Servo über PWM - Unerklärliches Verhalten

  • Okay interessant. Hab jetzt die Ansteuerleitung entfernt aber der Servo hat Saft und die Massen sind verbunden. Jetzt messe ich doch tatsächlich 3,3V.

    Hast keinen anderen Servo zum Quercheck, offenbar zieht der Servoeingang dein PI Port nieder.

    Das Port sollte eigenlich wenn ich es richtig im Kopf hab so ca. 15mA treiben können !

    :danke_ATDE:

  • Hast keinen anderen Servo zum Quercheck, offenbar zieht der Servoeingang dein PI Port nieder.

    Das Port sollte eigenlich wenn ich es richtig im Kopf hab so ca. 15mA treiben können !

    Okay, also brauch ich sowas wie einen Motor Treiber?


    Dennoch seltsam ist ja, warum es läuft, wenn ich nicht die 5m Kabel habe.

  • Ja tatsächlich aber vielleicht sind 0.9V gerade die Grenze, daß die Servoelektronik die Pulse erkennt.

    Müsste es dann aber nicht mit dem Levelshifter eigentlich laufen?


    Gibs evtl. noch eine andere Lösung? Das Projekt hat leider nen Abgabetermin und mit Bestellung des Motor Treibers könnte es eng werden :(

  • Aber wenn 15mA als Ansteuerstrom nicht reichen ist etwas faul an der Geschichte !

    Es scheint auch gerade als würde es nicht daran liegen.

    Gerade habe ich das PWM-Signal und den GND des Pis mit dem des Servos über die 5m Kabel verdrahtet.

    Vcc hingegen hab ich direkt am Servo über einen kurzes kabel verbunden. Und siehe da der Servo lief.

    Verbinde ich aber auch Vcc des Servos über die 5m Kabel läuft es nicht.


    Ich muss dazu sagen, dass ich ein Kabel mit 16 Adern verwende. Sprich alle Kabel liegen nahe zusammen.

    Ich messe zwar überall die erwarteten spannungen, aber in der Versorgungsspannung des Servos sehe ich kontinuierlich solche Einbrüche, während er ein Signal bekommt.


    Auch im PWM-Signal haben wir ja derartige Einbrüche gesehen.

    Scheint also wirklich eine induktive Rückwirkung sein zu können.

  • Gerade habe ich das PWM-Signal und den GND des Pis mit dem des Servos über die 5m Kabel verdrahtet.

    Vcc hingegen hab ich direkt am Servo über einen kurzes kabel verbunden. Und siehe da der Servo lief.

    Zu früh gefreut. Gerade nochmal so aufgebaut ums jemanden zu zeigen und festgestellt, dass ich doch kleine spannungseinbrüche habe.

    Der Motor läuft aber in diesem Aufbau deutlich besser. Also er dreht sich zwar manchmal langsam aber nie so langsam wie sonst, wo er fast schon stehen bleibt.

  • Zu früh gefreut. Gerade nochmal so aufgebaut ums jemanden zu zeigen und festgestellt, dass ich doch kleine spannungseinbrüche habe.

    Der Motor läuft aber in diesem Aufbau deutlich besser. Also er dreht sich zwar manchmal langsam aber nie so langsam wie sonst, wo er fast schon stehen bleibt.

    kleine Spannungseinbrüche sollten keine grosse Rolle spielen. Aber schau dass du eine satte Verbindung an der Servoversorgung hast und nochmals einen dicken Elko, denn der Liefert dir dann die Energie kurzzeitig wenn sich der Servomotor einschaltet.

    :danke_ATDE:

  • Aber schau dass du eine satte Verbindung an der Servoversorgung hast und nochmals einen dicken Elko, denn der Liefert dir dann die Energie kurzzeitig wenn sich der Servomotor einschaltet.

    Was meinst du genau mit satter Servoversorgung?

    Elko werde ich auch mal versuchen. Vermute aber, dass er mir für mein Problem keine Abhilfe schafft.


    Mittlerweile habe ich alles mögliche durchprobiert und kann einfach das Problem nirgends lokalisieren.

    Schicke ich PWM-Signal und auch die Stromversorgung des Servos über das 5m Kabel sehe ich auf dem Oszi diese nervigen negativen Einbrüche und der Servo läuft nicht.


    Der Hauselektroniker meiner Uni meinte, es wäre vlt auch möglich das im Servo ein Z-Diode ist und er absichtlich die Spannung des PWM-Signals damit abschneidet. Soll heißen, dass es so gewollt ist, dass ich nur die 900mV messe.

    Was haltet ihr davon? Klingt das logisch?


    Bleibt also nur noch die Idee mit der induktiven Rückwirkung:conf:

  • Der Hauselektroniker meiner Uni meinte, es wäre vlt auch möglich das im Servo ein Z-Diode ist und er absichtlich die Spannung des PWM-Signals damit abschneidet. Soll heißen, dass es so gewollt ist, dass ich nur die 900mV messe.

    Was haltet ihr davon? Klingt das logisch?

    sein kann alles, aber wenn es so ist sollte das über einen Widerstand gehen, damit die Signalquelle nicht gequält wird.

