Welche Software für die Haus- Automatisierung ist die beste? "OpenHAB" "FHEM" "Pimatic" "oder?"

  • Die letzten Beiträge zu Homeautomation sind schon älter, drum mal heute was neues :angel:

    Was ist die richtige Software für Raspberry Pi!


    Welche Software für die Haus- Automatisierung ist die beste?

    Es wäre schön, wenn die „Erfahrenen“ ihre Meinung kundtun :shy:



    Ich habe schon so einiges über die verschiedensten Softwarelösungen gelesen, aber nie etwas mit Vergleich zu den anderen. Es war auch nie die Rede von der Größe der Software…


    Sicher ist das Visuelle und auch die Programmiersprache dabei interessant, aber in erster Linie interessiert mich, sicher auch viele andere Leser, was können die einzelnen Programme.


    Mit welchen Aktoren kommunizieren sie?

    · Funk und Wlan Steckdosen?

    · Funk allgemein…?

    · MaxCube „Heizunsgwürfel“?

    · Infrarot Empfänger wie Radio,TV oder Klimaanlagen ect.?

    · Handelsübliche Wetterstationen?

    usw.

    Was kann sonst noch so alles eingebunden werden?


    OpenHAB und FHEM sollen ein großes Band an Möglichleiten bieten. Pimatic soll dagegen neu und einfacher sein. Keine Ahnung, kenne alles selbst noch nicht.

    ioBroker habe ich vor einiger Zeit probiert, aber zu wenig Zeit damit verbracht. Habe nur den MaxCube damit angepackt.


    Nutzt jemand etwas davon oder openmotics, misterhouse, smarthomatic oder ähnliche?


    Was könnt ihr empfehlen und warum oder was könnt ihr nicht empfehlen? :thumbdown::thumbup:


    Gruß Guido

    Ich habe eine Raspi Beere 3 und freue mich, dass sie läuft. Ich programmiere gern und freue mich wenn es auch funktioniert. Aber grundsätzlich hab ich keine Ahnung davon :conf:

    Bitte löscht nie dieses Forum! Hier steht alles drin was ich mir merken muss!

  • Hallo,


    ich verwende nichts von diesen dingen. Selbst ist der Mensch das ist mein Kredo.

    auch wenn meine selbst gebaute spielerei nicht mal ansatzweise an die großen Abdecker ran kommt weis ich zumindest was ich wie gebaut hab.


    Und mal ehrlich, die bringen soviel an Software mit, braucht man das alles?


    lars

  • Durchaus eine Haltung, dieman vertreten kann - aber der Frage des TO insgesamt wenig zuträglich.

    Das Thema ist ja durchaus komplex. Für mich sind die entscheidenden Fragen dabei, wie man möglichst flexibel alles unter einen Hut bekommt.

    - Verschiedene physische Übertragungswege - WLAN, ISM/SRD (433/868 MHz), RS485, Bluetooth, ...

    - Verschiedene offene Protokolle

    - Proprietäre Protokolle (mutmaßlich nur zugänglich über die Schnittstellen der Zentralkomponenten der Hersteller - also diverse Cubes und ähnliches)

    - Ggf. eigene Protokolle, also direkte Kommunikation von Geräten mit der zentralen Software


    Dazu jede Menge Aspekte der Sicherheit (Verschlüsselung, Authentifizierung) und Energieeffizienz (Batteriebetrieb, Stromverbrauch der einzelnen Komponenten), Systemstruktur (Topologie, Geräteerkennung, Routing/Ausfallsicherheit/Redundanz).


    Und nicht zuletzt natürlich die Funktionen und die Handhabung der Software. Wobei offenbar die offenen Programme wie FEHM in der Lage sind, mehrere, auch proprietäre Systeme anzusprechen.


    Mein Eindruck ist, das jeder Hersteller nur Schwerpunkte bildet, aber kein System ein Spektrum an Möglichkeiten bietet, das alle Bedürfnisse befriedigen kann. Das geht von unverschlüsselten 433 MHz Garagentoröffnern, die der Nachbarsbengel mit einem Arduino manipulieren kann (der Maseratibesitzer freut sich, wenn zufallsgesteuert mehrmals am Tag sein bestes Stück der Öffentlichkeit preisgegeben wird ;- ) bis hin zu proprietären Systemen mit asymmetrischen Schlüsselverfahren, automatischer Geräteerkennung, flexiblem Point-to-Pint-Routing und einer automatischen Vergabe von Geräte-IDs, die anschließend nur noch der Hersteller wieder zurücksetzen kann... Wer sowas hat, verkauft mehr oder minder seine Seele an den Hersteller.


    An viele Geräte kommt man mit eigenen "offenen" Mitteln nicht dran. Der 868 MHz Funksender nützt mir nichts, wenn das Zentralkästchen des Herstellers eine Verschlüsselung mit einem geheimen Key verwendet.


