230V Leitung überwachen

  • Fraglich, ob man da gleich die ganze Lampe abkleben muss. Ein bisschen Streulicht wird das Ding (je mach Anbringungsort) vielleicht vertragen. Teste doch mal, ob du den Fotowiderstand halbwegs Streulichtgeschützt an einer geschützten Stelle hinter der Lampe anbringen kannst. Wenn die Lampe allerdings an der weißen Hauswand, Südseite hängt, wird das sicher nichts. Möglicherweise kann man den Fotowiderstand ja auch durch ein kleines Loch IN das Lampengehäuse (falls es ein solches gibt) hineinbringen und nah an dem Leuchtmittel gegen Streulicht bestmöglich abgeschirmt anbringen.


    Ich hab gerade mal in die Bastelkiste gegriffen und einen Fotowiderstand ausgemessen. Direkt an einer Energiesparlampe (keine Leistungsangabe drauf - schätze so 11-14 W Leuchstoffdings) bringt er 500 Ohm. Im normal abendlich beleuchteten Raum ca. 30 KOhm.
    Rechnerisch könnte man mit einem 5 KOhm Widerstand die 3,3 V om Pi auf 3 V teilen. Bei 30 KOhm Fotowiderstand (wenn die Lampe aus ist), hätte man ca. 0,5 Volt.

    Mit einer dunklen Papierhülse, die vorne ca. 1 cm über den Fotowiderstand ragt, hab ich im beleuchteten Raum 150 KOhm, direkt an der Lampe 800 Ohm. Mit einem Widerstand um 8 KOhm hätte man wieder 3 Volt für den GPIO, bei Raumbeleuchtung nur ein paar Hundertstel Volt. Je nach Positionierung der Alarmlampe genügt das vielleicht.

    Habe gerade nochmal in die Heizung geschaut, die Lampe sitzt hinter einer Kunststoffverkleidung. Ein Loch gibt es dort nicht, ggf. scheint die Lampe aber durch.. (zumindest eine Taschenlampe kommt auf der anderen Seite durch, aber ganz so hell ist die Lampe nicht) leider kann ich das nicht testen weil ich die Heizung nicht bewusst in den Störungsmodus schicken kann (bzw. ich weiß nicht wie ich das machen sollte).

    Aber sobald ich den Fotowiderstand habe werde ich mal ein bischen damit rumspielen und schauen. Allerdings wäre hier auch wieder die Lösung mit dem Orientierungslicht etwas leichter, weil ich es damit an einer Steckdose testen kann.. Wird also wahrscheinlich dabei bleiben, es so zu machen.


    Den Widerstand des Fotowiderstandes kann ich nur mit einem Multimeter messen, oder?

  • Ja, das im Widerstandsmessbereich, oder ein Ohmmeter.

    Abgedunkelt sollte der höchste Messbereich einen Überlauf anzeigen. Bei den meisten Messgeräten ist das eine 1 im höchsten Digit, linke Anzeigestelle. Je nach Helligkeit der Leuchte geht es runter bis unter 1kΩ.

  • Hm, wie Alt bzw. Störanfällig ist denn diese Heizung?


    Wie bei uns im Haus haben z.B. seit dem Umbau der Heizung 1999 noch keine Störung gehabt.

    Und bei der vorigen Heizanlage seit 1978 auch nur Störungen, die beides Mal einen Monteur bedingten, da einmal das Schauglas am Ölfilter krumm draufgeschraubt wurde und der Filter ersetzt werden musste und einmal zwischen den Tanks eine Gummileitung porös war, die dann mit Stahlleitungen zwischen den Tank auf aktuellen Stand gebracht wurde.

    Soll heißen unsere Heizung hatte nur 2-3x eine Störung wo die Störleuchte anging in bisher 41 Jahren!

  • Habe gerade nochmal in die Heizung geschaut, die Lampe sitzt hinter einer Kunststoffverkleidung. Ein Loch gibt es dort nicht, ggf. scheint die Lampe aber durch.. (zumindest eine Taschenlampe kommt auf der anderen Seite durch, aber ganz so hell ist die Lampe nicht) leider kann ich das nicht testen weil ich die Heizung nicht bewusst in den Störungsmodus schicken kann (bzw. ich weiß nicht wie ich das machen sollte).

    Aber sobald ich den Fotowiderstand habe werde ich mal ein bischen damit rumspielen und schauen. Allerdings wäre hier auch wieder die Lösung mit dem Orientierungslicht etwas leichter, weil ich es damit an einer Steckdose testen kann.. Wird also wahrscheinlich dabei bleiben, es so zu machen.


    Den Widerstand des Fotowiderstandes kann ich nur mit einem Multimeter messen, oder?

    Deshalb habe ich die diese kleine Platine mit dem LDR empfohlen, da man hier auch die Empfindlichkeit, sprich Helligkeit auf die LDR einstellen kann.

    Obs reicht, musst Testen, dabei hilft es, den LDR z.B. in ein Stückchen passenden und dunkles Rohr einzusetzen, so das er quasi nur auf diese eine Lichtquelle fixiert ist.

