Step-Down Converter oder Widerstand

  • Hallo,


    In einem gemeinsamen Gehäuse sollen ein Raspberry und ein USB-Hub verbaut werden.

    Der Raspberry benütigt 5v und bei dem Hub liegt ein 9v 2A Netzteil dabei.

    Nun würde ich ein 9V 4A Netzteil nehmen und die 9v für den Raspberry auf 5v herunterziehen.


    Gibt es einen vorteil einen Step-Down Converter gegenüber einem Widerstand zu nehmen ?


    Gruß Jan

  • Ein Widerstand geht hier gar nicht. Der müsste ja seine Größe ändern, wenn der Strom des Pi sich ändert.


    Du hast die Wahl zwischen einem Spannungsregler (das ist nichts anderes, als ein variabler Widerstand, der immer eine bestimmte Ausgangsspannung hält) und einem StepDown-Converter. Der Spannungsregler verbrennt den Spannungsüberschuss in Wärme, also etwa 55%. Der StepDown nutzt die Energie, hat aber Eigenverluste. Der Wirkungsgrad liegt bei guten Reglern um die 90%, du hättest also nur 10% Verlust.

    Der StepDown ist also auf jeden Fall die bessere Alternative. Er sollte aber eine möglichst stabile Ausgangsspannung von 5,1 Volt haben, also recht exakt einstellbar sein. Die billigen justierbaren sind oft schwer einzustellen. Es bietet sich einer mit festen Einstellungen an - es gibt welche, die auf 1.8, 2, 2.5, 3.3 5, 6... V fest einstellbar sind. Ggf. kannst du durch Austausch eines Widerstandes die Spannung von 5 V auf 5,1 erhöhen.


    Ob 9 V / 2 A aber ausreicht für das Hub und den Pi... müsste man sehen. Der Pi zieht im Normalbetrieb mindestens 15% der Energie von dem Netzteil. Unter Last eher 30% und mehr. Maximal bis zu 50%. Ob der Rest dann noch für das Hub reicht ist fraglich. Einen Versuch ist es wert - aber es kann sein, dass dir der Pi abstürzt, wenn beide mal mehr strom ziehen.

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  • Empfehlen kann ich dir nichts - hab bisher nur die Billigdinger aus China probiert - aber ob die es für die Versorgung eines Pi bringen, kann ich nicht sagen.


    Ich würd eher ein passendes zweites Netzteil für den Pi kaufen. Das ist besser (und billiger), als ein neues 9V Netzteil und ein Stepdown. Ich nehme gerne die von NH - geringer Standby-Verbrauch, guter Wirkungsgrad. 10 € rum.

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  • hab bisher nur die Billigdinger aus China probiert

    werden die auch wo anders produziert :lol:. ich hab auch nur die LM2596 hier oder die MCP Teile

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Ok, wenns darum geht...
    Da würd ich es erst mal mit einem Billigteil probieren. Es gibt welche, wo man mit Lötbrücken die gewünschte Spannung wählen kann (sowas). Wenn der Ausgang nicht stabil genug ist, dann stellst du mit dem Poti etwas mehr als 5 Volt ein und hängst noch einen Spannungsregler dahinter.

    Oder gleich ein digital regelbares (sowas oder das hier, aber das ist mit 2A etwas schwach auf der Brust).

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  • Das einfachste wäre es doch, den PI einfach mit einem USB-Kabel aus dem Hub zu versorgen.

    Der liefert doch an seinen USB-Anschlüssen 5V

    Aber nur 500 mA, wenn er sich an die Spezifikation hält.

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  • Aber bei Volllast geht das doch irgendwann in die Knie... oder? Wenn nicht: Respekt! Was für ein Netzteil hängt an dem Hub?

    Vielleicht kannst du konkret dein Hub empfehlen - ich würde mich nicht drauf verlassen, dass das jeder USB3 Hub kann.

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  • Ich habe eine 10 Port Hub und da ich alle Ports verwenden möchte, würde ich den PI ungerne darüber besafften.

    Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Pi´s am stabilsten mit einem >2A Netzteil laufen. Vor allem wenn man noch ein Display oder ähnliches nutzt.


    Ich werde es mal mit einem Step Down Converter probieren und dann mal berichten.

  • Nun, es kommt nicht darauf an das das Netzteil 2 A liefert, wichtig ist das die Spannung unter Last von ca. 1A immer noch bei, am Besten, 5,1 V liegt.

    Und ganz wichtig (!!) sind auch die USB Kabel. Bei den dünnen Leitungen gehen bis zum PI gerne noch mal 100-200 mV verloren, und dann reicht es nicht mehr.

    Mein PI2 mit SSD + USB-Kamera und WLAN + Bluetooth braucht jedenfalls bei ca. 50% Last nur ca. 750mA.