Türspion mit dem PI?

  • Hallo Forum,


    gibt es eine Idee wie ich für mein Türspion ein Kameramodul einsetzten kann, dieses dann auf ein display anzeigen lassen kann wenn es kllingelt und dann ein bild in das Netzwerk speichern, sowie via smartphone mir ein livestream bekommen?


    https://www.doorpi.org/forum/thread/106-doorpi-von-irqnet/

    http://www.raspberry-pi-geek.d…i-Kamera-Modul-Grundlagen

    https://www.elektormagazine.de/magazine/elektor-201607/29068


    was meint ihr?


    lars

  • Moin Lars,


    ist jetzt schon etwas her, aber hast du diesen Ansatz weiter verfolgt? Ich möchte nämlich auch eine Kamera am/im/unter'm Türspion anbringen.

    Die originale Pi Camera ans Loch kleben ist nicht schön und die Kabel sollen auch möglichst versteckt sein. Eine USB-Webcam ans Loch kleben ist noch klobiger, aber vom Anschluss her schon mal besser. Eben bin ich noch auf dieses Video gestoßen, bei dem alte Laptop Webcams an einen USB-Anschluss gelötet werden und die auch wesentlich kompakter sind (

    ). Da könnte ich sogar einen schmalen Bereich in die Tür fräsen und so "analogen" und digitalen Türspion parallel betreiben. Ziel ist eine Gesichtserkennung, deshalb sollte das Bild möglichst scharf und entzerrt sein.

    Bei Amazon gibt es viele digitale Türspione, sogar Kameras die durch die Tür passen, allerdings haben diese einen komischen Anschluss, den ich am Pi nicht benutzen kann. Auf eine analoge Kamera + Converter habe ich auch eher weniger Lust, weil das nicht gerade effizient ist.

    Kelvin

  • Moin, also der Formfaktor stimmt schon mal, doch weil der Raspberry Pi sowieso ganz in der Nähe der Tür ist, wollte ich über USB eine Kamera anschließen und nicht über WLAN. Nachdem ich bei ebay nur (sehr) alte Laptop-Webcam finden konnte, bin ich auf diese Kameras (https://www.amazon.de/s?k=elp+kamera) gestoßen. Die sind schön klein, haben ein langes "Objektiv", das sich einfach in die Tür einlassen lässt und ein langes USB-Kabel. Beim Amazon-Link sind einige schicke dabei, doch für meine Zwecke werde ich eine günstige mit 720p nehmen - das reicht allemal. Bei ebay gibt es die übrigens noch viel günstiger, dann aber eben als Import aus China.


    Könnte aber für andere interessant sein. Teilweise gibt es schon welche mit Nachtsicht oder 4k Video / 13MP Bild.

    Kelvin

  • Hallo,


    also habe Tatsächlich diese ESP32 Cam da und auch hier und da mal getestet.

    Aber so wirklich bin ich damit nicht zum ziel gekommen nun bin ich auch kein angehender Laie was die Sache C angeht.


    wenn es eine komplett Lösung nun geben würde wie man aus diesem Teil eine Türspioncam bauen kann bin ich dabei.


    Lars

  • Warum per usb und nicht per wlan.

    Es gibt so schöne passende Wlankameras.

    Also am wichtigsten ist tatsächlich der Formfaktor, damit die Linse durch die Tür gucken kann und das Loch dabei möglichst klein bleibt. Der jetzige Türspion soll auch erhalten bleiben, damit man nicht immer auf die Webcam zurückgreifen muss.

    Kabel ist zuverlässiger und müsste eh verlegt werden, weil ich da nicht ständig eine Powerbank an die Funk-Kamera hängen will, um sie zu laden. Zusätzlich müsste diese WLAN-Übertragung auch noch in OpenCV eingebunden werden und da wird es sicherlich Performance-Einbußen geben.

    Kelvin

  • Nur mal so zur Info:

    Ich wäre da mächtig vorsichtig, solange es sich um ein Mehrparteien-Haus handelt. Dort sind derartige Anlagen schlicht verboten, weil (und da ist die theoretische MÖLICHKEIT bereits aussschlaggebend) ja die Bewegungen vor der Wohnungstür (im Hausflur) überwacht werden KÖNNTEN.

    Ohne Klopfsensor (heisst; die Kamera schaltet sich erst dann ein, wenn jemand an Deine Tür klopft) hast Du dann ein echtes Problem. Keine theoretische Überlegung eines "Bedenkenträgers", sondern hier vor einigen Wochen passiert; da hat der Nachbar seine 500€ (vom "Profi" installierte) Anlage wieder abbauen müssen. Prozess steht noch aus.