    Auch hier hilft Testen was am Besten funktioniert.

  • Wie zuverlässig und langlebig ist so ein Sensor? Kann ich im Normalfall von mehreren Jahren ausgehen? Im Fall des Defekts würde wahrscheinlich der Widerstand trotz Licht hoch bleiben, richtig?

    Ich habe keine Ahnung, wie zuverlässig so ein Sensor ist, aber um sicherzugehen könntest Du eine LED mit einbauen und damit gelegentlich/regelmäßig die Funktion des Sensors prüfen.

  • Ich habe keine Ahnung, wie zuverlässig so ein Sensor ist

    aber ich stellte mit erschrecken fest das die Glimmleuchte meines DUAL 701 nicht mehr leuchtet für den fine pitch, der sonst immer noch einwandfrei läuft seit 1975.

    Also eine Glimmleuchte kann auch ausfallen!

    Zur sicheren Verkabelung wurde ja alles gesagt und der Austausch eines Stecker Orientierungslicht ist leichter und billiger.

    lasst die PIs & ESPs am Leben !
    Energiesparen:
    Das Gehirn kann in Standby gehen. Abschalten spart aber noch mehr Energie, was immer mehr nutzen. Dieter Nuhr
    (ich kann leider nicht schneller fahren, vor mir fährt ein GTi)

  • Wie zuverlässig und langlebig ist so ein Sensor? Kann ich im Normalfall von mehreren Jahren ausgehen? Im Fall des Defekts würde wahrscheinlich der Widerstand trotz Licht hoch bleiben, richtig?

    Da deine Komponenten ja quasi nie im Betrieb sind, sind Ausfälle nicht so wahrscheinlich. Eine Alterung gibt es bei Fotowiderständen - aber wie stark sich das auswirkt, kann ich nicht sagen. Ich nehme aber an, dass in einem halbdunklen Keller die Alterung keine große Rolle spielt (kühl und dunkel lagern" ;) ).

    Lass dir doch zur Alarmleitung noch eine zweite Zuleitung legen und einen Schalter, damit du einen Alarm simulieren kannst. Vielleicht kann dein Fachmann auch heizungsseitig eine Alarmauslösung ermöglichen. Denn was nützt die ganze Vorrichtung, wenn das Relais (oder was auch immer), das den Alarm in der Heizung schaltet, den Geist aufgibt... Was sagt denn die Bedienungsanleitung? Gerade für Alarmgeber gibts häufig Testknöpfe. Vielleicht ist schon irgendwo einer zu finden.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • Hm, wie Alt bzw. Störanfällig ist denn diese Heizung?


    Wie bei uns im Haus haben z.B. seit dem Umbau der Heizung 1999 noch keine Störung gehabt.

    Und bei der vorigen Heizanlage seit 1978 auch nur Störungen, die beides Mal einen Monteur bedingten, da einmal das Schauglas am Ölfilter krumm draufgeschraubt wurde und der Filter ersetzt werden musste und einmal zwischen den Tanks eine Gummileitung porös war, die dann mit Stahlleitungen zwischen den Tank auf aktuellen Stand gebracht wurde.

    Soll heißen unsere Heizung hatte nur 2-3x eine Störung wo die Störleuchte anging in bisher 41 Jahren!

    ~25 Jahre ist sie alt. Störungen sind vllt 5x pro Jahr. Ist ggf. etwas öfter weil wir Fernwärme beziehen und die (Gas-)Heizung erst einspringt, wenn da zu wenig Wärme ankommt (was aber doch recht häufig vorkommt, aber zumindest die Gasheizung (die ich überwachen möchte) läuft nicht im Dauerbetrieb).

    Wo genau das Problem dann wirklich liegt weiß ich nicht, sobald ich einmal aufs Knöpfchen gedrückt habe gehts wieder..


    Deshalb habe ich die diese kleine Platine mit dem LDR empfohlen, da man hier auch die Empfindlichkeit, sprich Helligkeit auf die LDR einstellen kann.

    Obs reicht, musst Testen, dabei hilft es, den LDR z.B. in ein Stückchen passenden und dunkles Rohr einzusetzen, so das er quasi nur auf diese eine Lichtquelle fixiert ist.

    Auch hier hilft Testen was am Besten funktioniert.

    Das klingt gut, zumal da auch direkt digitale Signale rauskommen, dann werde ich diesen LDR mal bestellen und damit ein wenig rumspielen.

    Edit: Sehe ich es richtig, dass ich bei der Platine keinen zusätzlichen Widerstand benötige? Kann ich hier einfach Die 3.3V vom PI an VCC und GND an GND anschließen und bekomme dann am DO ein Signal, dass ich so ohne weiteres an einen Eingang vom PI hängen kann?


    Da deine Komponenten ja quasi nie im Betrieb sind, sind Ausfälle nicht so wahrscheinlich. Eine Alterung gibt es bei Fotowiderständen - aber wie stark sich das auswirkt, kann ich nicht sagen. Ich nehme aber an, dass in einem halbdunklen Keller die Alterung keine große Rolle spielt (kühl und dunkel lagern" ;) ).