    Ich hab versucht mich auf den Webseiten von FHEM und MyControllers einzulesen. Bisher ist es mir kaum gelungen, auch nur ansatzweise zu verstehen, wie die Systeme strukturiert sind und über welche Schnittstellen welche Komponenten über welche Protokolle mit welchen Geräten kommunizieren. Die offenen Protokolle sind unüberschaubar komplex und chaotisch (FEHM), halboffene Protokolle kriegt man nicht, weil nur Lizenznehmer Zugriff bekommen (Z-Wave) und bei den proprietären ist es eh klar. Die Hersteller hätten am liebsten, dass man ihr jeweiliges Gerät und ausschließlich ihre Komponenten kauft. Und wenn man mal was außerhalb von deren Produktspektrum machen will... dann kriegt man den Mittelfinger gezeigt. Zudem ist (Erfahrung eines Bekannten) schon der Anschluss eines einzigen Senders an ein Devolo System (Z-Wave) für normale Menschen nicht ohne Anruf beim Support zu bewerkstelligen. Das Ganze ist eine einzige Katastrophe.


    Insofern kann ich Guidos Frage gut nachvollziehen und wäre an qualifizierten Meinungen auch sehr interessiert.

  • Welche HA die richtige ist?


    Die, mit der man zurechtkommt.

    Eine HA, die zwar alles kann, was man machen will, mit der die Benutzer aber nicht zurechtkommen, ist die falsche.


    Die HA, bei der man nicht bei jeder Änderung der Konfiguration, dem Hinzufügen oder entfernen, erst einmal das Handbuch neu lesen muss, ist besser als die, bei der man das Handbuch neu lesen muss.


    Vielleicht kommt man mit einer Art von Datenübertragung nicht aus.

    Ich hatte letztens das Problem, dass ein Schaltung mit einem Sonoff doch nicht funktionierte, wo sie eingesetzt werden sollte, da der Sonoff mein Funkempfang hatte.

    Auch der Homematic-Schalter hatte zuerst keinen Empfang, erst als ich die CCU an einen anderen Standort gestellt habe, funktionierte es.


    Beide, der Sonoff und der Homematic-Schalter waren direkt an der metallischen Rückwand eines Außengehäuses befestigt, welches wohl das Funksignal geschwächt hatte.


    Der Nachteil ist nur, dass ich mit der Homematic, ohne deren unnötig komplizierten Programmierung lernen zu müssen, das nicht so flexibel automatisch (zu täglich unterschiedlichen, wechselnden Zeiten) schalten kann, wie ich es mit dem Sonoff könnte.


    Ist die Homematic nun besser?

    Ich finde nein, sie ist nur für diesen Einsatzzweck die angebrachte Lösung.

    (Für den wenigen Kram, dich ich automatisiert habe, brauchte ich kein FHEM, OpenHAB oder anderes.)

    Selber denken,
    wie kann man nur?

    Einmal editiert, zuletzt von Rasp-Berlin ()

  • Ich hab versucht mich auf den Webseiten von FHEM und MyControllers einzulesen. Bisher ist es mir kaum gelungen, auch nur ansatzweise zu verstehen, wie die Systeme strukturiert sind und über welche Schnittstellen welche Komponenten über welche Protokolle mit welchen Geräten kommunizieren

    Da bin ich absolut bei dir. Ein Wust an Doku, mal ellenlange Abhandlungen darüber wie man ein simples python Modul per pip installiert aber was das jeweilige System dann macht, wird nirgends beschrieben, Mysensors ist da ein super Beispiel für. Deren Ansatz ist nicht auf Anhieb zu erkennen. Wir machen alles, sogar opensource und wir haben einen Haufen Sensoren, aber nen simplen Schalter findet man nur über umwege. Auch ist nicht ersichtlich wann man und ob man welche gateways braucht. Und so zieht sich das durch die Systeme

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Ich habe seinerzeit nach einer Lösung gesucht, die für den Einstieg sehr einfach ist, aber die Möglichkeit bietet, auch komplexere Szenarien darstellen zu können. Dazu sollten die Aktoren nicht unbedingt einen "Arm und ein Bein" kosten. Gelandet bin ich bei HomeMatic (RasPi mit Funkmodul und RapberryMatic). Zwischenzeitlich habe ich ein paar günstige Sonoff per Wlan und CuXD mit in das System eingebunden. Aktuell baue ich mir die 868Mhz Aktoren für verschiedenste Projekte selber. Vom einfachsten Aktor ohne Relais, über 12V DC Dimmer bis zum 2fach 230V Relais ist alles dabei. Insgesamt umfasst es bislang 4 verschiedene Platinen, mit denen ich einfach schnell und günstig 868Mhz Aktoren erstellen kann, um Ideen zu realisieren, die ich nicht umgesetzt hätte, wenn ich den Preis für die "original" Aktoren bezahlen müsste.


    Aber letztlich gibt es nicht "DIE" eine richtige Lösung. Das ist immer vom individuellen Anspruch und der Tiefe der Taschen abhängig.