    Gruß
    Norbert

  • Kommt da jemand hinter, kann das teuer werden, da beim Raspi immer die MÖGLICHKEIT der Aufnahme besteht...

    Hmm, danke für den Link. Wie würde es bei einer Einlasskontrolle mit Barcode/QR-Code aussehen? Dafür könnte man auch eine Kamera benutzen, aber wenn allein die Möglichkeit einer Aufnahme besteht, fällt auch das weg. Selbst die Scanner an Supermarkt-Kassen verfügen über einen Bildsensor, der zum einen Striche aufnehmen kann und damit ja auch wieder die Möglichkeit gegeben ist, dass eine Person ebenfalls aufgenommen werden kann.


    Dann würden nur noch Zahlenschloss und RFID-Karten übrig bleiben...



    Und wie sieht es bei anderen "foto-basierten" Kontrollen aus? Kann ich Flixbus und Konzertveranstalter zur Kasse bitten, weil deren genutzte Smartphones ebenfalls die Möglichkeit bieten auch mich zu fotografieren und nicht nur mein Ticket und dass, obwohl ich noch nicht den Ort (Bus, Eingang) betreten und somit noch keinen versteckten AGB zugestimmt habe?

    Kelvin

  • Das ist ja was fundamental anderes. Wenn du die QR-Scan-Einrichtung zB nach unten oder oben ausrichtest (wie zB am Flughafen), dann bekommst du keinen signifikanten Ausschnitt aufgenommen. Und ein so spezialisiertes System kommt ggf. schon in Hard/Software als Einheit, so dass du auf dem PI nur einen String entgegennimmst.

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  • Das ist ja was fundamental anderes. Wenn du die QR-Scan-Einrichtung zB nach unten oder oben ausrichtest

    Ich sprach von Flixbus und Konzertveranstaltern, die kein fest installiertes Terminal haben, sondern mit handelsüblichen Smartphones durch die Gegend fuchteln und QR-Codes auf anderen Smartphones oder Papier scannen.


    dann bekommst du keinen signifikanten Ausschnitt aufgenommen

    Aber was genau zählt als "signifikanter Ausschnitt"? Reicht es, wenn die Kamera nur die Beine filmt oder wäre das auch schon ein Einschnitt in die Privatsphäre? Wenn ich auf den Boden ziele, dann sieht man die Schuhe (Ist das ein Einschnitt? Schließlich könnte ich damit jemanden identifizieren) und auch den Fußboden vor der Tür, der nicht mir 'gehört' und damit fremder Grund ist. Zielt die Kamera nach oben, kann ich auch dort Personen erkennen, denn selbst an den Terminals am Flughafen kann ich in die Linse grinsen und (theoretisch) erkannt werden.

    Einzige Möglichkeit wäre, wenn die Kamera in einem der Türrahmen ist und auf den gegenüberliegenden Rahmen guckt. Damit man nicht in den Flur sehen kann, muss dann in der Software ein schwarzer Balken über das Bild gelegt werden, bevor die QR-Suche beginnt.


    Und ein so spezialisiertes System kommt ggf. schon in Hard/Software als Einheit, so dass du auf dem PI nur einen String entgegennimmst.

    Hab's eben ausprobiert, ist in unter 40 Zeilen in Python programmierbar.

    Kelvin

  • Oeh, woher kam denn jetzt Flixbus oder Veranstalter her? Aber selbst wenn - IM Flixbus, und AUF einem Veranstaltungsgelaende gelten garantiert nochmal andere Regeln, als bei einer Ueberwachung des oeffentlichen Raumes. Und auch das Vorhalten eines Stueckes Papier, mit einer Kamera die darauf gerichtet ist, und fuer einen kurzen Moment angeht, weil ein Mensch auf einen Knopf drueckt, ist was anderes. Genauso wie du ja auch den ganzen Tag hinter einem Tuerspion stehen kannst, und dir Notizen machen, wann Frau Pasulke wieder Herrenbesuch erhaelt. Nur ein System, das *permanent* etwas aufnimmt, um dann bei bestimmten Ereignissen zu reagieren, ist halt was anderes.


    Und deine Erwaegungen bezueglich schwarzer Balken verstehe ich nicht. Wenn du die im PI drueberlegst, dann beschraenkt das den doch immer noch nur in Software. Das ist ja kein Beleg dafuer, dass du die Balken nicht weglaesst, und per Bewegungsanalyse und Gesichtserkennung Profile erstellst.


    Die 40 Zeilen Code Bemerkung verstehe ich ebensowenig. Das man in 40 Zeilen Code einen QR-Scanner programmieren kann, glaube ich sofort. Aber das steht doch nicht im Widerspruch dazu, dass dessen Bildmaterial auch anderweitig verarbeitet werden kann.

