Schwuppdizität beim Pi 3 / Performance von Kodi und Shotwell

  • Hallo,


    ich benutze den Pi in erster Linie als MediaPlayer. Ich habe vor ca 3 Jahren mit einem Pi2 unter OpenELEC begonnen und bin nun, nach dem der Pi2 zu langsam wurde, bei einem PINE64 mit RemixOS gelandet. Der ist jetzt wieder zu langsam und nun überlege ich einen Pi3 zu kaufen. Ich möchte auf dem Pi3 ein schlankes Linux mit Kodi und Shotwell betreiben. Shotwell, da ich meine Bildersammlung damit verwalte und die Addons von Kodi nicht wirklich schön sind.


    Bevor ich nun das Geld investiere, habe ich folgende Frage:


    1. Gibt es hier jemanden, der diese Kombination betreibt?

    2. Hat jemand Erfahrungen, wie sich die Performance / Schwuppdizität von Kodi und/oder Shotwell auf dem Pi3 anfühlt?

    3. Ist es vielleicht sinnvoller, doch in einen BareBone Computer (z.B. NUC) zu investieren, um wirklich auf der "schnellen" Seite zu sein?


    Danke für Anregungen und Informationen.


    Georg

  • 1. Gibt es hier jemanden, der diese Kombination betreibt?

    2. Hat jemand Erfahrungen, wie sich die Performance / Schwuppdizität von Kodi und/oder Shotwell auf dem Pi3 anfühlt?

    3. Ist es vielleicht sinnvoller, doch in einen BareBone Computer (z.B. NUC) zu investieren, um wirklich auf der "schnellen" Seite zu sein?

    zu 1.

    Ich habe mal Kodi auf dem RasPi 3 betrieben... genervt hat mich die (für mich) zähe Menüführung, da ich Kodi ebenfalls auf Laptop und einem "richtigen" PC laufen habe - insofern hatte ich einen direkten Vergleich der "Schwuppdizität" :)


    zu 2.

    Shotwell Verhalten dto.:

    Allein das Importieren der Bilder dauert aufgrund des "schmalen" Netzwerkinterfaces lange... (Im Vergleich zu richtigen Linux-Maschinen).

    Auch die Zeitverzögerung beim Blättern hat mich genervt.


    Die gefühlte "Schwuppdizität" ist immer individuell: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Anwender, welche aus dem Windows-Umfeld kommen, wesentlich mehr Geduld aufbringen bzgl. der "Langsamkeit" / Antwortverhalten als Leute, welche vorwiegend mit Linux-Systemen arbeiten.

    Windows an sich ist eben gefühlt langsam:


    [OT]

    Meine Lebenspartnerin war eingefleischte Windows Nutzerin... bat mich aber vor einigen Monaten, ihr parallel zu ihrem Windows doch mal ein Linux aufzusetzen (Sie sah es ja jeden Tag bei mir...)

    Ergebnis: nach einer kurzen Eingewöhnungszeit verwendet sie Windows nur noch für sehr ausgewählte Dinge.

    Originalton: "Linux ist viel schneller, ich versteh nicht, wie ich mir das so lange antun konnte... aber man hatte sich halt dran gewöhnt..."

    [/OT]


    zu 3.

    Mein "Laborrechner" ist ein NUC mit einem (nur) I3 und 16 GB RAM (+ natürlich Linux).

    Kann ich nur empfehlen. Das Teil habe ich an den Monitor rückwärtig angebracht, Tastatur und Maus sind per Funk dran, GB-Netzwerk per Kabel.

    Somit ist Platz auf dem Tisch, da steht nur der "Monitor" ...


    Die Performance ist dramatisch größer als die eines RasPi, der Stromverbrauch liegt so bei 8-10W im Leerlauf, 12W unter Last.

    Im Vergleich mit dem RasPi (4-8W) ist das nur unwesentlich mehr, bei erheblich höherer Performance und "Schwuppdizität" :)

  • Hallo Zentris,


    danke für die ausführlichen Erläuterungen.

    Deine Erfahrungen deuten in Richtung BareBone.

    Da ich hier zu hause komplett unter Linux arbeite sehe ich keine Probleme das entsprechend aufzusetzen.


    Welchen BarebOne mit i3 und 16 MB Ram hast du genau? Hast dd einen Link oder etwas ähnliches was und wo du gekauft hast?


    Danke


    Georg

  • Ich habe mir damals (03/2016) diesen hier https://www.amazon.de/gp/product/B00S1IQHKK/ref=oh_aui_search_detailpage?ie=UTF8&psc=1 (Affiliate-Link) gekauft.


    Aufgerüstet mit 2x Kingston RAM á 8GB und einer SSD von Samsung (250GB).


    Dann hinten am Monitor (hier noch unverkabelt) :



    Links unten ist der lokale Switch und der USB-Hub zu sehen, der ebenfalls mit der Box verbunden ist.


    Den 2. Monitor (ebenfalls links zu sehen) habe ich auch dran, ist jedoch im Betrieb nicht immer stabil (vermutlich ist der Treiber zu alt).

    Da ich den aber so gut wie nie brauche, ist der z.Zt. nicht in Betrieb.

  • Hm, ich habe mich bewusst damals NICHT für den Celeron entschieden sondern den kleinsten "i" genommen.


    Zum einen war meine "Denke", dass der "richtige" Intel "i3" schon mal etwas mehr Performance zeigt (natürlich kein Vergleich zum "i5" oder "i7").

    Zum anderen steht "Celeron" in meiner Denke für ein schlechtes Performance/Preis-Verhältnis...

    Dazu kommt, dass der Celeron lt. Datenblatt nur 8GB RAM unterstützt (ob der nicht auch mit 16GB umgehen kann, weiß ich nicht).

    Ich rüste, wenn möglich, meine Geräte mit 16GB aus... und fahre gut damit (Öfters viele offene Programme... Chrome mit vielen Tabs zieht auch recht heftig am RAM...)


    Der Preisunterschied liegt bei >100%, ja.


    Wieder meine Denke:

    Lieber einmal was (mehr) ausgeben und nicht ärgern als sparen und dann festzustellen, dass es doch etwas knapp ist und dann vor der Entscheidung stehen, mit der Entscheidung zu leben oder das Teil umtauschen und dann doch was besseres kaufen.


    Ich merke schon den (Schwuppdizitäts")-Unterschied zwischen dem i3 in NUC und dem i5 in meinem Laptop (alles Linux).


    Noch dramatischer ist der Unterschied zum i7 in meinem "NUC Skull" (https://www.intel.de/content/w…tures-configurations.html), der mir als ESXi Hostmaschine für inzwischen 4-5 VMs dient.