Wii-Grafik auf einem Raspberry Pi, neue Spiele via Crowdfunding?

  • Hallo zusammen,


    ich wollte mal fragen, wie es um Spiele bestellt ist bei dem Raspberry Pi und wie stark das Interesse an "neuen" Spielen ist.

    Mir ist klar, dass der Raspberry Pi eher als Lerncomputer zum Basteln gedacht ist, doch könnte er ja auch als Spiele-Plattform interessant sein durch seine große Verbreitung.


    Ich sehe auf YouTube viele RetroPi-Emulations-Projekte, die Playstation 1 Spiele emulieren können, manchmal auch Spiele von der Dreamcast. Aber das sind alles alte Spiele.

    Der Raspberry Pi schafft auch Quake III Arena (habe es auf Zero, und 3 getestet). Von dem, was ich so gelesen habe, soll die Nintendo Wii ca. 12 GFLOPs Grafikleistung besitzen, was ungefähr der Leistung der OUYA mit Tegra 3 entspricht. Für die OUYA gibt es z.B. Shadowgun. Für die Wii selbst gibt es z.B. Rayman Origins, was grafisch ähnlich Rayman Legends ist, was wiederum auf aktuellen Konsolen wie Playstation 4 und XBox 360/XBox One verkauft wird.


    Der Raspberry Pi verfügt ja über die VideoCore 4 Grafikeinheit, welche irgendwie 24 GFLOPs haben soll. Ich weiß, dass es da hier und da ein paar "Schwierigkeiten" mit dem OpenGL-Treiber bzw. OpenGL ES Treiber gab, weil der Treiber irgendwie OpenSource sein müsste, aber einige Teile der Grafikeinheit nicht veröffentlicht werden dürfen von den Spezifikationen her, wegen des MPEG Decoders oder so ähnlich ... und deshalb kann ich entweder in KODI sauber ZDF-Mediathek streamen oder Quake III Arena laufen lassen mit einigen fehlenden Effekten, aber ich kann im Desktop Raspberian kein YouTube Video vernünftig schauen.


    Kann sein, dass ich alles falsch verstanden habe, aber das waren jetzt so meine Erlebnisse mit den Raspberries. Ich habe zwei Zero W und einen Pi3B.


    Meine Frage zielt darauf ab, ob Interesse im Allgemeinen an neuen "hochwertigen" Spielen besteht, die eventuell exklusiv oder vielleicht auch zu Steam, wenigstens für den Raspberry erscheinen.


    Ob unter Kindern und Jugendlichen der Raspberry eher zum Basteln benutzt wird und zum Spielen dann doch eher zu einer Nintendo Switch gegriffen wird.


    Ist der Raspberry Pi eher ein Hobby für Bastler, oder kann man ihn als "ernste" Spiele-Konsole betrachten, wenn man ihn mit einer z.B. Wii vergleichen würde. Von der Verbreitung her soll der Raspberry Pi ja mehr als 12 Mio. Mal verkauft worden sein. Vermutlich ist er davon sehr oft auch in Projekten verbaut, dient irgendwo als Server, liegt im Regal oder Streamt einfach nur Inhalte vom PC auf den Fernseher.


    Würdet ihr Geld für Spiele bzw. Spiele-Entwicklung speziell für den Raspberry Pi ausgeben? Gab es nicht auch mal so eine Art "Raspberian Store"?


    Vielen Dank für eure Gedanken. :shy: 

  • Ich sehe im Raspberry alles, nur keine Spielekonsole. Mal ehrlich, gibts doch alles schon - und das in gut. Konsolen sind billig, PCs sind bilig. Nie war es leichter an Zeug zum zocken zu kommen. Warum sollte man da Ressourcen in die Entwicklung von Highend Pi Spielen vergeuden?

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Der Umwelt zu Liebe, weil sich nicht jeder auf der Welt alle Gerätschaften anschaffen kann finanziell oder platz-technisch, oder weil man nicht nur ein Spiel liefert, sondern vielleicht auch die Möglichkeit, in die Erstellung des Spiels einblick zu nehmen.


    Ich wüsste jetzt auch nicht, wieso ich RetroPi nehmen sollte, wenn ich einen PC oder Laptop habe. Aber ich kann mir vorstellen, dass eben Leute sich so einen RetroPi zusammen bauen, ins Wohnzimmer stellen und eben sich nicht noch eine XBox oder Playstation aus verschiedenen Gründen kaufen wollen. Gibt ja auch andere Gründe, wie das Nicht-Unterstützen-Wollen-Großer-Konzerne und Idealismus. Kann mir da alles vorstellen. Kann aber auch einfach so sein, wie du sagst und es interessiert einfach keinen und dann könnte man eben auch gleich ein großes Projekt für den PC-Markt und den bereits etablierten Konsolen-Markt umsetzen. Zumal ja auch beim Raspberry Pi die Frage wäre, ob die Leute da für Software auch Geld ausgeben wollen würden, oder sich eher dran gewöhnt haben, Hardware zu kaufen und Software OpenSource zu bekommen.

  • Ich hab mehrere Retropisysteme gebaut...und spiele auf dem original Megadrive u. SNES. ich wüsste nicht was einen Pi von einem "normalen" Linuxsystem unterscheiden sollte (ausser der schlechteren Hardware). Was macht den Pi besonders?

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Hallo Xaby,


    willkommen im Forum!


    Zumal ja auch beim Raspberry Pi die Frage wäre, ob die Leute da für Software auch Geld ausgeben wollen würden

    Das ist meines Erachtens der springende Punkt. Viele User sparen sogar beim Netzteil wegen 2-3 Euronen und wir schlagen uns quasi täglich mit Erklärungen herum, dass ein Handyladegerät kein geeignetes Netzteil ist.


    Neue Spiele würden sicher willkommen sein, aber dafür Geld ausgeben wollen eher die Wenigsten. :shy:

  • Alles, was wir sind, ist Sand im Wind, Hoschi


    manno, nun hast du mich mürbe gemacht


    1. suchte ich das Zitat

    2. muss ich den nun sehen :wallbash::@:danke_ATDE:

    Bill & Ted's verrückte Reise durch die Zeit

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
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  • Hallo Xaby,


    herzlich Willkommen in unserem Forum!


    Zumal ja auch beim Raspberry Pi die Frage wäre, ob die Leute da für Software auch Geld ausgeben wollen würden, oder sich eher dran gewöhnt haben, Hardware zu kaufen und Software OpenSource zu bekommen.


    Das genau wird der Knackpunkt sein! Der Raspberry Pi kostet kaum Geld - außer man schrottet einen alle zwei Wochen. Das Betriebssystem kostete noch nie was. Die Software gab es eigentlich auch immer kostenlos. Und kostenlos ist dabei noch legal.


    Wer sollte da für eine Software Geld ausgeben wollen?

    Ein hinreichend großer Nutzerkreis müsste per aufwändiger Reklame-Aktionen aufmerksam gemacht werden.

    Ein Team von Programmierern müsste sich zusammentun und was Neues entwickeln wollen - und die machen das auch selten kostenlos, wenn deren Ergebnis gegen Geld den Besitzer wechselt.


    Nimm mal 10 gute Spieleprogrammierer. Ein Jahr Zeit. Da reicht ein Budget von 1 Million kaum. Mehrere Millionen gehen für die Werbung drauf. Zwar wurden bislang um die 14 Millionen Raspberry Pi verkauft. Entscheidend ist aber die Anzahl der Besitzer. Das sind wenige Millionen. Sehr wenige Millionen. Und davon kommen nur die "Gamer" als potentielle Nutzer in Frage.

    Wenn es 10.000 "Raspi-Gamer" gibt - die auch noch das neue Top-Spiel kaufen wollen, dann müsste das Spiel 500 € kosten, um nur die Kosten hereinzubekommen. Wird sich keiner kaufen wollen


    Bei 100.000 interessierten "Raspi-Gamern" wäre mit 50 € mal gerade so der Break-Even erreicht.


    Das Risiko wird kein Sponsor eingehen...


    Beste Grüße


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

    Linux is like a wigwam, no windows, no gates, but with an apache inside dancing samba, very hungry eating a yacc, a gnu and a bison.

  • Andreas


    Das waren auch so meine Überlegungen.


