Mehrere Anwendungen/Systeme auf einem PI: Mediacenter, Downloader... Entscheidungshilfe

  • Moin Zusammen,


    ich habe vor ein paar Tagen mir den neuen Raspberry 3 B+ zugelegt. Mein Wunsch damit war es zum einen ein Mediacenter einzurichten auf Kodi Basis bzw. OpenElec (externe Festplatten anschließen, Filmdaten aus der MovieDb einbinden usw.) und gleichzeitig einen Downloader einzurichten z.B pyload.


    Nun ist die Frage wie ich sowas am sinnvollsten anstelle? Ich habe zunächst versucht mittels BerryBoot Raspbian und Kodi als System zu nutzen und dann jeweils das einzeln einzurichten. Auch gäbe es ja die Möglichkeit ein System pro SD Karte zu betreiben, was nicht meine favorisierte Lösung wäre aber auch eine Alternative ist.


    Den Medienserver habe ich mittels Anleitungen bereits auf meinem Raspberry Pi 1 einrichten können, allerdings ist dieser zu langsam um Cover, Beschreibungen usw. flüssig darzustellen. Allerdings habe ich mit Pyload bei mehreren Tutorials oder Anleitungen bei Fehlermeldungen gescheitert.


    Ich bin noch ein Neuling und habe mir den PI 1 damals nur aufgrund der Überzeugung meines älteren Bruders gekauft aber bisher fast nicht genutzt. Nun möchte ich mich selber mit dem Thema beschäftigen und einarbeiten. Es wäre nett wenn ihr mit eine Lösung präsentieren könnt oder auch wo ich die aktuellen Anleitungen dazu finde. Auch bin ich für Tipps, Ideen und Vorschläge wie ich mit dem Pi die Grundlagen drauf bekomme dankbar. Bisher habe ich mich in Raspbian nur mit den Grundlagen (Sprache, Updates usw.) und dem NAS-Betrieb auseinander gesetzt sowie ein bissche mit Kodi und habe dazu einige Videos angeschaut.


    Beste Grüße

    Tim

  • hier werkeln 7 PI, einer passend für jede Aufgabe


    2x OSMC Pi2 an der HDMI von 2 TV (einer mit einem 5.1 Dekoder für Kinosound)

    1x OSMC PI2 mit AV out an AV Modulator fürs Antenen subNetz

    2x raspbian Stretch PI3 als PC Ersatz an je einen eigenen Monitor in 2 Zimmer, einer spielt auch Downloadstation, der andere ist nur zum surfen

    ein alter bastelPI 1B mit touch TFT nur zum spielen oder als Webradio

    der alte medialPI 1B (ehemals raspBMC) mit wlanstick zum Fernabfragen und Programmieren vom Arduino mit DHT22 Sensor

    lasst die PIs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr

  • Also Download und Kodi gleichzeitig betreiben ist drin. Beides gleichzeitig benutzen solltest du dann aber nicht. OpenElec ist tot. LibreElec ist der nachfolger. Alle * elecs fallen aber für dich aus, so dass OSMC übrig bleibt.


    Ohne die Fehlermeldungen zu kennen kann dir keiner helfen. Für das pyload Problem würde ich dann aber auch nen extra Thread aufmachen

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Wie funktioniert denn sowas dann?

    Läuft dann mein Pi über Kodi und darauf dann OSMC und pyLoad?


    Ich möchte das nicht gleichzeitig benutzen, es geht mir eigentlich nur darum, dass ich z.B nachts oder in bestimmen Zeitraum auf eine Festplatte Dateien laden kann. Und das eben möglichst einfach z.b. vom handy bedienbar.


    Primär soll es eigentlich ein Mediaserver sein. Ich habe mich vertan, ich hatte bereits libreelec verwendet. Top wäre es natürlich wenn ich beispielsweise geladene und entpackte Videodatein direkt in der Mediathek auftauchen.


    Wenn ich genau weiß wie ich beides verwenden kann werd ich mich mit Pyload weiter beschäftigen aber das weiß ich noch nicht.

  • Läuft dann mein Pi über Kodi und darauf dann OSMC und pyLoad?

    Zum Verständnis:

    kodi ist eine Software, die auf dem Rechner unter einem Betriebssystem (z.B. auf dem RPi, aber auch auf einem PC unter Linux oder auch Windows) installiert werden kann und dann dort läuft. Es ist die Mediacenter-Software, deren Oberfläche man letztlich auf dem Bildschirm sieht.