    Lass dir doch zur Alarmleitung noch eine zweite Zuleitung legen und einen Schalter, damit du einen Alarm simulieren kannst. Vielleicht kann dein Fachmann auch heizungsseitig eine Alarmauslösung ermöglichen. Denn was nützt die ganze Vorrichtung, wenn das Relais (oder was auch immer), das den Alarm in der Heizung schaltet, den Geist aufgibt... Was sagt denn die Bedienungsanleitung? Gerade für Alarmgeber gibts häufig Testknöpfe. Vielleicht ist schon irgendwo einer zu finden.

    Dann werde ich mich mal auf die Suche nach der Anleitung begeben, wäre auch bei der Installation schon praktisch wenn ich den Alarm simulieren könnte. Ansonsten werde ich zum Testen wahrscheinlich einfach das Ganze Orientierungslicht rausziehen und in eine Steckdose mit Strom stecken..

  • Ja, siehst du richtig. Die Platine verwendet einen Comparator. Mit dem Poti (dürfte 100 Ohm bis 10 KOhm abdecken) stellst du den Vergleichswert ein. Wenn die Spannung über den Fotowiderstand größer ist, schaltet der Ausgang.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • Das klingt gut, zumal da auch direkt digitale Signale rauskommen, dann werde ich diesen LDR mal bestellen und damit ein wenig rumspielen.

    Edit: Sehe ich es richtig, dass ich bei der Platine keinen zusätzlichen Widerstand benötige? Kann ich hier einfach Die 3.3V vom PI an VCC und GND an GND anschließen und bekomme dann am DO ein Signal, dass ich so ohne weiteres an einen Eingang vom PI hängen kann?


    Dann werde ich mich mal auf die Suche nach der Anleitung begeben, wäre auch bei der Installation schon praktisch wenn ich den Alarm simulieren könnte. Ansonsten werde ich zum Testen wahrscheinlich einfach das Ganze Orientierungslicht rausziehen und in eine Steckdose mit Strom stecken..

    Das siehst du richtig!

    Wie GN schon schrieb braucht die Platine nur 3.3V - 5V und gibt dann bei der eingestellten Helligkeit ein TTL Signal aus, entweder High oder LOW, mit welchem direkt ein Eingang am PI detektiert werden kann, womit dann wieder andere Sachen per Software gesteuert werden können.

    Wie Relais oder auslösen einen Email Nachricht oder anderes.

    Recht einfach und unkompliziert.

    Für einen einfachen LDR bräuchte man noch eine Beschaltung mit weiteren Elektronischen Bauteilen, das wird dann etwas größer wie dieses kleine Platinchen und braucht auch etwas Programmcode und mehr Anschlüsse.

    Siehe z.B. Link

    Das spart man sich mit der kleinen Platine, die einmal eingestellt ihren Dienst tut und keinen Wandler braucht.

    Diese Störleuchte hat ja immer die selbe Helligkeit, somit muss der LDR ja nicht ständig messen, sondern wird einmalig auf die Ansprechschwelle eingestellt, die das TTL Signal auslöst und fertig.

    Als Code muss man nur ständig abfragen wie der Zustand des Eingangs ist, wo das TTL-Signal dran hängt und per Code entsprechend auf eine Änderung reagieren.


    PS. Beim Rausziehen der Lampe, und anstecken an 230V, VORHER schauen, ob es wirklich eine 230V Leuchte ist und nicht etwa eine mit 24V oder so!

  • Für einen einfachen LDR bräuchte man noch eine Beschaltung mit weiteren Elektronischen Bauteilen [...]

    Nicht unbedingt. Das genannte Beispiel verwendet einen AD-Wandler, um die Helligkeit abgestuft zu messen. Das ist hier nicht nötig.
    Wenn die Werte des Fotowiderstandes für "hell" und "nicht hell" bekannt (ausgemessen) sind, kann man den zweiten Widerstand so wählen, dass der aus beiden gebildete Spannungsteiler bei "hell" ein High-Signal liefert und bei "nicht hell" ein Low-Signal. Dann benötigt man die gleichen Anschlüsse wie für die Platine. Diese nutzt halt noch einen Komparator, um ein klares digitales Signal zu bekommen. Mit nur Fotowiderstand als Spannungsteiler gibt es mitunter undefinierte Zustände (wenn es im Raum gerade so hell ist, dass der Fotowiderstand den gleichen Wert hat, wie der zweite Widerstand). Wenn die Helligkeitsunterschiede groß genug sind (mäßig beleuchteter Kellerraum gegen hell leuchtende Glühbirne), spielt das aber keine Rolle.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • Die Software-Seite habe ich schon (in der Grundfunktion) fertig, mir fehlte nur das Signal :lol:


    Heute ist der Fotowiderstand (mit der Platine) und das Orientierungslicht bei mir angekommen. Habe es gerade getestet, funktioniert einwandfrei. Damit ist die Baustelle erledigt (muss es noch an die Heizung bauen, aber die Funktion ist da). Danke nochmal an alle für die große Beteiligung und Hilfe. :)