Rasp Pi3b direkter Akkuanschluss

  • Moin.

    Hab die Suchfunktion schon bemüht, Google auch, aber nichts passendes gefunden.

    Kann ich den Pi3b nur über den Micro USB mit Strom versorgen, oder gibts direkte Lötpunkte oder Pins dafür?

  • oder gibts direkte Lötpunkte oder Pins dafür?

    Ja, die Pins auf der (GPIO)Pinleiste, mit dem daraus resultierenden Nachteil, dass die Sicherung umgangen wird. Es wurde auch schon diskutiert, die Prüfpunkte zu nehmen.


    Gibt es denn einen konkreten Anlass, den microUSB Port zu umgehen?


    Grüße, STF

  • Hallo,


    Es gibt auf der Rückseite des Pi Messpunkte, auch einen für Masse und +5V, da kannst die dir Stromversorgung direkt anlöten und hast dabei trotzdem die Sicherung usw.


    Hinweis: Die Verbindungen der Messpunkte sind nicht auf hohe Ströme ausgelegt, daher ist diese Lösung nicht empfehlenswert.

    Besser ist die Verbindung über die GND/5V der Stiftleiste + eigene Absicherung wie bereits vorgeschlagen


    P.s: Hier hast du die Pläne für die Pi, bspw im Plan des 3B siehst du oben links den Anschluss des Micro USB mit Messpunkte PP1/2 für 5V und PP3/4/5/6 für Masse.


    Gruß

  • Es gibt auf der Rückseite des Pi Messpunkte, auch einen für Masse und +5V, da kannst die dir Stromversorgung direkt anlöten und hast dabei trotzdem die Sicherung usw.

    Nur, welchen Vorteil hätte das, die Stromversorgung mit dem Risiko irreparabler Beschädigung (neben Fehlern beim Anlöten selbst sehe ich die Gefahr des Abreißens der PP vom Trägermaterial durch mech. Kräfte) über die Prüfpunkte erfolgen zu lassen?

    Ein Bild dazu.... rt:5V --- ws/sw:GND


    Unterwelchen Umständen benötigt man sowas tatsächlich, insbesondere, weil die nachfolgende Polyfuse den Strom eh begrenzt?

    Und wenn man die Punkte mal näher betrachtet, sehen die so aus. Für mich ein Grund mehr, sie genau nicht zweckentfremdet zur Versorgung zu nutzen.


    Grüße, STF

  • Hallo,


    Klar sollte man beim löten vorsichtig sein.

    Bei mir ist das ganze über die lötpunkte umgesetzt bei einem Pi der in ein relativ kleines Gehäuse verbaut wurde mit 12V Versorgung die über einen Festspannungsregler den Pi mit 5V versorgt. Der Pi ist fest verschraubt, so wie die Platine des Reglers und genügend Leitung dazwischen, daher kein Problem mit der mechanischen Belastung. Und ich hab nicht seitlich vom Pi die Platzverschwendung für den Micro USB Stecker.


    Ob man das benötigt muss jeder selbst wissen. Bei einem Raspberry mit direkter 5v Versorgung und im normalen Gehäuse würde ich das auch nicht so lösen sondern einfach über mikro USB. (oder USV mit Schraubklemmen).


    Gruß

  • Es gibt auf der Rückseite des Pi Messpunkte, ...

    Warum, glaubst Du, heissen die "Messpunkte" und nicht "Stromversorgungs-Punkte"? :fies:

    So viel dazu ...

    btw: Ich gehe jede Wette ein, dass Du dadurch Deine Gewährleistungs-Ansprüche verlierst ...


    cu,

    -ds-

  • Ich gehe jede Wette ein, dass Du dadurch Deine Gewährleistungs-Ansprüche verlierst ...

    Bei Eva-Boards sowieso schon schwierig, weil die Beweislast umgekehrt ist, also der Käufer beweisen muss, dass das Teil schon bei Lieferung defekt war. Oder der Verkäufer ist sehr kulant. Wenn ich so mitbekomme, was hier an RasPis verheizt wird, ist das aber ein Minusgeschäft. Das Beste was ich mal hatte ist, das hier im Forum jemand beschrieb, wie er seinen RasPi geschrottet hatte und zwei Wochen später ne Reklamation bei uns eintrudelte, der wäre einfach so kaputtgegangen. Wir haben uns trotzdem geeinigt, aber manchmal ist das schon ganz schön frech :wallbash:

  • manchmal ist das schon ganz schön frech

    wieso manchmal?

    das ist immer frech und das kritisiere ich öfter

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • btw: Ich gehe jede Wette ein, dass Du dadurch Deine Gewährleistungs-Ansprüche verlierst ...

    Da hast du natürlich Recht ;) Aber das sollte wohl jedem klar sein, dass sobald man seinen Pi mit dem Lötkolben bearbeitet die Gewährleistung vermutlich Geschichte ist.