     OSMC ist ein Betriebssystem auf Linux-Basis, auf dem u.a. die Software kodi läuft. Dieses Betriebssystem ist u.a. in einer Version für den RPi verfügbar. Es ist relativ nahe an Raspbian angelehnt. Es ist so konzipiert, dass es leicht mit anderen (Hilfs-)Programmen über sudo apt-get install ... erweiterbar ist.

    Ähnlich verhält es sich mit xbian, einem anderen Linux-Betriebssystem, das ebenfalls für den Betrieb von kodi optimiert wurde.


    Auch libreELEC ist ein Linux-Betriebssystem für den Betrieb von kodi, allerdings auf einer relativ minimalistischen Basis. Die Macher sagen ja selbst "just enough OS for Kodi" und ich füge hinten an: "Aber auch nicht mehr!". Das Problem(?) bei LibreELEC ist, wenn Du es erweitern willst: Da die meisten Bestandteile als read-only-Dateisystem aufgesetzt wurden, kann das Betriebssystem nicht so leicht erweitert werden. Ein Kopieren neuer Dateien auf die SD-Karte mit diesem System ist im laufenden Betrieb nicht möglich. Lediglich ein Verzeichnis (ich glaube /storage) ist read/write-fähig. Das Ergänzen von Dateien/Programmen ist nur über Umwege möglich und im Funktionstest letztlich aufwendig bis nervig.


    Echte Linux-Füchse installieren kodi auch direkt unter Raspbian mit

    sudo apt-get install kodi

    und richten es hinterher so ein, dass es passt. Dies bleibt aber eher den Experten vorbehalten, zu denen ich mich auch nicht unbedingt zähle (siehe meinen Avatar). Das hätte aber den Vorteil, dass man sich nach Beenden von kodi wieder im ganz normalen Raspbian-Desktop befindet.


    Für Dein Vorhaben, ein weiteres Programm (pyLoad) zu installieren, empfehle ich daher die Variante mit OSMC oder xbian. Allerdings sollte das zusätzliche Programm keine grafische Bildschirmausgabe benötigen, da der Bildschirm von kodi belegt ist. Textprogramme können zur Not auch per ssh bedient werden.


    Ansonsten sehe ich es so, dass es meistens besser ist, mehrere SD-Karten mit verschiedenen Betriebssystemen zu flashen und je nach Anwendung die eine oder die andere Karte in den RPi zu stecken oder (noch besser) gleich zwei RPis zu verwenden. Und immer ein paar leere 8-16GB-SDs vorrätig haben, um auch andere Dinge ausprobieren zu können, ohne sofort ein Produktivsystem überschreiben zu müssen.

  • Kodi ist ne Software. Auf deinem Pi läuft OSMC ein BS was für den Betrieb von Kodi optimiert wurde und die Installation von zusätzlicher Software erlaubt. Pyload wird dann einfach nebenbei installiert

    Top wäre es natürlich wenn ich beispielsweise geladene und entpackte Videodatein direkt in der Mediathek auftauchen.


    da Bedarf es zwar einiger Vorabeit - aber machbar ist das. z.B. das richtige Unbenennen der Ordner um es dem Scraper so einfach wie Möglich zu machen. Die meisten können zwar mit dem tagging der typischen SceneReleases umgehen, mir gefällt aber das Format persönlich nicht.

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Erstmal danke für die Antworten und Meinungen. Das habe ich wohl mit den Systemen falsch verstanden, ich dachte Kodi wäre das Betriebssytem und OSMC oder libreelec ein darauf basierendes Programm.


    Ich habe wie gesagt noch einen ungenutzten PI 1 rumliegen mit 2 ungenutzten SD Karten, aber bezweifel, dass darauf ein Downloadserver vollwertig funktioniert.


    Also ist BerryBoot keine echte Lösung?Ich habe bereits zusammen mit dem pi Kauf eine 2. micro SD bestellt, die in der nächsten Zeit ankommen sollte. Dann werd ich erstmal BerryBoot löschen und mich erstmal vollständig auf Raspbian und pyload konzentrieren, da ich den Mediaserver mit wenig Aufwand und Erfahrung auf meinem Pi 1 installiert bekommen habe. Hat jemand dazu eine aktuelle Anleitung oder Tutorial parat? Ich habe wie gesagt nur ältere Anleitungen dazu gefunden wie diese, da bekomme ich bereits bei dem zweiten Eingabeblock eine Fehlermeldung, dass die Pakete nicht installiert werden können. Ich habe gelesen, dass liblept3 veraltet. Leider habe ich die genaue Fehlermeldung nicht mehr parat.

