[Technikerarbeit] Aufbau eines Messsystems an einer Fassade für ein Unternehmen

  • Hallo zusammen, ich bin neu hier und hoffe ihr könnt mir bei meinem Projekt weiterhelfen.


    Im Rahmen meiner Technikerarbeit soll ich für ein Unternehmen ein Messsystem an einer hinterlüfteten Außenfassade (Prototyp eine Platte 80*80) entwickeln. Die Fassade bekomme ich vom Unternehmen gestellt und soll nun verschiedene Sensoren für Temperatur, Feuchtigkeit und Luftdruck in die einzelnen Schichten der Fassade integrieren und die Messdaten in Echtzeit abgreifen. Die Fassade wird das ganz Jahr im freien stehen und soll stets zuverlässige Messdaten liefern.


    Während der Projektplanung hat sich bereits herausgestellt das der Rasberry Pi hierfür eine gute Lösung darstellt.

    Ich muss dazu sagen, dass ich kaum bis gar keine Erfahrungen mit dem Rasberry Pi habe.


    Mein Lösungsansatz sieht bisher wie folgt aus: One Wire Sensoren (etwa 20) an den Rasberry Pi anschließen und mit FHEM steuern.

    Da ich ein recht hohes Budget habe sind die Kosten zweitrangig. Für das Unternehmen ist es wichtig das Messsystem so einfach und wartungsarm wie möglich zu entwickeln.


    Meine Fragen also an euch:

    Wie gehe ich am besten vor/was muss ich beachten?

    Kommt die Lösung mit den One Wire System und FHEM überhaupt in Frage?

    Gibt es sonst noch alternativen?


    Ich bin für sämtliche Tipps und Anregungen offen und dankbar.

  • Hallo,

    was für eine Techniker-Fachrichtung ist das & auf welcher Form? (Voll-/Teilzeit?)

    Ich bin selber Techniker, die Projektarbeit wurde zwar theoretisch komplett fertiggestellt, aber eben ohne Fertigung und Erprobung, ist das bei dir anders? Sonst müsste man den Zeitrahmen dafür etwas genauer abstecken, vorallem wenn man ohne Erfahrung an die Sache rangeht und das System lauffähig präsentieren möchte.


    Grundsätzlich: Welche Genauigkeit strebt das Unternehmen an? Die zu verwendenen Sensoren richten sich ja in erster Linie an der benötigten Genauigkeit des Systems, davon kannst du ja logischerweise nicht abweichen und solltest einen gewissen Puffer zu den Herstellerangaben haben.


    Wenn Kosten "keine" Rolle spielen, bzw. ein hohes Budget zur Verfügung steht, kann man auch über andere Systeme nachdenken, die vielleicht das Ergebnis besser erzielen. Dazu werden andere aber sicher etwas sagen können, die vielleicht mit anderen System schon Erfahrungen haben, da kann ich nichts zu sagen. Ich sehe es nur evtl. schwierig, dass jemand das System komfortabel bedienen kann, oder im Fehler/Störfall dann wirklich damit zurecht kommt. Dafür wäre zumindest eine gute Dokumentation von dir notwendig.


    Wie du vorgehst, solltest du ja gelernt haben :) Fange mal mit der Anforderungsliste an die Technik an, um das überhaupt einzugrenzen, gibt es ein Lastenheft des Unternehmens? Da würden ja genau die Sachen drinstehen die du wissen musst mit Budget, Genauigkeit, Ausfallsicher, etc.etc. Dann können wir verschiedene Systeme gegeneinander abgrenzen. Ich denke du musst ja ohnehin eine Entscheidungsgrundlage selber erarbeiten (Morphologischer Kasten, Nutzwertanalyse etc.), dafür eignen sich natürlich 2-3 Ideen die man einsetzen könnte.


    Generell zu 1-Wire: Die Sensoren laufen ja erstmal ohne Software wie FHEM und sind abfragbar. Zur Aufzeichnung davon müsste man jetzt ein bestimmtes Programm nutzen (oder eben selber schreiben, was natürlich eine gute Leistung deinerseits wäre). Dazu aber dann wieder die Sache: Wie soll das ausgewertet werden seitens des Unternehmens? Eine reine Datensammlung wird dir nicht viel bringen, ich denke es ist eine Visualisierung erwünscht, die jeder verstehen und bedienen kann. Hast du gute Fähigkeiten in Excel z.B.? Unternehmen sehen tatsächlich gerne Excel-Lösungen, weil das auf den meisten Rechnern installiert ist, von vielen bedient werden kann und nachträgliche Anpassungen in einer gewohnten Software stattfinden. Du stellst quasi eine "Datenbank" zur Verfügung, die mit Excel o.ä. visualisiert wird. Wenn das System in einem Jahr anders aussehen soll, kann jemand anders eine neue Visualisierung erstellen, die weiterhin auf deine Daten zurückgreift.


    Das sind alles Beispiele, andere würden es warscheinlich ganz anders machen, aber auch das ist im Rahmen der Projektarbeit abzugrenzen und zu bewerten :)

    Merke nur: Ich glaube nicht, dass dir jemand die Kernaufgabe deiner Projektarbeit abnehmen wird. Du müsstest also schon selber Interesse an der Erarbeitung und dem Erlernen gewisser Inhalte haben, sonst bringt das alles nichts.


    EDIT: Vielleicht nicht ganz deutlich ausgedrückt: Der Raspberry Pi ist im ersten Sinne eine Bastellösung, wenn davon ein Projekt oder Erfolg abhängt, mit Vorsicht zu genießen. Es gibt genügend Störfälle die ein Projekt damit zerstören könnten.