Telefonkabel

  • Hallo liebe Community,


    ich habe in einem Veranstaltungsraum zwei Punkte, die relativ weit auseinander liegen. An dem einen steht der Internet-Router und der zweite Punkt soll auch Internet bekommen. Dazwischen liegt schon ein Telefonkabel.

    Was ich nun tun möchte ist, diese Leitung sozusagen um eine LAN-Verbindung erweitern. Kann ich also auf beiden seiden eine Buchse mit LAN und TAE einbauen, um so mein Projekt zu realisieren?


    Der Telefonanschluss wird von einem separaten System gesteuert und kann ich deswegen nicht wie daheim üblich per Fritzbox mit übers Netzwerk schicken. Über das Stromnetz ist auch nicht möglich (verschiedene Phasen) und ein Phasenkoppler kommt auch nicht in Frage.


    Vielen Dank

    Jonesinho

  • wenns nur ein Telefonkabel ist mit 4 freien Adern unbelegt dann ginge eine 100Mbit RJ45 von/zum PI per switch, ob der PI am RJ45 AP sein kann also Router weiss ich grad nicht, aber eine V24 kann man mit 3 freien Adern auf jeden Fall aufbauen, an jedem PI eine MAX3232 Platine, mit 3,3V VCC versorgt aus dem GPIO, Rx und Tx an PI und die V24 Rx und Tx kreuzen -> Nullmodem Kabel


    Die hier sind so klein die passen in ein Steckergehäuse

    https://www.ebay.de/itm/5PCS-N…c9eeba:g:Z0AAAOSwQS1Z-9g8


    die folgenden sind zwar bequemer,

    https://www.ebay.de/itm/1pc-RS…f4a7b2:g:fv8AAOSw4A5Y1Wo7


    aber nicht wie beim PC mit Vater Stecker, das nervt weil man immer Polwender braucht

    https://www.ebay.de/itm/Gender…a8f8a5:g:QkAAAOSwJeZZqHah


    Nullmodemkabel

    https://de.wikipedia.org/wiki/Nullmodem-Kabel

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Das einfachste wäre eine direkte Ethernet-Verbindung. Schau dir erstmal die verlegten Kabel an. Neuere Gebäude sind gewöhnlich generell mit Cat5/6/7-Kabeln verkabelt - es ist dann nämlich egal, ob man ein analoges Telefon, ein digitales Telefon, IP-Telefon oder einen PC/Switch an die Dose klemmt. Da du aber offenbar keine RJ45-Dosen in der Wand hast, nehme ich an, dass dort keine Ethernet-Kabel liegen. Falls doch, kannst du vier Adern für Ethernet benutzen, 2 oder 4 weitere brauchst du wohl noch für dein Telefon. Sofern also genügend Adern da sind, ist das kein Problem. Wenn ein Ethernet-Kabel dort liegt, hast du mindestens 8 Adern, das genügt.


    Wenn dort nur ein hgw Telefonkabel liegt, wird es schwieriger. Du kannst versuchen (sofern genügend Adern da sind), das Kabel wie ein Ethernetkabel zu benutzen. Allerdings werden die Eigenschaften des Kabels wahrscheinlich keine vernünftige Verbindung ermöglichen, die über wenige 10 Meter hinaus geht. beachte, dass du jeweils verdrillte Adernpaare (sofern überhaupt verdrillt) korrekt benutzt. Es wäre durchaus hilfreich, wenn du in deiner Frage gleich vorab genauere Infos gegeben hättest, wie viel Meter genau "relativ weit" ist und was für ein Kabel (Adernzahl, Typ) da genau liegt.


    Nächster Lösungsansatz: WLAN. Wenn die beiden Punkte nicht allzu weit entfernt sind, könntest du sie über WLAN verentzen. Wenn die Kabel das nicht hergeben, ist WLAN jedenfalls einfacher, als IP über seriell zu tunneln.


    Weitere Idee: Wie wäre es einfach mit einer Vernetzung über das Internet mit VPN? Im Zweifel gibt es ja wenigstens an einem Punkt einen Internetzugang. In dem anderen könnte man einen Zusätzlich installieren (wenn es wirklich gebraucht wird, werden die 39 € im Monat keinen umbringen). Falls ein kabelgebundener Internetzugang dort nicht möglich ist, könntest du per LTE oder UMTS ins Internet.


    Erst als allerletzte Lösung würde ich versuchen, TCP/IP über eine serielle Leitung zu tunneln. Lösungen dafür sind käuflich so weit ich sehen konnte nicht zu bekommen. Falls doch, hab ich sie nicht gefunden. (Andersrum, also serielle Geräte über IP zu tunneln, gibt es massenweise.) Falls es sie gibt, sind sie bestimmt nicht ganz billig. Serielle Verbindungen sind relativ langsam. RS485 (würde ich übrigens RS232 ganz klar vorziehen) bringt gerade mal maximal 12 MBit/s, also 1,5 MByte/s (brutto!). Die Ethernet-Pakete müssen durch ein Gateway in serielle Signale umgesetzt, in ein Protokoll verpackt und auf der Gegenseite wieder entpackt werden. Das Ganze transparent und möglichst vollduplex. Da Ethernet wesentlich schneller ist als RS485, müssen die Pakete gepuffert werden und das Gateway muss mit dem LAN muss entsprechend langsam kommunizieren, ohne Verbindungsabbrüche zu provozieren.


    Wenn du mal unter "IP over RS485" oder "IP over serial" googelst, findest du die einen oder andere Website, die einen Eindruck davon vermittelt, wie anspruchsvoll dieser Ansatz ist.

    Irgendjemand hat es allerdings erfolgreich realisiert. Der zugehörige Artikel ist aber nur nach Anmeldung zugänglich. Schau mal hier oder googel unter "Facility networking with IP over RS485".


    Falls die Ansprüche sehr gering sind und du geschichtlich interessiert bist... im letzten Jahrtausend war die Datenübertragung über Telefonstrippen durchaus gebräuchlich. Vielleicht findest du in einem gut geführten Museum noch zwei Modems oder Akkustikkoppler... :lol:


    Und ganz ganz zum Schluss ist mir in deinem Beitrag das Wort "Veranstaltungsraum" aufgefallen. Du redest von "einem Raum" und "relativ weit auseinander"? Was ist das? Ein Büro? ein Schulungsraum? eine Sporthalle? Eine Messehalle? Wie wäre es einfach, wenn du in dem "Veranstaltungsraum" ein anständiges Ethernetkabel verlegst? Da gibts doch sicher einen Kabelkanal oder ne abgehängte Decke. Notfalls Fußleisten oder selbstklebende hübsche Leitungsführungskanäle.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • Der Telefonanschluss wird von einem separaten System gesteuert und kann ich deswegen nicht wie daheim üblich per Fritzbox mit übers Netzwerk schicken.

    Telefonkabel ist also nicht nutzbar.


    Soll das temporär, oder 'für immer' genutzt werden?

    Im zweiten Fall wäre eine Saubere Verlegung eines Netzwerkkabels anzuraten.

    Selber denken,
    wie kann man nur?

  • Dazwischen liegt schon ein Telefonkabel.

    Was ich nun tun möchte ist, diese Leitung sozusagen um eine LAN-Verbindung erweitern

    Telefonkabel ist also nicht nutzbar.

    wieso, der TO beantwortet ja leider keine Fragen


    Telefonkabel ist ja auch so klar definiert, ich kenne 2x2 bis 4x4 Doppelader, die bei mir liegen und einige sind halt frei als 100Mbit genutzt, evtl. auch als 1Gbit

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  • Mit drei freien Adern kann man eine Serielle Datenübertragung realisieren. Bei einem telefonkabel sind üblicherweise nur 2 oder drei von 6 oder 8 Leitungen belegt. Die anderen reichen.


    Für die Übertragung von Internet-Paketen über eine Serielle Schnittstelle (allgemein ein beliebiges charackter-device) gibt es das schoene und frei erhaeltliche und in jeder Distribution enthaltene tool ppp. Das macht auf beiden Seiten eine Netzwerkschnittstelle auf, die man entsprechend mit den üblichen routing/masquerading Einstellungen z.B. am Raspberry Pi konfigurieren kann.


    Einziger Nachteil: Eine lange Leitung kann man ggf nicht direkt mit TTY (also 5V) Signalen betreiben. Es braucht dann schon RS232. Und auch da ist bei einigen 100 Metern die maximale Übertragungsgeschwindigkeit schnell runter bei 1200 Baud. Also eine 1kBit-Ethernet Verbindung. oder 0.001 MBit. Das ist zu bedenken.

  • wir müssen hier nicht weitermachen wenn der TO jede Mitarbeit verweigert! :@

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  • Oder vielleicht einfach krank?

    mag sein aber seit 20.April ist schon halb tot, wer krank wäre könnte sich innerhalb mehr als 1 Monat melden.

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  • Und wenn schon, dann interessiert das Thema vielleicht noch andere. Immerhin wird doch alles archiviert und es soll ja auch spaeter noch nützlich sein.