Welche Festplatte für MySql

  • Um mein Netzwerk zu monitoren bau ich mir einen keinen PI mit zabbix.

    Da zabbix ein mysql als Backend nutzt, würde ich gerne die Daten auf eine Festplatte (>40GB) schreiben.

    Ich möchte trotzdem von microSD booten. Die zusätzliche Platte mounte ich dann direkt auf das mysql Daten-Verzeichnis.


    Aktuell liebäugele ich mit einer "Renkforce mSATA SSD Erweiterungs-Platine" und einer "mSATA mini PCIE SSD"

    Das finde ich allerdings relativ teuer.


    Oder, wenn ich einfach eine große MicroSDXC (64GB) benutze, kann es dann nicht sein, dass diese schnell kaputt geht?

    (Mysql erzeugt viel IO und schreibt sehr oft)

    Kennt Ihr eine günstige USB-Festplatte die sich direkt an den PI anschließen lässt, ohne externe Stromversorgung.

    Alle Tipps sind willkommen.

  • Hallo KopakRas ,


    Abgesehen davon, dass niemand genau sagen kann und es ganz unterschiedliche Erfahrungen mit der Lebensdauer von mSD Karten gibt, was spricht denn gegen einen USB Stick?


    Diese Adapterplatine halte ich für rausgeschmissenes Geld, da sie genau wie alles andere am Flaschenhals USB angeschlossen werden muss. Da kannst Du auch billigere USB - SATA Adapter nehmen.


    Grüße, STF

  • Es macht ja wenig Sinn, ein High-End-Speichersystem an einen Pi zu hängen.

    Eine hgw SSD mit USB-Adapter ist sowieso schon wesentlich schneller als der Pi.

    Und letztlich wirst du ja sicher keine 400 MB pro Sekunde auf deine Datenbank speichern wollen...


    Entscheidend ist meiner Meinung nach die Datensicherheit. Und da traue ich einer SSD mehr zu als einer SD-Karte oder einem USB-Stick.

    Die wenigsten Sticks nutzen Wear Leveling.

    Und nicht nur für den Fall, dass man Sorgen wegen möglicher Ausfälle hat, hat man ja immer eine Datensicherung...

  • 'irgendwie' kaputt

    Was ist denn "irgendwie" kaputt? Kaputt ist, was sich nicht erkennen oder beschreiben lässt bzw. an Kapazität "verliert". "Verwirrungen" in der Patitionierung bzw. im Dateisystem, wie das manchmal passiert, zählen da nicht.


    Mit Markensticks habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, von Werbegeschenken reden wir bitte nicht. Abgesehen davon ist tatsächlich die sehr regelmäßige Datensicherung auf einen externen Speicher wichtig. Egal, welches System Du verwendest, egal wie hoch die MTBF ist, Du kennst den Zeitpunkt, wann genau Dein Speicher ausfällt nicht. Musst Du aber selbst wissen, ob es Dir den Preis einer SSD wert ist.


    Grüße, STF

  • Da hast Du sicher eine seriöse Quelle dafür?

    Nein, das muss ich wohl zurücknehmen. Ich hatte etwas recherchiert und der erste Eindruck war, dass USB-Sticks weniger zuverlässige Mechanismen verwenden als SSDs - z. B. einfach einen Ausschluss fehlerhafter Blöcke. Ich hab noch mal weiter recherchiert und es sieht so aus, als verwenden die gängigen, in USB-Sticks verbauten Controller standardmäßig Ware Leveling oder jedenfalls ähnliche Techniken.

    Allerdings wird das weder in der Produktwerbung noch in den Spezifikationen irgendwo explizit erklärt (während man bei SSDs doch öfter mal Hinweise auf "Fehlerkorrektur", "statisches und dynamisches Ware Leveling" und "Garbage Collection" findet). Verschiedene Quellen beziehen sich auf Anfragen bei Herstellern, die kurzerhand bestätigten, das "Wear Leveling" verwendet wird. Es tauchte aber auch mal der Begriff "random write" auf. Es ist also nicht so ganz ausgeschlossen, dass hier auch einfachere Verfahren Anwendung finden.

    Ein ganz interessanter Test zeigte, dass die Zahl der geschriebenen Blöcke bei USB-Sticks wesentlich höher ist, als spezifiziert und jedenfalls weit über denen, die ohne irgendwelche Mechanismen zu erwarten sind. Trotzdem gabs Unterschiede um fast den Faktor 1000 (77 Mio gegen 60 Mrd Block-Writes). (Ein Billig-Stick mit 64 MB - entspricht 512 Blöcke à 128 KB - hielt 77 Mio Block Writes. Das sind 150.000 Writes pro Block.)

    Probleme gibt es dennoch bei der Erkennung von Schreibfehlern. Der Markenstick von Memorex schlug die billigen aber deutlich - ganz ohne Ausfall.

    Vereinzelt findet man Angebote von "Industrial" Sticks, bei denen besondere Sicherheit beworben wird.

    Bei Markenherstellern gibt es zwischen USB-Sticks und SSDs eigentlich auch keine großen Preisunterschiede mehr.

    Einem 512 GB Stick für 18 € würde ich meine Daten aber lieber nicht anvertrauen...