    Mein Ansatz war deshalb folgender:


    - Kickstarter-Projekt (oder ähnliche Crowdfunding-Plattform)

    - Wer ist Kunde? Eventuell die Eltern, die ihren Kindern einen Einstieg in den Pi, aber auch in die Spiele-Entwicklung bieten wollen.

    - Mit kostenlosen Assets, aber später auch für Spiele unter Steam oder anderen Konsolen einsetzbar

    - ähnlich leicht zu bedienen wie Minecraft


    Also schon mit Lernaspekt. Ich weiß nicht, in wie weit Alice 3D genutzt wird. Auf dem Raspberry Pi Zero hatte ich schon Schwierigkeiten Scratch 2.0 anzubekommen. Also außer etwas LibreOffice und Scratch 1.x war mit dem Raspberry Pi Zero W bei mir nicht viel zu holen. Obwohl er wie gesagt für ZDF-Mediathek-Streaming unter KODI ausreicht, MP4-Filme abspielen kann, aber scheinbar nicht im Raspbian. Und ich hatte auch Quake III Arena zum Laufen bekommen.


    Es kann aber durchaus sein, dass der Raspberry Pi bei vielen auch herum liegt. Ich hatte neulich von Bekannten erfahren, dass sie einen Raspberry Kalender, Zubehör und alles Zeug gekauft haben, aber das Kind, was auch noch interessiert war, dann nicht arbeiten konnte, weil der alte Laptop keine MicroSD-Karten lesen kann. Und dann ist das eingeschlafen. Also mehr als 100,- Euro ausgegeben, um dann doch nichts damit zu machen. So etwas ist dann Schade.


    Und "echte" PCs bekommt man ja mittlerweile auch im Laptop-Format für ~ 200,- Euro. Selbst wenn die jetzt nicht die schnellsten sind, würde da aber vermutlich Steam drauf laufen und ähnlich grafisch ansprechende Spiele wie auf dem Raspberry Pi möglich sind. Vielleicht spielen die meisten dann auch lieber auf ihrem abgelegten Smartphone, was dann auch noch schneller ist als der Pi, oder besser unterstützt wird wegen Android.



    Noch mal zur Finanzierung. Ja, das mit den 10 Leuten und der Million das hatte ich mir damals bei der OUYA auch gedacht. Dass sie da für gute Spiele schon ein bisschen mehr investieren müssen. Ich glaube auch, dass viele der Kickstarter-Kampagnen falsch kalkuliert sind und es deshalb auch zu Verzug führt, weil denen das Geld ausgeht.


    Mein Ansatz wäre eher, dass man sagt, 3 bis 6 Monate, 2 bis 4 Leute. Und Grafiker kosten nicht ganz so viel wie Programmierer.


    OpenSource hilft ja auch dabei, die Entwicklerkosten für's Erste tiefer zu halten. Weil man jetzt nicht jedes Modul seiner Engine oder seines Spiels komplett aus dem Nichts programmieren muss. Aber die nächste Frage wäre dann auch, was würde man in der Zeit schaffen und würde diese Art Spiel den Leuten überhaupt gefallen.


    Eventuell müsste man die Frage anders stellen. Glaubt ihr, dass es sinnvoll sein kann, ein Spiele-Projekt anzukündigen bei z.B. Kickstarter mit der Anmerkung, dass das Spiel auch für den Raspberry Pi und oder eventuell die OUYA veröffentlicht wird, aber dennoch Systeme wie Nintendo Switch, XBox, Playstation und PC unterstützt werden? Also rein für die Werbung, weil es dann Leute gibt, die es "nice-to-have" fänden, aus Neugier, ob das möglich ist, oder ob es dann wirklich nur 10 Leute insgesamt sind und dafür wären es zu viele Abstriche und zu aufwändig, das auf dem Raspberry Pi zu testen und zum Laufen zu bekommen.


    Ich dachte an so etwas, aber das geht nur in Transsilvanien und mit Kost und Logis gestellt

    https://www.kickstarter.com/pr…cthulhu-adventure?lang=de


    Und ja, nicht in 6 Monaten, und auf dem Raspberry gibt es noch keine Engine wie Unity.


    und was Werbung angeht ... da müsste man dann in den verschiedenen Raspberry Pi Magazinen sicherlich das Vorstellen, Gamescom und andere Spielemessen. Das hätte man aber vermutlich bei jeder Spiele-Software.