    Spricht denn konkret etwas dagegen die Messpunkte als Stromversorgungspunkte zu missbrauchen (außer der bereits genannten Gefahr durch mechanische Belastung und Unfälle beim löten)? War in meinen Augen die einfachste Lösung für das Platzproblem unter Beibehaltung der Absicherung durch die Polyfuse. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren :geek:

  • Spricht denn konkret etwas dagegen die Messpunkte als Stromversorgungspunkte zu missbrauchen

    eventuell deren Thermalanbindung, ob die für bis zu 2,5A nutzbar ist?

    https://en.wikipedia.org/wiki/…per_pour_thermal_pads.png


    Das sind Pads die mit zarten Brücken zu den großen Flächen gehen und idR nicht geeignet sind für große Ströme.

    Müsste man halt rechnen, bei Kondensatoren werden die Thermalpads ja auch eingesetzt, ich tippe aber das wurde für Kondensatoren berechnet, nur halt nicht unbedingt für Messpunkte

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
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    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

    Edited once, last by jar ().

  • Hi,

    u.a. das, was jar schon schrieb.

    Bei "Platzproblemen" nimmt man eben GND/5V der Pinleiste und sichert die selbst ab. Das sollte das kleinste Problem sein ...

    Oder eben einen micro-USB Stecker zum löten und verwendet den ohne Gehäuse (Isolierung z.B. mit Heisskleber).


    Man weiss nie, wer hier alles mitliest ... deshalb halte ich es für extrem fahrlässig solche Tipps zu geben. Auch dann nicht, wenn es heisst "funktionier bei mir schon seit ... einwandfrei".

    Wenn der Leser sich ungeschickt anstellt oder sonstwie seinen Pi schreddert, trägst Du mit Deinen Tipps immer eine (Teil-)Verantwortung.

    Deshalb: wenn schon, dann wenigstens auf alle damit verbundenen Risiken hinweisen - auch auf die, die nicht vorhanden sind, nach Murphy aber immer genau dann auftreten, wenn es unmöglich zu sein scheint.


    cu,

    -ds-

  • Moin.

    Also ich wollte der Gerät nen internen Akku im Gehäuse spendieren.. Da aber die Ports am Gehäuse alle von außen zugänglich sind, ist es eben doof, von innen ein Kabel nach außen zum microUSB zu führen.

    Ja, beim Löten kenn ich mich als E-Techniker doch schon aus. Hab da auch ordentliches Werkzeug für. ;)

    Ich hab übrigens meinen ersten Rechner mit 14 selbst gebaut. Richtig gebaut, nicht zusammengesteckt. Damals der JU+TE.

    Ossikinder könnten den kennen.

  • Damals der JU+TE.

    Ossikinder könnten den kennen.

    Jupp. Und Taster von der Modelleisenbahn.... War das eigentlich vor der Zeit, wo alle plötzlich Verstärker bauten?!? Oder danach? Mann, ist das lange her...


  • Jupp. Und Taster von der Modelleisenbahn.... War das eigentlich vor der Zeit, wo alle plötzlich Verstärker bauten?!? Oder danach? Mann, ist das lange her...


    Jepp. Ne halbe Ewigkeit. Verstärker hat man damals auch gebaut. Fürn WestimportWalkman. Das buch hab ich übrigens auch noch. ;)

    Den JU+TE leider nimmer. Der is irgendwann der Nachwendezeit zum Opfer gefallen. Hatte aber auch vorher schon nen C64.

  • Den FA hatte ich Jahrgangsweise liegen. Meine Mutter war bei der Post. ;)

    Ich hatte mir damals die fertig geätzte Leiterplatte bestellt. Die gabs hinten im Anzeigenteil.

    80 Mark waren ne menge Holz zu der Zeit.
    da musste ich an meine Jugendweihekohle ran. =D

  • nen C64.

    Baah. Der Feind! ;) ATARI 800XL / 800XE / 130XE, später auch STFM / STE War aber alles später. Nichtsdestotrotz haben wir damals ne ganze Menge Zeug gebaut, gelötet wie die Helden und uns gefreut, wenn man die richtigen Teile ergattert hatte. Da war das schon optimal, als ich bei RFT gelernt hab. So ein wenig erinnert das Gebastel mit den RPi und Co. ja wieder daran, vielleicht auf einem abstrakteren Level, Spass macht das trotzdem (wieder).


    Ob der noch läuft? Muss ich mal bei Gelegenheit probieren...

  • Ich würde gerne doch noch was in Richtung der Frage erwähnen. ICH würde, wenn ich den USB-Stecker nicht verwenden möchte, die Versorgung an den starken Pads direkt bei den Bauteilen anlöten. Somit sollte mein keine Probleme mit den oben erwähnten Punkten haben (Gefahr des Abreißens der PP vom Trägermaterial durch mech. Kräfte - vor allem wegen der Thermals, zu schwache Auslegung der Pads bzw. der Thermals für den benötigen Strom).

    Ich würde mir das auch zutrauen und keinem die Schuld geben, der mir den Tipp gegeben hat falls was schief geht...

    Bitte ggf. vorher nachmessen (Durchgangsmessung, zu den erwähnten PP), ob ich schon die richtigen erwischt habe.

    Bildquelle

    ...wenn Software nicht so hard-ware ;) ...

    Freue mich über jeden like :thumbup: