RPI4 4gb zeigt kein Bild, stinkt und wird extrem heiß

  • Vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

    Bei mir sind bereits zwei RasPi 4B am original Netzteil abgeraucht. Jetzt habe ich für 185€ einen neuen gekauft. Da darf einfach nichts passieren. Ich benötige echt eine supersichere Lösung.

  • ... dort sind sie aber nicht verfügbar.

    Okay, das neue Grät ist nun aber nicht mehr mein Problem. Mein Problem ist, wie ich ~100% sicherstelle, dass der neue RasPi heil bleibt.

    Ich habe in diesem Forum nun rausgelesen, dass MeanWell Netzteile wohl die sicherste Lösung sein sollen.

  • 100% Sicherheit könntest Du erreichen in dem Du ihn einfach gar nicht an Strom anschliesst. Dann brennt der garantiert nicht durch. 😉

    “If debugging is the process of removing software bugs, then programming must be the process of putting them in.” — Edsger Dijkstra

  • So, ich habe mir jetzt das MEANWELL IRM-30-5ST gekauft. Gehäuse ist "kindersicher" man kann nichts dran rum(ver)stellen, Toleranz der Ausgangsspannung +-2,5%, also max. 5,125V.

    Wäre jemand bereit, mein altes original Netzteil zu analysieren? "Im Dienste der Wissenschaft". Er kann es dann gerne anschließend behalten.

  • Gerade für den Pi4 würde ich ein einstellbares (4.75 ~ 5.5V) nehmen, aber ich verstehe deine Sorge, dass wieder etwas abrauchen könnte.

    Wenn du mir das alte schicken willst, nehme ich es mal unter die Lupe.

    Das sollte auch schon reichen:

    https://www.conrad.de/de/p/mea…-25-w-5-v-dc-1297290.html

    Selbst mein USB-Hub bringt über 5,1 Volt unter Last.

  • Mein Problem ist, wie ich ~100% sicherstelle, dass der neue RasPi heil bleibt.

    Normal bleiben die auch heil. Wenn Du den nicht gerade bis zum Anschlag Auslastest raucht der nicht mal ohne KK ab.

    Ich nutze zum Test meist nur einfache Ladegeräte für Handys die 5.2V haben. Die reichen meist vollkommen aus. Im Betrieb kommt dann halt ein Original Raspberry Pi Netzteil dran (auch wenn die kaum besser sind, sie haben halt aber nur einen Steckverbinder).


    Was man auch nie machen sollte ist ein Netzteil in einer schaltbaren Steckdose zu betreiben wo man nicht entweder beide oder nur den "falschen" Anschluss schaltet. Es muss immer die Phase geschaltet werden sonst kann durch andere am Raspberry Pi angeschlossene Geräte der Null durch diesen zum Netzteil fließen und mit etwas Pech dann komplett zerstören.


    Ich habe da schon Pferde kotzen sehen. Normal dürfte nichts passieren aber mir ist so ein PC mit all seinen angeschlossenen Geräten abgeraucht, als hätte ein Blitz eingeschlagen.

  • Ja, normalerweise sollte ein original Netzteil nicht den RasPi zerstören, klar. Wie gesagt, wir haben zwei gleiche in Betrieb, beide mit orig. Netzteil, mit dem anderen hatten wir nie solche Probleme.

    Das mit der (nicht) geschalteten Phase ist interessant, aber in unserem Fall wohl kaum die Ursache, da das Problem ja bei eingeschalteten Geräten auftritt. Und eben auch dann, wenn NICHTS am Raspi angeschlossen ist. Also bleiben als Verdächtige nur der RasPi selbst und sein Netzteil. Der RasPi wurde ausgetauscht, bei seinem Nachfolger das gleiche... bleibt nur noch das Netzteil, so ungewöhnlich das auch sein mag. Oder habe ich was übersehen?

  • Inzwischen bin ich darauf gestoßen, dass andere lüfterlose Gehäuse auch einen Wärmeableiter für den betroffenen Bereich haben:

    Hier unten im Bild, der fehlt bei meinem Gehäuse:

    https://m.media-amazon.com/ima…wHH505JvL._AC_SL1500_.jpg

  • Es muss immer die Phase geschaltet werden sonst kann durch andere am Raspberry Pi angeschlossene Geräte der Null durch diesen zum Netzteil fließen

    Das mußt du mir jetzt aber genau erklären, wie da Strom rückwirkend in das Netzteil fließen soll.

    An der Steckdosenleiste liegen alle Verbraucher parallel, da ist es wohl völlig egal, welche Leitung abgeschaltet wird.

    Gefährlich kann es nur werden, wenn auch starke induktive Verbraucher mit angeschlossen sind.

  • Mir stinkts jetzt hier zu viel und bin dann weg.


    Kein offence - ich liebe Wortspiele :)

    "Really, I'm not out to destroy Microsoft. That will just be a completely unintentional side effect."

    Linus Benedict Torvalds, 28.9.2003


    Hast Du die Woche schon Deine Raspberry gesichert :fies: Bei mir tut das raspiBackup automatisch :shy:

  • Bei dem größten der betroffenen Bauteile handelt es sich um dieses:

    https://www.maxlinear.com/ds/mxl7704.pdf


    The MxL7704 is a five output Universal PMIC optimized for powering low power FPGAs, DSPs, and microprocessors from 5V inputs. Four synchronous step down buck regulators range from 1.5A system power to 4A core power. A 100mA LDO provides a clean 1.5V to 3.6V power for auxiliary devices.

    Features

    ■■ Input voltage range: 4.0V to 5.5V

    ■■ 4 Synchronous Buck Regulators

    – Internally compensated current mode

    – 1MHz to 2.1MHz switching frequency

    – Buck 1: 3.0V to 3.6V, 20mV step, 1.5A

    – Buck 2: 1.3V to 1.92V, 20mV step, 1.5A

    – Buck 3: 0.8V to 1.6V, 6.25mV step, 2.5A

    – Buck 4: 0.6V to 1.4V, 6.25mV step, 4A


    Der MxL7704 ist ein universeller PMIC mit fünf Ausgängen, der für die Stromversorgung von FPGAs, DSPs und Mikroprozessoren mit geringem Stromverbrauch über 5-V-Eingänge optimiert ist. Vier synchrone Abwärts-Abwärtsregler reichen von 1,5 A Systemleistung bis 4 A Kernleistung. Ein 100-mA-LDO liefert eine saubere 1,5-V- bis 3,6-V-Stromversorgung für Zusatzgeräte.

    Merkmale

    ■■ Eingangsspannungsbereich: 4,0 V bis 5,5 V

    ■■ 4 synchrone Abwärtsregler

    – Intern kompensierter Strommodus

    – 1 MHz bis 2,1 MHz Schaltfrequenz

    – Buck 1: 3,0 V bis 3,6 V, 20-mV-Schritt, 1,5 A

    – Buck 2: 1,3 V bis 1,92 V, 20-mV-Schritt, 1,5 A

    – Buck 3: 0,8 V bis 1,6 V, Schrittweite 6,25 mV, 2,5 A

    – Buck 4: 0,6 V bis 1,4 V, Schrittweite 6,25 mV, 4 A

  • Ich habe heute dein altes Netzteil erhalten. Äusserlich lässt sich nichts feststellen.

    Die Spannung beträgt im Leerlauft etwa 5,27 - 5,28 Volt.

    Darf ich das Gehäuse öffnen um nach inneren Problemen, wie kalten, oder gebrochenen Lötstellen zu suchen ?

    Das geht aber nicht zerstörungsfrei, weil geklebt.

    P.S. Die Jesuspropaganda hättest du behalten können.

  • Hallo, ja, diese Leerlaufspannung hatte ich auch gemessen.

    Selbstverständlich darfst Du mit dem Netzteil alles machen, was dem Erkenntniszuwachs dienen könnte, ich denke, dass außer mir auch noch andere Leser sehr interessiert sind. Vielen Dank Dir!

    Wie gesagt, ich will das Netzteil auf keinen Fall zurück haben, Du darfst es gerne behalten oder entsorgen...


    Mein neues MEANWELL IRM-30-5ST liefert eine Leerlaufspannung von exakt 5,00 V, sehr beruhigend. Und bisher funktioniert auch alles bestens, ohne Gestank.

  • Ich finde es gut, dass Du die Ursache finden möchtest, um den nächsten PI das gleiche Schicksal zu ersparen. Auch das Netzgerät nach dem Ausschlussverfahren als Ursache zu vermuten ist legitim. Obwohl ich nicht glaube, dass das Netzgerät schuld ist, würde auch ein anderes Netzteil, jedoch wieder ein Original Netzteil verwenden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du zwei originale Netzteile findest, die den PI schädigen ist extrem gering. Die Netzteile haben sich millionenfach bewährt...

    Trotzdem befürchte ich, dass Du etwas übersiehst. Eventuell hast Du Situationen bei denen ESD den PI schädigt. Ist vielleicht das Netzteil des Fernsehers kaputt, sodass am HDMI (hohe) Spannung gegen Erde anliegt,...

    PS: Du hast sicher ein Original Netzteil von Raspberry? Es gibt einige Händler, die schreiben original dazu und verkaufen irgendwas...

    ...wenn Software nicht so hard-ware ;) ...

    Freue mich über jeden like :thumbup:

  • Okay, also das Netzgerät war wirklich original.

    Elektrostatische Entladung... das ist doch eher was sehr kurzzeitiges, oder? Dass davon Bauteile längere Zeit heiß werden, richtig abrauchen, sich aufblähen bzw. pellen... weiß nicht...

    Okay, den Monitor (HDMI) hatte ich auch schon im Verdacht (ALLE sind verdächtig!). Das zu prüfen halte ich für schwierig, da kommt man doch nirgends dran.

    Aber wie bereits zuvor geschrieben, die betroffenen Bauteile (s. Foto) wurden ja auch dann heiß, wenn gar nichts angeschlossen war, nur der RasPi und sein Netzteil.

  • OK73: ESD und eine Fremdspannung würden den ggf. Raspberry dauerhaft schädigen. Einmal passiert ist das Ding dauerhaft und höchstwahrscheinlich unreparierbar kaputt. Gerade die ungeschützten GPIOs des Raspberry sind extrem empfindlich (verglichen mit z.B. Microcontrollern)...

    ...wenn Software nicht so hard-ware ;) ...

    Freue mich über jeden like :thumbup: