Dualboot - Bootloader vor Windows Update schützen

  • Hallo Zusammen,

    habe vor kurzem mir eine 2. SSD gekauft und anschließend ein Dual Boot System eingerichtet.

    Auf der einen SSD ist Windows 10 64bit installiert

    Auf der zweiten SSD ist Linux Mint Cinnemon 64 bit installiert.

    Als Bootloader verwende ich rEFInd.


    Das ganze in Kombination funktioniert auch meist sehr gut, außer bei manchen Updates von Windows wird der Bootloader überschrieben.

    Nach manueller Auswahl der SSD für Linux via UEFI und erneuter rEFInd Installation läuft das ganze auch wieder Problemlos. Nur stelle ich mir gerade die Frage ob es denn nicht möglich ist, dass Windows es nicht mehr schafft den Bootloader zu überschreiben?!

  • Windows 10 greift Grundsätzlich auf die EFI-Systempartition zu. Nach meinem Wissen lässt sich das nicht verhindern. Normalerweise installiert Linux und Windows ihre eigenen Bootloader die du im UEFI-Bios in der Bootreihenfolge siehst. Leider verschieb der Jeweils andere den Bootloader immer an die zweite Position. ich habe da auch noch keine Lösung gefunden.

  • Na Gott sei Dank ist das nicht nur mir passiert (auf dem Gaming-PC von meinem Sohn). Ich schlug ihm vor, die 64bit-Versionen von Linux (Mint Cinnamon) und Windows 10 als DualBoot zu installieren. Das lief ca. sechs Wochen ganz gut, bis ein Windows-Updatevorgang meinte, es müsse den GRUB-Bootmanager zerschießen... :baeh2:


    Kurz: Ich weiß schon, warum mir dieses Windows 10 auf keinen meiner Rechner kommt! Bei mir schlummert noch Windows 7 als zweites OS, das ich nur noch für folgendes nutze:

    * Steuererklärung mit Elsterformular:

    Eigentlich eine Frechheit, dass mich der Staat dazu zwingt, Windows zu nutzen

    * Die SFIRM-Software von der Sparkasse zum Einzug der Mitgliedsbeiträge eines Vereins, bei dem ich Kassenwart bin. Für die Sparkasse (Körperschaft des öffentlichen Rechts) gilt hinsichtlich der Windows-Software meines Erachtens das Gleiche wie für das Elserformular der Finanzämter.

    * Virtual DJ

    Dies ist ein Programm für Diskjockeys, um mit einer DJ-Konsole (z.B. Pioneer DDJ-ERGO-V) am PC arbeiten zu können. Unter Linux gibt es hierfür zwar die Alternative Mixxx, aber hier siegte bisher meine Faulheit: Warum viel Zeit in die Installation und Anpassung einer alternativen Software stecken, wenn das mitgelieferte Original einwandfrei läuft: Don't fix it if it ain't broken.


    Den alltäglichen Rest am PC (Internetbrowser, Office, Raspberry Pi) habe ich unter Linux laufen. Mein alter Drucker (HP DeskJet 970Cxi) kann nur unter Linux betrieben werden, bei Windows wäre XP erforderlich... :baeh2:

    Peter

  • Wird die Bootmanager Software nur auf der Linux Seite installiert? Wenn ja, verstehe ich nicht wie Windows da irgendwie Zugriff drauf haben sollte (mit Ausnahme eines Fehlers). Umgekehrt natürlich das selbe. Klingt für mich zumindest seltsam.

    * Steuererklärung mit Elsterformular:

    Eigentlich eine Frechheit, dass mich der Staat dazu zwingt, Windows zu nutzen

    Dazu dürfte das hier interessant sein: https://programm.ard.de/TV/Pro…che=das+microsoft-dilemma

  • dass mich der Staat dazu zwingt, Windows zu nutzen

    Der staat würde dich "zwingen" Linux zu benutzen, wenn es eine Verbreitung jenseits der 2-3 % hätte. Der Staat ist ja pragmatisch und will Geld sparen wo er kann (weil brauch er für den Flughafen). Software entwickeln, Personal + Support vorhalten für eine so geringe Userschaft ist einfach unsinnig. Da kann man die paar Hansel auch zur Alternative "zwingen" (du wirst ja wohl einen kennen, der nen Windows PC hat). Für mich klingt dein Posts eher nach "Windows ist doof, Linux ist überlegen und keiner wills verstehen"

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Wie hast du Windows installiert?