    Vielleicht würde man es dann auch bei Element14 oder so direkt auf der SD-Karte mit Raspbian-Image-und-Spiel anbieten können. Oder halt auch in so einem Paket, wo das Gehäuse dann gleich entsprechend mit den Motiven des Spiels bedruckt ist und es sich preislich jetzt nur um ein paar Euro von den anderen Paketen unterscheidet. Aber vermutlich ist die Marge dann zu gering und die Vertriebler wollen auch was abhaben.


    10.000 Leute müsste man schon irgendwie zusammen bekommen. Und so wie ich das gesehen habe bei Kickstarter, ist da bei 2.000 bis 5.000 eher so die magische Grenze und bei Raspberry Pi Hardware eher so bei 100 bis 300 Leuten, allerdings geht es da oft auch um mehr Geld.


    Wenn man die magische Zahl von 5.000 erreichen würde und 15,- Euro das Spiel wäre, was bei "Indie-Spielen" auch so eine Art Grenze ist, und man eventuell noch auf 20,- Euro hoch kann, aber das ist dann schon zu kritisch, ... könnte man die 75.000,- erreichen ...


    Was jetzt bei Kickstarter keiner verstehen würde, in meinen Augen ist, dass das in Deutschland mit Steuern und anderen Abgaben, ohne dass der Entwickler dann auf alles verzichtet, nur für einen für ein Jahr reicht.


    Eventuell könnte man noch Unterstützung bei Vereinen wie:

    https://www.biu-online.de/themen/biu-sales-award/


    Oder FFF Bayern

    http://www.fff-bayern.de/foerderung/foerderbereiche/games/


    Versuchen, zu bekommen.


    Eine andere Idee wäre noch, die Software an Schulen zu lizenzieren, aber auch da ist es ja in Deutschland eher so, dass selbst kostenlos noch zu teuer ist, weil sich ja auch eine qualifizierte Kraft zeitlich damit beschäftigen müsste.


    Und dann ist noch die Frage, ob das Spiel Spaß macht, wenn es eine Art Lernspiel ist, oder ob dann Scratch und Alice und wie sie alle heißen, das nicht eh schon abdecken. Also der Markt eh schon gesättigt ist.


    Eine Sache möchte ich euch noch zeigen, aber da geht es halt auch eher um Hardware, wo das Geld rein fließt. Würdet ihr bei so etwas Geld ausgeben oder habt ihr schon mal solche Projekte unterstützt bzw. davon profitiert?


    https://www.kickstarter.com/pr…rogram-yourse/description


    Vielen Dank für eure anregenden Erläuterungen.

  • Hallo xaby,



    erst einmal zitiere ich aus einem Deiner verlinkten Seiten:


    Zitat

    Für die Produktion hochwertiger und gewaltfreier Computerspiele können beim FFF Bayern seit September 2009 Anträge zur Förderung der Entwicklung von Konzepten, Prototypen und der Produktion von Spielen gestellt werden. Für den Förderbereich stehen 1,3 Millionen Euro für das Jahr 2017 zur Verfügung und 1,9 Millionen Euro für das Jahr 2018.

    Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein eigener Games-Vergabeausschuss, der dreimal im Jahr tagt.

    Eine Einreichung ist immer nur während der jeweiligen Einreichfrist möglich. Diese dauert in der Regel zwei Wochen und endet an ihrem letzten Tag um 18:00 Uhr. Da es sich um eine Ausschlussfrist handelt, können auch nur geringfügig verspätete Anträge nicht mehr auf die Tagesordnung der Vergabeausschusssitzung genommen werden. Es wird deshalb dringend empfohlen, die Anträge spätestens bereits am vorletzten Tag der Einreichfrist beim FFF Bayern abzugeben.


    Zwischen 1997 bis um 2010 herum habe ich fast alle meine Projekte über Fördermittel (auch vom Lande Bayern) finanziert. Aber so einen erbärmlichen Topf von 1,x Mio. € habe ich noch nie gesehen. Du musst Dir im Klaren sein, dass ein Spiel oder eine Lernanwendung einfach tierisch ins Geld geht. Um an solche Fördermittel heranzukommen brauchst Du entweder ein Konzept, dessen Genialität von den Hütern der Fördermittel erkannt werden. Das ist zwar nie total ausgeschlossen - aber erwarten sollte man das nicht.