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  • Oeh, woher kam denn jetzt Flixbus oder Veranstalter her?

    IM Flixbus, und AUF einem Veranstaltungsgelaende gelten garantiert nochmal andere Regeln

    siehe:

    Und wie sieht es bei anderen "foto-basierten" Kontrollen aus? Kann ich Flixbus und Konzertveranstalter zur Kasse bitten, weil deren genutzte Smartphones ebenfalls die Möglichkeit bieten auch mich zu fotografieren und nicht nur mein Ticket und dass, obwohl ich noch nicht den Ort (Bus, Eingang) betreten und somit noch keinen versteckten AGB zugestimmt habe?

    ------------------------

    Nur ein System, das *permanent* etwas aufnimmt, um dann bei bestimmten Ereignissen zu reagieren, ist halt was anderes.

    Selbst wenn ein System nur auf Knopfdruck "aufnimmt" (wobei ich nie etwas speichern will), nimmt es immer noch auf und ggfs. auch eine unbeteiligte Person, die gerade ins Bild läuft.


    Das ist ja kein Beleg dafuer, dass du die Balken nicht weglaesst, und per Bewegungsanalyse und Gesichtserkennung Profile erstellst.

    Das muss man mir erstmal nachweisen.


    Aber das steht doch nicht im Widerspruch dazu, dass dessen Bildmaterial auch anderweitig verarbeitet werden kann.

    Auch das muss man erstmal beweisen. Nur weil jemand ein Fahrzeug besitzt, das über 50 km/h fahren kann (!), wird doch auch kein Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts ausgestellt. Natürlich kann (!) man schneller fahren als erlaubt, aber ob es auch getan wurde, muss erstmal bewiesen werden.

    Kelvin

  • Ah, verzeih,das habe ich dann nicht gelesen. Ich bin kein Anwalt. Aber ich glaube ehrlich gesagt, das du mit deiner "das muss man mir erstmal beweisen"-Einstellung daneben liegst. Du magst ja mit deinem Auto schneller als 50 fahren. Damit das das *zugelassen* ist, hat aber der Hersteller einen aufwendigen Zertifizierungsprozess durchlaufen. Und das ist eher das Bild, das hier passt. Du baust eine neue Anlage, die rein von ihrer Hardware her dazu geeignet ist, eine Ueberwachung zu taetigen. Wenn du nicht einfach nur *hoffst*, dass dich keiner erwischt, dann ist eh egal was du tust, da kannst du auch scharfe Bazookas horten oder was auch immer so als Hobby in Frage kommt. Das aber deine Rechtsauffassung hier massgeblich ist, das wird durch den Beitrag von MacNobi recht klar in Zweifel gezogen.

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  • Und noch ein paar Ueberlegungen: wir duerfen auch alle Mobiltelefone dabei haben, ohne das deswegen mit dem Recht in Konflikt zu kommen. Das hat aber auch viel damit zu tun, dass einen Selfie aufnemen nicht im Verborgenen stattfindet. Weil man das von aussen beobachten kann, und einschaetzen. Genau diesen Unterschied gibt es bei dir aber nicht. Ich weiss nicht, ob dieses kleine schwarze Ding in der Tuer permanent aufzeichnet oder nicht. Das Recht ist in solchen Dingen nicht schwarz-weiss. Nur weil irgendwo irgendwie irgendwas mit Kamera erlaubt ist, heisst das nicht, das *alles* mit Kamera erlaubt ist.

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  • Und noch ein paar Ueberlegungen: wir duerfen auch alle Mobiltelefone dabei haben,

    Im Grunde ist das doch ganz einfach.

    1. Ein Smartphone dient in erster Hinsicht der Telefonie und Kommunikation. Ein Smartphone ist nicht verboten. Wenn jemand dieses missbraucht um
    andere Personen ohne deren Willen zu fotografieren... wird dieses auch strafrechtlich verfolgt.

    2. Eine Einlasskontrolle mittels Barcodescanner dient auch nur der Einlasskontrolle. Ein Missbrauch würde ebenfalls bestraft.

    3. Was die Kontrolle im Flixbus mit einem Smartphone angeht, ist es genauso wie beim Smartphone. Es dient in diesem Fall der Fahrkartenkontrolle...
    Missbrauch würde bestraft.

    4. Ein elektronischer Türspion dient ausschliesslich dazu den Hausflur oder den Bereich vor der Wohnungstür zu überwachen. Dieses ist ohne Einverständnis

    der beteiligten Personen nicht zulässig. Genauso muss eine Überwachungskamera vorm Haus abgebaut werden, wenn auf dem Bild auch nur ein Teil des

    Nachbargrundstücks oder einem öffentlichen Bereich zu sehen ist.