Raspberry 3 als NAS Server - wie gut und wie sicher?

  • Hallo Leute,


    kure Info:

    ich bin ein absoluter Anfänger deswegen wären einfache und detailliertere Antworten sehr hilfreich.

    Also nach lange überlegen habe ich mir gedacht, dass ich meinen PI als NAS Server verwenden will.

    Dazu hätte ich jetzt paar Fragen:


    1.Wer hat diese Erfahrung gemacht und könnte kurz dazu was sagen


    2.Welches Programm ist hierfür notwendig und wie installiere ich es?


    3.Kann ich von überall auf meinen eigenen Nas Server zugreifen? oder nur von zu Hause aus(also sobald ich im selben Netz bin)


    4.Wie sicher ist dieses NAS System oder Cloud System im Vergleich zu Dropbox und co??


    5.Wie ist es mit dem Speicher? Ist hier der SD Speicherplatz=NAS Speicherplatz?


    Danke sehr

    MfG

  • 1.Wer hat diese Erfahrung gemacht und könnte kurz dazu was sagen

    2.Welches Programm ist hierfür notwendig und wie installiere ich es?

    3.Kann ich von überall auf meinen eigenen Nas Server zugreifen? oder nur von zu Hause aus(also sobald ich im selben Netz bin)

    4.Wie sicher ist dieses NAS System oder Cloud System im Vergleich zu Dropbox und co??

    5.Wie ist es mit dem Speicher? Ist hier der SD Speicherplatz=NAS Speicherplatz?


    1. Ich habe das seit ca. Juli 2015 und es läuft perfekt, sofern man nicht ständig große Dateien verschieben will, was bei uns so gut wie nie anfällt. Mit folgenden Diensten auf einem wirklich stromsparenden RPi: Printserver, Fileserver, OpenVPN-Server, Mailserver, Card/Cal-Dav-Server


    2. Für ein einfaches NAS ist Samba perfekt, weil es auch Windows-Clients den Zugriff ermöglicht und geringeres KnowHow verlangt, als bei NFS notwendig ist.


    3. Primär von zuhause. Wenn Zugriff auch von außerhalb notwendig ist, geht das z.B. via OpenVPN, womit ein sicherer Zugang möglich ist.


    4. Lokale Dienste vs. Online-Hosting? Bei lokalen Services bist Du selber für die Sicherheit verantwortlich, sowohl bei der Sicherung der digitalen Privatsphäre als auch bei der Sicherung der Datenintegrität und der Sicherstellung der Reproduzierbarkeit bei Datenverlust. Machst Du das richtig mit viel Sachverstand und Sorgfalt ist das kein Vergleich mehr mit mit der Onlinespeicherung, die vielleicht mit Datenhandel und also auch mit Deinen auspionierten Daten Geld verdient.


    5. Auf meiner SD-Karte wird überhaupt nichts gespeichert und dafür ist sie imho auch nicht gedacht. Es gibt Studien darüber, dass mit vielen Speichervorgängen die Data-Retention der Karte massiv nachlässt. Meine SDC ist quasi nur ein reines Boot-Medium, alle Schreibvorgänge finden auf externen Speiichern statt, 3 HD und 1 SSD.


    Mein persönlicher Rat: Die Inbetriebnahme aller solcher Dienste auf einen Linux-Rechner ist möglicherweise in wenigen Monaten erfolgreich passiert. Für diie für solche Vorhaben notwendigen Kenntnisse, um ein solches System als Administrator auch gewissenhaft und sachkundig pflegen zu können, solltest Du aber locker 2 Jahre mit viel Lernen einplanen. Irgendwelche Dienste in Betrieb zu nehmen, deren Wirken man nicht durchschaut und die man nicht Einbruchsicher einrichten kann, ist die denkbar schlechteste Lösung. Im besten Fall verlierst Du nur die Daten. Im schlechtesten Fall übernimmt jemand fremdes dauerhaft und von Dir völlig unbemerkt Deinen Rechner... einschließlich eines dauerhaften Zugangs zu allen privaten Daten.


    Meine Meinung: Wenn mans richtig macht, gibts nix besseres. Wenn mans falsch macht, gibts Dateschutztechnisch nix schlimmeres.