    Um Aussicht auf Zuweisung von Fördermitteln zu haben, brauchst Du auch Unterstützung von jemandem, der das schon ein paar Mal erfolgreich gemacht hat.


    Und mit Verlaub gesagt, Fördermittel von wenigen 10.000 € bringt in Deinem Fall gar nichts. Unter mehreren 100.000 € braucht man kaum "Förderung zu fordern".


    Dann bedenke auch: Bereits bei der Antragstellung musst Du ein Team definieren, das auch tatsächlich für die Dauer des Projektplans zur Verfügung steht.


    Und aus eigener Erfahrung kann ich auch nur sagen, dass nicht jede Fördermitteleinrichtung mit den eingereichten Anträgen auch seriös umgeht. Mehr als einmal habe ich erlebt, dass meine bei der EU eingereichten Anträge die ersten Runden überstanden haben. Die letzte - entscheidende - Runde aber nicht mehr. Monate später schrieben mich dann Firmen an, dass meine Anträge - über die sie entschieden hatten - "richtig gut ankamen". Und dass sie die Projekt in ihrem Namen und mit mir als Projektleiter nochmals vorstellen würden. Später kam dann heraus, dass diese Firmen sowohl eigene Anträge einbrachten, als auch Mitarbeiter in den Entscheidungsgremien hatte, die die Konkurrenz negativ einstuften.


    Dann gibt es natürlich auch Fördermitteleinrichtungen, die sehr seriös arbeiten. Da gilt noch das gesprochene Wort. Und so wie besprochen läuft es dann auch.


    Du musst aber auch bedenken, dass immer auch ein Eigenanteil in die Projektfinanzierung einfließen muss. Bei Projekten, bei denen erst nach erfolgreichem Abschluss Fördermittel ausgezahlt werden, helfen Dir die Fördermittel reichlich wenig, wenn Du nicht über ausreichende liquide Mittel verfügst. Fördermitelzusage hin oder her.



    Beste Grüße


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

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  • Ich hatte vor 5 Jahren mal überlegt, so ein Projekt zu machen, mit allem drum und dran. Das wäre auch in die Millionen gegangen. Hatte dann aber auch überlegt, ob es so groß sein muss. Vermutlich wäre man allein mit der Planung der Finanzierung schon eventuell mehrere Jahre beschäftigt. Ich kenne das von einigen Bauvorhaben. Oder größeren Projekten im öffentlichen Dienst. Und am Ende dauern sie dann doch länger als es alle "vorhersehen" "konnten". Da steckt man dann nicht drin, wer da welche Absichten im Bewilligungsverfahren hat.


    Ihr tendiert also eher zu einem großen Förderer als Crowdfunding und oder über engagierte Hobbyentwickler und Grafiker? Gut, die müssten auch koordiniert und mit Infos versorgt werden und wenn die das auch nebenher machen und andere Esel zu bürsten haben, wird man da auch schlecht eine solide Projektplanung durchführen können.

  • Andreas

    " Aber so einen erbärmlichen Topf von 1,x Mio. € habe ich noch nie gesehen."


    Ja, das stimmt natürlich. Wenn ich mir vorstelle, dass da vielleicht 10 bis 20 Projekte mit gefördert werden sollen, oder vielleicht sind es auch mehr. Dann bleibt da pro Projekt nicht viel übrig. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Fördergelder dann auch stark limitiert sind für "Unbekannte" und auch eventuell quasi schon "vergeben" sind. So ähnlich wie mit Drittmitteln an Universitäten, Förderung in der Wissenschaft im öffentlichen Dienst oder auch große IT-Projekte zur Unterstützung der Infrastruktur. Ähnlich sieht es ja bei Filmen aus.