    Dein oszi Bild sieht im Gegensatz zu Deiner ersten Graphik aber nicht nach induktiver Rückwirkung aus. Hast Du kein längsgeregeltes Labornetzteil zum probieren. Die billigen Schaltnetzteile haben induktive Lasten oft nicht so gerne.

    :danke_ATDE:

  • sein kann alles, aber wenn es so ist sollte das über einen Widerstand gehen, damit die Signalquelle nicht gequält wird.

    Dein oszi Bild sieht im Gegensatz zu Deiner ersten Graphik aber nicht nach induktiver Rückwirkung aus. Hast Du kein längsgeregeltes Labornetzteil zum probieren. Die billigen Schaltnetzteile haben induktive Lasten oft nicht so gerne.

    Habe schon mit Labornetzteil probiert.


    Ich hab mir jetzt erstmal nen neuen Servo bestellt. Vorraussichtlich wird der Donnerstag ankommen. Bis dahin werde ich erstmal nichts mehr probieren, weil ich quasi alles probiert habe. Mal sehen ob mein Servo evtl. nur defekt ist. Das wäre natürlich traurig ;(


    Vielen Dank nochmals für eure tolle Hilfe bis hierher.

    Ich melde mich natürlich nochmal was dann rauskommt mit dem neuen Servo (;

  • Hat irgendjemand schon mal ein Datenblatt von dem Servo gefunden? Ich habe selbst bei Kuman nicht so richtig was gesehen.

    Es gibt auch kein wirkliches Datenblatt. Nur so ein kleines schäbiges (siehe anhang) hab ich auf Anfrage vom Support bekommen.


    Außerdem: Habe heute den neuen Servo erhalten. Der zeigt aber in jeder Hinsicht das gleiche Verhalten wie der alte. Scheint also nich defekt zu sein.

    Weiterhin konnte ich heute ein anderes interessantes Verhalten feststellen.

    Befehle ich den Servo "zu große" Winkeldifferenzen zu fahren dann bewegt sich so langsam und ich sehe auf dem Oszi diese negativen Peaks. Weiteres Verhalten ist dann wie gewohnt. Er nähert sich der Position im Schneckentempo an und kurz davor macht er dann noch den Sprung.

    Beispiel:

    Servo steht gerade auf dem 0° Winkel und ich Befehle auf 40° -> ist zu groß

    Servo steht auf 0° ich Befehle auf 30° -> geht soweit gut. Manchmal braucht er 2 sek. bis er überhaupt anfängt aber dann dreht er normal.


    Noch eine Frage zu den Freilaufdioden. Ich hab ja gehofft, damit die negativen Peaks wegzubekommen. Ich hab also heute mal eine Diode in Sperrrichtung vom PWM-Kabel zu Masse geklemmt. Hatte aber keinerlei sichtbaren effekt. Hab ich das falsch gemacht oder ist das normal, dass sich da am Signal nichts sichtbares ändert?

  • Gerade nachgeschaut. Dieser Servo hat einen offenen Basiseingang, damit kann die Spannung nicht höher als <1V sein ohne dass was kaputt geht, nur mit Vorwiderstand betreiben. Viel Erfolg, Jungs ;O)

  • Also für mich sieht das jetzt auch so aus als würde Dein Netzgerät (für den Servo) in die Überstromabschaltung gehen.

    In Beitrag 66 hast Du ja sogar schon die Spannungseinbrüche dargestellt. Diese könnten durchaus dafür verantwortlich sein, dass die Servologik austickt.

    In Beitrag 72 hast Du zwar geschrieben, dass Du es mit einem Labornetzteil probiert hast bist aber nicht weiter darauf eingegangen. Welches Labornetzteil, welche Strombegrenzung, wie sieht die Spannung nun aus? Hat es sich gleich verhalten?


    Bei kleinen Winkeln ist die Soll/Ist Differenz nicht so groß, daher ist eventuell der aufgenommene Strom geringer und das Netzgerät schaltet nicht "ab" oder reagiert nicht schnell genug darauf (Ausgangskondensatoren des Netzgerätes)... Das passt also auch zu dem Verhalten.

    Spricht was gegen diese (von anderen bereits mehrmals erwähnte) Theorie?

    Edit: yetitimo : Wo hast Du "nachgeschaut" und den offenen Basiseingang gefunden? Im verlinkten "Datenblatt" des vorigen Beitrages vermutlich nicht, oder?

    ...wenn Software nicht so hard-ware ;-) ...

    Freue mich über jeden like :thumbup:

  • Kaum zu glauben, das wäre ja schon fast fahrlässig, oder? Eine "offene" Transistorbasis (ohne Vorwiderstand) einer Emitterschaltung wäre ja sowohl für den Servo als auch für den Signalgeber eine "Spiel mit dem Feuer", oder? Noch dazu sind im "Datenblatt" keine Hinweise. Könntest Du eventuell ein Foto davon machen und kennzeichnen wie Du darauf kommst - ich kann es (immer noch) nicht glauben. DAS würde allerdings auch erklären, warum das Signal nur auf 900mV ansteigt. Es könnte übrigens auch eine Kollektorschaltung sein. Hier ist der "Vorwiderstand am Emitter. Der an der Basis ist nicht unbedingt notwendig...

    Es gibt übrigens auch Transistoren mit integriertem Vorwiderstand, glaube ich.

    ...wenn Software nicht so hard-ware ;-) ...

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