    Via ISO vom USB Stick. Versteh nicht was du mit wie genau meinst?


    Genau so

    Auch ins UEFI?

    UEFI ist der Nachfolger von BIOS...



    Nach meinem Wissen lässt sich das nicht verhindern.

    ich habe da auch noch keine Lösung gefunden.

    Selbige Erkenntnis und so gehts mir auch...deswegen wollt ich hier mal Nachfragen. Vielleicht hätt es jemand gleich auf Anhieb gewusst wie man das "fixen" kann.


    Ich schlug ihm vor, die 64bit-Versionen von Linux (Mint Cinnamon) und Windows 10 als DualBoot zu installieren. Das lief ca. sechs Wochen ganz gut, bis ein Windows-Updatevorgang meinte, es müsse den GRUB-Bootmanager zerschießen...

    Ja das liegt an den Updates von Windows ... nur bekomm ich Windows nie zu 100% Weg....iTunes, Games sind bei mir der Ausschlaggebende Punkt warum es ziemlich fest sitzt.


    Wird die Bootmanager Software nur auf der Linux Seite installiert?

    Ich habe es von Linux aus installiert, man könnte es aber auch von Seitens Windows installieren. Aber wie man so oft im Internet ließt, ändert es nicht s daran, dass Windows der Meinung ist, es ist das einzige OS der Welt und überschreibt den Bootteil wieder nach ihren Vorstellungen

  • Servus,

    Wird die Bootmanager Software nur auf der Linux Seite installiert? Wenn ja, verstehe ich nicht wie Windows da irgendwie Zugriff drauf haben sollte (mit Ausnahme eines Fehlers). Umgekehrt natürlich das selbe. Klingt für mich zumindest seltsam.


    nein, ich denke, Windows (bzw. der Updater) greift per se nicht auf die Linux-Strukturen zu. Aber der von Linux kommende Bootmanager GRUB2 wird bei der Installation ganz tief im System auf die erste(?) Partition eingespielt inkl. der Anpassung, dass Windows als Menüpunkt in den Bootvarianten von GRUB2 erscheint. Deshalb installiert man beim Aufsetzen eines DualBoot-Rechners (Win+Linux) ja auch Windows® immer zuerst. Zum Fehler in Windows Update siehe unten.


    Da kann man die paar Hansel auch zur Alternative "zwingen" (du wirst ja wohl einen kennen, der nen Windows PC hat). Für mich klingt dein Posts eher nach "Windows ist doof, Linux ist überlegen und keiner wills verstehen"


    Nein, über dieses Stadium bin ich schon lange hinaus und ich will meinen Post nicht auf diese Art verstanden wissen! Im Gegenteil bin ich froh, dass fast alle Windows nutzen, denn so bin ich in meinem Linux aus den von Dir genannten Gründen vor Viren etc. relativ sicher. Linux kann ganz leicht wesentlich unsicherer konfiguriert werden, als es Windows per se ist. Jedes Betriebssystem hat abhängig von den Nutzungsanforderungen seine spezifischen Vor- und Nachteile, das ist hinlänglich bekannt und will ich an dieser Stelle gar nicht ausweiten.

    Vielmehr wollte ich nur die Erfahrung des TE Hofei bestätigen.


    Wenn aber bei Windows 10 (denn nur damit ist es in meinem Umfeld bisher passiert) ein Updateprogramm versehentlich die Partition, auf der sich GRUB2 befindet, so anfaßt, dass GRUB2 nur nach (durchaus komplizierter) manueller Reparatur wieder funktioniert, dann ist das einfach megalästig. Ich bezweifle auch die (Verschwörungs-)Theorie, dass dies durch Microsoft absichtlich geschehen sei, denn aufgrund des beschädigten GRUB2 konnte weder Windows noch Linux gestartet werden. Bei Absicht durch MS wären die Linux-Einträge von GRUB2 ganz beseitigt worden und Windows wäre weiterhin hochgefahren. Das war einfach ein weiterer Bug von Microsoft. Und auch das bitte nicht falsch auslegen: Als Softwareentwickler weiß ich, dass es generell keine größere fehlerfreie Software gibt!