  • Bin auf die Anleitung auch schon gestoßen. Ich versteh die Anleitung zu großen Teilen nicht und würde einfach nur die einzelnen Befehlszeilen kopieren und einfügen. Wenn ich dazu fragen habe wäre es doch sinnvoller ein neues Thema zu eröffnen oder?


    Wenn ich hierbei dann in die Konsole eingebe: /etc/apt/sources.list kommt

    -bash: /etc/apt/sources.list: Keine Berechtigung als Antwort.


    Auch bei

    Code
    1. sudo apt-get -y install git liblept4 python python-crypto python-pycurl python-imaging tesseract-ocr zip unzip python-openssl libmozjs-24-bin

    kommt die Meldung

    Code
    1. Paketlisten werden gelesen... Fertig
    2. Abh▒ngigkeitsbaum wird aufgebaut.
    3. Statusinformationen werden eingelesen.... Fertig
    4. E: Paket liblept4 kann nicht gefunden werden.

    Wie habe ich das dann zu verstehen, was mache ich falsch oder verstehe ich falsch?

  • : /etc/apt/sources.list kommt

    eingeben bringt nix, wenn dann musst du mit nem Editor reinschauen oder dir den Inhalt direkt ausgeben lassen

    sudo cat /etc/apt/sources.list bzw sudo nano /etc/apt/sources.list

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Hallo Askadi93,


    die von mir verlinkte Anleitung scheint auch nicht mehr ganz so aktuell und für Jessie zu sein. :shy: Im aktuellen Stretch gibt es liblept4 auch nicht mehr, doch Du könntest es mit der existierenden Version liblept5 versuchen. Die Simulation funktioniert bei mir zumindest wie hier zu sehen ist:


    "Alles, was wir sind, ist Sand im Wind, Hoschi."

  • Mit dem liblept5 hat es bei mir funktioniert, Danke.


    Anschließend habe ich das Paket Python mit wget... und dann dann kopierten downloadlink von https://github.com/pyload/pyload/releases heruntergeladen, also:

    Code
    1. wget https://github.com/pyload/pyload/releases/download/v0.4.9/pyload_0.4.9_all.deb

    und wollte es mit installieren und erhielt:

    Code
    1. root@raspberrypi:~# dpkg -i pyload_0.4.9_all.deb
    2. dpkg: Fehler: Auf das Archiv ▒pyload_0.4.9_all.deb▒ kann nicht zugegriffen werden: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden

    Als ich beim ersten Versuch ausversehen den pyload-cli_0.4.9_all.deb heruntergeladen habe und die weiteren Schritte befolgt habe, kam hier keine Fehlermeldung. Ich hatte nur Probleme beim Einrichten von python selbst und wollte es nochmal sauber durchziehen und habe anschließend die SD Karte formatiert und ein frisches Raspbian installiert.

  • Generell spricht nichts dagegen, wenn ich damit umgehen kann bzw. was unterscheidet diesen Weg, was ist der Nachteil? Gebe ich die Befehle also auch unter der Konsole beim Pi bzw über Putty per SSH ein?

  • und wollte es mit installieren und erhielt:

    und warst dabei immer noch im gleichen Verzeichnis? kein cd dazwischen?


    bei der Installation über pip bzw. pip3 kümmert sich pip(3) auch um die Anhängigkeiten.


    Gebe ich die Befehle also auch unter der Konsole beim Pi bzw über Putty per SSH ein?

    ja

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • und warst dabei immer noch im gleichen Verzeichnis? kein cd dazwischen?

    Es lag daran, dass ich bei dem dpkg befehl das sudo nicht reingeschrieben hatte, über root funktioniert das anscheinend nicht.

    Hier wird mir mitgeteilt, dass mein jinja2 alt ist, wie könnte ich dann sowas upgraden?


    Ich kann anschließend trotzdem über den Localhost auf den pyload zugreifen und mich einloggen. Es erscheint auch die Meldung, dass Updates verfügbar sind. Ich sehe aber keine Möglichkeit die Updates zu installieren, auch in der Konsole kommt eine Rückmeldung die mir sagt:


    Da sieht für mich etwas fehlerhaft aus...