    Allerdings gibt es das nicht nur bei diesem Fördertopf. Auch große Firmen wie Intel, Microsoft und so haben dann und wann Wettbewerbe, wo ich mich frage, wie ernst das gemeint ist. Klar, wenn man 16 ist und Schüler, dann hören sich vielleicht 20.000,- Geldeinheiten als erster Preis viel an und sind auch viel, aber schon wenn dann auch Teams zugelassen werden, alle Software zur Erstellung eigentlich legal erworben werden muss und so getan wird als würde man die Leute damit fördern ihr eigenes StartUp aufzubauen und oft sind die Preisgelder auch an Bedingungen geknüpft, wie exklusive Veröffentlichungen, oder nur als Sachwerte oder in Form von Gutscheinen. Wie z.B. ein Werbe-Etat. oder Gewinne XL Computer und Software von Microsoft (Xbox, Hololense,


    https://unity3d.com/de/partners/microsoft/hololens-contest


    Ich frage mich manchmal, ob diese Mach-Ein-Spiel-Wettbewerbe nicht allein mehr Marketing-Budget verschlingen, um auf diesen Wettbewerb aufmerksam zu machen als am Ende als Preisgeld zur Verfügung steht und ob das wirklich für den Wettbewerb ist, also das Spiel selbst oder eben alles nur Werbung für die Plattform oder die Firma an sich. Also wie ernst das wirklich gemeint ist.


    Ist sicherlich auch schwierig, wenn man die Preisgelder zu hoch ansetzt, nehmen eventuell auch "Firmen" den "Anfängern" wieder die Chancen.


    Damals gab es ja noch den OUYA-Free-The-Game-Fund.

    http://freethegamesfund.com/


    Ich würde fast behaupten, dass die Entwickler da mehr mit dem Beschaffen und Erhalten des Geldes zu tun hatten als am Ende für die Entwicklung des Spiels. Weil zu viele Bedingungen an zu wenig Geld geknüpft waren. Aber vielleicht gehört das einfach dazu, dass man sich da eben auch durchkämpfen muss und einem keiner was schenkt.


    Aber auch da war der Fund selbst insgesamt eigentlich zu klein und vor allem für einen zu kurzen Zeitraum. Wenn man so ein Spiel oder einen Film entwickeln bzw. erschaffen will, können sicherlich schon 3 bis 5 Jahre vergehen. Und Wenn die Plattform selbst halt eigentlich erwartet, dass du in 3 Monaten fertig bist, dann können es nur aufgewärmte Sachen sein oder Dinge, die halt so aussehen, wie gerade zusammen geklickt.


    Das erinnert mich an diesen von 2012 und diesen von Wettbewerb von 2013.

    https://www.codeproject.com/Co…p-Innovation-Contest.aspx (2012)

    https://www.codeproject.com/Co…ppInnovation-Contest-2013


    Auch eine Plattform, die nie richtig das Licht der Welt erblickt hatte.


    Aber Wettbewerbe und Fonds sind sicherlich zwei unterschiedliche Geschichten. Vielleicht auch mit unterschiedlicher Motivation bei der Ausrichtung und Unterstützung dahinter. Die Verwaltung dieser Fonds muss ja auch Geld kosten. Vielleicht ein bisschen wie Charity Veranstaltungen.


    Aber gut, das weicht jetzt zu sehr vom Thema ab.

  • Hallo Xaby,


    programmiere doch lieber ein gutes Spiel (das braucht viel Zeit und Kreativität und Wissen) für Android, etc.


    Du könntest das Spiel dann einfach in den PlayStore stellen und ein paar Cent's oder Euronen verlangen.


    Wenn du Glück hast kannst du damit etwas Geld verdienen.


    Ob der Raspberry Pi als Spieleplattform geeignet ist ?


    Du könntest Voreiter sein und auch schon bei der Entwicklung auf hohe Portierbarkeit achten.


    Viele für die Spieleentwicklung wichtige Bibliotheken gibt es auch für die ARM-Architektur (und Linux).


    Python ist sehr Plattformunabhängig oder C (wenn man's richtig macht (z.B. gibts die SDL unter Windows/Android(intern OpenGLES)/Linux/BSD/Mac/...) oder Java (Die Plattformunabhängigkeitswaffe mit hoher Hardwareanforderung und riesiger API), ...


    Natürlich würde sich dann auch Werbung für dein Spiel unter Raspberry anbieten.


    Viel Glück !