...

    Und immer 16gb sichern, ist auch lästig.


    Hat wer ähnliche Probleme von euch?


    Danke schonmal im Voraus.

  • Hallo slix185,


    willkommen im Forum als aktiver User!

    Ein Image mit Win32 oder USB Image Tool funktioniert, aber dann kommt halt das bekannte Problem, dass es danach nur mit exakt identischer oder größere SD Karte funktioniert...

    Und immer 16gb sichern, ist auch lästig.


    Lies Dir mal die ersten zwei Seiten von diesem Thread durch: Image verkleinern mit pishrink. Evtl. ist das auch für Dich interessant. ;)

  • Hey hyle,


    Danke für die Antwort, ich schau mir das mal an, muss aber erstmal noch einen neuen Linux Live USB stick machen...

    (Linux und Ryzen sind wohl noch keine guten Freunde)


    Hab das ganze schon mal auf einen änlich weg über VBoxManage von VirtualBox probiert. Ergebnis war ein kleineres Image, jedoch war irgenwas zerschossen, wollte auch nicht booten.


    Die Acronis Variante wär natürlich die komfortabelste.

  • Hallo slix !


    Hinter den Backup - Frontends stecken immer die drei Programme rsync, tar oder dd.


    Ein Serverbackup setzt das Anhalten aller Dienste vorraus und ein exakter Snapshot des ganzen EXT4 Dateisystems kann seriöserweise nur dann gelingen, wenn dieses nur lesbar (also r- statt rw) gemountet ist, auch wenn ein Partitionsimage zum Verkleinern (mit resize2fs), oder komprimieren von der SD/HD abgezogen wird.




    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Hallo RTFM,


    Die Backups werden über einen Kartenleser am Windows Rechner erstellt, also Dienste spielen keine Rolle.

    Zudem wird immer das komplette Laufwerk gesichert, also mit allen Partitionen, aber eben "smart" nur der wirklich verwendete Speicher.


    Alle 1zu1 "dummen" Kopien funktionieren ja einwandfrei.


    hyle :

    pishrink funktioniert einwandfrei, Danke dafür! Von 16GB auf 6,9GB ist schonmal annehmbar :) und booten funktioniert auch noch.:thumbup:


    Aber jetzt nochmal blöd gefragt....

    Warum das Recovery von Acronis oder den anderen nicht bootet, kann mir keiner erklären oder?

    Meine Kodi Clients die mit OSMC laufen, beruhen ebenfalls auf Debian Stretch und da funktioniert es einwandfrei mit Backup und Recovery?!


    Hab jetzt mal stumpf probiert, bei vorhandenen richtig gesetzten Partitionen, einfach mit $ cp -a  die Boot und die EXT Partition 1zu1 zu kopieren, aber die SD Kopie bootet trotzdem nicht?!

  • Um von der SD zu booten, muss die FAT32 LSB Partition1bootbar sein, d.h. im Master Boot Record muss das Bootflag gesetzt sein. Das kannst Du z.B. mit linux "parted" überprüfen/einstellen.


    Wenn Du eine MMC in Windows einsteckst, kann es sein, je nach Version, Defaulteinstellung, Checkbox und Rückenwind, dass das Bootflag der FAT32 Partition entfernt wird, weil auf einer Multi Media Card nur MM Dateien, und die auch nur in einer einzigen Partition, erwartet werden. Zum Booten braucht Windows aber wenigstens seine UEFI Partition und nomalerweise kann Windows von einer MMC nicht booten.


    Acronis (Löhnware) kann IMHO dasselbe, wie dd, rsync (und tar). Ob ein ganzes Blockdevice, oder eine Partition als Speicherabbild, oder alle, oder einzelne Dateien gesichert werden sollen ist Einstellungssache. Bei der Dateisicherung ist es aber wichtig, dass die Linuxrechte bis zum Restore aufrecht bleiben und auch Hard- und Softlinks wieder richtig entstehen. Das sollte mit cp -dR --preserve=all, also mit cp -a, gelingen (wenn Acronis das beim Dateisichern auch so macht).