    3 Mal editiert, zuletzt von Askadi93 ()

  • Hi Askadi,


    habe selbst seit Jahren (seit heute auch einen RPI 3b+) mit deiner gewünschen Konstellation am laufen:


    - Kingston 64GB SD-Card

    - Kleiner Alu-Kühlkörper auf der CPU

    - Aktuelle Libreelec 8.2.5

    - Docker-Addon (gibts direkt im Libreelec-Repository)

    - Folgendes Docker-Image mit PyLoad (inklusive unrar, allerdings läuft shareonline damit mometan wegen der recaptcha2-Einführung nicht):

    --- https://hub.docker.com/r/raiden810/alpine-pyload/

    - Ausserdem noch ganz praktisch:

    --- https://hub.docker.com/r/lsioarmhf/resilio-sync/

    --- https://hub.docker.com/r/hypriot/rpi-dockerui/


    Damit läuft bei mir problemlos parallel Pyload, Resilio-Sync (sowas wie Dropbox bzw NextCloud) und gleichzeitig 1080p HEVC ohne ruckeln. Das Netzteil sollte halt 2,5 Ampere schaffen, sonst gibts den gelben Blitz im Eck samt Hängern...



    Alternativ zu PyLoad gäbe es noch diverse Docker-Images mit Jdownloader, allerdings braucht man da auch immer einen myJdownloader-Account. Dieser ist natürlich Geschmackssache.

  • allerdings läuft shareonline damit mometan wegen der recaptcha2-Einführung nicht

    Was denn Shareonline mit reCaptcha zu tun? Oder reden wir von FreeUsern? Tut sich das wirklich jemand an?

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Moin nochmal,


    Ich habe bereits wenige Tage nach dem Beitrag mich mit JDownloader befasst und diesen auf meinem Pi 3+ installiert. Dies klappte bei mir relativ problemlos und auch das Webinterface, auch die einfachere Bedienbarleit per Handy, sagt mir sehr zu. Angeschlossen habe ich eine 3 TB festplatte die sich mittels JD Uhr nachts einschaltet um keine störenden Geräusche abzugeben.


    :EDIT Pyload konnte ich beim zweiten Versuch doch noch installieren und das Webinterface aufrufen und mich dort anmelden. Es scheiterte allerdings an der Bedienung von diesem. Ich konnte Links per Linksammler einfügen aber der Download startete beim Startknopf nicht.


    Das ganze klappt sehr gut. Ich bin auch Share Nutzer und habe keine Probleme. Für aufwändigere Captchas von manchen Seiten habe ich für einen kleinen Betrag ein paar Captchas bei einer Seite gekauft, die diese automatisch löst.


    Jetzt habe ich gemerkt, dass ich doch sowas wie ein NAS benötige bzw. Ein Zugriff vom PC auf die Mediadatein der am PI angeschlossenen Festplatte. Ich kann generell auf den PI ja per Remote zugreifen oder bei eingaben per SSH mit dem Putty, aber die Datein kann ich natürlich so nicht abspielen.


    Ich habe jetzt drei SD Karten freigemacht und auf allen meinen aktuellen Stand kopiert. Jetzt versuche ich das laufende Downloadsystem mit einem Mediaserver den ich in Form von Kodi installieren wollte und einen Netzwerkzugriff zu kombinieren.


    Ich habe allerdings zufällig gestern auch diesen gelben Blitz erkannt und gemerkt dass der Pi zu wenig Spannung bekommt. Hat eine zeitweise Unterspannung wesentliche Auswirkungen auf Funktion und Langlebigkeit des Pi? Dann müsste ich mir noch das originale Netzteil bestellen.


    Da du auch den Kühlkörper ansprichst, wann ist sowas sinnvoll und wie rüstet man diesen nach? Ich hatte noch eine Kunstoffbox über, ehemals um meine Kabel zu verstecken. Diese ist fast komplett geschlossen, bis auf zwei Schlitzen an beiden Seiten um die Kabel durchführen zu können. Darin liegen neben der 3 TB Platte und dem PI auch aufgerollte Kabelenden vom Lan Kabel, Stromkabel und den USB Verbindungen. Kann hierbei der PI genug Luft bekommen bzw. Kühl genug bleiben?


    Danke schonmal für die Antworten und Hilfestellungen.


    Beste Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Askadi93 ()