    In der Arbeit benutze ich ebenfalls auf einem DualBoot-Rechner seit Jahren täglich Windows 7 mit aktivierter Updatefunktionalität und da ist so etwas noch nie passiert. Einer von vielen Gründen meiner Abneigung speziell gegenüber Windows 10.


    Wenn ich aber Programme benutzen muss, die Windows als Betriebssystem erfordern, werde ich in ein paar Jahren tatsächlich "gezwungen" sein, dann Windows 10 zu verwenden.

    Dazu dürfte das hier interessant sein: https://programm.ard.de/TV/Pro…che=das+microsoft-dilemma

    Diese Sendung habe ich auch gesehen, allerdings auf Phoenix oder arte, da kam es schon letzte Woche. Die Reportage ist ganz gut, weil die Reporter nicht einfach wild auf Microsoft eindreschen, sondern die Probleme detailliert und präzise darstellen. Erschreckender ist das Verhalten in Politik und Verwaltung, wie die dortigen Entscheidungsträger den Lobbyisten von M$ in den Ar... kriechen. Justament als sich M$ in München (dem teuersten Pflaster Deutschlands) ansiedeln will, kommt vom OB Reiter und seinen Gefolgsleuten von der Politkonkurrenz CSU die Entscheidung, LiMux einzustampfen und zu Microsoft (in jeder Hinsicht) zurückzukehren. @Frau Merkel: So geht Minderheitsregierung :)


    Entschuldigt bitte meinen längeren Text, aber diese Klarstellung meiner Sichtweise erschien mir jetzt einfach notwendig.
    schlizbäda

  • Na es liegt wohl eher am UEFI-System. UEFI ist auch kein BIOS-Nachfolger wie es hier irgendwo stand. Eher eine Erweiterung. Problematisch dabei ist, dass eine Partition auf der Festplatte benutzt wird und UEFI glaubt es existiert allein. Windows arbeitet mit UEFI und schiebt sich automatisch nach oben, wenn da was geändert wird. Bei dem einen oder anderen Update ist das so. je nachdem, welche Linux Distribution verwendet wird macht die das aber genauso.

  • Für mich klingt dein Posts eher nach "Windows ist doof, Linux ist überlegen und keiner wills verstehen"

    Diesen Spruch unterschreibe ich in einer Abwandlung:

    "Windows 10 ist doof, <hier ein Betriebssystem Ihrer Wahl einsetzen> ist überlegen und keiner wills verstehen"


    Die Variable kann man bis auf wenige Ausnahmen mit fast jeder OS-Bezeichnung setzen, selbstverständlich auch mit welchen von Microsoft wie "Windows 7", "Windows XP" etc. Spontan fällt mir als nogo nur "Windows Vista" ein.

  • Na es liegt wohl eher am UEFI-System. UEFI ist auch kein BIOS-Nachfolger wie es hier irgendwo stand. Eher eine Erweiterung. Problematisch dabei ist, dass eine Partition auf der Festplatte benutzt wird und UEFI glaubt es existiert allein.

    Die Problematik ist meines Erachtens nicht UEFI selbst, sondern dessen "Feature" Secure Boot, das sich dadurch auszeichnet, dass es nur signierte Bootloader zulässt. Damit sind freie Bootloader wie GRUB passé.


    Gott sei Dank lässt sich Secure Boot bis dato offensichtlich auf den meisten Motherboards abschalten oder ist standardmäßig aus oder gar nicht implementiert.

  • Ich habe mich mit meinem Laptop auch sehr lange gespielt und immer wieder Probleme mit Dualboot gehabt. Meine schlussendlich seit mehreren Jahren stabil laufende Lösung möchte ich kurz mit euch teilen:


    Ich habe einfach Windows auf der einen Festplatte und Linux auf einer zweiten Festplatte. Jeweils als Installation samt Bootloader auf der jeweiligen Festplatte. Als "Bootmanager" nutze ich BIOS / UEFI. Beim Startvorgang F8 gedrückt und schon kann ich die Boot-Festplatte auswählen. Ich glaube dass ich noch "FastBoot" bwz. "SecureBoot" oder wie das Feature auch immer heißt deaktivieren musste.