    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so

  • Servus RTFM,

    Danke erstmal für die Antwort, ganz schlau werd ich aber nicht draus:/

    Bin mir nicht ganz sicher, ob mir nicht aneinander vorbei reden...?


    Das mit dem Bootflag schau ich mir nochmal an, aber warum Windows jetzt irgendwas von einer Karte booten sollte, leuchtet mir nicht ein.


    Mir geht es schlicht um ein Backup von meinen pi3 Raspian "Server", heißt:


    Raspian am pi runter fahren -> SD Raus und in den Kartenleser an einem Win PC -> Acronis oder sonstiges Backup Programm, Backup erstellen -> andere SD Karte in Kartenleser -> Die SD mit dem eben gemachten Backup recovern -> zurück in den pi -> und alles sollte wieder funktionieren.

    Blöderweise bootet eben die recoverte SD Karte nicht, zumindest nicht bis ins Raspian.


    Wie schon gesagt, mit USB Image Tool oder Win32 Diskimager, in Verbindung mit pishrink funktioniert das ganz jetzt ganz gut, also bin ich mit der Geschichte erstmal save.


    DANKE dafür!:thumbup:


    Mich würde halt nur interessieren, ob irgendwer das Ganze auch mit Acronis oder dergleichen auf die Reihe bringt, weil es ja bei meinen Kodi Clients mit dem exakt selben Ablauf auch funktioniert.

  • ... Bin jetzt durch vergleichen und Google drauf gekommen warum.


    Das Zauberwort ist : PARTUUID :rolleyes:


    Nach einen Recovery wird diese anscheinend neu vergeben, jedoch steht in der cmdline.txt und fstab noch die alte PARTUUID, somit weiß der pi nicht wo seine Dateien sind...

    Heißt also neue PARTUUID auslesen und die besagten Dateien ändern und schon wird gebootet.


    Hab jetzt grad nochmal auf die OSMC pi's geschaut, die Lösung ist: Nicht die PARTUUID anzugeben sondern /dev/mmcblk0p1 und /dev/mmcblk0p2 für die Partitionen verwenden.

    Somit funktioniert es universell und Acronis läuft auch wie gewünscht:bravo2:


    Danke für die Hilfe und allen

    EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR!

  • Die partuuid wird neu erstellt wenn neu partitioniert wird. Da muss man immer bei einen Restore dran denken. Oder man stellt auf /dev/mmcblk0x um bevor man ein Backup erstellt.

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect." Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert? Kein Backup - kein Mitleid :no_sad: . Sieh Dir mal raspiBackup an ;)

  • Hab jetzt grad nochmal auf die OSMC pi's geschaut, die Lösung ist: Nicht die PARTUUID anzugeben sondern /dev/mmcblk0p1 und /dev/mmcblk0p2 für die Partitionen verwenden.

    Hallo.


    Hast du noch was anderes verändert ?

    Ich habe ein Image mit AOMEI Pro angelgt und dieses zurück gespielt.

    Da kam dann in AOMEI direkt mal eine Meldung, das die Partitionen sich überschneiden, Fehlermeldung 8 und man solle den PC neu starten und noch mal versuchen.

    Geht aber nicht.

    Wenn ich die erste Partition "Recovery" leicht in der Größe verändere, funktioniert das Wiederherstellen auf die SD.


    Nur leider bootet das System nicht.

    Es ist ein Noobs System (bzw. wurde damit erstellt). Nach dem Splash Screen steht noch das man SHIFT gedrückt halten kann um in den Recovery zu gelangen, danach startet das System aber neu.


    Ich würde gerne mein AOMEI für gelegentliche Sicherungen verwenden.

    Bei mir ist aber schon diese /dev/mmcblk0p1 eingetragen, wobei ich nur einen Eintrag habe und der ist 6.


    Vielleicht weiß ja jemand warum das System nicht startet, wenn es so gesichert wurde.

    Danke!